1. Teil Geistige Grundlagen
Übermittler: Saint Germain, Maria und Ohamah
Hier geben wir euch keine Übungen.
Statt dessen überlassen wir dieses tiefgreife Thema dem freien Fluß
euer Gefühle, Energien und Einsichten.
Liebe und Gewalt
sind polare Kräfte des Einen
Welche Bedeutung gabt ihr der Sexualität?
Welche Lebenswerte gabt ihr an sie ab?
Was ist dabei aus eurer Sexualität geworden?
An die Sexualität gabt ihr alle negativen Werte eurer Weltsicht ab:
Scham, Schmutz, Schuld.
Dementsprechend ist sie am Ende der Zeit mit diesen Kräften überlagert - in euch.
So entstand ein Moloch aus Verwirrung, Verweigerung, Druck, Angst und Verlangen,
Fremdbewusstsein, Krankheit, Elend und Gewalt
in der Spiritualität,
in der Sexualität
und in euch.
Ihr selbst wart es, die das Spiel erfanden. Ihr selbst habt das Spiel der Dualität beschlossen und gespielt. Ihr habt ihm eine gewisse Zeit gegeben, nach deren Ablauf ihr es abschließen wolltet. Ihr nutztet damals wie heute eure eigenen Schöpferkräfte, um den Raum der Dualität zu erschaffen, in dem ihr spielen und erfahren wolltet. Ihr nutztet den reagierenden Kosmos als Experimentierfeld. Jedes Wesen im Spiel sollte die bedingungslose Möglichkeit der Entscheidung, Erfahrung und Selbstverwirklichung haben, jedes Wesen sollte selbst den tiefsten Umkehrpunkt erreichen – und so geschah es.
Es begann mit der Spaltung der Einen Kraft in zwei Teile, zwei Pole. Diese nanntet ihr „männlich“ und „weiblich“. Ein Teil des EINEN nahm den maskulinen Pol auf und der andere Teil des EINEN den femininen. Das Spiel erstreckte sich über drei Stufen des Abstiegs, in denen unterschiedliche Bedingungen eure Entwicklung führen sollten. Es wurden Schritte notwendig, die euer geistiges Einssein teilten und euch die Teilung vergessen lassen sollten. Euer gesamtes Wesen musste umgebaut und im wahren Wortsinn erniedrigt werden, damit das Experiment gelingen konnte.
Körper mussten entstehen – Zwei verschiedene Körper!
Die Reise in die körperlichen Räume war schon ein Schöpfungsspiel für sich. Die Körper und den Karma-Gnade Kreislauf erfandet ihr als ein mögliches System der Erfahrung von Geist, Gefühl und Entwicklung in der Materie. Die Erde mit der stärksten Dichte aller Planeten im Kosmos wurde euer Zuhause bis zum Zeitenende - JETZT - da die Erde in lichtere Regionen aufsteigt. Sie hat euch gedient und als eigenständiges Bewusstsein an eurem Spiel teilgenommen. Sie ist mit euch gereift und hat mit euch gelitten.
Sonne und Mond haben eure männlichen und weiblichen Kräfte sowohl gestärkt und gehütet, als auch verbrannt und verborgen. Am Beginn der Zeit war das feminine Licht ebenso göttlich wie das maskuline Dunkel und am Ende der Zeit trug das maskuline Licht ebenso dämonische Züge wie das feminine Dunkel. Wie oft haben sie miteinander getanzt und ihre Rollen vertauscht, sich geteilt und einander mitgeteilt, sich voneinander abgespalten, einander geliebt und getötet. Und immer wieder sind sie aus einander hervorgegangen - wie heute noch eure männlichen und weiblichen Kinder aus euren männlichen und weiblichen Körpern hervorgehen.
Wir hören und sehen in unseren Reichen, wie schnell und inniglich sich viele von euch in dieser Zeit aus diesem schmerzvollsten Thema der Menschheit erheben. Wir nehmen wahr, wie entschlossen ihr seid, diese innere Spaltung in euch selbst zu erlösen - jene Trennung, die euch jahrtausendelang Leben um Leben gekostet hat und euch auch im Tod keine Ruhe finden ließ. Wir sehen die langen Reihen von Tragödien, die eure Generationslinien durchzogen haben, die ihr in euren Körpern und Bewusstsein liebevoll gezüchtet und gepflegt habt, wie einen grenzenlosen Garten übervoll mit Rosen.
So berührt es uns tief, nun da ihr erwacht hinter den undurchdringlichen Wänden aus dornigen Rosenranken, nun da der Prinz, jene verlorene Hälfte eures Seins, gekommen ist und euch wach küsst, nun da ihr diesen Kuss endlich zulasst und empfangt.
Und es sind in der Tat die weiblichen Wesen unter euch, die sogenannten Opfer und Schwachen, die hier als erste das Tor zur Neuen Erde durchschreiten, denn ihr seid die Schwestern, Geliebten und Mütter aller Kinder, Krieger und Könige - stark und in leuchtender Liebesausstrahlung, die tiefste Räume der kriegerischen und dämonischen Welten sanft öffnet.
In tiefer Liebe sind wir mit euch und begleiten euch auf diesem Weg.
Wir sind Maria und Ohamah.
Wir schreiben an einer
Neuen Schöpfungsgeschichte für euch. Es ist nur eine Geschichte, doch sie soll die Grundlage unserer Begegnungen und Gespräche sein, die Grundlage unserer Erläuterungen und eures Verständnisses dessen WAS und WER ihr wirklich seid. Also werden wir hier einige Abschnitte aus dieser Geschichte herauspicken, um dieses wichtigste und sensibelste Thema eures Menschseins „Spiritualität und Sexualität“ angemessen einzuleiten.
Beginn der Ausschnitte aus „Der Tanz des Lebens“:
Der Anfang von Allem Was Ist oder Die Reise von ES
Am Anfang war das LICHT, der GEIST, das EINE SEIN.
ES war voller Liebe und Weisheit,
voller Macht und Strahlkraft,
doch ohne Ausdruck und ohne Wissen um das eigene Sein.
ES war ALLES und NICHTS.
Also zog ES eines Tages aus ins Feld des NICHTS,
um hier ALLES zu werden.
Am Beginn unserer Geschichte gab es ein Sein - kein Wesen, sondern ein Sein im Kosmos. Wir nennen es hier: „EIN SEIN“ oder „ES“. ES war Raum und Zentrum, kosmische Weite und äußerste Grenze. Doch nichts davon war be-greifbar. ES war ruhendes Sein im Lande „ALLES und NICHTS“ oder „AN“. ES befand sich in einer unendlichen Ruhe. Nichts bewegte sich. Nichts atmete. Nichts ging vor sich. Nichts war zu tun. ES WAR EINFACH. Und hätte ES gesprochen, dann wohl nur die Worte: „ICH BIN“.
Daher musste EIN SEIN es hinnehmen, dass sich nichts veränderte, dass sich sein gewaltiges Potenzial an Licht und Liebe nicht ausdrücken konnte, dass seine ganze Weisheit und Macht am Ende zu nichts nütze sein würden. ES nahm es lange hin - bis zu einem ganz bestimmten Tag.
An diesem kosmischen Tag fühlte ES tief in sich einen allerersten göttlichen Gedanken und ES sprach ihn in den unergründlichen Tiefen seines Seins aus: „HIER und JETZT reicht’s!“
Und ES tat einen allerersten tiefen Atemzug. Dieser Atemzug riss das Innerste in ES auf, öffnete ES, schlug Kanäle aus dessen Zentrum heraus und verursachte damit eine gigantische Erschütterung im Omniversum. Alle umliegenden Geist- und Energiestrukturen gerieten in einen Bewegungsstrudel und strömten tosend durch die geöffneten Kanäle herein, ins Herz von EIN SEIN. Und - um Gottes Willen - das hat sich verdammt ungemütlich angefühlt! ES kam irgendwann wieder zu sich, war sehr erstaunt und fragte sich: „Was geschieht da?“
Schließlich dachte ES: „Etwas MUSS geschehen! DAS halte ich nicht mehr lange aus!“ Nun, es waren einige Jahrmillionen, die ES in dieser tosenden Öffnung verbrachte. ES ist etwas geduldiger als ihr. Ihr zappelt schon, wenn sich nach drei Tagen keine Veränderung einstellt. ES musste etwas tun, aber was? Allein TUN hat es bisher noch nie gegeben. Was ist das - TUN? Wie geht das, wie macht man das? Fragen im Ewigen Licht – und weit und breit keine Antwort!
So fing ES schließlich auch an zu zappeln und erfand dabei gleich die allererste Bewegung. Sie hat bis heute nicht aufgehört, denn immer noch ist Bewegung notwendig, um weiterzukommen, um etwas auszudrücken, zu erfahren und zu wandeln. ES zappelte unbändig und brachte sein ganzes Universum durcheinander. Dinge tobten und regten sich tief in ES - um Gotteswillen - schon wieder etwas Neues: ein ANLIEGEN, ein WUNSCH, der brennend wurde. Es beunruhigte ES urplötzlich, dass ES nicht wirklich wusste, was ES ist. „WAS - BIN ICH?“
So lange hatte ES existiert, ohne zu wissen, WAS, WER oder WARUM ES ist. Dies war in der Tat eine erschütternde Erkenntnis. ES musste eine Antwort finden! Tief in sich ahnte ES: Die Antwort kann nur im Herzen von ALLES liegen oder im Gegenteil, im NICHTS. Denn etwas anderes als ALLES und NICHTS gab es ja gar nicht, nicht einmal ein Herz. Also machte ES sich zunächst einmal daran, EIN HERZ zu erschaffen und einen Lebensraum und eine äußerste Grenze und dann - EIN GEGEN-TEIL von ALLEM.
Das erste Kristall-Zeitalter
oder
ER und SIE setzen die Reise fort
Die Essenzen von ES haben sich gespalten und ES zu etwas ganz anderem werden lassen. Die Drehung ließ nach und lief langsam aus. ES war nicht mehr ES Selbst. ES konnte nicht mehr sehen was außerhalb ist. ES selbst war jetzt außer sich und sah, was aus ES geworden war. Sein Blick fiel auf zwei sehr, sehr eigenartige ...?..?... Wesen. Nie zuvor hatte es in diesem Universum SO ETWAS gegeben. Nun, ES war hübsch, anmutig, doch WAS war es und was sollte damit geschehen ...?
So habt ihr im ersten Kristallzeitalter euren Anfang genommen. Es lässt sich nicht mehr sagen, wer erstaunter war, ES oder IHR. EIN SEIN hat sich in seinem letzten wilden Tanz in ZWEI WESEN ergossen, ALLES aus sich heraus extrahiert und NICHTS für sich behalten.
Ein Wesen, nennen wir es „ER“, hat alle Ur-Kräfte in sich aufgenommen, die ihr heute DUNKEL und ABSTIEG nennt. Das ist kein Mann, um Gotteswillen. ER ist ein Wesen maskulinen Geistes. ER sollte das Ur-Wesen aller verdichtenden, absteigenden, dunklen Energien sein, der Ur-Vater und Hüter eures menschlichen Dunkels und aller negativen Gefühlskräfte, das Wesen des Schöpferischen Dunkels.
Das andere Wesen, nennen wir es „SIE“, hat alle Ur-Kräfte in sich aufgenommen, die ihr heute LICHT und AUFSTIEG nennt. SIE ist keine Frau. SIE ist ein Wesen femininen Geistes und soll das Ur-Wesen aller ausdehnenden, aufsteigenden und lichten Energien werden, die Ur-Mutter und Hüterin eures menschlichen Lichtes und aller positiven Gefühlskräfte, das Wesen des Schöpferischen Lichtes.
ES hat sein Ganzes Sein in diese beiden Wesen gegeben, doch EIN HERZ blieb im Zentrum. Sie haben keine eigenen Herzen und Wirbel-Säulen erhalten. Sie existieren gemeinsam im Herzen des EINEN, um das sie gemeinsam tanzen. Was ES fühlte, fühlen sie auch, sowohl ER als auch SIE.
So begann das erste Kristall-Zeitalter als reiner Geist-Raum. Er diente der gemeinsamen Erforschung des geteilten Geistes in zwei Wesen. Das maskuline und das feminine Wesen unterschieden sich vollkommen voneinander. Jedes der beiden hatte Eigenschaften in sich, die das andere nicht kannte und nicht empfinden konnten. Sie waren einander vollkommen fremd.
Und doch herrschte tiefer Frieden zwischen ihnen und jedes brachte dem anderen eine unermessliche Liebe und Achtung entgegen, denn jedes fühlte dies in sich. Schließlich gab es nichts anderes als dies. Sie waren Wesen des EINEN und erfüllt von Ehrfurcht sich selbst und dem anderen gegenüber. Nichts anderes konnten sie empfinden. Trotz zutiefst gegensätzlicher Natur konnten sie keinen wirklichen Unterschied zwischen sich wahrnehmen - noch nicht.
Sie gingen hinaus und experimentierten mit sich selbst. Sie erforschten ihr Sein. Sie hatten die gleichen Fragen wie ES am Anfang. Sie wollten herausfinden, was sie sind, sie selbst und der andere. Dasselbe Feuer brannte in ihnen. Sie wollten wissen, warum sie unterschiedlich sind. ER fühlte unendlich tief in sich hinein und berührte ES in seinem Innersten. Das hat ER tief bewegt. ER teilte es SIE mit und war erstaunt, dass auch SIE ES in sich selbst entdeckt hatte, obwohl SIE doch ganz anders war als ER. Wieso konnten beide das gleiche in sich fühlen, obwohl SIE sich in allem anders ausdrückte als ER, anderes wollte als ER, anders fühlte als ER?
ER pulsierte nach innen, wenn er sich freute oder etwas Neues entdeckte und ein tiefes Dunkel überzog seine Gegenwart. SIE strahlte nach außen, wenn sie sich freute oder etwas Neues fand und überzog ihre Gegenwart mit hellem Licht. Goldgelbe Strahlen und indigoblaue Wellen tanzten miteinander und verschmolzen zu schönsten Formen, wenn sie sich gemeinsam freuten. Dabei blitzte immer wieder das unergründliche Smaragdgrün auf, jenes ozeanische Licht von ES, das am Ende der Zeit die tiefste Abgründe der schwarzen Magie ebenso durchzogen hat wie die höchsten Tempel der Weisheit.
ER tanzte immerzu in eine Richtung und sog dabei in gewaltigen Wirbeln alles zu sich. SIE konnte nur in der anderen Richtung tanzen und dehnte sich dabei in große Weiten aus. Ihre gemeinsamen Tänze waren furiose Stürme von Licht und Dunkelheit, Gold und Indigo, die zwischen EIN HERZ und der äußersten Grenze pulsierten und den Kosmos mit Leben erfüllten.
Und noch ein Phänomen nahmen sie wahr: Alle Unterschiede, die sie zwischen sich sahen, verwehten, sobald sie sie erkannten. Alle Ausdrucksformen, die SIE und ER so sehr voneinander unterschieden, erschienen vorübergehend und kehrten sich ins Gegenteil, sobald sie sie bemerkten. ALLES war möglich und NICHTS blieb bestehen. ER war Dunkel, leuchtend wie das Licht, und SIE war Licht, strahlend wie das Dunkel. Sie konnten ES drehen und wenden wie sie wollten: tiefste Gegensätze blieben ohne Unterschied, wenn sie genau hinschauten. Und am Ende dieses Zeitalters tanzten sie in das nächste.
Das Kalk-Zeitalter
oder
Teilung ist Verschmelzung
Mit auslaufender Drehung landetet ihr schließlich im Kalk-Zeitalter und eröffnetet es. Und siehe: die erste Antwort auf die letzte Frage blitzte bereits auf. Eure Gestalt hatte sich trotz allem nur wenig verändert - und doch war nichts wie vorher. Herein kamen zwei Wesen, gespalten und doch verschmolzen - gleich und doch verschieden - verschieden und doch gleich. Eine neue Teilung hat stattgefunden und gleichzeitig eine Verschmelzung. Die Zwei haben sich selbst geteilt und einander mitgeteilt. Sie haben sich ausgetauscht und sind je mit der Hälfte des anderen verschmolzen. Sie haben ihre Ganzheit, ihre Quell-Natur aufgegeben. ER ist nicht mehr ER und SIE ist nicht mehr SIE. ER war ER und SIE. SIE war SIE und ER.
Nun schwebtet ihr nicht mehr in harmonischen fließenden Strömen, sondern eine Hälfte eures Wesens zog aufwärts und die andere abwärts. Ihr musstet es halten. Eure strahlenden Geistkörper zogen sich zusammen. Ihr erlebtet das gleiche, was ES zuvor erlebt hatte. Ihr wart zu etwas anderem geworden. Eine Hälfte leuchtete und dehnte sich aus, während die andere dunkel war und sich zusammen zog. Und in eurer Wesens-Achse spürtet ihr eine eigenartige Spannung, eine neue Un-Ruhe. Es spannte und juckte, würdet ihr heute sagen. Es beunruhigte euch und regte euch gleichzeitig an. Und ihr ahntet, dass es noch zwei Zeitalter dauern sollte, bevor dieser Beginn innerer Zerrissenheit seine Vollendung und Erlösung finden würde.
Alle Bewegungen und Erscheinungen waren das Gegenteil von dem, was sie zu sein schienen. Sie wechselten ihr Antlitz je nachdem, aus welcher Richtung ihr darauf schautet. Immerhin blieben sie in diesen neuen Feldern erhalten. Sie waren nicht mehr flüchtig, konnten nicht mehr so leicht verwehen und sich wandeln, sondern blieben eine Weile bestehen. Doch sie standen nicht still. Sie waren gefangen zwischen den Membranen der Räume und glitten auf Energiewellen von einer Wand zur anderen und zurück. Sie trieben auf einem Ozean, der sie immer wieder an seine Ufer spülte und sie doch nicht freigab, sondern wieder auf die offene See zurückzog. Alle Erscheinungen liefen hin und her wie Tiger im Käfig. Sie schwangen und pendelten zwischen unsichtbaren Wänden und verdichteten sich mit euch.
Dies beunruhigte euch zu Beginn, denn es war eine der letzten verblassenden Erinnerungen an eure Heimat, dass ALLES fließend und frei war, veränderlich. Nun begann ALLES langsam zu erstarren. LICHT und DUNKEL waren nun in jedem eurer Körper - und nicht mehr frei. Auch sie begannen zwischen dem Ozean des Geistes und den Kontinenten des Körpers hin und her zu treiben. Auch sie begannen, ihre Rollen zu vertauschen und verloren dabei ihre Einzigartigkeit - in euch. Mit der Zeit gewöhntet ihr euch daran und spürtet tief in euch, wie sehr Licht und Dunkel einander lieben und sich einander hingeben. Ja, LIEBE war noch in euch. Sie tanzten miteinander, verschmolzen und trennten sich. Sie erfanden in ihrer neuen Welt neue Tänze, spielten und tobten wie die Kinder, bauten Burgen und zerstörten sie wieder um neue zu erbauen.
Ihr seid in eine wundersame Welt der Gegensätze gepurzelt, voller Potenziale und Widerstände, in der Alles und Nichts sich anzogen und abstießen, um sich sogleich wieder anzuziehen und abzustoßen. Ihr musstet lernen, dieses Phänomen zu beherrschen, um darin nicht verrückt zu werden. ... Huch ... „VERRÜCKT“ - was um alles in der Welt ist denn DAS...!?
Ihr seid in eine Spiegelwelt getaucht, in eine Illusion des EINEN SEINS. ES scheint mit euch zu spielen, euch zu verspotten und alle Gesetze zu umgehen, die ES selbst erschaffen hat. ES nahm Formen an, um sie sogleich zu maskieren. ES überschritt Grenzen, die ES gerade gesteckt hatte. ES setzte Limits, um sie gleich zu überlisten. ES war ein riesenhafter Tummelplatz der Phänomene, aus denen ihr später eure Körper und eure Welten bauen würdet. Doch zunächst wart ihr zutiefst irritiert und beglückt.
Was waren jetzt (am Ende des zweiten Zeitalters) die brennenden Fragen, für deren Antworten ihr bedingungslos alles getan habt? Was wolltet ihr wissen, erreichen und ausdrücken? Nun, es ging immer noch um Definitionen:
Was ist: .... Licht? ... Liebe? ... Ewigkeit ...? ... Geborgenheit? ... Macht?
Was ist: ... Raum? ...Zeit? ... Weg? ...Fühlen? ...Erkennen? ... Wissen?
Ihr kanntet diese Wesen als Teil eurer selbst, ihr wart sie gewohnt, sie waren selbstverständlich für euch und doch hat es sich mit den Zeitaltern verändert. ES blieb nicht, was ES war. ES veränderte von Tanz zu Tanz sein Gesicht und begann langsam, sich euch zu entziehen. So erwachte die Un-Ruhe auf’s neue in euch, der Wille, noch tiefer einzudringen in diese Erscheinungen, bis zu ihrem Kern, der unveränderlich sein müsste - das ahntet ihr.
Ihr wolltet ES erfahren. Tief in euch wusstet ihr, wie ihr es angehen könnt. Ihr musstet nur das Gegen-Teil von dem erschaffen, was ihr erkennen wolltet. Ihr musstet das Gegen-Teil erleben und euer Erleben am Ende der Zeit erneut ins Gegen-Teil verkehren. Dann - diese Weisheit vibrierte in EIN HERZ - habt ihr ES in seiner wahren Natur erkannt. Dann habt ihr den Geist in eine neue Welt gebracht. Ja, zwei Mal musstet ihr ES drehen. Zwei Mal musstet ihr euch selbst vergessen, zwei Mal musstet ihr sterben und neu geboren werden. Dann würdet ihr WISSEN – und ein heiliger Schauer durchfuhr euch, als ihr dies erkanntet. So habt ihr beschlossen, eure Reise unverzüglich fortzusetzen.
Wolltet ihr den ewigen Kern von LIEBE erfahren, musstet ihr das Gegen-Teil erschaffen – in euch selbst. Dies habt ihr später HASS genannt und ANGST. Um EWIGKEIT zu erkennen, musstet ihr STERBLICHKEIT erfahren. Und was ist EINHEIT? Bis zu diesem Zeitpunkt wart ihr EINS. Keiner von euch hatte ein eigenes Herz. EIN HERZ barg alle Wesen in sich. Bei keinem eurer Abenteuer habt ihr es erlebt, voneinander getrennt zu sein. Dennoch war EINS zu VIELEM geworden.
Das Staub-Zeitalter
oder
Dem Tode folgt das Kreuz des Lebens
Nun konnte ein neuer Tanz beginnen. Diesen Tanz vollzog erstmals jeder in sich selbst und das Zeitalter gemeinsam mit euch. Eure Körper drehten sich um eine Achse, die in diesem Tanz entstand, denn ihr habt vorher beschlossen, die einzelnen Teile eurer selbst an alle anderen Wesen abzugeben und sie mit ihnen in verschiedene Räume, Zeiten und Dimensionen ziehen zu lassen. Ein äußerst abenteuerliches Unterfangen! Doch da ihr noch in EIN HERZ geborgen wart – was sollte passieren?
In diesem Tanze jedoch drehtet ihr euch aus EIN HERZ heraus. Ihr hattet es nicht geplant, doch es geschah. Ihr seid auf euch selbst zurückgeworfen worden, fort vom anderen Wesen. Also werden auch wir uns jetzt auf den einzelnen Körper konzentrieren, nachdem wir bisher die Entwicklung der Zwei verfolgt haben. Es war der Moment, da ihr das Kreuz des Lebens erschaffen habt, jenes große Wahrzeichen eurer Körper, an das ihr am Ende der Zeit alles Leid gebunden habt.
Ein eigenes Herz wird geboren
Einzelne Teile eures Körperfeldes drehen sich um ihre Achse, damit - wieder einmal - etwas Neues entsteht. So dreht und tanzt ihr aus EIN HERZ heraus und erschafft euch gleichzeitig eigene Herzen. Jedes Wesen erschafft sich ein eigenes Herz und wird ein eigenes SELBST, ein Individuum - ein eigenes Ungeteiltes Ganzes.
Und es war ein äußerst erhebendes Gefühl, ein eigenes Herz in der Brust zu haben. Zwar hatte sich die Schwingung eurer Körper in diesem Tanz, in dieser Operation, erneut verdichtet, doch das war ein Preis, den ihr gerne zahltet. Nun hatte jedes Wesen EIN HERZ in seiner Brust, ein richtiges, ganzes - ein vollkommenes Herz. Jedes einzelne Wesen hatte ES selbst in seiner Brust, EIN SEIN, das Licht und die Liebe des Einen: die Weisheit und das Leben des Anfangs. Ihr habt Freudentänze getanzt, euch selbst und die anderen befühlt und euch gegenseitig beschrieben, wie wunderbar es ist, ein eigenes Herz zu haben.
Dann seid ihr allein hinausgegangen in die Weiten der Landschaft, wo ihr ganz alleine wart, weit ab von den Plätzen, wo sie alle lebten. Dort habt ihr zutiefst in euch hinein gefühlt, gesucht und getastet - und tatsächlich: IHR wart GANZ. Ihr wart zutiefst nicht allein, nicht einsam, obwohl weit und breit kein anderes Wesen war. Ihr wart GANZ in euch SELBST. Ströme von Glückseligkeit durchflossen euer Sein, Stürme von Dunkel und Licht zogen weich und gewaltig durch eure neuen Herzen und hauchten ihnen das neue Leben ein. Oh, es waren heilige Augenblicke in euch, so erhaben und mächtig, dass ihr ein ganzes Zeitalter davon zehren konntet - jenes Zeitalter, das nun kommen sollte.
Schließlich, lange nach den Feiern und den glückseligen Erforschungen eures neuen Seins, merktet ihr, dass da noch Etwas war, etwas Beunruhigendes. Ihr wusstet plötzlich nicht mehr, wie es den anderen geht. Ihr konntet sie nicht mehr fühlen. Ihr musstet sie fragen und sie mussten es euch mitteilen. Erst dann konntet ihr sie wieder fühlen, doch nicht mehr so tief wie ihr es gewohnt wart, nicht mehr in euch selbst. Zunächst habt ihr euch in Farben, Licht und Tönen mitgeteilt, in jener Sprache die ihr mitgebracht habt. Doch ihr merktet bald, dass diese Sprache nicht mehr ausreichte. Ihr suchtet nach neuen Bewegungen und Formen. Später, als eure Körper fester wurden, erfandet ihr Gesänge, Laute und Worte, einfach nur um zu erfahren wie es den anderen geht. Es war in der Tat beängstigend, dies nicht mehr zu fühlen.
So habt ihr euch mit eurem eigenen Herzen vereint und euch darin von allen anderen getrennt. Damit hatte niemand gerechnet. Das war eine ungeheuerliche Wirkung, die eine große Kühle in euch brachte, eine Distanz, die sich nur noch zeitweilig und nur noch wenig erwärmen ließ. Es verunsicherte euch tief, den anderen nicht mehr zu fühlen und an diesem Punkt eurer Entwicklung begann etwas in euch zu keimen, das ihr später MISSTRAUEN nanntet. Doch es war nicht mehr rückgängig zu machen.
Diese sirrende und unfassbare Trennung voneinander sollte bald in einen grausamen Augenblick münden: Ihr musstet euch entscheiden, was ihr sein wollt: „Teil der Gemeinschaft“ oder „Ihr Selbst“. Ihr musstet erleben, dass die Entscheidung für die Gemeinschaft euch aus eurem Herzen fortzog, während die Entscheidung für euch selbst euch von den anderen trennte. Bei dieser unweigerlichen Erkenntnis zog sich euer neues Herz furchtbar zusammen und fühlte sich eine Zeitlang in der Tat allein, verloren und sehr einsam.
Ende der Ausschnitte aus „Der Tanz des Lebens“:
An dieser Stelle verlassen wir unsere Geschichte und kehren mit einer kleinen Weisheit zu unserer Lektion zurück: "Willst du den Berg bezwingen, so wirst du ihn nicht ergründen. Du wirst ihn sehen und besteigen, seinen Gipfel erreichen und doch von ihm getrennt bleiben. Du wirst ihn erfahren, aber nicht mit ihm Eins werden. So ist es mit Allem was von dir getrennt ist. Indem du beginnst dich selbst zu ergründen, erkennst du den Geist und kannst Eins mit ihm werden."
Spirit und Sexus - was ist das?
Spirit
Spirit ist das androgyne unverkörperte Wesen,
sowohl maskulin also auch feminin, weder männlich noch weiblich.
Spirit ist das Eine Unteilbare Selbst im Geistraum, dein körperloses Sein.
Spirit ist die Eine Unteilbare Liebe , die bedingungslos liebt, gebiert und stirbt,
annimmt und loslässt, Eins ist und Alles, Alles und Nichts.
Spirit bist DU SELBST im unverkörperten Raum.
Spiritualität
Spiritualität ist deine Suche nach deiner inneren Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Spiritualität ist dein Streben nach Vereinigung des Getrennten in dir.
Spiritualität ist deine Sehnsucht nach Verschmelzung des Geteilten in dir selbst.
Spiritualität ist der Wunsch nach Ausdruck deiner Liebes- und Schöpferkraft.
Spiritualität ist deine Suche nach DIR SELBST im verkörperten Raum.
Sexus
Sexus ist das auf zwei Geschlechter verteilte Einssein,
die männliche und die weibliche Hälfte deines unteilbaren Ganzen.
Sexus ist die Trennung des Einen in Zwei.
Sexus ist die Verdichtung des Geistes zu körperlichem Sein.
Sexus ist der geschlechtliche Körper.
Sexus bist DU SELBST im verkörperten Raum.
Sexualität
Sexualität ist deine Suche nach deiner inneren Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit.
Sexualität ist dein Streben nach Vereinigung des Getrennten in dir.
Sexualität ist deine Sehnsucht nach Verschmelzung des Geteilten in dir selbst.
Sexualität ist der Wunsch nach Ausdruck deiner Liebes- und Schöpferkraft.
Sexualität ist deine Suche nach DIR SELBST im verkörperten Raum.
Die Innere Trennung - Gewinn und Problem
Nein, ihr Lieben, wir haben uns nicht geirrt und hier einen Textblock an die falsche Stelle kopiert. Tatsächlich sind Spiritualität und Sexualität identisch – ein und dasselbe. Der einzige Unterschied liegt darin, dass Spirit das geistige Wesen eurer selbst ist und Sexus das körperliche. Diese beiden waren lange Zeit voneinander getrennt – in euch selbst. Zwei Probleme stellen sich am Ende der Zeit, zwei Aspekte, die der Klärung bedürfen:
1.) Ihr habt die spirituelle Suche nach Verwirklichung bisher auf die geistigen Lebensräume begrenzt und die sexuelle Suche nach Verwirklichung auf die körperlichen Räume. Zwischen diesen beiden Lebensthemen und -räumen stand die gleiche hohe Mauer wie zwischen dem männlichen und dem weiblichen Pol in eurer Gesellschaft. Das Eine hatte für euch nichts mit dem Anderen zu tun, mehr noch: das Eine behinderte das Andere, das Eine musste getötet werden, damit das Andere leben konnte (wie eure religiösen und spirituellen Dogmen fordern) – eine unermessliche Tragik, mit der ihr in die tiefsten Räume von Schmerz, Angst und Einsamkeit absteigen konntet, in der Tat.
2.) Sowohl in der spirituellen als auch in der sexuellen Verwirklichung – und es gibt nur die SELBST- Verwirklichung – habt ihr euch immerzu nach außen orientiert, habt außen Erfüllung, Vereinigung und Verschmelzung gesucht. Und natürlich habt ihr sie dort nicht gefunden, weil ihr in euch selbst nicht erfüllt, vereinigt und verschmolzen wart.
Die innere Trennung habt ihr, wenn wir unserer Geschichte glauben dürfen, von Beginn an gewollt. Ihr habt sie konstruiert und aufrecht erhalten und mit jeder weiteren Stufe auf eurer Leiter nach unten verstärkt. Lange Zeit war Trennung die Investition des Geistes in seine Verkörperung und Ausdehnung. In der Phase eures Abstiegs war sie ein wahrer Gewinn. Seit einiger Zeit allerdings, seit dem Zeitpunkt eurer kollektiven Umkehr im Mai 2001, ist Trennung ein Problem – ein Problem, das gelöst werden sollte und kann.
Freiwillige und unfreiwillige Vereinigung
Die innere Trennung ergab zwei Phänomene, die euer irdisch-menschliches Leben und Liebesleben durchzogen: die freiwillige und die unfreiwillige Vereinigung. Eure tiefsten Untergründe sind davon erfüllt und traumatisiert. Alle eure Gefühle und Entscheidungen im Wachbewusstsein werden durch diese Erfahrungen beeinflusst und gelenkt.
1.
Das Liebe-Angst-Syndrom
Das Freude-Aggression-Prinzip
Die Freiwillige Vereinigung betrifft alle eure Begegnungen mit anderen Wesen, die nach eurem persönlichen Wunsch entstanden und entstehen. Zur freiwilligen Vereinigung gehört die Liebesbeziehung, die aus der entflammten Herzkraft entsteht, wenn zwei Wesen aufeinandertreffen, die in tiefer Resonanz zueinander stehen. Im Rahmen eurer Dualität folgt der Glückseligkeit die Ernüchterung, der Liebe folgt die Angst (vor Verlust), der Freude folgt die Aggression, dem Vertrauen folgt die Kontrolle, dem elektrisierenden freien Fließen folgt die magnetische Bindung. Dem JA folgt das NEIN. Der freiwilligen Vereinigung folgt die unfreiwillige, mechanische Wiederholung - liebesleer, geist- und leidenschaftslos. Der bedingungslosen Entscheidung für diesen EINEN folgt eines Tages das Scheitern dessen, was euer Lebenstraum war - oder zu sein schien.
Es ist gleichgültig, in welcher Phase des Erlebens ihr euch gerade befindet. Das Eine ist so wertvoll und belanglos wie das andere, solange ihr diese großen Wesen und Kräfte der Dualität nicht in euch selbst angenommen und vereinigt habt: LIEBE und ANGST, FREUDE und AGGRESSION, RUHE und STURM.
Die äußere Unfreiheit und Einsamkeit sind Spiegel eurer inneren Unfreiheit und Einsamkeit. Nur diese könnt ihr erlösen - und nur ihr selbst könnt es. Das ist Fluch und Segen in einem: Ihr müsst es tun, ihr müsst es allein tun, kein Weg führt daran vorbei. Ihr könnt es völlig unabhängig von anderen tun. Niemand kann euch daran hindern.
2.
Das Opfer-Täter-Syndrom
Das Macht-Ohnmacht-Prinzip
Die Unfreiwillige Vereinigung betrifft alle Begegnungen mit anderen Wesen, die nicht eurem persönlichen Wunsch entsprechen und entsprachen. Zur unfreiwilligen Vereinigung gehört der sexuelle Missbrauch, den viele von euch erfahren haben, sowohl als Opfer als auch als Täter. Viele von euch erinnern sich an ihr Opfersein und andere an ihr Tätersein. Doch es ist gleichgültig. Solange ihr in euch selbst das eine vom anderen trennt, sind sowohl Opfer als auch Täter einsam und verzweifelt.
Niemand kann Opfer sein, ohne den Täter in sich zu haben. Dies ist eine zwingende Gesetzmäßigkeit der Dualität. Je stärker ihr das Opfer in euch fühlt, desto stärker verbergt ihr den Täter in euch. Menschen, die sich als Opfer sehen, leiden nicht unter dem äußeren Täter - den sie mit ihrer Ausstrahlung zweifellos anziehen - sondern sie leiden unter dem eingekerkerten Täter in sich selbst. Sie leiden unter dem tiefsten Inneren Wissen, dass der Schöpfer in ihnen nicht auferstehen kann, solange sie Täter und Opfer voneinander trennen. Das kommt einer Spaltung eurer Herzen gleich (rechte Kammer = Täter, linke Kammer = Opfer - oder umgekehrt, es ist beliebig).
Vorschau
Diesem Kapitel werden wir uns in der Folge weiterer Lektion widmen. Wir stellen folgende Fragen auf und werden uns den Antworten nähern:
Wo liegt die Verbindung zwischen dem geistigen Willen, der den Missbrauch erlaubt, und dem Egowillen, der ihn verurteilt?
Was ist frei-willig und was ist un-frei-willig?
Wie kommt ein Missbrauch zustande? Was sind die Grundlagen und Ursachen der Beteiligten?
Was findet auf den äußeren Ebenen statt und was auf den inneren?
Worin liegen Weisheit und Wert eines Missbrauchs?
Worin findet Missbrauch seine Erfüllung?
Findet eure Antworten, findet weitere Fragen und deren Antworten und seid offenen Herzens in diesen schmerzvollsten Räumen der Menschheitsgeschichte, die sich nun lichten und öffnen, die sich nun durch eure Herzen kristallisieren.
Das Prinzip der freiwilligen und unfreiwilligen Vereinigung gilt nicht nur für körperlich-sexuelle Begegnungen, sondern auch für geistig-spirituelle. Denkt nur an eure vielen religiösen und spirituellen Gemeinschaften, die ihre Mitglieder und Anhänger mit erstickenden Dogmen halten, verwalten und vergewaltigen, in der Tat.
An dieser Stelle, ihr Geliebten, ist bereits alles Wesentliche zum Thema gesagt. Lasst diese Aussagen in euer Herz fließen, atmet sie, atmet euch und lasst Zeitalter der Suche und Sucht, der Entzweiung und Verzweiflung durch euch ziehen und sich erlösen.
SPIRIT STREBT HERAB ZU SEXUS
sie
erreichen
einander
wenn
sich
das
gespaltene
und
verhärtete
HERZ
das
die
beiden
voneinander
getrennt
hielt
erweicht
und
öffnet
SEXUS STREBT HERAUF ZU SPIRIT
Männliche und weibliche Essenzen
Männer und Frauen
In der 1. Stufe unserer Geschichte verzweigte sich Ein Sein zu einem maskulinen und einem femininen Wesen. Der Geist blieb Eins. Ein Herz strahlte in beiden Wesen - oder - beide Wesen strahlten in Ein Herz. In der 2. Stufe entstand die Seele und teilte sich in zwei Wesen, in ein männliches und ein weibliches. Ein Herz blieb erhalten und seine Kraft war groß und ungebrochen. In der 3. Stufe spaltete der Geist die Seele ab und opferte Ein Herz. Er ließ sie alleine weitergehen. Seelen in männlichen und weiblichen Körpern blieben übrig, die mit jedem weiteren Schritt vergaßen, wer sie sind.
Die Frauen und Männer der Erde sind die linke und die rechte Hand Adam Kadmons, des kosmischen Menschen, des planetarischen Körpers eures Universums. Solange sie diese Wahrheit nicht erkannt haben, werden die Geschlechter gegen sich selbst und den anderen kämpfen, sich selbst und den anderen unterdrücken.
Seelen inkarnieren als Männer oder Frauen, je nach der Aufgabe, die sie lösen wollen, je nach den Begleitumständen, die für diese Aufgaben notwendig sind. Eine als Mann inkarnierte Seele hat auf Erden andere Möglichkeiten und Grenzen als eine als Frau inkarnierte Seele.
Haben Männer die Möglichkeit, in aktiver Entfaltung schöpferische, kriegerische Potenziale ins Wirken zu bringen, Veränderungen herbeizuführen und Schmerzen zu bereiten, so haben Frauen die Möglichkeit, in passiver Entfaltung Annahme und Hingabe zu verkörpern, Schmerzen zu ertragen und zu erlösen, schöpferische Potenziale des Mitgefühls auf dem Planeten zu verankern und in der Demut machtvoll zu werden.
Doch auch Männer sind Wesen der Demut und Frauen sind Wesen des Kampfes. Jeder gleicht dem Anderen am Beginn – und am Ende.
Vollendung
So liegt die vollendete Männlichkeit des Mannes in der vollen Integration der weiblichen Seelenkräfte: der Passivität und Inspiration, der Fürsorge und Hingabe, der Sanftheit und Vergebung, des Nährens und des Mitgefühls. Im lebendigen Ausdruck dieser weiblichen Kräfte erhebt sich der Krieger zum Heiler und Priester - zum König des Geistes und Vater der Menschheit. Dies hat Jesus gelebt.
Die vollendete Weiblichkeit der Frau liegt in der vollen Integration der männlichen Seelenkräfte: dem Willen und Mut, der Aktivität und Durchsetzungskraft, der Entschlossenheit und Beharrlichkeit. Im lebendigen Ausdruck dieser männliche Kräfte erhebt sich die Heilerin zur Priesterin - zur Königin des Geistes und Mutter der Menschheit. Dies hat Maria gelebt.
So bündeln sich LIEBE und WEISHEIT zu MACHT auf Erden. Im geistigen Raum gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Die Verkörperung dieser Unterschiedslosigkeit ist identisch mit der Transzendierung eures menschlichen Körpers, mit der Kristallisierung eures Willens und der Geburt eurer schöpferischen Macht auf Erden. Tiefste Widerstandslosigkeit und Gleich-Gültigkeit im Feld der irdischen Dramen sind größte Herausforderungen und gebären höchsten geistigen Ausdruck.
Paare und Partner
Indem ihr einander gegenübersteht und auf den Anderen schaut, sind eure Kräfte entzweit und schwach, denn ihr nehmt den Anderen wahr und nicht euch selbst.
Indem ihr nebeneinander steht und in die gleiche Richtung blickt, werden sich euer Vertrauen und eure Kräfte auf Erden vereinigen und bündeln, denn ihr habt dasselbe Ziel vor Augen.
Indem ihr im Geiste der Einheit Rücken an Rücken steht und in entgegengesetzten Richtungen schaut, verschmelzen die Geistkörper eurer Herzen und potenzieren ihre kosmische Kraft. So sieht jeder was der andere sieht und ihr erschafft die Einheit auf Erden. Auf diese Weise zieht ihr große Kräfte aus den tiefsten und höchsten Räumen an und sendet sie in alle Richtungen der Erde aus, in der Gemeinschaft des Geistes.
Geistige Essenzen und Körpersäfte
Für einige Völker ist die Sexualität ein edles Geschenk an willkommene Fremde. Sie überlassen ihre Frauen dem Gast für eine Nacht. Das Geschenk besteht nicht in der Frau und dem Akt der Lust, sondern im Angebot zur Verschmelzung mit dem weiblichen Wissen, der Weisheit des Volkes. In der Begegnung wird kristallines Erbgut verschenkt, geteilt und mitgeteilt.
Wer dieses Geschenk der „Vereinigung des Geteilten“ ablehnt, erzeugt Schmerz, Erstaunen und Verwirrung. Ein solches Volk weiß nichts von Scham, Dünkel und zivilisierter Moral und kann eine solche Ablehnung nicht verstehen. In der weiblichen Sexualität schwingt die geistige Weisheit eines Volkes - in Form der Mutter des Volkes.
Als ihr euch, aus der Einen Form kommend, in männliche und weibliche Pole geteilt und in Körper begeben habt, nahmen die Sekrete eurer Körper die maskulinen und femininen geistigen Essenzen in sich auf und wurden zu männlichen und weiblichen Säften. In der Verschmelzung führen sie wieder zur Einheit, die sich im Körper des Kindes ausdrückt.
So besitzt ein jeder Körper sowohl die männlichen und weiblichen Säfte seiner Eltern und der Vorgenerationen als auch die Säfte seines eigenen Geschlechts und schließlich die ungeteilten geistigen Essenzen der Einheit – wenn auch in inaktiver Form. Doch genau um diese geht es. Die Säfte der Eltern und Vorgenerationen in euren Körpern sorgen für die Fortsetzung ihrer emotionalen und physischen Lebensdramen in eurem Leben. Die Säfte eures eigenen Geschlechts teilen eure Einheit in eine Hälfte des Ganzen, die verzweifelt nach der anderen Hälfte sucht und diese im Außen nicht findet. Bestenfalls wiederholen sich die Dramen der Altvorderen.
Die inaktiven ungeteilten Essenzen der Einheit sind zu aktivieren. Dies geschieht in der inneren Haltung der Unterschiedslosigkeit und der vollkommenen Hingabe an euer geteiltes Körperherz und an das Eine Herz eures Geistes. Dieser liebevollste Selbst-Bezug, dieses bedingungslose JA zu eurem eigenen Leben, aktiviert die geistigen Essenzen des Schöpfers und der Schöpferin in euch.
Die einstmalige geistige Teilung drückt sich in den Körpersäften aus. Sie kann durch die geistige Vereinigung der Säfte wieder eins werden. Hier liegt die Urkraft der geistigen Liebe verborgen, die den einzelnen Menschen wieder in die Einheit führt.
Solange ihr euch in einem Bewusstseinsfeld befindet, das Befriedigung, Erfüllung und Vereinigung auf der körperlichen Ebene sucht, steht euch die Sexualität als Möglichkeit einer vorübergehenden Verschmelzung zur Verfügung.
Die weiblichen Säfte tragen die Weisheit des Geistes und die Kraft des geistigen Lebens in sich. Das Monatsblut der Frau nährt den Körper der Erde mit weiblicher Weisheit und Geisteskraft. Über das Blut verbindet ihr Frauen als menschliche Mütter die Mutter Erde mit der kosmischen Mutter. Ihr seid Mütter, Kinder und Geliebte aller drei Sphären. Allein indem euch dies bewusst wird, öffnen sich die geistigen Zellen eurer Kraft und sie wird in ein machtvolles Fließen kommen.
Die männlichen Säfte bergen die Weisheit des Körpers und die Kraft des körperlichen Lebens und Todes in sich. Der Samen des Mannes erschafft menschliche Körper und die Welt auf Erden. Das Blut der Frau ist der nährende dunkle Boden, in dem der männliche Lichtsamen keimt und reift. Im männlichen Samen liegt nicht nur die Saat des Kindskörpers, sondern auch die Kraft der Wieder-Verkörperung des Mannes selbst: Sein Samen regeneriert den alternden Körper und kann ihn in der vollen Konzentration des Geistes über die Grenzen der Sterblichkeit hinausführen.
Die „unbefleckte“ Empfängnis ist die direkte Verschmelzung zwischen Spirit und Sexus. Die vollkommene Hingabe der Partner an sich selbst, aneinander und an die ganze Menschheit ist ein Akt geistiger Liebe, der den geistigen Raum der Erschaffung und Empfängnis so weit öffnet und aktiviert, dass die geistige Essenz des männlichen Samens in die geistig offene weibliche Geburtshöhle überspringen und sich dort verkörpern kann. Was im Körper auf Bahnen und durch Kanäle fließt, fließt auch im Geiste über Bahnen und Kanäle und kann sich manifestieren.
Geistige Essenzen und Gewalt
In dieser Aufteilung der geistigen Essenzen auf die körperlichen Säfte beider Geschlechter findet ihr den tiefsten unbewussten Grund für die Gewalt zwischen Männern und Frauen. Die Gewalt der Frauen liegt in der Verweigerung. Sie wollen ihre Macht und Weisheit bei sich behalten, sie wollen ihre erlösende Liebe nicht weitergeben und mit den Männern teilen. Sie versperren ihnen den Weg zur Erfüllung. Damit bringen sie die frei fließenden Kräfte ins Stocken – zunächst in sich selbst und dann im Außen.
Männer, die Übergriffe auf Frauen vollziehen, dürsten nach der weiblichen Weisheit und Weichheit, nach Sanftheit und Ermutigung ihres Anders-Seins. Tiefe Ängste und Verzweiflung entstehen in ihnen, wenn sie sich von dieser Quelle abgeschnitten fühlen. Männer brauchen die femininen Essenzen der Frauen in dieser Zeit nötiger als Frauen die maskulinen Essenzen der Männer brauchen, denn in den weiblichen Körpern sind tiefste Geborgenheit, Trost und Heilung angelegt.
In der maskulinen Essenz herrscht die Todeskraft, die zu einem ausweglosen Ende, einem Schattendasein führt, wenn sie sich nicht mit der femininen Essenz der Neuen Geburt austauschen kann. Aus diesem Grunde wurden die männlichen Heerscharen und Herrscherkasten eurer Jahrtausende, die ohne weibliche Nahrung waren, immer härter und unmenschlicher, wilden Tieren gleich, einsam und hoffnungslos. Die Männer eurer Gesellschaft scheinen machtvoll zu sein, doch sie sind verzweifelt, denn ihre Macht berührt nur die Erde, nicht den Himmel. So könnt ihr die Tiefe der geistigen Verlorenheit männlicher Säfte nicht ermessen, solange sie von den weiblichen getrennt sind. Diese abgrundtiefe Zweiheit ist es, die Männer zu grausamen Tätern macht und danach zu ewig Verdammten.
So entstanden neben der Weisheit männlichen und weiblichen Lebens auch Verzweiflung, Hass und Verdammnis – in euch allen. Ihr weiblichen Wesen werdet es eines Tages erkennen: Was euch Menschen die nährende Sonne ist, ist den Männern die Frau. Und ihr werdet liebevolle Verantwortung dafür übernehmen. Zwar gehört euer Körper euch selbst – dennoch trägt er ein geistiges kollektives Gut in sich, auf das alle ein Anrecht haben.
Zwar hat sich dieses Drama in eurer äußeren Welt entwickelt, doch erst nachdem ihr es in euren inneren Räumen und Welten vollzogen hattet. So raten wir euch, dieses Kapitel nicht auf euch und die Welt zu beziehen, sondern auf euch selbst – nur auf euch, auf die geteilten und voneinander getrennten Hälften eures maskulin-femininen Ganzseins, auf die Verzweiflung der ausgestoßenen und verhungernden Krieger in euch selbst, auf die stolzen und verletzten Heilerinnen in euch selbst, auf die geächteten Schöpfer in euch selbst.
Die äußere Gewalt ist sekundär. Sie ist eine Folge der inneren Gewalt gegen euch selbst, die ihr eingerichtet und ausgeübt habt. Was ihr in euch habt, strahlt ihr aus und zieht es an. Es ist eine Frage der Resonanz. Bleibt bei euch, wenn ihr euch dem Thema Täter-Opfer zuwendet, haltet eure Herzen offen und atmet tief. Lasst alle Ströme frei fließen.
Der Krieger und die Heilerin
Das männliche Wesen ist ein Krieger, Abenteurer und Neuerer, Veränderer des Alten. Er erschafft den Boden des Neuen. Er ist der Weise, der am Beginn des Zyklus steht. Noch ist der Himmel blau und das Land ist grün. Das Schlachtfeld ist noch unberührt. Der Krieger ist gekommen, um die Schlacht zu schlagen, denn er ist der Vater aller Dinge, der Samen aller Pflanzen, das Dunkel allen Lichtes, der Tod allen Lebens, der Urgrund aller Liebe, der Anfang aller Kraft und Macht.
Der Krieger ist ein Wesen der schöpferischen Entschlusskraft. Er verändert das Gewesene in großer geistiger Ausstrahlung. Er ist das männliche Wesen des Anfangs, ein Wesen kühnen Herzens, dem das Schlimmste noch bevorsteht. Kämpfe und Kriege werden kommen, wenn - und weil - er gekommen ist.
Das weibliche Wesen ist die Heilerin der Wunden, die Geliebte der Krieger, die Mutter der verwundeten Kinder, die Nahrung der Verhungernden. Sie ist die Weise, die am Tiefpunkt des Zyklus steht. Der Himmel ist grau verhangen, die Schlachtfelder sind still geworden, das Blut des Lebens ist vergossen, die Samen für das Neue sind gelegt. Die Heilerin ist gekommen, die Wunden zu verbinden, denn sie ist die Mutter aller Dinge, der Boden aller Pflanzen, das Licht allen Dunkels, das Leben allen Todes, die Liebe aller Urgründe, die Erfüllung aller Kraft und Macht
Das weibliche Wesen trägt den Kelch, der das Blut zum Wasser des Lebens werden lässt. Es ist stark. Es kann Schmerzen ertragen, heilen und lieben, vergeben und akzeptieren. Es ist voller Mitgefühl und darin zu großer Macht fähig. Doch diese Macht kann es erst entfalten, wenn das männliche Wesen zuvor in seiner Kraft gewirkt hat. Das männliche Wesen kann wenig Schmerzen ertragen, nicht heilen, aber Schmerzen verursachen. Es kann nicht lieben, solange es selbst nicht geliebt wird.
Du, mein geliebtes Wesen, bist weder Mann noch Frau, weder Krieger noch Heilerin! Du bist ein Wesen der Einheit, das sich für jede Inkarnation auf Erden den Körper genommen hat, der deinem Willen und deiner Liebe entsprach. Wolltest du als Krieger dienen und den Menschen helfen, Schmerzen zu ertragen, Demut zu erlangen, Kraft und innere Stärke? Wolltest du ihnen helfen, Grenzen zu überwinden und neue Räume zu beschreiten? Wolltest du sie lehren zu vergeben, dann konntest du dies zutiefst in einem männlichen Körper tun. Denn er besaß die ungezügelte Wildheit, die dafür vonnöten war.
Hattest du dich entschieden, deine inneren Kräfte zu vervollkommnen, vergeben und heilen zu lernen? Hattest du beschlossen, den Menschen auf ihrem Weg die Hand zu reichen, sie mit der Kraft deines Herzens zu stützen? Hattest du vor, sie in Mitgefühl und Liebe, in immer wiederkehrender Kraft zu baden, ihre Wunden zu heilen und sie zu trösten, so konntest du dies nur in einem weiblichen Körper tun.
Tief in dir weißt du um deine eigene Kraft, die im Irdischen lange Zeit keinen Ausdruck fand. Du weißt, dass jener, der dich schmerzt, selber große Schmerzen in sich trägt. Und so ist es das männliche Wesen, das die größeren Schmerzen auf sich nahm, denn es hat die Verbindung zur geistigen Heimat von Beginn an aufgegeben - jenen goldenen Faden zwischen Kosmos und Erde, den das weibliche Wesen hält und pflegt.
Das männliche und das weibliche Wesen
Männliche Energie und Wahrnehmung sind energetisch-materieller Natur, jene des Sichtbaren für die Augen eurer Körper. Es hat das Wissen um die Materie in sich. Es erschafft Materie und wird selbst zu ihr, es glaubt an Starre und erstarrt selbst. Damit verlässt der göttliche maskuline Schöpfer den Raum des fließenden Geistes und verdichtet sich in niederen Frequenzen. So ist der Schöpfer zum Geschöpf geworden, der Erfinder zur Materie. In diesem Akt der Schöpfung hat er sich selbst verloren und bleibt auf Zeiten in seiner Schöpfung gefangen. Das männliche Wesen schaut hinauf und sieht den Geist aus der Sicht der Materie. Er schaut gegen das Licht und kann wenig sehen. Er ist der Forscher auf der waagerechten Ebene eures Lebenskreuzes. Er verkörpert die Welten des Entweder-Oder-Prinzips, der Logik und der Intelligenz. Er ist der Bezwinger des Berges und des Geistes - und erfährt ihn nicht.
Das männliche Wesen hat eine tiefe Grube gegraben und sich bis auf den Grund darin herabgelassen. Einen Rückweg gibt es nicht. Der Sinn dieses Spiels, dieser Schöpfung, liegt nur sekundär im Erforschen der Materie. Das primäre Anliegen ist das Erforschen der Gefühle und der Kräfte des Geistes, das Erforschen von Wandlung und Raum, von Zeit und Bewegung der kosmischen Energien – und die Ausdehnung des Geistes in diesen einstmals geistlosen Gefilden der Materie.
Oben am Rande der Grube steht - im Sonnenlicht, um dieses Bild fortzuführen - das weibliche Wesen. Es hat ein Seil, das lang genug wäre, um ihn heraufzuziehen. Doch sie tut es nicht, denn damit wäre nichts gewonnen, nichts erfahren und erkannt, nichts gewachsen. Das weibliche Wesen ist die feminine göttliche Schöpferin. Es hat den anderen Teil der gespaltenen Allmacht zu sich genommen, die Kraft der Intuition, die Erinnerung an die kosmische Heimat und Quelle, das Fühlen des Geistes. Um diese Kraft zu erhalten, bleibt sie oben in der Sonne und begibt sich nicht hinab in die Grube.
Weibliche Energie ist energetisch-geistiger Natur, die Sicht des Unsichtbaren für die Augen des Körpers, des Nicht-Erreichbaren für den menschlichen Geist. Das weibliche Wesen schaut hinunter und sieht die Materie aus der Sicht des Geistes. Sie schaut mit dem Licht und kann vieles erkennen.
Sie ist die Forscherin der senkrechten Achse eures Lebenskreuzes. Sie verkörpert das Sowohl-Als-Auch-Prinzip, die Wahrnehmung der Muster hinter aller Form, die Inspiration. Sie ist die Ergründerin des Berges und des Geistes - und verschmilzt mit ihm.
Männliche Körper-Energien sind an den Planeten gebundenen und darauf angewiesen, von weiblichen Licht-Energien genährt zu werden, um den irdischen Weg gehen und am Ende wieder in die Ganzheit zurück finden zu können - frei zu werden von Materie und Bindung.
Weibliche Körper-Energien fließen senkrecht zwischen Kosmos und Erde. Sie sind darauf angewiesen, von den männlichen Körper-Energien gehalten und herabgezogen zu werden, um auf Erden anzukommen - um sich verwurzeln und Blüten treiben zu können. ER ist die Wurzel, SIE ist die Blüte. Gemeinsam gebären sie die Frucht. Dafür muss ER IHRE ätherische Natur ebenso annehmen wie SIE SEINE materielle Natur – unterschiedslos, frei von Bewertung und Vergleich, denn dies sind zutiefst Illusionen.
Auf diesem Weg der gegenseitigen Akzeptanz und des Mitgefühls können diese beiden gegensätzlichen Pole zueinander fließen und sich zu EINER KRAFT vereinigen. Das maskuline und das feminine Wesen haben sich auf dem Abstieg voneinander getrennt, sich einander ausgeliefert und einander ihre Hilfe zugesagt – spätestens am Ende der Zeit. So haben sich die Götter, die sich selbst im Feld der Materie erfahren wollten, aneinander gebunden, die Eine Macht unter sich zwei-geteilt und vorausbestimmt, dass dieses Spiel erst enden würde, wenn die Reife und Einsicht zur Wieder-Vereinigung erlangt sei: durch Akzeptanz der Gegensätze, durch Geben und Empfangen und durch die Selbst-Erkenntnis im Lichte der Einheit.
Wir sind mit euch, im Herzen eines jeden von euch, in Liebe.
Wir sind St. Germain, Maria, Ohamah und Sabine
Bitte:
Gebt diese Texte, Lektionen und die Interadresse KRISTALLMENSCH bitte weiter. Lasst viele Menschen daran teilhaben. Respektiert unser Urheberrecht an diesen Texten und verteilt sie in alle Welt - zum Wohle aller und der Erde. Unsere Liebe fließt mit jedem Wort mit. Vielen Dank.
Dank:
Unser Dank geht an euch, die ihr am Seminar teilnehmt, darin aufblüht und der Welt damit ein großes Geschenk macht. Unser Dank geht an euch alle, die ihr an Kristallmensch.de mitarbeitet. Unser Dank geht an euch, die ihr uns eine finanzielle Unterstützung zukommen lasst, mit der wir diese Arbeit fortführen und ausdehnen können.
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www. Kristallmensch.de Sabine Wolf Hannover, am 11. März 2