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Hier geht es um einen Geschäftsmann, der es seit einigen Jahren erlebt, ständig zur "falschen Zeit am falschen Ort" zu sein - und schlimmer noch: immerzu den „falschen Menschen“ zu begegnen - jenen, die ihm den Himmel auf Erden versprechen - und ihn dann "zur Hölle schicken", wenn die Verträge unterschrieben und die Verantwortung auf ihn übertragen ist....
Reinhard ist ein liebevoller, sensibler Mensch, der das gleiche von den anderen erwartet. Er wählte ein Menschsein in der zweiten Liga. Das bedeutet: Er überlässt gern anderen den ersten Schritt, die Initiative, um dann den zweiten zu tun - und den dritten ... und vierten .... und fünften, bevor er merkt, dass er wieder einmal einem genialen „Erfinder“, dessen Produkte er vermarkten soll, auf den Leim gegangen ist – und nun alle Schadenersatzforderungen nicht beim Ersten in der Reihe sondern beim zweiten liegen: bei ihm.
Und kaum hat er sich mit der Hilfe von Freunden aus einem solchen Netz herausgeboxt, trifft er den nächsten „Falschen“ - und das alte Spiel beginnt von Neuem. Hier geht es um den Fluch des männlichen Wesens und die männliche Erbschaft der Vorväter – um die Frage der Handhabung dieses maskulinen Erbes und die Integration des femininen Wesens im Manne.
Sabine: Okay Reinhard, dann lass doch mal hören, was dein Problem ist, wo du deine Problematik siehst und was du gerne hättest oder verändern würdest.
Reinhard: Die größte Problematik ist die, dass ich permanent falsche Leute anziehe.
S: Was für Leute?
R: Falsche Leute. Ich ziehe einfach Menschen an, die auf meinem Weg nicht dienlich sind, die einfach nicht das richtige für mich sind. Die irgendwo falsch sind - mir gegenüber, mit denen ich einfach nicht weiter komme - also im Sinne von hinterhältig oder mir vordergründig Dinge vorgeben, aber dann hinterhältig agieren. Das ist im Prinzip eigentlich mein größtes Problem. Und aus diesem Strudel rauskommen - das ist es, was ich möchte. Dass ich nicht immer reinfalle, aufgrund meines Vertrauens, das immer ich zu den Leuten habe.
S: Bezieht sich dieser Strudel nur auf die berufliche Situation oder gibt es da auch noch andere Bereiche in deinem Leben?
R: Nein, das ist rein beruflich. Im Freundeskreis, im partnerschaftlichen Bereich, passt es. Da kann ich mir nichts Besseres vorstellen. Nur rein beruflich...
S: Die partnerschaftliche Situation ist also okay. Das heißt, du hast eine Familie: eine liebevolle Frau und glückliche Kinder, die du ernähren kannst .....?
R: Ich habe nur eine Lebensgefährtin und einen Hund.
S: Und die Lebensgefährtin ist „vordergründig“ liebevoll mit dir und unterstützt dich in allem, was für dich gut und richtig ist?
R: Ja.
S: Na gut. Was also hakt auf der beruflichen Ebene? Was passiert da jeweils? Was tun die Leute, von denen du meinst, dass sie falsch für deinen Weg seien?
R: Sie versorgen mich mit Unwahrheiten. Das heißt, man glaubt alles.
S: Wer ist man?
R: Ich.
S: Oha! Hier haben wir schon mal das erste Antwort, eine erste Ursache für dein Problem. In dem Augenblick, Reinhard, da du von dir selbst als „man“ sprichst - da du „man ist“ sagst, anstatt „ich bin“ - bist du nicht in deiner Achse und kannst nicht Wahrheit von Unwahrheit unterscheiden. In dem Augenblick, da du nicht in dir selbst bist, da du nicht von „ich bin“ sprichst oder „ich habe“ oder „ich will“, obwohl du dich selbst meinst, bist du nicht du selbst. Dann stehst du neben dir, bist ein Schatten deiner selbst. Dann bist du aus deiner Mitte heraus. Dann bist du - im wahren Wortsinn - außer dir. Dann kannst du deine eigene Wahrheit nicht erkennen - zum Beispiel die Wahrheit deiner eigenen Verschleierung und Verwirrung.
Gehe davon aus, dass dies keine Wortklauberei ist, sondern ein in dieser Zeitenwende äußerst wichtiges Detail deiner Persönlichkeit, das über Erfolg und Misserfolg - in manchem Augenblick sogar über Leben und Tod entscheidet. Nicht umsonst heißt es in der Bibel: „Am Anfang war das Wort.“ Der Geist deiner Worte führt dich in den Abgrund oder auf den Gipfel, um es einmal bildlich auszudrücken.
So kommt also, wenn du nicht in dir ruhst, die Wahrheit als Angriff, Versuchung, Verlockung oder Hinterhalt von außen, um dich wieder zu dir selbst zu bringen. Doch du erkennst sie nicht, weil du nicht hinter die Schleier schauen kannst, solange du außer dir bist, solange du nicht zwischen dem Dunkel des Planeten und dem Licht des Kosmos atmest. Also treibst du waagerecht zwischen dem Dunkel und dem Licht der Menschheit und bist den so genannten Falschen da draußen so lange ausgeliefert, bis du dein inneres „Falsch“ erkannt und geklärt hast.
Stelle dir dein Leben als ein Kreuz vor. Du atmest und pulsierst auf dem senkrechten Ast zwischen dem Dunkel des Planeten und dem Licht des Kosmos – und dies bringt dich immer näher zu dir selbst. Doch gleichzeitig treibst du immerzu auf dem horizontalen Ast zwischen dem Dunkel und dem Licht der Menschheit hin und her. Und dies zieht dich immer weiter von dir selber fort.
Beide Dunkelheiten und beide Lichte tauschen ständig ihre Rollen: Das, was heute licht und liebevoll, erfreulich und aussichtsreich erschien, ist morgen finster, bedrohlich und perspektivlos. Und das, was heute bedrückend, beängstigend und dunkel erschien, ist morgen einfach genial.
Doch wie willst du erkennen, was dir gut tut und was nicht? Du kannst es nur wahrnehmen, wenn du ganz in dir selbst ruhst - wenn du genau dort bist, wo sich die Äste deines Lebenskreuzes treffen: im Kreuzungspunkt. Da ist dein Herz. Und dein Herz weiß bestens Bescheid, denn es ist nicht nur liebevoll, sondern auch - und in allererster Linie - hochintelligent und weise.
R: Das klingt gut und einleuchtend, doch wie soll ich das in meinem Beruf umsetzen?
S: Zunächst, indem du erkennst, dass du offensichtlich schon lange nicht mehr in deinem Herzen ruhst, sonst würdest du schon seit Jahren nicht mehr die so genannten „richtigen Menschen“ für deinen Weg suchen. Doch es gibt keine falschen Menschen und es gibt keinen Weg. In dir selbst ist etwas falsch, nämlich die Position in deiner Lebenspräsenz. Du sitzt nicht auf deinem Thron. Er ist leer, weil du draußen in der Welt immerzu Menschen suchst und auf jene Menschen triffst, die dir die Unwahrheit sagen - schlicht, weil auch sie nicht auf ihren eigenen Lebensthronen sitzen. Jeder will den Thron eines anderen besetzen und viele haben das auch getan.
So spiegeln dir deine Geschäftspartner nur die Tatsache, dass du selbst nicht im Vollbesitz deiner eigenen Wahrheit bist - und somit auch nicht in deiner eigenen Kraft. Daher sind sie überhaupt nicht „falsch“, sondern wertvolle Hinweisgeber. Sie alle geben dir in verschiedenen äußeren Zusammenhängen doch immer dieselbe Botschaft: „Kehre zurück in dein Zentrum und widerstehe mir!“ Doch du nimmst sie nicht an, weil du Gerechtigkeit, Offenheit und Verlässlichkeit von anderen forderst - und dir selbst verweigerst.
R: Aber wie soll denn eine Gesellschaft funktionieren, in der alle ungerecht und hinterhältig sind? Wie soll ich in einer solchen Gesellschaft ehrliche Geschäfte machen, die mir und meiner Partnerin den Lebensunterhalt sichern?
S: Nun, du hast nur eine Partnerin, für die du dich verantwortlich fühlst. Was sollen jene Männer sagen, die noch vier oder fünf Kinder haben. Und was die Gesellschaft angeht: Bisher hat sie so funktioniert. Doch in dieser Zeitenwende funktioniert sie naturgemäß so nicht mehr. Außerdem sind nicht ALLE ungerecht und hinterhältig. Die meisten Menschen sind einfach nur verschlossen und ängstlich, weil sie die gleichen inneren Probleme haben wie du: weil auch sie nicht in sich selbst ruhen, weil auch sie ihre Throne verlassen haben, um außen das Glück zu suchen - weil auch sie ihre eigene große Kraft und Weisheit nicht kennen.
Du bist in der gleichen Gesellschaft und Konditionierung erwachsen geworden, wie alle Männer in dieser Zeit. Zeitenwende heißt: Alles verändert sich. Alles wendet sich ins scheinbare Gegenteil, doch genau genommen öffnet sich nur alles, was bisher verschlossen war. In dieser Zeit verändert sich nicht nur die Gesellschaft, sondern auch deine Konditionierung. Wie alt bist du jetzt?
R: 45.
S: Dann bist du einer der letzten, der diese Erbschaft auf sich genommen hat. Sprechen wir über die Konditionierung derer, die zwischen 1850 und 1965 geboren wurden.
Ihr habt als Männer alles zu geben, was euer Leben ausmacht: euer Geld, eure Kraft, eure Geborgenheit, eure Liebe. Ihr habt euren körperlichen Saft zu geben - euren Schweiß ebenso wie eure Spermien. Ihr habt alles zu geben: den Frauen und den Kindern, der Gesellschaft und euren Freundeskreisen.
Wenn ihr nichts gebt, dann seid ihr unwert und es wird auf euch getrampelt. Wenn ihr viel gebt, seid ihr willkommen. (Schmunzelnd): Oh, ich klammere deine Partnerin natürlich aus. Schließlich sagtest du ja, da sei alles völlig in Ordnung.
Männer müssen geben: in der Geschäftswelt, bei den Nachbarn und Freunden, im Verein, am Biertisch, beim Sport und im politischen Umfeld. Der Mann - der männliche Körper - steht im Fluch und Drama, immerzu geben zu müssen, sich selbst zu behaupten, immer stark zu sein, immer pünktlich zu sein, verlässlich - von gesund und ständiger Verfügbarkeit einmal abgesehen.
R: Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich das alles sein muss.
S: Natürlich musst du es nicht sein, doch bist du nicht trotzdem so? Oder glaubst du nur, nicht so zu sein?
R: Naja, vielleicht nicht so extrem, aber manchmal .....
S: ..... manchmal ist es schon mühsam, nicht wahr? Du bist sehr feminin in deiner Art, liebevoll, versorgend wie eine Mutter - ein maskulines Marienwesen. Siehst du, das ist eines deiner Probleme (schmunzelnd in Hinblick auf die Verspätung des Treffens): deshalb bist du leichtgläubig und kannst du auch nicht pünktlich sein. Reine weibliche Energie nimmt bedingungslos an und fließt frei. Sie tut, was sie will und kommt, wann es ihr passt - und es passt immer!
Die „heruntergekommene“ weibliche Energie am Ende der Zeit dagegen ist immer pünktlich, aber auch feindselig, kriegerisch und fordernd. Und wir meinen nicht nur die unbewussten und unerlösten weiblichen Energien eurer Mütter und Partnerinnen, sondern hier die weiblichen Energien eurer männlichen Geschäftswelt, die weiblichen Energien des verdunkelten Geldflusses - die saugenden, femininen Kräfte jeder Geschäftssituation, die am Ende der alten Zeit auf nichts anderes als Profit aus ist: Alles nehmen und nichts geben. Das ist Business-Vampirismus. Das verdunkelte weibliche Wesen in euren männlichen und weiblichen Körpern will alles haben und sein. Das verdunkelte männliche Wesen soll alles geben.
Bis zur Jahrtausendwende hat das auch funktioniert. Eure Väter haben sich durchgeprügelt und durchprügeln lassen, solange, bis nichts mehr in ihnen war und sie in Resignation, Depression und Krankheit versanken. Ihr Leben lang, schon ab der frühen Kindheit, haben sie gegeben, gegeben und gegeben. In ihrem Fluch und Trauma gefangen, veränderte sich die Form ihres Gebens je nach den äußeren Umständen. Es war nie ein freies, natürliches und glückliches Geben, das auch zum Empfang fähig wäre, sondern eher ein aggressives, kriegerisches oder ein depressives verantwortungsbewusstes Geben, das selbst nicht annehmen kann - in jedem Fall ein Kampf auf verlorenem Posten. Aber sie haben gegeben - ihr habt gegeben.
Euer Drama besteht nicht darin, dass ihr männliche Wesen seid, sondern dass ihr einen männlichen Körper gewählt habt. Damit habt ihr die Erbschaft eurer Väter in euch aufgenommen, ihren Fluch und ihre Lebens-Müdigkeit: jene alte Matrix, die den Mann zum Gebenden, Tuenden und Verantwortlichen macht, zum Ernährer der Familie - und damit auch der Welt. Vor Zeitaltern haben die Männer sich damit die Macht über Frauen, Familie und die Welt gesichert, doch zu genau dem Preis, den sie jetzt zahlen: unerträglicher Druck auf euren Schultern und in euren Herzen. Vielleicht mögt ihr allein deshalb nicht in eure Herzen zurückkehren.
Als Söhne habt ihr dieses Gefühlserbe und Generationendrama eurer Väter, Großväter und Urväter in euch aufgenommen. Denn ihr habt eure heutigen Körper aus den Säften eurer Väter und den Körpern eurer Mütter gebaut.
Das maskuline Erbe forderte über viele Zeitalter, dass der Sohn das tun und werden musste, was die Väter getan hatten und waren. Liebte der Sohn eines Schmiedes das Malen oder Musizieren, so durfte er nicht Maler oder Musiker werden. Er musste Schlosser sein, was seiner Natur zutiefst widersprach. Der feminine sanftmütige und musikalische Sohn musste an der Esse stehen und Schwerter sowie Stahlbänder für Bierfässer schmieden. Damit war das Drama für dessen Familie und die folgenden Generation bestens vorbereitet: Natürlich wirkte sich dies aggressiv oder depressiv auf ihn und alle Beteiligten aus.
Das ist es, was ihr Männer in euch aufgenommen habt. Und es ist nicht wenig, oder? In genau dieser inneren Aura des unerbittlichen Verantwortungszwangs geht ihr heute noch an eure Berufe und in die Businesswelt, selbst wenn kein äußerer Vater oder Großvater euch zwingt, dies zu tun und jenes zu lassen, selbst wenn keine äußere Familie mehr an eurem Rockzipfel hängt, deren Überleben von euch abhängig ist. Ihr habt dieses Erbe so tief verinnerlicht - es liegt als Zellerinnerung in jeder Zelle eures Körpers und steuert euch. Wie findest du das?
R: Ja, eigentlich ziemlich bedrückend. Was kann ich tun, damit das ein Ende hat?
S: Vieles und wenig, heißt: Vieles kannst du tun, doch nur Weniges ist notwendig. Darauf gehen wir später ein. Lasse uns deine aktuelle Situation noch ein wenig betrachten. Was also willst du vom Leben erwarten - vor diesem Hintergrund, der da in deinem Zellgefüge herrscht und aus dem heraus du immer wieder in die Außen- und Geschäftswelt flüchtest. Ja, tatsächlich - vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass du deinen inneren Thron nicht mehr besetzt - so belastet, wie er ist!
In deinem physischen Körper herrscht die Forderung des Gebens an dich: zellulär, hormonell und nervlich. Dein gesamtes eigenes Lebenssystem fordert jeden Tag von dir, zu geben, zu tun, zu machen, aktiv zu sein und zu managen. Wie willst du in diesem einpoligen Körper überleben? Kein Wunder, dass Männer zunehmend verzweifeln und den Befreiungsschlag suchen - und dabei entweder sich selbst oder ihre Familie töten, nicht wahr?
Dein nicht gelebter Pol ist weiblicher Natur. Dieser ist stark, weise und intelligent - ja, raffiniert. Doch du ignorierst ihn unter der Last deiner männlichen Erbschaft und weil du glaubst, dass du als Mann nichts mit dem Weiblichen zu tun hast. Irrtum! Jeder Mensch besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Hälfte, gleichgültig, welches Geschlecht der Körper hat. Also ist dein feminines Wesen in dir gefangen und kann nichts zur Heilung der äußeren Situation beitragen. Manchmal läuft es neben dir her, hinter oder vor dir - und manchmal schaut es einfach weg, weil es nicht ertragen kann, was da draußen sich gerade abspielt.
Solange du deine innere weibliche Intelligenz ignorierst, musst du die äußere weibliche Welt versorgen - und wirst gleichzeitig von ihr hintergangen und ausgesaugt.
So lange werden dir immer Menschen begegnen, die scheinbar „falsch“ sind. Tatsächlich aber sind sie nur in Resonanz mit dir - genauso außer sich selbst wie du, genauso suchend und unwissend wie du. Sie spiegeln dir das innere Spiel, das du mit dir selbst treibst.
Du hast nicht nur das männliche Erbe deiner horizontalen Generationenlinie in dir, sondern auf deinem senkrechten Ast auch eine starke weibliche Sensibilität und Heilkraft - die du ignorierst. Statt sie im senkrechten Atem zu stärken, suchst du dein männliches Ebenbild im waagerechten Außen. Daher kannst du im geschäftlichen Umfeld nur solchen Menschen begegnen, die den maskulinen Pol herauspowern, die sich als kreativ, potent und versiert zeigen - und ihrerseits Typen suchen, die leichtgläubig und weich genug sind, um sich vor ihren Karren spannen zu lassen. Sie sind genauso einpolig wie du, nur eben etwas unbefangener und rücksichtsloser als du, und daher stärker.
Die Begegnung zwischen dir und dem Geschäftspartner ist niemals nur geschäftlicher, sondern in erster Linie emotionaler Art. Und es betrifft immer das feminin-maskuline Gleichgewicht oder Ungleichgewicht. Die inneren Fragen lauten: Wer ist stärker? Wer herrscht und wer unterwirft sich? Sie beantworten sich oft schon in der ersten Begegnung.
Auf der physischen Ebene verhandelt ihr über eine Geschäftsidee oder einen Geschäftsinhalt und auf der emotionalen und energetischen Ebene befühlt und befingert ihr einander und sucht die Kanäle und Saugstellen, wo ihr andocken könnt - oder ihr schützt euch vor den Energieangriffen des Anderen. Im Energieraum schaut jeder einpolige Mann, dass er das Maximum für sich bekommen kann, damit er überleben und die Seinen versorgen kann, damit er seinem gewaltigen Verantwortungsdruck standhalten und ihn erfüllen kann.
Jeder sucht und findet heraus, was er dem anderen geben und von ihm nehmen kann. Doch alles, was ihr auf diese Weise freiwillig und unfreiwillig austauscht, versiegt irgendwo in den dunklen Zonen der alten einseitigen Erbschaft - einfach weil beide nicht im Vollbesitz ihrer Kraft und Weisheit sind, weil beide außer sich sind, weil keiner auf dem eigenen Thron sitzt.
Im Energieraum sind die beiden Geschäftsmänner Dämonen, die miteinander kicken und boxen, einander Hoffnungen, Zerrbilder und Ängste um die Ohren hauen, sich von den Energien der Menschen ernähren und dann lachend und frohlockend wieder auseinander gehen, während die Menschen selbst ausgelaugt am Boden liegen.
Die Menschen, die Geschäftsmänner, verstehen nicht, was abgelaufen ist. Sie sehen nur das physische Spektakel, sagen JA, wo sie NEIN sagen sollten, und NEIN, wo sie JA sagen sollten. Einer schimpft auf den Anderen, versteht ihn nicht, unterstellt ihm Hinterhalt - und hofft trotzdem. Jeder sagt, der Andere sei der Falsche, der Betrüger. Und jeder hat auf eine gewisse Weise Recht, nur eben dahingehend, dass jeder der beiden sich selbst betrügt, denn keiner der beiden hat sich bisher in seinem Mann-Sein verankert.
R: Hmmh, und wie verankere ich mich in meinem Mann-Sein, wenn du doch sagst, dass ich meine weibliche Natur ignoriere? Das ist doch ein Widerspruch!
S: Das ist durchaus kein Widerspruch. Wie schon gesagt: Jeder Mensch besteht aus einer männlichen und einer weiblichen Hälfte. Solange du deine weibliche Hälfte nicht voll in dein Leben integriert hast, bist du einpolig, halbherzig, ohnmächtig und damit geschäftsunfähig.
R: Was muss ich also tun?
S: Nun, weniger tun und vielmehr sein. Du hast deine weibliche Marienkraft anzuerkennen. Und damit verankert sie sich in dir. Das tust nicht du, sondern sie. Du hast senkrecht zwischen deiner kosmischen und deiner planetarischen Intelligenz zu atmen. Damit rammt sich die Lanze deines höheren Geistes in den Boden der Erde. Auch dies tust nicht du, sondern sie selbst tut es. Verstehst du das Prinzip? Was macht das, was ich hier sage, mit dir?
R: Hmmh. Ich kann das nicht so in Worte fassen. Ich sage mal: äußerst interessant - und gut.
S: Fühlt sich das stimmig an für dich? Kannst du etwas damit anfangen?
R: Ja. Mir sind eben ein paar Szenen mit Geschäftspartnern durch den Kopf gegangen und ich habe plötzlich Dinge gesehen, die ich damals einfach nur gefühlt habe, ohne ihnen eine Bedeutung beizumessen, weil ich dachte, das seien irgendwelche emotionalen Dinge, die nichts mit dem zu tun haben.
S: Alles hat mit allem zu tun. Alles, was im Augenblick aufsteigt und fühlbar wird, hat in genau diesem Augenblick auch Bedeutung - sonst würde es nicht aufsteigen! Und genau dieses Wissen und die Fähigkeit, es umzusetzen, ist weibliche Intelligenz. Sie findet sich in den unsichtbaren und verschleierten Zonen des Lebens und der Geschäftswelt bestens zurecht. Okay. Wie fühlt sich das an, wenn ich dir sage, dass du ein sehr feminines Wesen bist, ein weibliches Wesen?
R: Kein Problem. Es ist okay. Solange mir nicht Brüste wachsen...
S (schmunzelnd): ... und sich der „Schwanz“ einzieht.
R: Nein, das ist absolut okay. Das ist neu für mich, aber eigentlich doch wieder nicht. Es bestätigt mir etwas, was ich nie ernst genommen habe. Danke.
S: Was passiert jetzt.....?
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Seminar 2012 - ZEITENWENDE
1. Seminar Zeitenwende und die 5. Dimension
6. Seminar Neue Kinder und Jugendliche
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9. Seminar Kapital, Geldfluss und Berufe