Erniedrigung des weiblichen Pols
und gegenseitige Hüterschaft
Ausschnitt aus dem Buch
2012 - GEISTIGE REISEN IN DIE NEUE WELT
Vor 1000 Jahren
3000 Jahre nach Ägypten führte eine weitere Spur von Asgard zur Erdoberfläche, diesmal nach Britannien - nach Avalon. Nun war das geistige maskulin-feminine Gleichgewicht Asgards darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft und Macht zu verkörpern und auf Erden zu verwurzeln. So brachte diese Ära die großen Hohepriesterinnen und Seherinnen, Druidinnen und Heilerinnen hervor – Frauen, die an Kraft, Klarheit und Durchsetzungsfähigkeit, an Wille und Charisma, von keiner anderen Ära übertroffen wurden – allesamt männliche Zwillingsseelenkräfte, die in großer Harmonie mit ihren weiblichen Seelen wirkten.
Die heidnischen Priesterinnen und weisen Frauen lernten und lehrten die Sprachen der Tiere, der Pflanzen und Elemente und verstanden es, die Naturwelten mit dem Körper des Menschen in Einklang zu bringen. In ihnen atmete die Weisheit der atlantisch-lemurianischen Mysterien, das feminine Menschheitswissen um die Elemente der Erde und die Seele des Planeten.
Das maskuline Wesen steigt ab und baut die Wurzel
Das erste Prinzip eurer dualen Schöpfung ist die gegenseitige Hüterschaft. Dunkel kann ohne die Hilfe des Lichtes nicht dunkel sein, Licht ohne Hilfe der Dunkelheit nicht licht. Der Mann kann ohne die Hilfe des femininen Wesens nicht Mann sein und die Frau ohne maskuline Hüterschaft nicht Frau sein. Eine jede eurer persönlichen und kollektiven Hochkulturen entstand und reifte durch die duale Zwillingsseele eurer Individualität - durch das Gegenteil und das Gegenstück. Das Eine kann ohne das Andere nicht sein. Es kann nicht wachsen, nicht reifen - und sich nicht vollenden. Dies ist die Matrix eures Abstiegs von allem Anbeginn - und dies ist das Erbe Christi, die Erkenntnis am Ende langer Zeitalter der Trennung und des Kampfes. Atmete Avalon auch im heidnischen, femininen Geist, so wurde dort doch das Erbe des Christus bewahrt – und zwar in einer reineren Form als an jedem anderen Ort, der von den Menschen das christliche Siegel erhielt.
Dieses Erbe Christi kennzeichnet dessen Lebensweg: Maria, die große Mutter der Menschheit, ermöglichte den Weg Jesu. Sie sah und fühlte ihn zur Erde kommen. Sie ließ ihn von der Welt gehen. Isis, die große Mutter Ägyptens, hatte die Einweihungen Jesu in den Pyramiden gehütet und geführt. Hier hatte er die Mysterien des Lebens in sich aufgenommen und seine feminine Zwillingsseele in seinem männlichen Körper verwirklicht. Hier hatte er sein feminines Geistselbst im Körper aktiviert.
Maria Magdalena war die dritte Frau in seinem Leben. Sie half ihm, jene innere Kraft aufzubringen, die notwendig war, um die äußere Marter der Geißelung und der Kreuzigung zu ertragen. Hier wirkte die heilige Macht der Sexualität, die Maria Magdalena durch die Lehre der Isis in sich trug.
So halfen die Frauen dem Mann, ein vollendeter Mann zu werden - ein Vater der Menschheit - und nur so konnte dies gelingen. Doch die Menschheit war zu jener Zeit noch nicht reif für diese Einsicht. Stattdessen entfachte sie den Kampf um Jesus, den Christus, und um Maria Magdalena, die Heidin. Das Eine wurde geheiligt und das Andere verflucht. Dieser letzte große Krieg der religiösen und der weltlichen Mächte richtete sich gegen die Menschheit selbst: In jedem einzelnen Menschen wurde das männliche Wesen heilig gesprochen und das weibliche der Natur des Teufels unterworfen. Ein erbitterter Kampf zwischen Herrschsucht und Demut hob an, zwischen Mensch und Gott, Absolution und Verdammnis, zwischen Mann und Frau, zwischen der femininen Seele und dem maskulinen Ego eines jeden Menschen.
Der Gegenstand der ultimativen Entzweiung war die Verzweigung des Einen Seins in den maskulinen und den femininen Ur-Geist. Die Ur-Matrix des Lebens selbst wurde von den Menschen mit Krieg überzogen, die auf ihrem Weg in die evolutionären Tiefen schon so weit herabgestiegen und herunter gekommen waren, dass sie nur noch zwischen der Verzweiflung der Täter und der Resignation der Opfer unterscheiden und erschaffen konnten. Und es war gut.
Michael und Merlin
Nach dem Tode Jesu kehrte sich die Führung um: Nun half das männliche Wesen dem weiblichen, eine vollendete Frau zu werden:
„Im Zentrum der Insel erhob sich der Hügel des Wächters, auf dem ein alter Turm stand. Dieser war einem alten Gott namens Michael geweiht, den die Christen der damaligen Zeit „Angelo" nennen.“ (aus „Die Herrin von Avalon“, M. Zimmer-Bradley). Nun war es das blaue Flammenschwert des Erzengels Michael, das der weiblichen Gottheit auf Erden diente und sie schützte, während seine Lanze ihr die Kraft der irdischen Verwurzelung gab. Nun war es der goldene Stab des Merlin, der die Weisheit der heidnischen Priesterinnen hütete und verteidigte, während seine goldene Sichel das geheime Wissen der Frauen förderte und verbarg - ebenso wie die goldene Mondsichel es tat, wenn ein Mondzyklus endete oder begann. Nun waren es machtvolle maskuline Schutzpatrone und Hüter sowie die männlichen Priester und Druiden, die den Frauen halfen, sich zu vervollkommnen - und wahre Mütter der Erde zu werden. Auf diese Weise konnten die weiblichen Priesterinnen das kristalline Erbe der ersten Stunde hüten, um es in der Zeitenwende zu öffnen und der Menschheit zurückzugeben. Die Trennung der Pole hatte hier schon vor 1000 Jahren nicht mehr geherrscht: Christus schützte die Heidinnen, und die Heidinnen schützten den Christus. Die Göttinnen führten die Männer auf Erden und die Götter standen den Frauen auf Erden zur Seite. Und so erwachte jede Seele - und jeder Mensch erlangte seine ureigene Liebeskraft.
Der Apfel und die Rückkehr des Paradieses
Avalon, die legendäre Insel der Apfelbäume, wurde wenige Jahre nach der Kreuzigung Jesu im Geiste der Großen Mutter erschaffen. Hier wurde dem letzten Erbe der heilenden femininen Göttin ein Ort des Wirkens geboten, solange der kriegerische maskuline Zeitgeist dies noch ermöglichen würde – und dies sollten nur wenige Jahrhunderte sein.
Der Apfel (malus) trägt das Wesen der Liebe und der Sanftheit, der Zärtlichkeit und des Mitgefühls in sich – und nährt die Menschen mit diesen Kräften. Er ist eine durch und durch feminine Frucht. Genau diese weiblichen Geist-Seele-Kräfte sind das Ziel eurer Entwicklung. Damit diese femininen inneren Früchte in euch reifen konnten, mussten die maskulinen Wurzeln eurer Lebensbäume tief ins Dunkel der weiblichen Erde dringen. Und dafür hatten sie nach dem Verschwinden von Avalon noch einmal tausend grausame Jahre Zeit.
Natürlich ist es kein Zufall, dass der Apfel das große biblische Symbol eurer Vertreibung aus dem Paradies ist – das Symbol eurer Trennung von Weisheit und Erkenntnis. Und doch steht der Apfel nicht für Weisheit und Erkenntnis, sondern für die Entdeckung und Erweckung der Liebe und des Mitgefühls in euch. Erst diese innere Erweckung macht die Weisheit eines jeden Augenblicks lebendig und die Erkenntnis aller Ursachen und Erfüllung möglich.
Der Apfelbaum wurzelt im Wesen der Liebe, der Sanftheit, der Zärtlichkeit und des Mitgefühls und führt euch zur grundlegenden Erkenntnis eurer eigenen Natur: Die weibliche Seele ist nur durch ihre männliche Zwillingsseele vollkommen - und die männliche Seele nur durch ihre weibliche Zwillingsseele. Das bedeutet: Der Mann ist vollkommen, wenn er seine eigenen weiblichen Seelenkräfte integriert hat und die Frau ist es mit der Annahme ihrer eigenen männlichen Seelenkräfte.
Vollkommenheit heißt in diesem Sinne: die Fähigkeit, sich sowohl zu verwurzeln als auch zu erblühen und zu fliegen, sowohl ab- als auch aufzusteigen, sowohl „seinen Mann zu stehen“ als auch seiner inneren Stimme zu folgen, sowohl stark wie ein Stein in der Brandung zu sein als auch frei wie das Boot auf den Wellen des Ozeans. Vollkommenheit heißt: sowohl Krieger als auch Heilerin zu sein sowohl Kriegerin als auch Heiler. Vollkommenheit heißt, beide Gehirnhälften zur Gänze zu nutzen.
Und so ist es auch kein Zufall, dass ausgerechnet die einst verfluchte Gefährtin Jesu, die verschriene Hure Jerusalems, euch die Rückkehr ins Paradies ermöglichen wird.
Jesus hatte Maria Magdalena mit dem Heiligen Gral nach Britannien gesandt. Sie brachte sein Vermächtnis in das von Krieg und Grausamkeit zerrissene Land und übergab es den heidnischen Priesterinnen. So wurde sie zur geistigen Mutter der weiblichen Nachkommen Jesu in Avalon. Und bevor sie die Erde verließ, gebar sie die männlichen Nachkommen Jesu, die Templer, die das geheime Wissen bis an die Schwelle der neuen Ära tragen würden – bis 2012.
So war nicht der Heilige Gral selbst das Vermächtnis Jesu, sondern dessen Inhalt: sein geschenktes Blut, seine unerschütterliche Liebe, die das dämonische Grauen der menschlichen Emotionen und den blinden Hass der Peiniger zu einer smaragdenen Geistsubstanz verwandelt hatte. Die Liebe und das Mitgefühl Jesu sind zwei durch und durch weibliche Mächte, die genau wussten, wie viele Tränen Judas für den Dienst seines Verrats am geliebten Bruder geweint hatte. Mochten die Menschen noch 2000 Jahre darüber Gericht halten und urteilen, mochten sie den Einen immer wieder heiligen und den Anderen immer mehr verfluchen, so waren Jesus-Blut und Judas-Tränen längst zu einer heilenden Essenz verschmolzen, die bis zum Ende der Zeit zu bewahren war. Sie sollte das segnende Wasser der Absolution sein, wenn die Menschen erkennen würden, dass jeder einzelne von ihnen eine Jesus- und eine Judas-Seele in sich trägt.
Der goldene Kelch und der Kristallmensch
Es war nur ein einfacher Olivenholzkelch gewesen. Doch sein Inhalt und Geist hatte ihn durch die Zeitalter hindurch zu schillernden Kelchen kunstvollster Art gemacht, die an vielen geheimnisvollen Orten auftauchten. Der Holzkelch wurde zum Gralskelch oder Heiligen Gral (Übers.: heiliges Gefäß), der jene Suchenden das Leben kostete, die glaubten, im Namen Gottes zu handeln, wenn sie das Blut anderer dafür vergossen.
Doch der Heilige Gral blieb 2000 Jahre lang unauffindbar. Er sollte erst am Tor zur Neuen Erde wieder auftauchen – und dann vieltausendfach. Heilungskräfte, ewige Jugend, köstlichste Speisen und frei fließender Reichtum würden aus den inneren Kelchen jener Menschen überquellen, die die getrennten Pole in sich vereinigt und ihren Körper von der alten Reise über die Erde gereinigt hatten – aus den Herzen der Kristallmenschen. Sie würden auf einem langen Torweg durch viele Mysterien und Einweihungen gegangen sein, durch viele Geburten, Tode und Auferstehungen hindurch. Sie würden die Lanze und das Schwert ebenso in sich aktiviert haben wie den Stab und die goldene Sichel.
Ihr letztes zu öffnendes Tor würde das feminine Avalon sein. Hier würden sie ihre großen Insignien und Werkzeuge endgültig wieder zu sich nehmen. Vor 2000 Jahren war der Gralskelch das Symbol des Leibes Christi, der das Wasser des Lebens in sich trägt, und es über die dürstende Menschheit ausgießt. Heute ist es der Leib eines jeden Menschen, der die vier großen Insignien in sich selbst erweckt und aktiviert hat: die Lanze der inneren Aufrichtigkeit (seine atmende Wirbelsäule), das Schwert der inneren Wahrheit (seine an das Herz gebundenen Arme und Hände), den Stab der Selbstermächtigung (seine zwischen Himmel und Erde pulsierende DNS) und die Sichel der Heilung und Wandlung (seine heilende Liebeskraft). Dieser kristalline Mensch, dieses auferstandene Christusbewusstsein, wird den Brüdern und Schwestern das Wasser des Lebens (Liebeskraft) im heiligen Kelch seines Herzens geben und das Brot des Lebens (Trost und Hilfe) auf dem goldenen Teller (feminine Handchakras) seiner Hände. Damit wird er Mutter und Vater der verlorenen Söhne und Töchter auf Erden sein.
Der Heilige Gral ist das Symbol des Christusherzens, das die Kammern des Lichtes und der Dunkelheit in sich vereinigt hat – und so auch des vollendeten menschlichen Herzens, das die solare Zwillingsseele in sich aufgenommen hat – dein Herz.
Das feminine Wesen steigt auf und baut die Krone
Vor 1000 Jahren hat der Zeitgeist die Entscheidung zum letzten Abstieg des weiblichen Wesens getroffen – bis an die Grenzen des unmittelbaren Untergangs. Die Nebel von Avalon wurden zu den letzten Dimensionsschleiern eurer absteigenden Evolution. Euer femininer solarer Geist und eure weibliche lunare Seele zogen sich hinter die Schleier zurück. Euer Körperleben, das maskuliner Natur ist, blieb „auf der Strecke“. Es wurde einpolig und degenerierte, es marschierte vorwärts und stolperte dem Ende entgegen - dem Ziel, der Umkehr, der Auferstehung.
So starben in Avalon am Ende der alten Zeit die maskuline und die feminine Göttlichkeit des Ersten Kristallzeitalters (vgl. Neue Schöpfungsgeschichte), um tausend Jahre später, am Beginn der Neuen Zeit als verschmolzenes Kristallbewusstsein aufzuerstehen.
In Avalon ruht das Erbe des Anfangs und das Versprechen eures absteigenden Weges, dass es das weibliche Wesen sein würde - Priesterinnen, Königinnen, Heilerinnen und Liebende - das am Ende der Zeit die „herunter gekommenen“ Krieger und Tyrannen tröstet, heilt und erhebt - die eigenen Brüder, Väter und Söhne im Geiste wie auch auf Erden.
Diese weiblichen Wesen sind nicht zwangsläufig Frauen. Viele von ihnen sind in dieser Zeitenwende in männlichen Körpern erschienen. Viele Männer tragen eine überwältigende feminine Kraft und Liebe in sich, die unmittelbar heilend wirkt, sobald sie anerkannt und geöffnet wurde. So sprechen wir hier nicht von Männern und Frauen, sondern von Priesterinnen, Königinnen, Heilerinnen und Liebenden in weiblichen und männlichen Körpern.
Der Abstieg des weiblichen Wesens
oder:
Der Judasdienst der Unterwerfung
Damit ihr die Rolle der weiblichen Natur begreifen und das Tor zu eurem persönlichen Avalon öffnen könnt, machen wir hier zunächst einen kleinen Ausflug in jene Geschichte der Unterwerfung des weiblichen Pols. Ihr mögt dies als negativ und falsch, als ungerecht und niederträchtig empfinden. Doch ihr werdet sehen, dass es nicht so ist. Betrachten wir die aus dieser Unterwerfung resultierende Degeneration eures männlichen Lebens. Dies mögt ihr vielleicht als eine Genugtuung empfinden, eine gerechte Strafe. Doch auch dies ist ein Irrtum. Es ist gleichgültig ob ihr Männer oder Frauen seid: Die Unterwerfung des weiblichen und die Degeneration des männlichen Pols herrschen in jedem einzelnen von euch.
Auf dieser Reise in die Vergangenheit werdet ihr die evolutionären Notwenigkeiten verstehen und eure alten Entscheidungen annehmen und bejahen. Und dann solltet ihr bereit sein für die Reise in die Zukunft eurer Vollkommenheit und Auferstehung.
Das weibliche Wesen - die feminine Natur - ist von allem Anbeginn der ewig aufsteigende Pol. Dieser ist zutiefst nicht in der Lage, abzusteigen. Das männliche Wesen - die maskuline Natur - ist von allem Anbeginn der ewig absteigende Pol. Dieser ist zutiefst nicht in der Lage, aufzusteigen. Wie es dazu kam und warum dies so ist, haben wir in unserer Neuen Schöpfungsgeschichte beschrieben. Dort nennen wir das männliche Wesen ER und das weibliche Wesen SIE – und EIN SEIN, aus dem sie hervorgingen, nennen wir ES. Tun wir es auch hier!
Das weibliche Wesen hätte den absteigenden Weg eurer Evolution niemals aus eigenen Kräften machen können. Allein hätte SIE kein Ziel erreicht, wäre an keinem Umkehrpunkt angekommen - und hätte niemals im Vollbesitz von Erfahrung, Kreativität und Kraft aufsteigen können. SIE hätte weder Liebe, Mitgefühl und Sanftheit noch Intuition, Raffinesse und Kreativität als kosmische Mächte zur Erde bringen können, sondern würde heute noch als Reines Sein im Kosmos schweben – und schmoren.
Daher war SIE während des gesamten absteigenden Weges auf die Hilfe von ER angewiesen, auf die beständige Führung durch das männliche Wesen und die maskuline Natur. Und weil SIE und ER von allem Anbeginn Bruder und Schwester waren, die gemeinsam reisen wollten, half ER, galant und liebevoll, wie ER nun einmal ist, SIE bis an den tiefsten Tiefpunkt. Und dort würde SIE die Führung übernehmen.
Stellt euch euren evolutionären Weg als eine Parabel vor. Die Kurzbeschreibung: Ihr steigt vom Reinen Geistbewusstsein der 12. Dimension ab, erschafft die Körperwelt der 3. Dimension und durchquert sie, erschafft hierbei die verkörperte Geistwelt, die 5. Dimension, und betretet sie. An genau dieser Stelle steht die Menschheit gerade: Sie verlässt die 3. und betritt die 5. Dimension – in ihrem eigenen Körper.
Linker Ast: Abstieg - Drei Spaltungstänze:
1. ER und SIE, 2. Elektro+Magnetismus 3. Körper
Rechter Ast: Aufstieg - Drei Vereinigungstänze:
1. Körper-Selbst, 2. Zwillingsseele, 3. Geistselbst
Beziehen wir uns auf die Zeichnung und führen es etwas eingehender aus:
Ihr tretet aus der Feuerwand von EIN SEIN hervor. ES schickt euch auf
die Reise. Euer Weg beginnt am linken oberen Ast der Parabel. Da es auf
diesem zunächst abwärts geht, führt das maskuline Wesen. ER zieht SIE
mit sich abwärts. Dabei tanzt ihr 3 Lebenstänze, in denen sowohl
Spaltungen als auch Vereinigungen geschehen. Jeder Tanz verändert euer
Sein ein Stück mehr. Nach dem 1. Tanz seid ihr reine, einpolige
Geistwesen, nach dem 2. Tanz bipolare Energiewesen und nach dem 3. Tanz
Körperwesen. Als Körperwesen habt ihr die weibliche und die männliche
Natur zu je 50 Prozent in euch. Ihr seid durch und durch „Kerl“ und
„Weib“,„Täter“ und „Opfer“ - gleichgültig, ob ihr Männer oder Frauen
seid: Eure Körpersysteme und euer Organismus ist männlich-weiblich,
eure Gedanken und Gefühle sind männlich-weiblich, eure Entscheidungen
und Handlungen, und selbst eure Orientierung und Wahrnehmung, sind
männlich-weiblich.
Und dennoch: Unten, am Ziel der absteigenden Reise, findet sich die
männliche Natur in einer gewaltigen Dominanz - und einer gewaltigen
Ohnmacht - wieder. Weil ER immerzu führen musste, hat ER im Laufe der
Zeitalter die Verantwortung und den Schutz für jegliches Leben auf sich
genommen, aber auch alle Macht und Herrschaft über das Leben. Daher
seid ihr alle zutiefst erschöpft und ausgelaugt, orientierungslos und
verfeindet, degeneriert und krank – in euch selbst und in eurer
gesamten menschlichen Gesellschaft. Eure Absichten habt ihr längst
vergessen und euer Ziel kennt ihr nicht mehr.
Wird diese maskuline Dominanz weiterhin aufrechterhalten, dann beginnt
sie, tödlich zu wirken. Dies könnt ihr überall in eurer Gesellschaft
und eurem eigenen Leben beobachten. Nun kommt also der Punkt der
Entscheidung und Umkehr. Doch weil ER und SIE unten angekommen sind und
am Boden liegen, weil sie nicht mehr weiter wissen und können,
übernimmt nun der Zeitgeist die Führung. Dieser kennt die Absichten und
Ziele – und er weiß, was zu tun ist. Er setzt sich aus den lenkenden
Mächten des Kosmos und den Bedürfnissen und Kräften des Planeten
zusammen – und setzt diese in Bewegung. Nun zieht ES euch alle mit
sich: EIN SEIN führt euch - jenes allmächtige Wesen, von dem ihr
ausgegangen seid, eure Quelle, eure kosmische Heimat und geistige
Familie. Sie führt euch durch den Widerstand und Umkehrpunkt hindurch.
Und während dieser inneren Reiseleitung geschieht die Übergabe der
führenden Macht an das weibliche Wesen. Nun ist ihre Zeit gekommen,
denn nun geht es an den Aufstieg. Hier verlassen wir die
Bildbeschreibung und kommen später noch einmal auf sie zurück. Vorher
betrachten wir euer Leben auf dem absteigenden Ast noch etwas genauer.
Eine Hand wäscht die andere
Die Hilfe, die auf dem absteigenden Weg notwendig war, konnte also nur
der maskuline Pol geben, weil sie in seiner Natur lag. ER konnte SIE –
im wahren Wortsinn – herunterziehen. ER vollzog den „Judasdienst der
Unterwerfung“ und SIE hat dies zutiefst angenommen: Noch heute
unterwerfen sich viele Frauen ihren Vätern, Männern und Söhnen - und
geraten damit immer tiefer in ihre emotionalen Dramen. Doch wir können
es auch den „Jesusdienst der Verwurzelung“ nennen, und auch dies hat
SIE zutiefst angenommen: Noch heute identifizieren und verwurzeln sich
viele Frauen über ihre Väter, Männer und Söhne – und kommen nicht auf
die eigenen Füße.
An dieser Stelle sollte nun klar sein, dass die Unterwerfung der
femininen Natur ein gemeinsamer evolutionärer Beschluss ist, an dem
alle beteiligten Wesen und Welten mitwirkten. Daher gibt es hier weder
Unrecht noch Schuld. Ihr könnt diese Unterwerfungen auch als
kollektives Opfer eurer im Abstieg begriffenen Gemeinschaft betrachten
– als ein Opfer, das ihr euch selbst geschenkt habt, als ein Opfer, das
alle gewollt und unter dem alle gelitten haben. Dadurch, dass ihr das
lichte weibliche Wesen in euch zuerst verdunkelt habt, wurde der
Abstieg eures kollektiven göttlichen Geistes bis in die ultimativen
Tiefen eurer physischen Endlichkeit möglich.
Wenn wir von der Unterwerfung der femininen Wesen und Natur, der
weiblichen Energien und Kräfte, sprechen, so bedeutet dies also
keineswegs die Unterwerfung der Frauen durch die Männer. Die feminine
Natur ist seit dem Beginn des Kalkzeitalters in jedem Körper und
Bewusstsein zur Hälfte gegenwärtig. Sie ist eine Hälfte des ganzen
Organismus und Wesens, gleichgültig ob dies einen männlichen oder einen
weiblichen Körper hat. Gemeinsam mit der anderen Hälfte, der maskulinen
Natur, bildet sie ein lebendiges Ganzes – sowohl im weiblichen als auch
im männlichen Leib.
Drei Stufen der Unterwerfung
Skizzieren wir hier kurz die drei Stufen der Unterwerfung des
weiblichen Pols, damit ihr euch ihrer positiven Bedeutung und der
Heilung eurer Körper und Gesellschaftsformen nähern könnt.
1. Stufe: Feminine Geisteskraft
Die Unterwerfung des femininen Geistes betraf die solare Weiblichkeit
(oder weibliche Sonnenkraft) sowie die weibliche Erdenseele. Sie waren
von je her für Wachstum, Wandlung und Erfüllung zuständig. Kein Leben,
kein Körper und kein Element würde sich ohne sie bewegen und
fortpflanzen. Ohne den femininen Geist würde nichts mehr zur
Vollkommenheit gedeihen. Alles würde lange vor der Reife absterben.
Die solare Weiblichkeit verschwand zu einem großen Teil aus dem
menschlichen Lebensraum und zog die herrlichen lemurianischen
Paradiesgärten mit sich fort. Jegliches prächtige Wachstum zog sich von
der Erdoberfläche zurück. Das Quantum der aufsteigenden Kräfte und der
levitierenden, regenerierenden Energien war auf ein notwendiges Minimum
beschränkt. Millionen großer Hüter der Natur und Abermillionen
Elementarwesen konnten ihre vollkommene bipolare Natur nicht mehr
aufrecht erhalten, da die Erdensonne zu einer vorwiegend einpoligen
maskulinen Lebensquelle geworden war.
So verschwanden die großen Feen, Devas und Elfen von der Erde -
Priesterinnen der Tiere, Pflanzen und Elemente, Botinnen der Hoffnung,
Schutzpatroninnen der Liebe, Bewusstseinszentren des Mitgefühls. Die
kosmische Nahrung verschwand von der Erde, viele Pflanzen wurden
giftig, viele Tiere bissig - und viele Männer und Frauen wurden zu
erbitterten Gegnern. Die Zeit hatte sich verlangsamt, der Raum hatte
sich verdunkelt und die Dualität hatte den Gürtel des Lebens noch ein
Loch enger geschnallt. Kein einziges Wesen konnte sich dieser Situation
entziehen.
2. Stufe: Feminine Seelenkraft
Die Unterwerfung der femininen Seelenkraft betraf ein Zeitalter später
den Ausschluss einer Balance, die bisher noch existiert hatte und
notwendig gewesen war. Bisher hatte die weibliche Seele die Wunden und
Wirrungen des Abstiegs geheilt und ausgeglichen - und zwar unmittelbar,
nachdem sie geschlagen worden waren. In dieser zweiten Stufe der
Erniedrigung war es das Ziel, Wunden nicht mehr sofort zu heilen - und
vollkommene Heilung auszuschließen.
Es lag in eurer evolutionären Erkenntnis, das verheilte Wunden, erlöste
Ungleichgewichte und geklärte Desorientierung euch nicht weiterführen
würden. Dies haben wir ausführlich im Kapitel „Spaltung der
Nebenschöpfungszentren“ in unserer Neuen Schöpfungsgeschichte
beschrieben. Also war es euer aller Beschluss, Wunden und Schmerzen,
Verwirrung und Drama als positive Entdeckungen auf eurer Reise
anzunehmen - und ihnen viel Zeit und Raum für ihre weitere Entwicklung
zu geben.
So wurde das weibliche Wissen um die heilende Wirkung der Kräuter,
Pflanzen und Gifte als „heidnische Hexerei“ verbannt. Die seelische
Verbindung zu den Tieren und Naturwesen wurde pervertiert und die Segen
bringenden Elemente-Zeremonien wurden zu „Teufelswerk“ erklärt - beste
Voraussetzungen für einen steilen Abstieg!
So verschwanden die Mysterien der geist-energetischen Heilung aus eurer
Erinnerung. Sie sanken aus eurem Tagesbewusstsein ins Unterbewusstsein
und erschufen den illusionären Lebensraum der lunaren Künste - der
schwarzen und der weißen Magie.
3. Stufe: Feminine Körperkraft
Die verschwundenen weiblichen Kräfte des Geistes und der Seele haben
die vertikale geistige Nahrung und seelische Heilung aus eurem
horizontalen Leben ausgeschlossen. Von eurer kosmisch-planetarischen
Anbindung und Versorgung wart ihr abgeschnitten. Übrig blieb eine
körperliche Hülle, die sich von Leben zu Leben um die innere Leere
schmiegen würde. Bei jeder Geburt wurden eure Körper mit einem gewissen
Vorrat an Kraft (männlich) und Flexibilität (weiblich) ausgestattet,
den ihr verbrauchen und nur eingeschränkt auffrischen konntet. Die
Energiezufuhr kam aus der horizontalen Welt durch Essen und Trinken,
durch Schlaf und Bewegung, durch Trost und mental-emotionalen
Energieraub von Anderen.
Wenn ihr bedenkt, dass alle eure Körpersysteme zur Hälfte aus
weiblichen Energien bestehen, könnt ihr euch ausmalen, wie
funktionstüchtig eure Systeme und Organe sind, wenn nur die andere
Hälfte - die männliche Energie-Ebene - aktiv ist.
Die Erniedrigung der femininen Körperkraft sorgte dafür, dass eure
physischen Funktionssysteme und Organe an den nur möglichen Tiefpunkt
gerieten, weil die weiblichen Energien eures jeweiligen Lebensvorrats,
die feminine Flexibilität, in die Knie ging, während die maskuline
Kraft mehr von euch forderte und sich selbst dabei noch mehr stärkte.
So wurden eure Körper zu starken und kraftvollen aber unbeweglichen und
steifen Panzern. Auch aus den Bereichen eurer Gefühle und Gedanken
verschwanden die weiblichen Kräfte. Sanftheit, Mitgefühl und Liebe
zogen sich zurück und harte und kalte Gedanken sowie angstvolle und
überhitzte Emotionen blieben übrig.
So waren eure männlichen und weiblichen Körper im letzten Zeitalter von
Geburt an voller Krankheiten, Gebrechen und Miasmen. Die Lebenskräfte
waren verblasst und die Todeskräfte nahmen überhand. Und selbst wenn
ihr gesund wart, so war dies doch nur eine vorübergehende Phase des
Nichtleidens zwischen unzählbar vielen Stunden und Studien des Leides.
Vollkommen gesund wurden sie niemals - und natürlich war dies auf dem
absteigenden Weg auch nicht geplant: Dort, wo es schmerzte, lagen eure
Entdeckungen und euer Reichtum - eure Wahrheit.
Das bedeutsamste Ziel dieser dritten Stufe der Erniedrigung war die
sich beständig wiederholende Begegnung mit Vater TOD, die immerwährende
Verknüpfung des eigenen Atems mit den Hütern und Bruderschaften der
Finsternis. Am Ende des Weges solltet ihr zur ultimativen Begegnung mit
Vater TOD fähig sein. Niemand konnte und durfte ihm entrinnen, da
niemand verloren gehen sollte. Denn TOD war von allem Anbeginn der
oberste Hüter eures Körperlebens.
Das fehlende Element im Leben des Mannes
Und hier kommen wir auf die beiden Formen der Gewalt zurück, die dann
entstehen, wenn die innere Stimme ungehört bleibt, wenn die inneren
Reisen unterdrückt werden, wenn der innere Reichtum vergraben und
versiegelt bleibt: die aggressive, aktive, nach außen gerichtete Gewalt
und die depressive, passive, nach innen gerichtete Gewalt. Aktive
Gewalt versucht verzweifelt, im Außen zu bekommen (Liebe) und zu geben
(Liebe), was dort verweigert wurde - und im eigenen Inneren nicht
erreichbar scheint. Sie ist eine Form der Sucht, welche ein maskulines
Wesen ist. Aus denselben Gründen versucht die passive Gewalt, über den
grauen Raum der Krankheit, der Depression und der Autoaggression - dem
ungel(i)ebten Leben - zu entfliehen. Sie ist eine Form der Flucht,
welche ein feminines Wesen ist. Die Heilung beider - der äußeren Sucht
und der äußeren Flucht - liegt in der inneren Suche und im Finden.
Gerade weil die weiblichen Kräfte in den inneren Körpern der Männer
fehlten, wurden diese zu Kriegern. Gerade weil die weiblichen Kräfte im
äußeren Leben der Männer fehlten, wurden diese zu Tyrannen und
Gewalttätern. Gerade sie - die Pfadfinder und Macher, die Führer und
Erfinder - hatten ihre wichtigste Fähigkeit und Kraft verloren: die
Intuition im Inneren und die nährende Liebe im Äußeren - die heilende
Zärtlichkeit und die freudige Ermutigung. Auch die Mütter und Frauen
konnten ihnen nicht mehr geben, wessen sie bedurften. Ein Zeitalter
lang suchten sie verzweifelt nach dem Verlorenen, ohne zu wissen was es
ist, ohne fähig zu sein, ihrer Suche einen angemessenen Ausdruck zu
verleihen.
Die Unterwerfung des femininen Pols hat nicht nur die Frauen
erniedrigt, sondern auch - und viel mehr noch - die Männer. Gerade weil
sie Pfadfinder und Macher sind, suchten und fanden sie Trost, Ersatz
und neue Aufgaben in äußerer Macht und Reichtum, in Titeln und Beweisen
ihrer Manneskraft, in Gründung und Schutz von Familien und Clans – und
doch blieben sie als Väter, Männer und Führer unerfüllt oder verloren
ihre Erfüllung in Form einer treuen Gefährtin wieder.
Immer haben männliche Körper größere Qualen gelitten als die
weiblichen, da diese von Natur aus in Resonanz mit aufsteigenden
Kräften, ausgleichenden und heilenden Energien waren. Der männliche
Körper dagegen war seiner Natur nach dem ewigen Abstieg ausgesetzt und
musste dieser Kraft folgen.
Aus diesem Grunde können Frauen mehr Schmerz (Wurzelkraft des
Mitgefühls) und Leid (Wurzelkraft der Barmherzigkeit) ertragen als
Männer, bleiben länger gesund und werden älter als Männer. Aus diesem
Grunde können Frauen mit feminin fließender Leichtigkeit mehrere Dinge
gleichzeitig tun, während Männer sich in maskuliner Manier auf eine
Sache konzentrieren.
Ihr Frauen und weiblichen Egos: Entlasst alte Emotionen und
Emanzipationszwang, Opferhaltung und Gerechtigkeitsforderung aus eurem
Leben. Sie sind nichts anderes als graue Schleier vor eurer Erinnerung
und eurer eigenen feminin-maskulinen Natur - dämonische Energien des
Selbstverrats. Schaut mit weichem und tief dringendem Blick auf die
Männer der Welt. Schaut mitfühlend - und erfüllt allein dadurch euer
Versprechen vom Beginn des Abstiegs: Ihr wolltet am Ende des Weges
bereit sein, das männliche Wesen aus den Tiefen der menschlichen
Dunkelheit wieder hinaufzuführen ins Licht - und ihr könnt es, einfach
weil dies in eurer Natur liegt. Trefft diese Entscheidung. Sie wird
euch auch aus eurem zwanghaften Frau-Sein erlösen, das im
Wachbewusstsein eine warmherzige, gebende Heilerin sein will und im
Unbewusstsein doch eine kalte, fordernde Kriegerin ist.
Und ihr resignierenden Männer und männlichen Egos: Entlasst die Suche
nach der idealen Frau, die Sucht nach der Erfüllung durch Sexualität
und die Anbetung der jugendlich-weiblichen Schönheit. Hört auf, den
weiblichen Körper beherrschen und besitzen zu wollen. Das sind keine
echten Bedürfnisse, sondern nur graue Schleier vor eurer Erinnerung und
eurer eigenen maskulin-femininen Natur - dämonische Energien des
Selbstverrats. Schaut mit weichem und tief dringendem Blick auf die
Frauen der Welt. Erkennt in ihnen euch selbst und lasst sie los.
Gestattet eurer eigenen weiblichen Zwillingsseele, nun die Führung zu
übernehmen und euch aus den festgefahrenen Tiefen des einpoligen Lebens
hinaufzuführen ins Licht - und sie kann es, einfach weil dies in ihrer
Natur liegt. Trefft diese Entscheidung. Sie wird euch auch aus eurem
zwanghaften Mann-Sein erlösen, das im Wachbewusstsein ein
charismatischer Krieger und Führer sein will und im Unbewusstsein doch
nur ein schwacher und bedürftiger Narr ist.
Der Aufstieg des männlichen Wesens
oder:
Der Jesusdienst der Erhebung
Seit 1987, dem Beginn der Zeitenwende, haben sich viele geistige Tore
auf Erden geöffnet und jede Öffnung brachte bedeutsame Veränderungen in
das Feld der Menschen. Der Tag der letzten großen Toröffnung, das
AVALON-Tor, war der 21. Juni 2008, die Sommersonnenwende im ersten der
letzten fünf Jahre vor dem Dezember 2012. Die Zahl Fünf, das PHI, steht
für die weibliche Kraft des Schleierdurchgangs; daher wird es auch das
PHI-Tor genannt. Seit sich dieses weibliche Zeitfenster geöffnet hat,
ist es an der Frau und am weiblichen Wesen im Manne, nach dem
„Judas-Dienst der Erniedrigung“ nun den „Jesus-Dienst der Erhebung“ zu
vollziehen: der Aufstieg des männlichen Wesens mitsamt aller Täter,
Tyrannen und Trunkenbolde, aller Priester, Pauker und Penner, aller
Banker, Bosse und Bonzen. Das Rad des Schicksals hat eine halbe Drehung
hinter sich, und nun folgt die andere Hälfte mit dem weiblichen Wesen
in der Führung: Aus dem Niedergang, dem Schmerz und dem Tod der
Zeitalter formt SIE nun den Aufstieg, die Freude und das Leben. Aus der
Asche der alten Zeit schlägt SIE ein neues Feuer, „... und König wird,
der die Krone verlor“ (Zitat aus „Herr der Ringe“). Dieses Tor lässt
alle femininen Energien zurück zur Erde fließen, die einst
ausgeschlossen worden waren.
Die Rückkehr der verlorenen Macht
Wenn sich das AVALON-TOR öffnet, kehren alle eure geopferten Energien
und Kräfte, Welten und Wesen zu euch zurück und fließen in euer
Geist-Seele-Körperfeld. Und natürlich bringt dies einiges an Umstellung
und Verwirrung, an Verzweiflung und Verängstigung mit sich, denn längst
habt ihr euch an das einpolige maskuline Wesen, in euch und um euch
herum, gewöhnt und euch damit arrangiert.
Nun erscheint euch euer eigenes Erbe fremd und ihr wehrt euch dagegen,
weil es sich wie Unrecht und Verlust anfühlt, da ES (!) das Loslassen
eurer alten Gewohnheiten und Schutzzonen, Lebensnischen und
Schützengräben fordert. Dort, wo eure Wahrheit herrscht, tut es weh.
Dort, wo sich Entspannung in euch breit macht, tobt stechender Schmerz.
Doch es lohnt sich! Schauen wir, was zu euch zurückkehrt.
Eure maskulin-feminin-kindliche Lebensfreude kehrt zu euch zurück -
eure bedingungslose Liebeskraft und grenzenlose Kreativität, eure
vollkommene Gesundheit. Euer inneres Wissen und eure unverschleierte
Sicht kehren zurück. Die Erinnerung an euren evolutionären Weg durch
Dimensionen und Zeitalter kehrt zurück. Ihr werdet eure geistigen
Familien, mit denen ihr zur Erde abgestiegen seid, um sie dann aus den
Augen zu verlieren, wieder sehen und wieder erkennen.
Eure Medialität kehrt zurück, eure Fähigkeit, hinter die Schleier zu
blicken und mit den verborgenen und unverkörperten Reichen zu
kommunizieren. Die engen Horizonte eures Bewusstseins werden
verschwinden, die dichten Schleier eurer Wahrnehmung werden sich öffnen
und die emotional-mentalen Fesseln eurer Gemeinschaften werden sich
lösen. Und damit meinen wir nicht nur die Fesseln zwischen euch und der
Gemeinschaft der Menschen, sondern auch die Fäden, die zwischen euch
und den Reichen der Dämonen und der Engel verlaufen - und Tausende
Maschen, Schlaufen und Knoten bilden.
Der uralte Schmerz der Trennung, der sich durch alle Atemzüge eures
Menschseins zieht, der alte Priesterstolz, der euch von den Menschen
und den Naturreichen abgespalten hat, die innere Leere, die auch in den
höchsten Augenblicken der Erfüllung unerfüllt blieb, die ewige
Rastlosigkeit, die euch weiterpeitschte, wann immer ihr ein Ziel
erreicht hattet – alles dies verblasst und löst sich auf. ES öffnet
euch die Wege zu Liebe, Weisheit und Kraft, zu Kreativität und
Kommunikation.
Die geistige Welt - Heimat und Lebensfäden
Eure geistige Familie, eure kosmischen Quellen haben Namen: Michael,
Metatron und Merlin, Maria und Melchizedek sind einige davon. Sie
reisen in die Welten eurer Verkörperung und verschmelzen mit jenen von
euch, die aus ihren Reichen kommen. Dabei übertragen sie alte, einst
geopferte Lichtfrequenzen und Energiemuster auf euch, und verknüpfen
sie mit euren kristallinen Herzfrequenzen. So bildet sich eine neue
Lebensmatrix heraus - neue Bewusstseinsfrequenzen sowohl im Kosmos als
auch auf Erden, neue Absichts- und Handlungsmuster. Und wenn ihr meint,
dies seien doch wieder fast alles maskuline Wesen, so sagen wir euch:
Wir sind vollkommene feminin-maskuline Wesen des Anfangs und des Endes,
die während eures Abstiegs in die Welten der Krieger und Kriege das
Vermächtnis eurer Heilerin und Elfenwelt gehütet und bewahrt haben -
und es euch nun zurückbringen, da die Zeit reif ist - da ihr reif seid.
Viele von euch sind Lichtboten und Flammen des Erzengels Michael,
wirbelnde Strahlen des Metatron, Priester des Merlin, Söhne und Töchter
der Maria und kosmische Ärzte, von Melchizedek kommend. Ihr seid nun
gefördert - und gefordert, das einst verlorene weibliche Licht in euch
selbst wieder anzufachen, dem femininen Pol in euch das Leben wieder
einzuhauchen.
Ebenso wie ihr in euren Lebensspannen die Stationen Lemurien, Atlantis,
Asgard und Ägypten erlebt, verschlossen und vergessen habt, um sie nun
wieder zu öffnen, wart ihr in Avalon anwesend. Bei dieser letzten
Verhüllung vor 1000 Jahren habt ihr euer weibliches Herzlicht dort
gelassen. Gemeinsam mit den Nebeln der Zeit verschwand es in den
Zwischenreichen und bewahrte dort tausend Jahre lang das Erbe des
Ersten Kristallzeitalters1), das Vermächtnis des Christus. Ihr seht,
auch ihr seid Bewahrer und Hüter der einst verlorenen Reiche. Werdet
euch dessen bewusst, damit sie sich in euch öffnen können. Werdet euch
eures verschmolzenen maskulin-femininen Atems, eures kristallinen
Herzlichtes bewusst, damit auch Avalon sich in euch öffnen kann.
Wir haben es in den ersten Kapiteln dieses Buches mit euch geübt und
ihr habt die ersten Erfahrungen gemacht. Geht weiter. Macht neue und
weiterführende Erfahrungen. Die Kodierungen der Unendlichkeit und das
Spiralförmige Bewusstsein ermöglichen euch das neue Fühlen eures
fünf-dimensionalen Körpers. Sie ermöglichen es euch, die Ätherreiche zu
öffnen, die eigene geistige Heimat in euer heutiges Körperleben zu
integrieren und mit Atlantis und Asgard, Ägypten und Avalon wieder zu
kommunizieren.
Zwar findet mit der Öffnung der kosmisch-galaktischen Tore, oder
Zeitfenster, eine gewaltige kollektive Bewusstseinserhöhung statt und
damit auch eine Gleichschaltung im Sinne der Vereinigung. Dennoch
geschieht nichts automatisch. Ihr müsst euren Herzwillen nutzen, um
diese Energien und Kräfte, die neue Matrix, in eurem Körper zu
integrieren. Daher seid ihr in dieser Zeit sehr gefordert, das eigene
tief verborgene Wissen und den einst verlorenen weiblichen Pol in euch
zu aktivieren. Allein diese geistige Forderung ist dieser Tage der
Grund für alle „inneren Störungen“ und „äußeren Angriffe“ in eurem
alltäglichen Leben.
Text: Sabine Wolf
Korrektur: Monika Schwörer 10. 01. 2010