6. Dezember 2009 Abendblock
Ich sitze auf meiner Matte, kann mich nicht hinlegen. Jegliche körperliche Müdigkeit, die mich zuvor liegen liess, ist verschwunden. Ich bin in direktem Sichtkontakt mit NAAN, nehme mit ihr Kontakt auf. Ich fühle, wie sich ein Energiefeld um mich aufbaut und mich stützt, mein Körper ist getragen, fühlt sich EINS an, ein tiefes Wohlgefühl – ICH BIN. Immer wieder nimmt mein Verstand Brocken von Sabines Erklärungen war.
Das Energiefeld wird stärker, ich bekomme Kopfschmerzen – ein dreieckiger Kopfschmerz vom 4. Auge über die Augenpunkte. Der Schmerz wird unerträglich – ähnlich einer Migräneattacke. Sabine weist uns an, uns zur Schlussmeditation hinzulegen. Der Kopfschmerz wird stärker.
Ich höre immer wieder Bruchstücke von Sabines Worten. Ich halte den Kopfschmerz nicht mehr aus, drehe mich auf den Bauch, halte mir beide Handflächen auf die Stirn, was den Schmerz etwas lindert. Die Atmung beginnt zu hecheln. Das Gefühl einer Geburt steigt in mir auf. Ich hechle weiter in den Schmerz. Mir ist, als sei NA-AN in mir und öffnet eine lange verschlossene Türe. Sie weiss um die Aktivierung der Einrichtungen in unserem Kopf.
Unter starken Kopfschmerzen öffnet sich das Dreieck. Ich sehe einen dreieckigen Spiegel, der sich Spiegel spiegelnd zu einer Röhre in den Himmel erhebt. Die Kopfschmerzen lassen etwas nach. Ein sechseckiger Stern purzelt glitzernd über die Spiegel drehend, spiegelnd durch die Röhr auf meine Stirn und setzt sich auf das offene Dreieck auf meiner Stirn. Das ist ja der Christusstern, geht es durch mich. Gleichzeitig steigt all das was in mir ist über die Spiegel spiegelnd nach oben. Fliessen lassen, fliessen lassen geht durch mich.
Da sehe ich ein gelbes Licht über die Spiegelspiegelung stärker werdend auf mich zukommen. Die Beschleunigung wird gebremst, indem es über die Spiegel spiegelnd herunterfliesst, jedoch das warme, wohlige Gefühl, das durch die Lichtkraft kommt, verstärkt. Als das Licht meinen Kopf erreicht, werden die Kopfschmerzen wieder unerträglich, der Fluss stockt.
„Hingabe“ geht durch mich. Das Licht fliesst wieder und durchtränkt meinen Kopf von Innen, als auch fliesst es über ihn drüber. Die Zirbeldrüse füllt sich wie eine kleine Kugel im Kopf. Bedingungslose Liebe führt den Strom ins Herz. Der Fluss stockt, mein Herz beginnt heftig zu klopfen, ein Druck entsteht.
Mein Körper beginnt zu zittern und zu beben, wie Nadeln sticht es am Körper. „Zum Wohl der Erde und allen lebenden Wesen auf der Erde soll es durch mich fliessen“, klingt‘s in mir. Der Stau im Herz löst sich auf. Ein Fliessstrom vom Herzen über das Genick in die Arme, Hände und darüber hinaus wie auch zum Zwerchfell.
Die Durchflutung des Zwerchfelles ist schmerzhaft, wie eine dichte Wand, die durchlichtet werden musst. Das Zwerchfell schmerzt. Nun fliesst der Strom leichter nach unten, wird zu einem gewaltigen Strom. Wie Lavamasse fliesst er durch und über mich. Der Körper zittert, bebt, und brennt. Das Dreieck auf der Stirn fühlt sich wie eine Verbrennung an. Ich setzte mich auf, halte mir hechelnd die Hände auf die Stirn, ich halt es nicht mehr aus. Ich höre Sabine sagen: “Iris, du bist zu früh aufgestanden, leg dich wieder hin.“ Alle Ströme fliessen frei.“ Es wird etwas leichter. Die Bienen und der Honig klingen in mir, als würde Nektar durch mich fliessen. Es fühlt sich an, wie ein gewaltiger elektrischer Strom.
Ich höre, wie Sabine Paul wegen dem Gitarren spielen fragt. In Gedanken nehme ich mit Paul Kontakt auf: „Spiele hier, ich brauche deine Klänge, geh nicht in die Zirbelstube.“ Als sei es bei ihm angekommen, bestimmt er vehement hier zu spielen. Die Klänge seiner Gitarre lösen den Schmerz auf meiner Stirn und im Körper auf und hallen im Herzen wieder.
Ich lege meine Hände, die ich zuvor auf die Stirn zur Linderung des Schmerzes gelegt hatte, auf mein Herz. Der Himmel über mir öffnet sich und ich sehe die Engel tanzend herunterkommen. „Es ist vollbracht“, steigt in mir auf. Jegliche Schmerzen im Körper sind weg.
Da fühle ich Sabine an meiner Backe, meinem Kopf: „Komm zurück“. Susanne an meinen Füssen. „Wieso soll ich zurück, es ist so schön und friedvoll, nichts tut mehr weh“, geht durch mich.
Pauls Gitarrenklänge werden mitten im Spiel unterbrochen. „Blub“ macht es in meiner Atmung – ein Gefühl des ersten Atemzuges. Ich fühle meinen Atem wieder in meinem Körper. Gleichzeitig sehe ich eine starke gelbe Elektrizität um und durch mich fliessen.
Der Körper sticht. Es ist, als lege sich ein zweites grosses gelbes Wesen um mich. „Dreh dich auf die Seite, so kommst du aus dem Feld raus“, höre ich Sabine sagen. Es ist tatsächlich so, ich komme langsam zu mir zurück - erschöpft , schwach ist mein Körper. Ein Kribbeln am ganzen Körper. Ich versuche die Augen zu öffnen, das schmerzt. Langsam, langsam ziehen sich auch diese Wahrnehmungen zurück. ICH BIN angekommen.
9.12.09
Mein Körper ist müde, der Geist hell wach. Ich kann nicht schlafen, lange liege ich und atme. Das Dreieck auf meiner Stirn öffnet sich. Dieses Mal ganz leicht, wie eine gut geschmierte Tür. Ich sehe ein weißes Pferd auf mich zureiten. Es entsteht ein Kanal. Mein Körper beginnt zu beben.
Die Drehung im Kanal erreicht mich, wird immer stärker und stärker. Es schleudert mich in den Kanal und dreht mich nach oben. Der Körper bebt, fühlt sich an, als wolle er explodieren. „Wer passt auf meinen Körper auf, Sabine ist nicht da, ich bin selbst verantwortlich, dass ich wieder zurück kann“.
Die Drehung verlangsamt sich, ich versuche die Augen zu öffnen, was schmerzhaft ist und kaum geht. „Bleib im Körper“. Ich halte mich in meinem Körper fest und dehne mich in die Röhre aus. Da purzelt ein Wesen durch den Kanal in mich. Es sieht aus wie eine geschnitzte Holzmaske. Ein weiteres Wesen, eine geschnitzte Holzfigur einer rundlichen Frau, gleitet in mich. Mein Körper schmerzt, das Gefühl einer großflächigen Verbrennung zwischen den Schulterblättern entsteht. Das Herz klopft. Es ist sehr anstrengend. Weitere 3 Wesen treten ein. Gleichzeitig dehne ich mich durch die Röhre nach oben aus bis zum Eintrittsort. Mein Körper hält das kaum mehr aus. Unzählige Wesen stehen da und warten, herunterkommen zu können. Ich spreche mit ihnen, sage ihnen, dass mein Körper das nicht mehr aushält, ich kann nicht mehr. Sie sind sehr liebe- und verständnisvoll. „Ich komme wieder, wenn es geht.“ Sie sagen, es sei mein Wille, was geschehe. Ich kehre in meinen Körper zurück. Erschöpfung, Schmerzen, Zittern. Ich bin berührt, von dem, was ich gesehen habe.
Sie können nur durch einen menschlichen Körper kommen. So viele warten noch und wollen kommen. Mir wird bewusst, welch kostbares Werkzeug mein Körper für den Kosmos ist – ich ehre ihn und bin zutiefst berührt. Es ist mir jetzt aber auch bewusst geworden, dass allein ich für den Körper verantwortlich bin, der Meister dieses Werkzeuges bin. Die eintretenden Wesen wissen nicht, in welchem Masse der Körper belastet werden kann und welche Belastung sie für den Körper sind, sie haben kein Gefühl dafür.
13./14. Dezember 09
Im Traum und doch das Gefühl, wach zu sein, stehe ich vor einer Feuerwand. Ich weiss, dass ich da durch will und muss. Zurück kann ich nicht mehr. Ich stehe vor der Wand ohne Gefühle, nur mit dem Wissen, da durch zu gehen. Da erscheint Sabine und sagt: “Alleine kannst du da nicht durchgehen. Nur wenn wir zusammen gehen, wirst du weiterleben. Wir müssen aber an allen Stellen verbunden sein, nur das kleinste Auseinandergerissensein reicht, um in den Flammen umzukommen.“ Sabine legt einen goldenen Ring um unsere Taille, damit wir „zusammengeschweisst „ bleiben. Wir gehen durch die Flammenwand. Das Gefühl des Verbrennens ist da, Schmerz und doch kein Schmerz. Wir gehen weiter. Aus der Flammenwand auftauchend fühle ich mich wie neu geboren in einer größeren Kraft und Klarheit. Sabine ist weg.
Ich werde wach. Das Gefühl eines enormen Muskelkaters in allen Zellen, ein Pulsieren im ganzen Körper lassen mich lange wach liegen.
15./16.12.09
Ich begleite meinen Vater zum Urologen. Eigentlich hätte es nur ein kurzer Kontrolltermin werden sollen. Die dortigen Umstände ließen ihn aber 1 ½ Stunden werden. So sitze ich im Wartezimmer, mache eine Lichtsäule und sehe die Männer kommen und gehen mit meiner inneren Frage, was wohl zu den urologischen Problemen der Männer führt. Dem nachsinnend eröffnet sich ein großes dunkles Meer vor mir: „Der Schmerz der ungeweinten Tränen der Männer.“ Ich beginne mit diesem dunkeln Wesen zu kommunizieren und merke, wie es dann anfängt, durch mein Herz zu fließen. Einerseits fließt es durch, andererseits zieht es einen unendlich dunklen Fluss nach sich. Er fließt zäh und langsam wie Schlamm durch mein Herz die ganze Nacht hindurch, lässt mich wenig schlafen. Am nächsten Morgen sitze ich am Tisch, sehe immer noch das nicht enden wollende dunkle Tränenmeer zäh durch mich fließen. Ich gehe in die innere Kommunikation mit Sabine: „Kannst du mir nicht helfen, dass das besser fließt? Irgendwie braucht es eine höhere Energie, um diesen unendlich zähen Schmerz zu erlösen.“ So sitze ich und sitze ich. Da kommt ein Phönix angeflogen, dicht an den dunkel wabernden Strom, senkt seinen Kopf und lässt eine Träne in den Strom fallen. Wie von einem Zauberstab berührt verwandelt sich das Dunkel in ein kristallin glitzerndes Meer. Das kristalline Glitzern erreicht meinen Körper und durchströmt ihn. Ein wunderbares Gefühl der Leichtigkeit und Freiheit in jeder Zelle durchströmt mich. Ich bin sehr berührt, die Kraft der Phönixträne in mir spüren zu können. Mein Körper ist müde, der Muskelkater im Bauch wird stärker. Gleichzeitig entsteht auch eine tiefe Entspannung. Endlich kann ich schlafen.
Ich danke allen geistigen und irdischen Wesen, die mich durch diese Reisen begleitet haben.
Iris