GEBURT DER ENGEL Jean-Pierre Meroz
15. Kinder-Krankheiten
Die ungeschliffenen Kristalle der Erde
Dies ist eine Fortsetzung aller Lektionen zum Thema SPIRIT & SEXUS. Insbesondere führen wir hier Lektion 13 fort, in der wir über die Bedeutung dieser Thematik für Kinder sowie über männliche und weibliche Symptome sprechen, und Lektion 14, wo es um die geistigen Hintergründe eurer verkörperten Jahrsiebte geht.
Hier werden wir die Sache nun ein wenig vertiefen und euch anhand von Beispielen aus Sabines Geistigen Analysen ein Gefühl für die tiefgreifende Bedeutung dieser bisher „theoretischen Aussagen“ vermitteln.
Euer erstes und zweites Jahrsiebt auf Erden war von großer Polarität getragen. Es war die Zeit der größten Anbindung an eure geistigen Sphären und seelische Heimat - wir können es auch „Gottesnähe“ nennen.
Gleichzeitig war es die Zeit eures größten Ausgeliefertseins an die Erde, den Körper und den Schmerz der Welt - wir können es auch „Gottesferne“ nennen.
So waren eure Kinderkrankheiten in der Tat oftmals dramatische Inszenierungen, die nur ein Ziel hatten: Das Überleben der Seele und des Geistes im Körper. Dafür liefern diese beiden den Körper jeglichem Kampf aus, wenn er nur aussichtsreich erscheint. Erinnert euch: Ihr seid geistige Meister, Lichtträger, Wandler zwischen den Welten. Es ging in der Tat um Alles oder Nichts.
Betrachtet ihr eure Kindheit (und die Kindheit eurer Eltern und Großeltern, Nachbarn, Lehrer und sonstigen Feinde) aus diesem Blickwinkel, so werdet ihr erkennen, dass alle Krankheiten, Unfälle und schicksalhaften Umstände in dieser Zeit nichts anderes sind als
- Hinweise auf ein Ungleichgewicht im Leben der Eltern und der Welt,
- Aktivierung und Vorbereitung eurer eigenen Lebensabsichten (der Meister, die vorübergehend Kinder waren),
- Stärkung eurer mitgebrachten geistigen Kräfte (der geistigen Familie) im irdischen Feld der Gegenkräfte (der irdischen Familie).
Es geht in dieser Lektion um die Themen der Kinder und ihre Bedeutung – nicht eurer Kinder, sondern eurer Kindheit. Es geht um
- die Erdung eures Geistes in den ersten drei Jahrsiebten,
- den beständigen Kampf zwischen dem Geist des Kindes und dem Geist der erwachsenen Welt,
- Gefühle, Wünsche und Ängste,
- die Beziehung zur irdischen Familie,
- Symptome, Krankheiten und Unfälle (in der unreifen Kinder-Zeit),
- Erkenntnis, Erlösung, Heilung und Erfüllung (in der reifen Erwachsenen-Zeit).
Reflexion, Meditation und Heilschlaf
Auch in dieser Lektion haben wir euch die Hinweise zu Öffnung, Erlösung und Erfüllung eures harten Weges an den Schluss der jeweiligen Kapitel bzw. Symptome gesetzt.Unterschätzt auch hier wieder nicht die Bedeutung der genauen, aber emotionsfreien Beobachtung und Reflexion dessen, was war. Schaut von außen, wie auf einen Kinofilm. Unterschätzt nicht die schriftlichen Notizen und Kommunikationen mit euch selbst. Nehmt euch Zeit für diese Selbst-Arbeit, Selbst-Erkenntnis und Selbst-Ermächtigung.
Unterschätzt nicht die Kraft des Einverstandenseins, der tiefen Annahme aller Geschehnisse sowie die Kraft der Vergebung und des Loslassens, die Kraft eurer neuen Entscheidungen und des Heilschlafs.
Wendet euch nur den Aspekten zu, die euch hier und jetzt am stärksten ansprechen, anspringen und triggern. Sie sind die Schalter in euch, die hier und jetzt betätigt werden wollen. Wendet euch allerdings auch jenen Aspekten zu, bei denen innere Widerstände wach werden oder die ihr fürchtet.
Und natürlich müsst ihr all diese Krankheiten und Symptome gar nicht unbedingt gehabt haben, oder ganz andere. Und doch findet ihr wertvolle Hinweise zur Erlösung für alles was euch quälte – und was ihr quältet. Denn nicht nur eure Krankheiten und Symptome quälen euch, sondern auch ihr quält sie über die Maßen und über die Zeit hinaus, indem ihr sie nicht loslasst. Beendet dieses Spiel einfach! Lasst sie los!
Kinderkrankheiten sind Zeichen des Lebendigen Geistes
Kinder kommen als Abgesandte und Vertreter des Geistes, als Wegbereiter der Neuen Zeit. Sie kommen für die seelisch-geistige Verjüngung der Eltern und der Welt, als geistige Lehrer und Wegweiser, da sie jenen Geist lebendig in sich tragen, der in den Körpern der Eltern schon müde geworden und eingeschlafen ist. Kinder können die Eltern auf der Herzensebene Weisheit lehren und ihnen Kraft geben. Kinder könnten Fragen beantworten, die die Eltern haben.Doch die Eltern glauben, sie selbst hätten die Antworten auf die Fragen der Kinder – welch ein Irrtum! Prägen die Eltern nun den Kindern ihre überkommenen, degenerierten Muster und Stempel auf, so kommt es früh zum Konflikt im Körper des Kindes. Und genau dies ist in den letzten Jahrtausenden programmgemäß geschehen. Doch nun wendet sich das Blatt. Wir sprechen hier insbesondere über die Generation der Lichtträger, die wir in Lektion 3 und dem Heft ZEITENWENDE erwähnen. In euren Kinderkrankheiten zeigt sich die Kraft des Neuerers, der sich im Feld der Gegenkraft einerseits erden muss, Wurzeln schlagen, und andererseits sein eigenes Wesen durchsetzen, die Krone und Früchte bilden muss.
Durchbruch
Kinderkrankheiten betreffen zumeist die Haut und bedeuten immer Kampf um den Durchbruch des Neuen. Etwas Altes bricht von außen nach innen ein - die Lebensvorstellungen der alten Welt, und etwas Neues bricht von innen nach außen durch - die explosive Lebenskraft der neuen Welt. Ein geistig-körperlicher Entwicklungsschritt vollzieht sich und führt unmittelbar zu Kampfhandlungen: Kinderkrankheiten sind fast immer Infektionen. Der soeben herabgestiegene Geist scheut sich nicht, seinen jungen, weichen, verletzlichen Körper im Kampf um das seelische Überleben und die Durchsetzung seiner Absichten zu einem Kriegsschauplatz zu machen. Es sind die HIER und JETZT anstehenden Konflikte zwischen Himmel und Erde, die sowohl das Kind als auch die Eltern zu Reifeschritten und Entscheidungen herausfordern. Wird der äußere erzieherische Druck auf das Kind zu stark, so wird in der Krankheit die Grenze, die Haut, von innen her durchbrochen. Es geht um die Entwicklung von ungebremster Kontaktfreude und Konfliktfreude (Infektion). Es geht darum, bei jeder Begegnung und Gelegenheit Grenzen zu überschreiten und fort-zu-schreiten – was für die alte Welt, die sich von den Unruhen der Zeit ausruhen möchte, eine Horrorvision ist.
Eltern und Kinder
Jede Kinderkrankheit zeigt eine spezielle Art der Konflikte an und hier gibt es immer mindestens zwei Betrachtungsebenen: Erstens die festgefahrenen Kräfte der Eltern, die vom Kind übernommen und geäußert werden und zweitens die spezifischen Fähigkeiten und Kräfte, die das Kind (das Geistwesen) mit zur Erde gebracht hat. Diese sind zumeist während der Kindheit und vieler Jahre darüber hinaus unerkannt geblieben. Im Erwachsenenalter muss der Mensch selbst erkennen, wer er ist, da er keine Hilfe zur Erkenntnis von außen erhielt, außer jene verschlüsselten Botschaften in Krankheiten, Unfällen und Schicksalssituationen, die wir euch hier geben. Möget ihr euch selbst erkennen und erfüllen!
Mehrfach-Identität
Das alte Fischezeitalter und das neue Wassermannzeitalter bilden den Körper des Kindes und mischen ihre Energien in ihm. Das führt zu schmerzhaften Erfahrungen, zu einer Doppel- oder Mehrfach-Identität. Diese kann sich später in der gesunden Pubertät zeigen, aber auch in kranken multiplen Persönlichkeits-Syndromen sowie Borderline-Krankheiten. Ohnehin herrscht eine kern-gesunde Dreifach-Identiät in euch: Das Ego mit seinem Körper, die Seele mit ihrem Fühlen und der Geist mit seiner Intelligenz. Sie haben einfach völlig unterschiedliche Herkünfte, Sichtweisen, Bedürfnisse und Wahrnehmungsformen, die in ein Gleichgewicht gebracht werden wollen.
Verschmelzung
Als Geist hast du die Absicht und als ein sich entwickelnder Mensch hast du die Aufgabe, eins mit diesen drei Wesen deiner selbst zu werden. Die sehr unterschiedlichen Bedürfnisse und Weisheiten von Körper, Seele und Geist wollen in ein Gleichgewicht kommen. Sehr verschiedene Bewusstseins-Level der Generationen wollen in dir zu einem neuen Bewusstsein verschmelzen. Keine Generation hat das gleiche Bewusstsein wie die vorangegangene oder die nachfolgende. Keine erlebt Freude und Schmerz genauso wie die anderen. Kein Kind kann seine Eltern zutiefst verstehen - und umgekehrt. Ihr seid gekommen, um die sehr unterschiedlichen Energien der Zeitalter in euch zu vereinigen und euch den sich permanent verändernden Umständen und Anforderungen fließend anzupassen und allem gerecht zu werden – ohne euch selbst aufzugeben.Dies ist in der Tat eine gewaltige Aufgabe und Leistung, die nirgendwo im Kosmos ihresgleichen findet, zumal dies alles im Feld der Unbewusstheit, der Blindheit und scheinbaren Aussichtslosigkeit geschieht. Werde dir dieser kosmischen, multidimensionalen Dimension deines Lebens mehr und mehr bewusst. Allein dadurch wird dich eine große Welle der Entspannung und Regeneration erfassen und weitertragen.
Die Art eurer Kinderkrankheiten und Konflikte zeigt eure spezifischen geistigen Fähigkeiten, Veranlagungen und Absichten, die bisher unerkannt blieben. Nun, im Erwachsenenalter müsst ihr selbst erkennen, wer ihr seid, da ihr weder früher als Kind noch während eurer Entwicklungsjahre Hilfe von außen erhalten habt. Die Erkenntnis erfolgt über die Betrachtung der Symptome und ihres jeweiligen Gegenteils.
Windpocken
Die Haut ist einerseits die Grenze zwischen innen und außen, andererseits die Verbindung dieser beiden Welten. Es ist eine Kontaktfläche und eine Konfliktfläche. Das Wesen Haut ist männlich und weiblich – Verschlossenheit, Abweisung, Grenzschutz und gleichzeitig Öffnung, Hingabe, freies Fließen. Es ist Festigkeit und Unnachgiebigkeit ebenso wie Sanftheit und Zärtlichkeit.Windpocken sind juckender, sich schubweise ausbreitender Ausschlag: Bläschen, Pusteln und Krusten. Sie zeigen den Durchbruch des eigenen Wesens an, das sich von innen nach außen gegen eine verhärtete Membran auf der Haut durchsetzen muss, die diese zu ersticken droht. Diese Membran bildete sich einerseits durch das enge Energiefeld der Eltern, die ihrerseits Schmerz- und Zwangskrusten der Vorgenerationen in sich aufgenommen haben, und andererseits durch den eigenen kindlichen Rückzug in sich selbst, das Sich-vor-außen-verschließen.
Das Kind hat sich in Grenzen weisen lassen, die es nicht überschreitet, obwohl der innere Drang, dies zu tun, groß ist. Es versucht, seinen aufgegebenen Kampf gegen die Außenwelt nun auf einer inneren Ebene weiterzufechten und wird damit zum Heckenschützen seiner eigenen Haut und Lebendigkeit.
Masern
Konflikt zwischen dem Alten, Festgefahrenen und dem Neuen, Fließenden auf der Ebene der Haut, an der Grenze des jungen Lebens. Gleichzeitig findet ein Tanz zwischen Aggression und Freude, zwischen Konflikt und Kontakt, zwischen Härte und Zärtlichkeit statt. Das gleiche spielt sich in den Augen ab: Die neue Einsicht des Kindes in die alte Weltsicht der Eltern führt zum Kampf an der Oberfläche der Seelenspiegel. Die Augen eines Kindes schauen feiner als die der Erwachsenen, denn sie sind noch mit den inneren Augen verbunden. Doch die grobe, von Angst und Zweifel getrübte Sicht der Erwachsenen dominiert und entzündet die Sicht und Augen des Kindes.Das Neue möchte durchbrechen, um das Alte zu wandeln: Das göttliche Kind möchte die Schmerzen und Verhärtungen der Eltern, Großeltern und der menschlichen Gesellschaft heilen und erlösen. Es ist kein Kampf zwischen Kind und Eltern, sondern ein Kampf zwischen den Zeiten, Räumen, Dimensionen und Elementen. Dieser Kampf zielt allerdings nicht auf Sieg des Einen und Niederlage des Anderen, es ist kein Kampf gegen sondern für das Leben - mit dem Willen zur Verschmelzung aller Parteien.
An der Körpergrenze „Haut“ prallen das bedingungslose Kontaktbedürfnis des Kindes von innen und die Kontaktlosigkeit der alten Welt von außen aufeinander, die Zärtlichkeit von innen und die Grobheit von außen, das kindlich-weiche Fühlen von innen und das erwachsen-starre Denken und Handeln von außen.
Reflexion: Für dich geht es darum, die eigenen inneren Grenzen, die du selbst mit ins Leben gebracht hast, zu öffnen. Natürlich kannst du dies auch jetzt noch tun, da die Einsicht in die Zusammenhänge in dir gereift ist. Hast du deine eigenen Grenzen geöffnet, wirst du fähig und ermächtigt sein, die nächsten Grenzen zu öffnen: Die Grenzen deiner irdischen Familie und die Grenzen deiner Menschheitsfamilie – der Gesellschaft, des Massenbewusstseins.
Röteln
Hier verstärkt sich die innere Kraft, die bei Masern beschrieben wurde. Das Innere dringt aggressiv nach außen. Das zeigt, dass die Wandlung von Gefühls- und Gedanken-Gewohnheiten dringend erforderlich ist. Dies betrifft in der Kindheit die Eltern und später dich selbst.
Mumps
Der Konflikt, der bei Masern beschrieben wurde, verlagert sich auf die Ohren. Das Kind will nicht mehr hören. Es will sich weder den Tönen und Worten der Welt aussetzen noch gehorchen, weil es die Unwahrheit der erwachsenen Worte zutiefst spürt. Der Konflikt verlagert sich auf den Speichelfluss, einen Teil des weiblichen Lebenswassers, dessen freier Fluss zu einem vertrocknenden Rinnsal wird. Der Rückzug des Kindes entspricht dem Bedürfnis seiner Seele nach innerer Ruhe inmitten des äußeren Sturms. Doch es ist ein neuer Rückzug des Kindes von den Erwachsenen, der dem Bedürfnis der Kinderseele nach Konfrontation widerspricht. Die Seele will sprechen, sich auseinandersetzen, streiten und das ihre geben und einfordern.Konfliktbereitschaft und Auseinandersetzung sind über-lebenswichtig, da sie ins Gleichgewicht der Kräfte und zur eigenen Mitte führen. Hier herrscht der Konflikt zwischen männlicher Dominanz und weiblichem Gehorsam, zwischen dem Patriarchat des Fischezeitalters, das Hierarchie, Kontrolle und Verfestigung der Gesellschaftsstruktur sowie eine völlig degenerierte männliche Dominanz mit sich brachte, und den Wegbereitern des weiblichen Wassermannzeitalters, das Mitgefühl, freies Fließen der Kräfte und eine gewisse Strukturlosigkeit mit sich bringt.
Dieser weibliche Gehorsam ist ebenso degeneriert wie die männliche Dominanz. Diese Kräfte herrschten in den Ehen der letzten Jahrhunderte und sie wollen in der Tat von der Seele des Kindes durchbrochen werden. Doch die gesellschaftliche und Ego-Dominanz der Eltern ist stark und die Zeit der Wandlung ist noch weit entfernt.
Reflexion zu Mumps: Beschließe die innere Loslösung von der väterlichen und der mütterlichen Welt. Ehre deine Eltern für das was sie waren und sind. Akzeptiere ihre Bewusstseinsschranken und entlasse jegliche Schuld aus deinem Leben, gleichgültig, ob du sie bei dir oder bei ihnen suchst.
Beschließe, dich auf deine eigenen maskulinen und femininen Kräfte einzulassen und auf den Konflikt zwischen diesen beiden. Nimm die Verbindung zu deinen geistigen Brüdern und Schwestern, die du mit deiner Geburt hast abreißen lassen, wieder auf und sprich wieder mit ihnen. Erlaube ihnen, dir bei deinen nächsten Schritten zu helfen.
Keuchhusten – festgehaltene Aggressionskraft
Auf der Körperebene ist es die Lunge, auf der Seelenebene sind es Kontakt, Kommunikation und Freiheit. Vorwiegend nachts tritt trockener, nicht löslicher und damit auch nicht er-lösender Husten auf. Mehrere bellende erschöpfende Hustenstöße mit dem typischen keuchenden Einatmen verbinden sich zu Salven mit Anfallscharakter. Die Anfälle können sich bis zu schwerer Atemnot, Krämpfen und Gehirnblutungen steigern. Die Aggressionskraft versucht im Kindesalter, sich den Durchbruch zu verschaffen. Hier ein Beispiel aus einer Beratung:
(1 Jahr alt, weiblich) Keuchhusten
Sehr früh hast du begonnen, deinen Lebensplan umzusetzen. Um das äußerst starre patriarchalische Familiensystem, in das du dich inkarniert hast, zu er-lösen, hast du eine recht ansehnliche Portion freudiger Aggressionskraft mit in dein Leben gebracht. Du wolltest sie gleich von Beginn an entwickeln, um der kriegerischen, verhärteten Aggression der Menschen gewappnet gegenübertreten zu können. Betoffen ist die Lunge, das zentrale Organ jeder Kommunikation sowie der inneren und äußeren Freiheit. Auch diese Aspekte - Kommunikation und Freiheit - waren im Laufe der alten Zeit in eine völlige Erstarrung geraten.Keuchhusten ist einer der ersten schweren Aggressionsausbrüche eines Kindes gegen die Eltern. Er gilt ihrer Erstarrung, ihrer Öffnung, Erkenntnis und Fortentwicklung. Einerseits hast du deren verfestigte, verborgene Aggressionskräfte auf dich genommen, um sie einst zu erlösen, andererseits hätten deine Eltern in der Erkenntnis deines Keuchhustens sich selbst öffnen können. Doch diese Erkenntnis- und Öffnungsfähigkeit stand ihnen damals nicht zur Verfügung. Sie war außerhalb ihres Bewusstseins. Also hast du ihr Problem zu deinem gemacht und bist nun selbst dafür verantwortlich, es zu er-lösen.
Aggression ist die Wurzelkraft der Freude
Es gilt, die Aggression als einen lebenswichtigen Teil der menschlichen Existenz anzuerkennen, als eine Wurzelkraft der verkörperten Freude des Geistes auf Erden. Wir können dies auch „Lebens-Freude“ nennen, die sich in der Tat von euren verschiedenen Sorten der Freude unterscheidet, die ihr an manchen Tagen habt und an anderen nicht. Dieser Freude des Kindes, des Christus, des Eingeweihten ist zum Durchbruch zu verhelfen, zum freien Fließen. Es geht in dieser Zeit um den Mut, das eigene Innerste nach außen in eine scheinbar völlig fremde, ja feindliche Welt zu bringen. Es geht um die Courage, den ersten Schritt nach vorn zu tun, wenn alle anderen stehen bleiben oder rückwärts gehen. In dieser scheinbar leidvollen Zeit der Kindheit kann sich eine Einstellung entwickeln, die das Leben voller Einsatz, Freude und Kraft in Angriff nimmt.Doch auch das Gegenteil kann sich entwickeln: Die Unterdrückung der natürlichen inneren Aggressionskraft kann lebens-gefährlich werden, denn sie erzeugt einen gewaltigen Druck im seelischen und körperlichen Inneren, der sich seine eigenen Wege sucht, wenn er nicht freiwillig entlassen wird. Dies äußert sich zunächst in inneren Krämpfen und Kämpfen im eigenen Körper und später in äußeren Kämpfen und Krämpfen in der Welt.
In der Unterdrückung der frühkindlichen Aggressionskraft findet ihr den Ursprung aller Krankheit und Trübsal, allen Siechens und Sterbens, ja den Ursprung eurer gesamten Gesundheits-Industrie (richtiger wäre Krankheits-Industrie), eurer Versicherungs- und Rentenkolosse sowie eurer Medien- und Freizeit-Industrien, die euch Linderung und Ablenkung verschaffen sollen – ohne euch jedoch wirklich zu erreichen.
Und natürlich findet ihr auch den Ursprung aller Gewalt auf Erden, sei sie politisch legitimiert (Gewalt und Krieg), sei sie als kriminell (Mord), wahnsinnig (Amoklauf) oder ethisch (Hass, Vergeltung, Hilflosigkeit) eingestuft. Denn zu welchen Gefühlen, Gedanken und Entscheidungen sollte eine in ihrer Aggression und Freude derart unterdrückte Gesellschaft sonst fähig sein?
Reflexionen zu Keuchhusten: Der An- und Aufstieg der Aggressionsenergie in dir selbst wird zu einer Explosion der Freude und des Lichtes, wenn du dies beschließt und zulässt, denn schon immer sind die Kräfte deines Körpergeistes deinem Willen gefolgt. Spüre die klare, in Lebenskraft prickelnde Luft nach einem heftigen Gewitter.
Sei jetzt bereit, die Aggression in ihren dunklen, nächtlichen und hellen, täglichen Seiten anzunehmen. Sie sind Teil deiner Durchsetzung und Selbstbehauptung, so wie der Frühling mit seinen ansteigenden Säften, ausschlagenden Bäumen und hüllensprengenden Knospen. Auch in dir ist die Sprengkraft des Frühlings, die die Starre des Winters erlöst.
Gehe in der inneren Wanderung noch einmal zurück in die Zeit deiner ersten Lebensjahre, in dein Elternhaus und zu deinen Eltern. Sei bereit, ihr Leid zu empfinden und es gemeinsam mit deinen Schmerzen hier und jetzt ins Licht zu führen. Einfach, indem du es beschließt, geschieht es.
Erkenne Aggression ist als eine Wandlungskraft an und beginne ihr zu vertrauen, wenn du sie frei in dir fließen lässt und atmest, wenn du sie in deinem Leben von Herzen annimmst und alle festgefahrenen Aggressionsschlacken aus deinem Leben entlässt.
Erweitere dein Kommunikationsfeld, dehne es vom irdischen in die geistigen Räume aus.
Pfeiffersches Drüsenfieber (Mononukleose)
Betroffen sind die Lymphknoten, die auch als Polizeistationen des Körpers bezeichnet werden, die Leber, euer Lebenskreuz Welt (Sexus) und Religio (Spirit) sowie die Milz, der vitale Filter eurer Lebenskraft, ein Empfangsorgan und Transformator des kosmischen Lichtes. Alle drei Orte sind strategisch wichtige Punkte. Sie anzugreifen, kann frühzeitig das Ende des Körperlebens bedeuten. Der Angriff kommt von innen. Er reagiert zwar auf einen äußeren Kriegszustand, doch der kleine Krieger, das Kind, ist noch nicht in der Lage, anders auf äußere Reize zu reagieren als mit einer angemessenen Krankheit. Es richtet die Waffen gegen sich selbst.Innere und äußere Kräfte prallen aufeinander. Die inneren Kräfte sind die fließenden Aggressionen des Kindes, des herabgestiegenen Geistwesens, und die äußeren Kräfte sind die verfestigten Aggressionen der Eltern und der Umwelt. Wir könnten auch sagen: die innere, freudige, elektrische, erneuernde Aggression (JA) prallt auf die äußere, aggressive, magnetische, alte Aggression (NEIN).
Das Kontroll- und Eingreif-System des Körpers wird gewaltig verstärkt, während und weil die Frage nach dem Sinn des Lebens akut wird: Alles oder Nichts, Selbstermächtigung oder Unterordnung, Opfer oder Schöpfer, Tod oder Auferstehung. Der Geist fordert sein Lebens-Maß, seine Absicht, Wertigkeit und Offenbarung. Das Speichern und Bilden eigener Lebensenergien wird nun im Feld der äußeren Gegebenheiten lebenswichtig. Das Fieber zeigt die Generalmobilmachung der gesamten inneren seelischen und körperlichen Abwehr an.
Reflexionen zum Pfeifferschen Drüsenfieber: Du solltest, damals wie heute, den heilenden Kampf mit den äußeren Herausforderungen aufnehmen. Innere Kämpfe sind notwendig und unumgänglich. Führe sie mit aller Hingabe und Freude, mit Enthusiasmus. Setze dich in dieser Weise mit den zentralen Themen deines Lebens auseinander.
KAMPF heißt nicht: Sich verzweifelt wehren gegen das was von außen kommt, sich abwenden und Geschosse auf sich oder den anderen werfen - das habt ihr ja lange genug getan. KAMPF heißt schlicht: Alle Kräfte und Gegenkräfte in sich selbst zulassen, ihnen eine Zeitlang den eigenen Körper und die eigene Seele als Schlachtfeld überlassen, sie beim Kampf beobachten und sich selbst nicht einmischen, weder mit Vermittlung noch mit Urteil. Der Sieg wird auf beiden Seiten sein, denn dieser Kampf will das GANZE Leben leben.
Schlage dich lieber mit den Fragen deines Lebens, deiner eigenen Werturteile und deinem Maßstab herum als mit den hormonellen Kontroll- und Eingreif-Trupps deines Körpers. Diese müssen ihren Dienst nur dann antreten und zuschlagen, wenn du deinen inneren Freude-Kampf vernachlässigst.
Übe die offene Auseinandersetzung und den offenen Kampf in dir selbst, lasse den Strom der Lebensenergie und aller Kräfte frei fließen. Vertraue ihnen.
Reflexion zu allen Kinderkrankheiten: Mache dich bereit, jetzt die Grenzen zu überschreiten, die du als Kind nicht überschreiten konntest, weil die äußeren Gegenkräfte zu groß waren, die du in deiner eigenen Erwachsenenzeit nicht mehr überschreiten wolltest, weil du bequem geworden bist. Die Gegenkräfte von früher sind jetzt nicht mehr da. Sie können dich nicht mehr hindern, Reifeschritte zu tun. Stelle jene Grenzen in Frage, die du dir damals und im Laufe der folgenden Zeit selbst gesetzt hast. Beschließe jetzt, sie loszulassen.
Beschließe jetzt, deinem eigenen Wesen und der neuen Energie deine Grenzen zu öffnen und in dein Leben einbrechen zu lassen.
Es geht bei diesen Grenzen um eure Kontakt- und Konfliktfreude, gepaart mit einem maßvollen Umgang mit den eigenen Aggressionen, und darum diese zeitig auszudrücken. Aggressive Energie ist ein Teil der menschlichen Wachstumskräfte. Sie ist grundsätzlich positiv, genauso wertvoll wie Freude. Aggressive Energie muss freigesetzt werden, da sie sich sonst gegen euch selbst richtet und die weiblichen Kräfte unterdrückt. Aggression ist eine der beiden Kräfte im Gleichgewicht des Ganzen.
Heilende Aggression ist nur möglich, wenn du von Selbst-Liebe und Selbst-Respekt durchdrungen bist. Nimm zur Kenntnis, dass Aggression und Liebe sowie Aggression und Zärtlichkeit keineswegs Widersprüche sind. Im Gegenteil, ein gesunder aggressiver Ausbruch ohne unangemessene Reue klärt den Körper und die Gefühlsräume ebenso, wie ein Gewitter die Luft und die Landschaft klärt.
Indem du deine Aggressionen freudig (!!!) nach außen ausdrückst, findet eine enorme innere Reinigung statt und die Zärtlichkeit kann hervortreten und wachsen, sowohl in dir als auch im Gegenüber oder Gegner. Habe keine Angst vor Kontrollverlust oder Entgleisung. Wenn du dich zu dieser Öffnung entschließt, bist du automatisch von lichten Geistwesen umgeben, die jegliche Situation unter ihrem Schutz halten.
Beschließe deine völlige innere Loslösung von der elterlichen Welt und tauche in die Liebeskraft deines Herzraumes ein. Betrachte von hier aus deine Kinderzeit und sende deine erwachsene, erwachte Liebeskraft in die Szenerie.
Sei bereit zu weinen, tage- und wochenlang, wann immer ES in dir weinen will: lasse Trauer- und Freudentränen auf die verbrannte Erde regnen. Sei ein Klageweib, ein Wassermann und ein Täufer.
Lasse Schmerz und Trauer zu, lasse sie noch heute aufsteigen, Jahrzehnte nach der Blüte des Schmerzes.
Lasse Vergebung und Selbstvergebung zu und erlaube den unerlösten Seelengefühlen deiner Kindheit, hier und jetzt wach zu werden, aufzusteigen und stark zu werden, in der Tat!
Erkläre dich hier und jetzt zutiefst einverstanden mit deiner Geburt in dieses Leben und mit deinem irdischen Körper. Nimm dein Leben und deinen Körper in Liebe an. Nähre sie mit Respekt und Freude. So werden sich festgefahrene Strukturen erlösen.
Lerne, NEIN zu sagen, wenn du dies bisher nicht konntest. Ein NEIN gegenüber anderen ist oftmals ein JA zu dir selbst - und was dich selbst bejaht, hilft auch ihnen weiter.
Siehe auch: Heftreihe Kristall-Edition, insbesondere Heft 10 „Erhebe dich in mein Licht“ sowie die Meditationen der vorangegangenen Lektionen
Ausschnitte aus Geistigen Analysen - und dem „wahren Leben“
1. Beispiel: Frau, ca. 50 Jahre alt
9 Jahre alt - geplatzter Blinddarm
Im zweiten Jahrsiebt hast du mit dem geplatzten Blinddarm ein massives Aggressionspotenzial zum Ausdruck gebracht. Der Blinddarm ist ein Organ der grauen Vorzeit, eine Art Abwehreinrichtung der Schattenreiche. Es hat heutzutage nur noch die Funktion, urälteste Aggressionen aufzunehmen und solange zu speichern, bis sie erlöst werden. Diese Absicht liegt in den ersten beiden Jahrsiebten der Verkörperung des Geistes. In dieser Dreifachen Zeit, die wir in Lektion 3 beschreiben, geht es um nichts anderes, als das Dunkel der Welt herauf- und das Licht des Geistes herabfließen zu lassen – durch eure Körper. Daher sind Blinddarm-„Probleme“ gängig und Entzündungen dieses Organs traten in großer Anzahl auf. Der Blinddarm ist eine Brücke der Erlösung uralter Kriegs- und Blutdurst- und Vergeltungsmuster. Nicht nur du als ganze Person kannst Energien empfangen, transformieren und erlösen, sondern auch jedes einzelne Organ deines Körpers.1. Beispiel: Frau, ca. 50 Jahre alt
9 Jahre alt - geplatzter Blinddarm
Es handelt sich bei diesen aufsteigenden Kräften keineswegs um alte persönliche Schuld, sondern um ein geistiges Gewaltpotenzial, das sich über Jahrtausende auf Erden angesammelt hat, und daher auch die Generationen deiner Familie einbezieht. Das Gewaltpotenzial deiner Ursprungsfamilie scheint im Bereich der passiven Gewalt zu liegen. Hier herrschten Angst und Schmerz, Leid und Abhängigkeit, Schuldgefühle und Minderwert, Kontrolle und Armut – dies alles mit Liebe und Harmonie durchwoben und festgehalten. Du hast dieses Liebe-Horror-Paket in dir aufgenommen, um es eines Tages zu erlösen.
Hier zeigt sich aber auch schon dein persönliches Problem: Die Zurückhaltung und Unterdrückung deiner inneren Kräfte. Eine gnadenlose Unterdrückung der GEWALTIGEN KRÄFTE in dir lässt das entsprechende Organ platzen. Ein noch so vollgestopfter Blinddarm muss nicht platzen, wenn ein fließender Austausch der Kräfte stattfindet.
Die äußeren Gründe der Unterdrückung deiner inneren Kräfte liegen im Rahmen deiner Familie und Gesellschaftskultur: Ein kleines Mädchen muss so und so sein - und nicht anders! Du bist früh in enge Grenzen gebracht worden - liebevoll gestutzt, dressiert und bestimmt, so dass sich deine übergroße geistige Freude und weibliche Lebendigkeit nicht entwickeln konnten. Eingesperrt im engen Körper trafen sie auf ihre Wurzelkräfte, die Aggressionen, die sich ebenfalls nicht aufdrücken durften. Einer der inneren Kriege die sich daraus entwickelten, war der Krieg gegen deinen Blinddarm.
Ein weiteres Resultat dieser Fremdbestimmung ist deine Erinnerungslosigkeit an die Kindheit sowie an deine Wünsche und Gefühle zu jener Zeit. Du kannst dich nicht erinnern, weil du zu dieser Zeit gar nicht DU SELBST warst. Zwar magst du heute äußerlich klein, sanft und zerbrechlich wirken, doch in dir steckt auch ein großer ausgewachsener Krieger für das Leben, der anerkannt werden will.
Vgl. Blinddarmentzündung Seite 15.
Reflexion: Begib dich von deinem Herzen aus noch einmal in deine Kindheit, vergegenwärtige dir die Situation des Blinddarmdurchbruchs, emotionslos. Entscheide dich, alle Kräfte, die damals auf dich eingewirkt haben, aus deinem Leben zu entlassen, in Liebe. Deine von ganzem Herzen beschlossene Absicht reicht aus, damit dies geschehen kann.
Lasse die Menschen deiner irdischen Familie und deine festhaltenden Bindungen an sie los, in Liebe. Sei bereit, bewusst und willentlich jegliche Sorge und Manipulation, jegliche Angst und Kontrolle über sie loszulassen, denn diese Pärchen sind untrennbar miteinander verbunden.
10 Jahre alt - früheste Erinnerung an die Kindheit, Gefühle und Wünsche vergessen
Wenn ein Mensch seine Kindheit vergisst, liegen mehrere gute Gründe dafür vor. Die geistigen Gründe liegen in deiner Ur-Absicht, deinen geistigen Weg auf Erden weitgehend unabhängig von der irdischen Familie zu machen. Ein irdischer Grund liegt in der äußeren und inneren Unterdrückung deiner Lebenskraft durch einschnürende Harmonie oder massive Gewalteinwirkung.In deinem Fall ist die geistige Absicht allerdings, wie man so schön sagt, nach hinten losgegangen, das heißt, deine Anbindung an die irdische Familie ist so massiv und umfangreich geworden, dass sie dich DICH SELBST bis zum heutigen Tag vergessen ließ. Affenliebe nennt man so etwas auch. Dies ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass menschliche Liebe euch noch viel weiter von euch selbst fortzerren kann, als Gewalt und Fremdbestimmung dies je tun könnten.
Der irdische Grund deines Vergessens hatte damals die Bedeutung der Verwurzelung deiner geistigen Freizügigkeit und Ungebundenheit im körperlichen Raum. Unterdrückung und einschnürende Harmonie waren die Wurzelkräfte, in deren dunklem Boden du reifen wolltest. Doch, wie wir es tausendfach in dieser Zeit erleben: Auch die Meister der hohen Bewusstseinsräume können lange Zeit im Sumpf des irdischen Liebes-Dunkels stecken bleiben.
Reflexion: Gehe in einer tiefen Entspannung und Meditation in dein Herz und von da aus zurück an den Zeitpunkt deiner Geburt. Schaue dich hier um und erlaube allen Brüdern und Schwestern, die du damals hinter dir gelassen hast, hier und jetzt zu erscheinen. Erlaube dir, sie zu sehen und zu hören. Stelle es dir einfach vor oder lasse eine solche Geschichte in deinem Inneren entstehen. Tauscht euch aus und lasst euch Zeit dabei.
Schließlich macht euch gemeinsam auf den Weg durch deine ersten zehn Lebensjahre auf Erden. Lasse zu, dass ganz andere Bilder entstehen, als du dir vielleicht vorstellen kannst. Mache diese Reise öfter und lasse zu, dass jedes Mal ganz verschiedene Bilder entstehen, so als hättest du hundert verschiedene Kindheiten in diesem Leben gehabt - in der Tat, das hast du.
Du kannst dir diese Reise durch deine Kindheit auch als Traumreise während deines nächtlichen Schlafes vornehmen. Einfach indem du es beschließt, geschieht es. Lasse dir viele Tage und Wochen Zeit für diese Reisen.
Der Sinn dieser Reisen liegt in der Klärung deiner ersten Jahre, in der Reinigung von Schlacken und Schmerzen sowie in der Harmonisierung deiner Erden-Jahrsiebte mit den geistig-seelischen Lebensfeldern. Eine psychische Erinnerung kann wach werden, doch um sie geht es nicht, sondern um dein vollkommenes geist-seele-körperliches Ankommen im Hier und Jetzt.
Mache kein großes Ritual daraus, sondern atme dich am Abend beim Einschlafen einfach von deinem Herzen aus zum Punkt der Geburt, so dass du die ganze Nacht Zeit für die Reise hast. Es kann sein, dass du Dinge aus der Nacht mit ins Wachbewusstsein nimmst - oder auch nicht. Lasse dir das gleichgültig sein. Wiederhole diese Reise so oft du magst. Du wirst wissen, wann es genug ist.
2. Beispiel: Frau, ca. 55 Jahre alt
Die Krankheiten deiner Kindheit liegen im zweiten Jahrsiebt. Das zeigt, dass deine inneren Konflikte maskuliner Natur sind und du in Resonanz die Konflikte deines Vaters übernommen hast. Deinen Vater konntest du nicht ändern. Doch du kannst dich nun deinem eigenen Seelenkonflikt, deine männliche Natur betreffend, widmen. Es geht darum, deine maskulinen Seelenkräfte - insbesondere Wille, Mut und Entschlossenheit, Durchsetzungskraft, Aggression und Schöpferkraft, die in hohem Maße in dir sind - zu befreien, ihnen Raum zu geben und sie in eine positive und kraftvolle Bewegung zu bringen. Erst dadurch werden deine starken weiblichen Marienkräfte sich ausdrücken und leben können.
Du hast deine ersten Jahrzehnte damit verbracht, die weiblichen Kräfte zu entwickeln und die männlichen zu vernachlässigen. Die weiblichen sind längst ausgeprägt, doch sie sind noch nicht erwachsen geworden, da das männliche Gegenstück noch fehlt. Sie befinden sich in den dir noch verschleierten Bereichen des Spielens und des Fühlens, der freien und feinen Künste und in tiefinneren, seelisch-geistigen Räumen deines Lebens. Diese Räume sind verschleiert, weil deine männlichen Kräfte sie noch nicht freigelegt und geöffnet haben - das ist ihre Aufgabe und Fähigkeit.
Deine weiblichen Aspekte des Fühlens, Spielens und Malens haben in der menschlichen Gesellschaft bisher keine Bedeutung gehabt. Sie galten als wertlos, brotlos und unbedeutend. Die äußeren männlichen Gesellschaftskräfte haben sie negiert. Deine inneren männlichen Kräfte haben dieses Muster übernommen und sind dadurch krank geworden, depressiv. Sie bedürfen der Befreiung. Deine kind-gebliebenen weiblichen Kräfte allein sind hilflos. Sie bedürfen der Verschmelzung mit den männlichen Kräfte, um stark und ausdrucksvoll zu werden. Dein derzeit wichtigstes Thema ist die Annahme deiner männlichen Seelenkräfte. Die weiblichen fließen dann von selbst.
Du hast eine Kindheit gewählt, in der unter vielen Schwestern weder eine Vater- noch eine Bruder-Beziehung existierte, ja sogar in der Schule gab es nur Mädchen. Fortgesetzt wurde dieses Muster bis heute in der vergeblichen Suche nach einer erfüllenden Partnerschaft. Wie soll dies im Äußeren funktionieren, wenn keine innere erfüllende Partnerschaft herrscht? Du hattest dich entschieden, die ersten Lebensjahre in einer maskulinen Isolation zu verbringen, um die weiblichen Potenziale wachsen zu lassen, ohne dass diese zu früh gestört oder verwässert würden. Diese Konzentration war während der ersten sieben Jahre einfach: das fast männerfreie Zuhause und der Rückzug mit den Puppen gaben den Raum.
Im zweiten Jahrsiebt nahm dieser Rückzug aktive Formen der Verweigerung an. Die Krankheiten hielten dich zwar von der ungeliebten Schule fern, zeigen aber auch den inneren Konflikt, der zwischen deinem nicht erreichbaren Vater und deinen eigenen verweigerten maskulinen Kräften schwelte. Die mehrmonatige Schulverweigerung zeigt deine innere Entschlossenheit und Bereitschaft, den Kampf mit dem gesellschaftlichen Patriarchat aufzunehmen – da blitzten deine männliche Kräfte durch.
Kontaktlosigkeit, Verweigerung und innerer Rückzug ermöglichen es dem Kind, die eigenen Seelenkräfte und Bedürfnisse zu erforschen und zu erfahren. Auf diese Weise finden die eigene Sensibilität, das Unaussprechliche und die innere Suche nach dem Selbst den notwendigen Raum und können sich entwickeln. All dies kann das Kind nicht auf Anhieb erfassen, aber es fühlt die Tiefe der verschiedenen Lebensschichten in sich, die in ihm nach Ausdruck, Leben und Kraft streben. Du magst beim Lesen spüren, dass deinem Leben von Beginn an ein weiser, unendlich liebevoller Plan zugrunde liegt und dass in der Tat nicht falsch gelaufen ist, wie verzweifelt du im Augenblick auch sein magst.
7 Jahre alt - Geschwulst am Hals, um Weihnachten OP
8 Jahre alt - Mandeloperation
Der Konflikt hat sich in den Rachen- und Halsbereich ausgedehnt. Einerseits möchtest du zu dieser Zeit nicht mehr alles schlucken, was dir von außen vorgesetzt wird, insbesondere die Lebensmuster der Eltern. Andererseits hast du dich noch nicht entschlossen, den Mund zu öffnen und klar zu sagen, was du willst. Dies entspräche deinen männlichen inneren Kräften.8 Jahre alt - Mandeloperation
Das nicht ausgetragene Gefecht zwischen dir und der Gesellschaft verlagert sich. Es wütet nun zwischen deinem Inneren, das etwas sagen will und deinen Mund, der sich verschließt. Es kämpft zwischen dem maskulinen Sprechen und dem femininen Schlucken. Und es entzündet sich genau im Übergang an der engsten und empfindlichsten Stelle - im Hals. Je dringender eine Entscheidung ansteht, desto öfter wiederholt sich der Konflikt. Zwar kann man die Mandeln heraus operieren lassen, aber das löst den inneren Konflikt nicht. Er wird sich auch nach der Operation immer wieder äußern, notfalls an anderen Stellen des Körpers.
Reflexion: Es ist von großer Wichtigkeit, NEIN sagen zu lernen! Kannst du das heute schon? Wenn nicht, fange sofort an zu üben, NEIN zu sagen – und auch gestaute Aggression herauszulassen. Vgl. obige Reflexionen zum Thema „Aggressionen“
10 Jahre alt - Umzug vom Land in die Großstadt
Verlust der Schulkameraden. Steife Atmosphäre in der Stadt und in der Schule. Zudem nur Mädchen in der Klasse. Mit 11 Jahren Schulverweigerung für mehrere Monate.Der Umzug vom weichen, weiblichen Land zur starren, männlichen Stadt ist wie der Umzug von der Mutterbindung zur Vaterbindung. Der frühe Verlust der ersten Schulkameraden (dieses Prinzip setzt sich im Beruf fort) zeigt das Bedürfnis der Seele, sich in die eigenen Welten zurückzuziehen und immer wieder die Erfahrungsräume zu verlassen, die zuvor durchwandert wurden. Die Seele will sich nicht festzusetzen, will flexibel bleiben und nirgendwo zu tiefe Wurzeln schlagen – außer in sich selbst.
Die reine Mädchenklasse macht deine Erfahrung der männlichen Energie in der äußeren Welt wieder einmal unmöglich. Auf der inneren Ebene bedeutet dies einen weiteren geistgeführten Schutz der eigenen männlichen Energien, die noch eine Weile ausgebrütet werden wollen, um sich eines Tages in einer neuen nicht-resonanten Form zu offenbaren. Ein durch und durch weibliches Wesen, das starke männliche Kräfte besitzt, die noch erblühen wollen (Lebensaufgabe), ist in den ersten Lebensjahren mit äußeren männlichen Kräften nicht gut bedient. Hier bestünde die Gefahr der Orientierung an der alten männlichen Männlichkeit, die die neue innere weibliche Männlichkeit stören würde. Daher werden solche Begegnungen auf Erden gar nicht erst eingerichtet. Die eigenen männlichen Kräfte beginnen ab dem zweiten Jahrsiebt selbst zutage treten zu wollen, was natürlich zunächst auf Widerstände trifft (hier: Gehirnerschütterung mit 9 Jahren). Widerstand jedoch ist der Boden, in dem die Reifung der Pflanze langsam und im Gleichgewicht geschieht.
Die Schulverweigerung zeigt die starke Entschlusskraft, den eigenen Kopf, den eigenen Willen, die sehr klare Vorstellung, was du willst und was nicht. Das sind kraftvolle, wenn auch noch nicht anerkannte, männliche Energien, die da schon zum Vorschein kommen und spürbare Kraft haben. In diesem Sinne hast du das Leben eines Eremiten unter den Menschen gewählt, der seine Kräfte im Inneren, Verborgenen reifen lässt.
3. Beispiel: Frau, ca. 65 Jahre alt
Schwere Geburt, ca. 15 Stunden
1 Jahr alt - Lungenentzündung 3 mal in Folge
Mit der Geburt in die menschlichen Gefilde geht der zeitweilige Verlust der göttlichen Natur einher. Hier manifestieren sich im Innersten die ersten Ängste, ein Ausdruck dieser Urgespaltenheit zwischen Geist und Körper. Doch die Abkehr von Gott in der Kindheit ist notwendig, um den physischen Körper als ein Werkzeug des Geistes zur Blüte zu bringen.Schwere Geburt, ca. 15 Stunden
1 Jahr alt - Lungenentzündung 3 mal in Folge
Ein leichtes luftiges Wesen kommt herab, um das Ur-Element der Freude und des freien Fließens auf Erden zu verkörpern, den Tanz des Lebens. Die Gegenkräfte sind irdische Schwere, menschliche Freudlosigkeit und eidgenössische Verschlossenheit. Die Freude ist ein Element der Luft und des kosmischen Äthers, ein Atemzug deiner geistigen Lungen, der im Austausch mit den Menschen verströmt werden will.
Hierfür bedarf es der Kommunikation mit deinem göttlichen Selbst. Diese hat zum Zeitpunkt der Geburt ihren ersten Kampf und Krampf mit der Dichte der Erde erlebt. Die Entzündung der Lungen zeigt den Krieg, der schon früh zwischen deinem jungen göttlichen Geist und dem alten irdischen Geist deiner Eltern herrschte. Es ist ein Krieg, den du mit ihnen führst - in dir selbst. Gleichzeitig ist es dein eigener Kampf, da du durch deine Geburt diese alten kriegerischen Energien deiner Eltern und Vorgenerationen in dir aufgenommen hast und nun beide Muster in dir trägst.
Kosmische Leichtigkeit, Freude und Offenheit sind in dieser Zeit auf Erden hochwirksame Heilungs- und Er-Lösungs-Mittel. Sie den Menschen zu bringen, bist du gekommen. Willst du diese allerdings auf Erden ausstrahlen, musst du diese Kräfte zunächst in deinem Körper reifen lassen, und zwar genau dort wo keine Freude, keine Leichtigkeit und keine Offenheit herrscht. Genau dort kannst du deine Wurzeln schlagen und zu einem großen kraftvollen Lebensbaum heranreifen. Genau dort kannst du ihr spezifisches Elend erfahren, das du wandeln willst, und genau dort kannst du später deine reifen Früchte abwerfen, mit denen du sie nähren willst. Daher hast du dir genau dieses Feld gewählt. Heil wirst du selbst dadurch, dass du dich hier und jetzt zutiefst einverstanden erklärst, mit allem, was du gewählt hast.
Reflexion: Erkläre dich JETZT zutiefst einverstanden mit deiner Geburt in dieses Leben und mit deinem irdischen Körper. Nimm dein Leben und deinen Körper in Liebe an (jedes einzelne Pfund!). Nur so können sich festgefahrene Strukturen auflösen.
13 Jahre alt - Rückenschmerz oft mit Bewegungssperre, jährlich und öfter
Mit der geistigen Taufe im 14. Lebensjahr beginnt die tiefinnere Suche und Sehnsucht nach den wahren Eltern und der wahren Heimat. Im fertigen Körper beginnen nun Seele und Geist zu erwachen und an den Gittern ihres Gefängnisses zu rütteln.Sich selbst im eigenen Körper fremd zu sein, sich nirgendwo zu Hause zu fühlen, schon gar nicht bei der irdischen Familie, Dinge tun zu wollen, die unrealistisch erscheinen, sich notorisch allem zu verweigern, was das Erdenleben bietet - das sind Zeichen der Pubertät, der ersten großen, schmerzhaften Irritation im Zusammentreffen von Körper und Geist, von Mensch und Gott.
Der Rücken steht für innere Aufrichtigkeit und Treue zu dir selbst, deinem höheren Selbst. Dein Alter weist auf die Verbindung mit deinem Vater hin, dessen innere Haltung und Verantwortung für andere Menschen du übernommen hast. Selbsttreue wird notwendig, wenn die Umgebung anders denkt und fühlt als du. Alle sagen dir, was du zu tun und zu lassen hast, was gut und was schlecht ist, was richtig und was falsch. Deine Aufmerksamkeit und innere Offenheit sind groß und unerlöst. Sie biegen dich in alle möglichen Richtungen – beugen dein Rückgrat. Dein sanftes, aufmerksames und gehorsames Wesen lässt andere Menschen hemmungslos über deine Grenzen treten und dir zu nahe kommen.
Deine Geradlinigkeit zwischen dem irdischen und dem göttlichen Selbst ist schon im 13. Lebensjahr empfindlich gestört. Die Bewegungssperre zeigt, dass der Rücken und die Wirbelsäule, ja dein ganzer Körper, zu wenig geistige Nahrung aus deinen eigenen Reichen erhalten, zu wenig JA zu dir selbst, zu wenig kosmische Freude, Offenheit und freies Fließen, zu wenig Tanz um die eigene Wirbel-Säule, um die eigene Lebens-Achse. Bis zu dieser Zeit hast du dich bereits so stark an die alte Welt angepasst, dass die Gefahr der Erstarrung besteht. Das weist auf eine große innere Kraft hin, die zweifellos vorhanden, wenn auch verschüttet ist, und gleichzeitig auf eine drastische geistige Forderung an dein Erwachen.
Reflexion: Zwar liegt diese Zeit schon viele Jahre zurück, dennoch besteht das Problem weiter und hat sich sogar verdichtet. Und immer noch kannst du es lösen - vollständig. Sei dir selbst treu. Denke, fühle und tue das, was dir entspricht und lasse nicht zu, dass andere Menschen dich davon abhalten.
Niemand braucht dein Mitleid. Erkenne, dass alle Menschen einen schweren Weg gehen, dass alle mehr oder weniger feststecken, dass keiner von ihnen sich selbst wahrlich kennt, geschweige denn DICH. Aus diesem Grunde kann dir niemand raten. Dein göttlicher Geist ist dein bester Berater. Er wird stark, wenn du ihm erlaubst, über deine Wirbelsäule einzufließen und dein Herz zu bewohnen.
Lade ihn ganz bewusst ein, heiße ihn in deinem Leben willkommen. Tanze gemeinsam mit ihm deinen Lebenstanz
Leitsatz: „Ich bin geborgen in der Treue zu mir selbst. Ich Bin aufrecht und offen in mir Selbst. Ich empfange mein göttliches Selbst jetzt bewusst und voller Freude.“
16 Jahre alt - Schmerz in Kopf, Beinen und Füßen,
bleierne Müdigkeit, lebenslang
Aufgrund der in der Kindheit erfahrenen äußeren Stagnation und Verschlossenheit im Elternhaus und in der Umgebung manifestierte sich die Schwere in deiner Seele, um der inneren Leichtigkeit dort nun ein Gefängnis zu sein. Dies durfte geschehen, weil bisher keine Herzens-Entscheidung zu Leichtigkeit getroffen worden ist.bleierne Müdigkeit, lebenslang
Im Herzen fand die Entscheidung nicht statt, also legte sich bleierne Müdigkeit von hier aus wie ein schweres Tuch über den Körper, ein seelisches Koma, eine vitalenergetische Depression. Im Kopf entscheidet sich dein Verstand für das, was er kennt: Schwere und Unfreiheit. Also wird das Tor des Denkens im Schädeldach immer verschlossen sein und alle auf- und absteigenden Energieströme werden an diesem verschlossenen Tor aufeinanderprallen und Schmerzen verursachen, einfach weil sie nicht weiterfließen können. Wenn das Herz und das obere Tor des Egos verschlossen ist, kann auch das untere Tor der Emotionen im Beckenboden nicht offen sein. Damit ist die gesamte Körperkammer von den Beinen getrennt. Diese werden nicht mehr mit geistig-seelischer Nahrung versorgt und müssen dennoch den immer schwerer werdenden Körper tragen. So wird der Weg der Beine mühsam und aussichtslos.
Die Füße sind am weitesten von Kopf und Himmel entfernt. Sie sind das Gegenstück zum Kopf, doch sie tragen das Gewicht aller Entscheidungen, die der Kopf traf oder nicht traf. Sie ertragen den Druck der von oben kommt und widerstehen dem Druck der Erdenschwere. Sie sind am weitesten vom geistigen Zentrum der Nahrung entfernt, sie sind am kleinsten und tragen am meisten.
Gleichzeitig wirkt der Druck, unter dem die Füße stehen, auf den Körper zurück. Sie tragen die Reflexpunkte des gesamten Körpers in sich. Stehen die Füße unter Druck, so steht bald der ganze Körper unter Druck. Die bleierne Müdigkeit ist ein Zeichen für diese Rückkopplung.
Reflexion: Du kannst dich von Tag zu Tag entscheiden, welche Wegstrecke du als nächstes gehen willst, ob sie leichter oder schwerer, flacher oder steiler, mit oder ohne Widerstände und Barrieren sein soll. Deine Entscheidungen sind immer Ausdruck deiner inneren und der äußeren Kräfte, deiner lichten und dunklen Energien, bzw. des Ringens zwischen ihnen. Oftmals entscheidest du dich zu deinen Ungunsten, wenn negative Kräfte wie Angst, Zweifel, Schuldgefühle dominieren.
Gehe in dein Herz und reise (wie wir es zuvor schon beschrieben haben) an den Punkt deiner Geburt. Triff deine Brüder und Schwestern der geistigen Räume und mache gemeinsam mit ihnen noch mal die Reise durch deine kindlichen Jahrsiebte. Reise oft - immer wieder. Sammle deine Eindrücke, Erinnerungen und Erlebnisse von diesen Reisen und erlaube deiner irdisch-körperlichen Kindheit nun sanft, sich aus deinem Leben zu erlösen.
Triff keine Entscheidung mehr unter Druck, in Angst oder Zweifel. Wenn eine Entscheidung ansteht, dann sorge dafür, dass du in eine Situation des tiefen inneren Friedens kommst. Gehe in dein Herz und frage, wie es entscheiden würde.
Ein Ableger des göttlichen Geistes befindet sich in deinem Kopf, in der Zirbeldrüse. Auch dorthin kannst du in der Meditation gehen und ihn fragen. Er würde sich immer für Leichtigkeit und Freude entscheiden.
4. Beispiel: Frau, ca. 40 Jahre alt
7 Jahre alt - Blinddarmentzündung und Operation
Der Blinddarm ist ein körperliches Nebenorgan, dessen geistige Funktionen sich körperlich bemerkbar machen. Es speichert die Informationen der irdischen Ur-Vergangenheit und hält sie für den Ausbruch bzw. die Wandlung bereit. Diese Ur-Informationen sind Kräfte der 1. und der 2. Dimension eures Planeten, wie wir sie im Heft 7 „Im Haus des Vaters“ in der „Reise durch die zwölf Dimensionen“ beschrieben haben: die allerersten Wurzelkräfte der Liebe, der Freude und des Willens, die reptoiden und dinoiden Erfahrungen. So sind in deinem Blinddarm nicht eigene Energien und Erfahrungen, sondern die der Erde, der Tier- und der Pflanzenwelt der grauen Vorzeiten. Ur-Erfahrungen und Ur-Gefühle sind immer in die Erde und ihre Aura gedrungen und haben sich daher mit der Geburt eines jeden Menschen auf dessen Körper übertragen. So befindet sich in deinem Blinddarm neben der Ur-Vergangenheit der Erde auch die der Generationen deiner irdischen Familie und die Menschheitsfamilie als Ganzes.7 Jahre alt - Blinddarmentzündung und Operation
Der abgestiegene Meister richtet seinen kindlichen Körper in den ersten beiden Jahrsiebten für sein künftiges Leben und Wirken ein. Er aktiviert alle Kristalle, Informationen und Energien, die er in diesem Leben ausdrücken will sowie auch diesen Kristallisationspunkt des Schattenreiches, der einen Teil der Chaoskräfte der Erdgeschichte hütet. Er übernimmt neben seinen eigenen herabgebrachten Energien auch einen großen Teil der Ur-Energien der Erde. Der Blinddarm ist die hinterste Kampf- und Verteidigungsbastion des Dickdarms, eine Sackgasse in der Sackgasse des Festhaltens, aus der es kein Entkommen gibt - außer durch das Aufgeben allen Kampfes, das Niederlegen der Schwerter, das Loslassen im Licht, die Transformation aus dem kristallinen Herzen.
Eine Blinddarmentzündung tritt auf, wenn das Kind in dieser Zeit selbst unter chaotischen und unterdrückenden Aggressionskräften leidet. Dann zieht die Abwehreinrichtung der kindlichen Unterwelt selbst in einen neuen Krieg und die irdische Ur-Materie im Blinddarm kann sich entzünden. In der Tat ist die innere Haltung der Eltern, Lehrer, Politiker und Priester am Ende der dunklen Zeiten den reptoiden Urkräften des Anfangs gar nicht unähnlich.
Dieser geistgeführte Konflikt in der physischen Unterwelt konfrontiert das Kind mit dem Grenzbereich zwischen unschuldiger Kindheit und kriegerischer Erwachsenenwelt und lässt genau darin den Meister im Kind reifen, der diese beiden Reiche in sich aufnimmt und verschmilzt. Das Schattenreich bricht in die alltägliche Welt ein und unterdrückte Aggressionen brechen auf, um erlöst und in kristalline Materie gewandelt zu werden. In der Tat, dazu seid ihr fähig.
Reflexion: Nimm die Sackgassen an, in denen deine Eltern gekämpft haben und du heute noch kämpfst. Schreibe auf, welche ihrer Gewohnheiten, Einstellungen und Entscheidungen du nicht mochtest – und welche davon du unbewusst übernommen und bis heute fortgeführt hast. Nimm sie zutiefst an, um sie anschließend loszulassen. Wisse: Du kannst nichts loslassen, was du zuvor nicht wahrhaftig und von Herzen angenommen hast.
Wisse, dass dein lichtes Herz und dein liebender Wille stärker sind als alle dunklen Unterwelten. Setze dich bewusst und liebevoll mit dem Schatten, dem schwarzen Wesen, auseinander. Ziehe Verdrängtes und Unterdrücktes wieder ans Tageslicht und öffne deinem inneren Kind die Wege in die Erwachsenenwelt.
Anerkenne das dunkle Wesen in dir und söhne dich mit der dunklen Schwester (dem dunklen Bruder) in dir aus.
8 Jahre alt - Blasenentzündung
Die Harnblase ist ein sensibles Organ, das einen gewaltigen Druck aushalten muss. Eigentlich ist es ein Organ des Loslassens alter Schlacken und Tränen, doch ihr benutzt es stärker noch als Organ des Festhaltens. Sie ist ein Speicher des Seelenwassers, der regelmäßig und vollständig geleert werden sollte. Dies ist allerdings in euren letzten Zeitaltern selten geschehen. Schmerz ist Feuerenergie und Tränen bzw. Harnwasser ist Wasserenergie. Beide Energien fließen durch biochemische und elektrolytische Gefäße und Prozesse. So werden sie zu hochaktiven Säuren, die eure Blasen zu Druckkesseln mutieren lassen.Die Blase eines Kindes speichert nicht nur das eigene Schmerzwasser, sondern natürlich auch das der Eltern, Großeltern und aller Generationen, die davor lebten. Der Meister im Kind nimmt deren nicht entlassene Tränen und Säuren im eigenen Körper auf – natürlich, denn dafür ist er schließlich gekommen.
Doch es gibt noch einen Punkt. Die Nieren des Kindes stehen für die Eltern: Die rechte Niere für den Vater und die linke Niere für die Mutter. Mutter-Niere und Vater-Niere geben ihre Energien über die Harnleiter herunter zum Blasen-Kind, das alle Gifte und Säuren aus Aggression, Schmerz und Kontrollsucht entsorgt. Das Kind übernimmt bei der Geburt die evolutionäre Staffel von den Eltern und Großeltern. Genau dies geschieht auch im Organismus des Körpers. Daher entsprechen die Nieren- und Blasen-Symptome des Kindes exakt den Problemen, die die Eltern mit sich selbst und miteinander haben.
Hier spielt sich der Konflikt, der Krieg ums Loslassen oder Festhalten ab. Das Wasserlassen ist das Loslassen, das Laufen- und Fließenlassen des längst überfälligen Seelenschmerzes. Weil er allzu lange festgehalten wurde, ist er vergoren und scharf geworden. Nun treiben brennende Schmerzen zur Toilette, das brennende Bedürfnis, seelischen Schmerz loszulassen. Harnlassen ist ein Weinen im unteren Körperbereich, in diesem Falle unter Schmerzen und Druck. Unbewusst hast du gelernt, nicht loszulassen, dich nicht zu entspannen, weil deine Eltern es auch nicht taten. Also hat dein Körper begonnen, Druck auf die Blase auszuüben, die immer nur loslassen und sich entspannen wollte.
Du hast als erstgeborenes Kind die volle Bereitschaft, den seelischen Druck und Schmerz deiner Eltern auf dich zu nehmen. Dasselbe tust du inzwischen auch mit deinem Mann und deinen Kindern. Das ist in Ordnung, wäre da nicht ein kleiner Schönheitsfehler: Du lässt den Druck nicht los.
Reflexion: Du kannst die anderen nicht dadurch erlösen, dass du ihren Seelenschmerz und ihre ungelösten Seelenaspekte auf dich nimmst und sie weiterträgst, sondern nur dadurch, dass du sie alle so sein lässt wie sie sind und dich selbst VOLLKOMMEN ÖFFNEST, damit alles abfließen kannst, was du jahrzehntelang in dir gehalten und getragen hast.
Wende dich dir zu und weine viele Tage und Wochen, wann immer es kommt.
Damit löst du dich aus einer dramatischen, selbstzerstörerischen Bindung an jene die du liebst. Damit werden auch sie frei und können ihre Probleme selbst lösen, denn auch in ihnen sind Meister und göttliche Geister.
Das erleichtert dich - und lässt sie wachsen. Helfen kannst du ihnen nur durch dein eigenes Wachstum und deine eigene Reife.
Mache dir den seelischen Druck bewusst, unter dem du als Kind gestanden hast und prüfe, inwieweit du heute noch unter Druck stehst. Damals haben andere ihn ausgeübt, heute tust du es selbst. Triff eine neue Entscheidung.
Erkenne die Dringlichkeit des Loslassens von seelischem Abfall und nimm wahr, inwieweit du heute noch darauf brennst, ihn hinter dich zu bringen. Sei bereit, den Druck geistig-seelisch zu entlassen, loszulassen. Spüre, anstatt Druck von anderen auf dich zu nehmen, deinen eigenen brennenden Bedürfnissen nach und werde ihnen gerecht. Lasse die Seele und das Seelenwasser auf allen Ebenen fließen.
Exkurs - Anfang
Machen wir bei dieser Gelegenheit einen kleinen Ausflug zu den Nieren. Hier bedienen wir uns einer geistigen Analyse, die für einen ca. 40 jährigen Mann erstellt wurde. Bei ihm ging es um eine Stoffwechselschwäche der Nieren.In den Nieren herrschen die Kräfte des Gleichgewichtes zwischen den Polen der Dualität und den Polen Himmel und Erde:
- Fühlen und Denken, Männlich und Weiblich, Säure und Mineralien (Basen),
- Stillstand und Bewegung, Licht und Dunkel, Geist und Körper, Geburt und Tod,
- Festhalten und Loslassen, Vergangenheit und Zukunft, Vater und Mutter.
Die Nieren sind die vielschichtigsten und komplexesten Organe, weil hier sehr viele Fäden und Energien deines Lebens zusammenlaufen, sich fortentwickeln und wandeln - oder stecken bleiben. Sie vereinigen den lichten und dunklen Pol ebenso wie den kosmischen und den irdischen. Hier findest du deinen Vater und deine Mutter ebenso, wie die zentrale Rettungsinstanz, die in Angst-, Schock- und Stressmomenten gewaltige Aktivitäten zur Erhaltung deines Organismus leistet.
In den Nebennieren sitzen die Eingreiftruppen, die in dem Moment aktiv werden und ausschwärmen, da dein menschlicher Wille unbewusst räuberische Elemente (Gedankensäuren und Gefühlsgifte) in deinen Körper treibt. Hier findet sich das Zünglein an der Waage, das nicht nur alle Ungleichgewichte zwischen deinen vielen Lebensebenen anzeigt, sondern auch sofort mit Hormonausschüttungen auf sie reagiert.
Du vereinigst beide Pole der Dualität in großem Ausmaß in dir: Den männlichen (Aktivität, Klarheit, Macht, Mut, Durchsetzungskraft), den Krieger, und den weiblichen (Passivität, Intuition, Hingabe, Mitgefühl und Widerstandslosigkeit), den Heiler und Priester. Zwischen diesen beiden Welten zu reisen und zu vermitteln, sie einander näher zu bringen, ist wohl eine der vornehmsten geistigen Aufgaben auf Erden. Dafür musst du allerdings in beiden Welten zuhause sein. Deine innere Wandlung in diesen vergangenen Jahren ist ganz offensichtlich auf das Ankommen in deiner weiblichen Kraft ausgerichtet. (Anmerkung: Gilt im obigen Fall für die männliche Kraft).
In den Nieren finden sich auch deine irdischen Eltern wieder. Die linke Niere pulsiert im Feld der Mutter, die rechte in dem des Vaters. Unbewusst und vitalenergetisch orientiertest du dich noch an deiner Mutter und deinem Vater, deren Kraft seit den ersten beiden Jahrsiebten in dir pulsiert. Die Weiblichkeit deiner Mutter ist ebenso einpolig wie die Männlichkeit deines Vaters. Deine Mutter hat ihre männlichen Kräfte (Klarheit und Durchsetzungsfähigkeit) ebenso wenig erlöst wie dein Vater seine weiblichen (Intuition und Demut).
In dem Maße ihrer Kommunikation, mit sich selbst und miteinander, kommunizieren auch deine Nieren miteinander und mit dir. Dies gilt, solange du noch Bedürfnisse und Forderungen ihnen gegenüber hast, dich also vitalenergetisch und geistig weiterhin an sie bindest. Deine Nieren werden in ihrer Funktion erst frei, wenn du dich geistig völlig von ihnen losgesagt hast, wenn DU frei geworden bist.
Reflexion: Bei der Lösung der Elternbeziehung geht es allerdings nicht um deine männliche Willenskraft, sondern um deine in hohem Maße aufgebotenen weiblichen Kräfte der Sanftheit und Gelassenheit, der Zärtlichkeit und der Widerstandslosigkeit.
Daher wirst du dich innerlich bewusst und willentlich von ihnen lösen müssen (auf der geistigen und seelischen Ebene), um zu den Urgründen deiner eigenen weiblichen und männlichen Kräfte zu kommen. Dies kannst du nicht mit dem Verstand lösen, sondern nur mit dem Herzen.
Atme das Licht in deine Nieren und beschließe bewusst, das innere Licht in ihnen erstrahlen zu lassen. Einfach indem du es beschließt, geschieht es.
Exkurs - Ende
9 Jahre alt - Sprunggelenk-Zerrung
Das Sprunggelenk ist die Basis einer weichen, geschmeidigen Fortbewegung, der Ursprung der Aufrichtung auf die Hinterbeine. Es ist die Basis für den nächsten, den hier und jetzt anstehenden (!) Sprung oder Absprung. Das Sprunggelenk ermöglicht das Abrollen des Fußes beim Gehen und damit ein fließendes, anmutiges Vorwärtskommen, eine geschmeidige, elegante Entwicklung ohne fortwährendes Abbremsen und Beschleunigen.
Eine Zerrung in diesem Bereich zeigt an, dass eine geist-seelische Regung - ein Fühlen und Empfinden, eine Absicht und ein Sehnen - überzogen wurde. Eine anmutige Bewegung des Geistes wurde durch den Verstand und die Emotionen kontrolliert, erzwungen und verzerrt. Du bist entschieden zu weit gegangen und hast dein inneres Aushalte-, Geh-, Steh- und Sprungvermögen überdehnt. Wer seine geistigen Regungen ignoriert, kommt schnell an seinen körperlichen Grenzen an und riskiert den Bruch.
Bis jetzt klingt dies sehr theoretisch. Kommen wir also zur Praxis, zu deiner Praxis: Wenn du deiner eigenen, und nur deiner Wege gehst, sind deine Schritte und Sprünge automatisch weich und kraftvoll, geschmeidig und ausgeglichen. Gehst du jedoch die Wege anderer - und zwar vieler anderer, was du als erstgeborene liebevolle Tochter zweifellos tust - dann wird dein Weg vielfältig und verwirrend, von unterschiedlichsten Geistern gelenkt, in unterschiedlichstem Schrittmaß: stolpernd, bremsend, beschleunigend, torkelnd. Denn die einen wollen schneller gehen, die anderen langsamer. Die einen wollen nach links und die anderen nach rechts. Die einen wollen rückwärts und die anderen vorwärts. Einige wollen tanzen, andere (immer noch) marschieren. Wieder andere wollen rennen und einige keinen einzigen Schritt mehr tun. Nun, wir könnten diese Liste noch lange fortführen, doch du hast verstanden um was es hier geht, nicht wahr.
Reflexion: Die Lösung kann nur darin bestehen, dass du ganz und gar zu dir selbst zurückkommst. Dehne und weite dich geistig und seelisch, um den Körper zu entlasten. Der überspannte Bogen braucht Ent-Spannung.
Im Gegensatz zur körperlichen ist die seelische Dehnbarkeit groß und die geistige Ausdehnung ist unendlich. Beginne, diese zu erkunden und finde das Schrittmaß deines göttlichen Geistes auf Erden. Es existiert bereits.
Ein schicksalhaftes Ereignis ist nur möglich, wenn ein inneres Gleichgewicht so sehr aus den Fugen geraten ist, dass ein ernsthafter Hinweis und eine nachhaltige Korrektur der Erdenwege nötig wird. Unfälle sind aus dieser Sicht Zwangs-Belehrungen bei über lange Zeit ungelösten Problemen. Ein eingeschlagener Weg hat allzu lange die Seelenkraft und innere Entwicklung blockiert. Also wird er auf drastische Weise gestoppt.
Niemand anderes als du selbst, dein Geist-Selbst, entscheidet sich zu solchen Maßnahmen, kein Gott, kein Zufall, kein Schicksal nimmt Einfluss auf dein Erdenleben, nur du selbst. Daher gibt es auch niemanden, dem du die Verantwortung zuschieben könntest. Übernimm sie einfach selbst, das löst die Probleme am schnellsten und einfachsten.
Schlafzimmer: Geist-Lunge, Seele-Herz, innere Kräfte, körperliche Entspannung und geistige Wachheit.
Obergeschoss: Geist-Lunge-Vater, Seele-Herz-Mutter, Seele als Botschafterin zwischen Geist und Körper, Kommunikation in der Entspannung.
Fenster: Auge und Weltsicht, Fokus, Perspektive und Aussicht, Seelenfenster und innere Sicht (die prophetische Sehergabe des Blinden), Geistfenster und innerer Empfang der geistigen Sicht.
Sturz: Der Höhepunkt ist überschritten, hoher Thron, sich zu sicher fühlen, sich in falscher Sicherheit wiegen.
15. August (Datum des Sturzes): Maria Himmelfahrt, feminine Ur-Kraft in der Verschmelzung mit der maskulinen.
In den ersten Jahren nach deiner Geburt als erstes Kind gab es eine erbitterte Rangelei zwischen deinen Eltern hinsichtlich der Erziehung. Deine Mutter war Anfang Zwanzig, selbst noch weich, kindlich und ohne feste Vorstellungen, gerade ihrer eigenen, nicht undramatischen Kindheit entwachsen. Dein Vater war Ende Dreißig, schon gefestigt in seinen Erfahrungen einer kalten Welt und Frustrationen. Er hatte die notwendigen psychologischen Druck-Mittel, ihr seine Vorstellung von Erziehung aufzuprägen. Deine Mutter gab stärker nach, als es nötig gewesen wäre. Sie gab sich auf und verleugnete ihre weibliche Kraft, die als das einzige lebendige weibliche Element die Familie in einem emotionalen und seelischen Gleichgewicht hätte halten können. Statt dessen unterstellte sie sich dem Diktat ihres Mannes - um des lieben Friedens willen. Doch es wurde kein Frieden daraus. Mit dieser Entscheidung stürzte sie selbst von ihrem seelisch-geistigen Thron und verlor ihre Fähigkeit zur femininen geistigen Wachheit und Entspannung, die sie in eure Erziehung legen wollte. Sie verlor ihren Fokus auf die eigene innere Sicht des Lebens. Sie verlor die Aussicht auf ein freudiges Familienleben, zu dem sie hätte beitragen können.
Ihre geistige Absicht war die Verankerung des weiblichen Elements in einer durch und durch verknöcherten männlichen Struktur. Ihre Perspektive lag in der Erlösung der degenerierten männlichen Dominanz durch die weibliche Marien-Kraft. Sie war eine Königin auf dem Thron der Verschmelzung der Gegensätze in den dunkelsten Stunden des Zeitalters, doch sie nutzte ihren Thron nicht. Sie verweigerte ihre weibliche Macht, nahm sie nicht in Anspruch – aus Bescheidenheit, Minderwert- oder Schuldgefühlen heraus, das ist gleichgültig. Sie erkannte nicht, dass sie damit ihre geistige Schutzfunktion euch Kindern gegenüber verriet. Somit wart ihr den Frustrationen und den Härten eures Vaters und der brüchigen männlichen Gesellschaft ausgeliefert. Dies musste Folgen haben. Einen Teil davon hast du getragen. Es war der Sturz deiner Mutter, den du auf dich genommen hast. Dein Sturz konnte ihr Herz mehr treffen und erschüttern, als ihr eigener Sturz es hätte tun können. Dieser Schlag zielte auf sie ab. Er sollte sie wachrütteln.
Diese Zäsur galt sowohl deiner Mutter als auch dir.
Viele Wochen ohne Verbindung zu ihrem Kind haben sie in ihre eigene Kindheit und Verletzlichkeit zurückgeschleudert, in ihre eigenen Träume von einem schönen Leben, in ihre Enttäuschung und Hilflosigkeit - an den Punkt der inneren Verzweiflung, der gleichzeitig jener Punkt der Hoffnung und Wandlung ist. Diese Zeit hat ihr ihre Schwächen aber auch ihre Stärken gezeigt, die sie mit großer Sicherheit angenommen und umgesetzt hat, so gut sie es in der damaligen Gesellschaft konnte.
Für dich hatte diese Zäsur eine andere Bedeutung. Du hast erhebliche feminine und maskuline Geisteskräfte in deinen Körper hereingebracht. Beide wolltest du in ein neues, in ein lebendiges Gleichgewicht bringen. Die unausgedrückten Marien-Kräfte deiner Mutter warfen dich auf deine geistig-weiblichen Kräfte zurück, die du weitgehend unabhängig von ihr verkörpern wolltest. Mit dem Sturz hast du dich vier Jahre nach deiner Geburt für einige Zeit aus ihrer Aura gestohlen, um allein zu sein. Du wolltest sowohl deinen inneren Kommunikationen nachgehen als auch neue Formen irdisch-weiblicher Einpoligkeit studieren. Dafür tat sich ein neues Feld pervertierter weiblicher Energien durch rigide Ordensschwestern auf, die ihre abstruse Macht und psychische Gewalt gegenüber dir und deiner Mutter ausdrückten - Judasdienerinnen, die deiner Mutter ihre selbstgewählte Machtlosigkeit spiegelten, Frauen, die ihrerseits am Ende der Zeit einpolige weibliche Opfer einer pervertierten, einpoligen männlichen Gesellschaft waren. Doch auch Opfer werden zu Tätern, wenn sie auf Schwächere treffen. Dies gilt sowohl für deine Mutter, dir gegenüber, als auch für die Ordensschwestern, ihr gegenüber. So setzt sich das Karussell der Täter aus Opferschaft ewig fort, bis es bewusst und willentlich angehalten wird. Dies geschieht im Zeitenwandel durch euch Meister. Dafür seid ihr gekommen. Doch zunächst einmal hast du diese endzeitalterliche Einpoligkeit genauestens studiert.
Der geforderte geistige Fortschritt drückt sich u.a. im Oberschenkel aus, dessen maskuliner Fischezeitalter-Knochen während der Übergangszeit durch die femininen Wassermann-Kräfte geschützt ist. Werden diese weiblichen Kräfte negiert, entfällt der Schutz und der spröde Knochen bricht. Hier vertrittst du deinen Vater. Zwar waren deine Knochen zu dieser Zeit weich und biegsam, doch deine Liebe zog seine geistige Sprödigkeit in deinen Körper und ließ sie brechen. Denn du bist gekommen, um ihre Lasten zu tragen und zu transformieren, vom Beginn deines Lebens an.
Der Oberschenkel repräsentiert die Kraft des Fortschritts und des Aufstiegs. Er wird vom größten Körpermuskel bewegt, das heißt mit größter irdisch-geistiger Kraft unterstützt. Er ist für das Vorwärtskommen, für das mutige Ausschreiten – aber auch für Ausschreitungen zuständig. Aufstieg und Fortschritt der Menschheit auf Erden war die Absicht deiner Mutter vor ihrer Inkarnation. Sie kam nicht für sich selbst, sondern für viele. Daher bestand damals diese geistige Forderung an sie. Alle begleitenden Kräfte waren bereit, diesen inneren Schritt auch gegen die äußere Ansicht ihres Mannes Hier und Jetzt (rechte Körperseite) zu tun. Ihre innere Fähigkeit des Gebens, des liebendenden Schutzes und der mütterlichen Führung sollten zum Ausdruck kommen. Den größten Teil dieser Kraft brachte sie nicht auf und überließ sich und den Lauf der Dinge stattdessen dem Ehemann, der die brüchige männliche Energie der Zeitalter in sich trug und auf ihr beharrte. Ihre Aufgabe beschränkte sich nun darauf, das Gröbste von euch fernzuhalten und einen immer größer werdenden Spagat zwischen Fische und Wassermann zu vollziehen, zwischen ihrer Elterngeneration, zu der ihr Ehemann in gewisser Weise auch gehörte, und euch Kindern.
Der Bruch zwischen ihrer geistigen Absicht und ihrer körperlichen Entscheidung setzte sich durch alle Dimensionen fort. So kam es zum Bruch zwischen ihrer Seele und ihrem Ego. Es kam zum Bruch zwischen ihr als Ehefrau und ihr als Mutter - ein Bruch zwischen dir und deinem Vater, den sie ebenfalls aufzufangen versuchte. Und schließlich kam es zum Bruch in deinem Körper, da du sie beide liebtest und für beide gekommen bist. Diese Bruch-Folge setzte sich in den nächsten Jahrzehnten in deiner Familie fort, in der Missachtung von Grenzen, in ungeeigneten Maßnahmen und Beziehungen, in Drangsal, Einsperrungen und Überforderungen. Und schließlich setzte sie sich in deiner neuen Familie und den nächsten Generationen fort. Das geschieht solange, bis du sie bewusst und willentlich erlöst.
Die beharrliche Leugnung der weiblichen Kräfte deiner Mutter hatte zur Folge, dass du auch dieses Potenzial deutlich übernommen hast, was sich sowohl in deiner eigenen unerlösten weiblichen Persönlichkeit ausdrückt, als auch in deiner Partnersuche, die dich immer wieder zu sehr maskulin-dominierenden Frauen führt. Was du weder als Sohn noch als Mann gefunden hast, ist dennoch durch dich als Vater gekommen: In deinen Töchtern lebt jene weibliche Ur-Kraft, die eine tiefe Liebe zum maskulinen Pol besitzt und damit zur verschmolzenen Kraft des Neuen Zeitalters wird. Damit besitzen sie eine tiefe Erlösungskraft für deine Mutter, ihre Großmutter. Du bist nun die Brücke zwischen ihnen.
Dein Fenstersturz ist ein Zweiter Abstieg nach der Inkarnation. Er betrifft deine geistige Wandlungs-Funktion. Die alte Weltsicht der Eltern und der Menschheit schwingt unendlich viel tiefer als deine geistige Sicht. Du bist für sie gekommen. Ihnen wolltest du das Licht bringen. Mit dem ersten Abstieg, deiner Inkarnation, hattest du sie aber noch nicht erreicht, also musstest du dich noch einmal fallen lassen, um bei ihrem irdischen Selbst anzukommen und alle Festgefahrenheiten, Schmerzen und Brüche, alle Abhängigkeiten, Aggressionen und Gewalt, alle Verwirrung, Selbst-Verrat und Selbst-Verdammnis im eigenen Körper zu erfahren.
Dieses Resonanzpotenzial reift nun seit vielen Jahren in dir und macht dich eines Tages fähig, die Menschen der alten Zeit zutiefst zu verstehen und ihre Lasten in genau diesem Verstehen zu wandeln. Das erlösende Verstehen ist von großer geistiger Strahlkraft, in der Selbst-Liebe und Selbst-Ermächtigung, Respekt und Dankbarkeit, Achtung und Demut, Bescheidenheit und Macht vereint sind, in der Tat.
Reflexion: Damals waren es die Probleme deiner Mutter und deines Vaters. Lies diesen Text unter diesem Blickwinkel noch einmal und erspüre, welche Gefühle zu deiner Mutter und deinem Vater in dir aufsteigen. Mache dir Notizen und lasse die Erkenntnisse wirken. Lasse dir Zeit. Komme schließlich an den Punkt deines Bewusstseins, der ihnen zutiefst vergeben und sie segnen kann für ihr Leben, für ihre Kraft, für ihre verdunkelte Liebe, für ihr Leid.
Heute sind es deine Probleme. Lies den Text nun noch einmal bewusst unter diesem Blickwinkel. Jetzt bist du, was früher deine Mutter und dein Vater waren. Finde heraus, welche der damaligen Entscheidungen und Selbstverleumdungen, Unterordnungen und Überforderungen du nun dir selbst, schon seit Jahren auferlegst. Lasse dir auch hier viel Zeit und triff schließlich neue Entscheidungen zu jedem einzelnen Punkt.
Natürlich war es nicht nur ihr Unfall in deinem Körper, sondern auch deiner. Und er hat heute noch eine tiefe Bedeutung für dich. Rekonstruiere den Unfallhergang in Gedanken und im Geiste, das heißt: Erinnere dich sowohl wachbewusst und lasse dich auch in der Meditation von deinem Geist noch einmal an diese Stelle führen. Nimm wahr, was in dir geschieht.
Übertrage das Geschehene und deine Wahrnehmungen auf deine damalige Lebenssituation. Durchschaue das Unfallgeschehen als Einbruch in dein Leben und verhilf dieser unerlösten Kraftentfaltung im Sturz auf erlöste Weise zum Ausdruck: Tanze bewusst aus der Reihe, schlage über die gesellschaftlichen Stränge, gehe auf geraden Strecken im Zickzack und in Schlangenlinien. Tanze deinen Lebenstanz und bringe neue kreative Impulse in dein Leben.
Mache dich bereit, die Grenzen zwischen den getrennten Bereichen Geist und Körper, Männlichkeit und Weiblichkeit zu überwinden, in dir selbst. Entscheide dich, Frieden zu schließen - mit der Familie und allen beteiligten Wesen und Realitäten. Ermögliche den Austausch zwischen dir und der geistigen Welt, zwischen dir und der weiblichen Welt. Nimm den Raum ein, den du brauchst.
Sei bereit für einen intensiven grenzüberschreitenden geistigen Austausch, für neue Wege, neue Töne und neue Räume.
Die Wochen im Krankenhaus haben vieles in dir bewirkt und geöffnet. Die Kraft des inneren Meisters und des äußeren Kindes sind gemeinsam mit den Schock-, Schmerz- und Angstenergien gereift und haben in der Verschmelzung etwas Neues hervorgebracht: Eine neue Mündigkeit, eine tiefe innere Weisheit zwischen Himmel und Erde, die nun darauf drängte, ausgedrückt zu werden.
Die Zunge kann in vielfacher Hinsicht als geschmeidiges Werkzeug oder als Waffe eingesetzt werden. So hat sie natürlich auch wunderbare Möglichkeiten, den eigenen Sprachfluss zu blockieren und zu behindern, was aus dem Unbewussten aufsteigen möchte. Der eigene Sprachfluss wird gekappt, damit das Heraufdrängende nicht ausgesprochen werden muss. Du hast etwas zu sagen, du hast ihnen vieles mitzuteilen, kannst vieles richtig stellen. Du kannst ihnen wunderbare Geheimnisse und Geschichten aus anderen Welten erzählen - doch sie verbieten dir den Mund, sie wollen es nicht hören. Doch es drängt mit großer Macht in dir hoch und hinaus. Also richtet dein kleines Ego, das die drastischen Strafen für unerlaubtes Reden längst kennt, eine Stotterbarriere ein, um den grenzenlos flüsternden, singenden und sprechenden Geist kontrollieren zu können - um nicht frei heraus sagen zu müssen, was von selbst heraussprudeln und tanzen würde.
Du hattest einiges beizutragen, was von den Eltern keineswegs geduldet worden wäre. Du wolltest es ihnen unbedingt sagen! Die Gewissheit, zu schnell zu viel zu sagen, wenn es dir erlaubt wäre, setzte dich ebenso unter Druck wie die Angst, das Andrängende herauszulassen, obwohl es nicht erlaubt ist. Dies offenbart früh den Krieger in dir, der sich nicht allzu lange die Stirn bieten lässt, sondern bald und entschlossen handelt. Also musste eine unbewusste Sperre her und du richtetest das Schwert deiner Zunge gegen dich selbst.
Die Dominanz blockierter männlicher Familien-Energie blockierte dein intellektuell-männliches Sprachzentrum. Die Sprache der weiblichen Hemisphäre (z.B. Musik und Gesang) blieb weitgehend frei, litt allerdings durch den fehlenden männlichen Pol. Zwischen diesen beiden lag der Stotter- oder Stolperstein.
Gleichzeitig hast du im Stottern einen Weg gefunden, doch noch Beachtung zu finden. Dein Ego fand sich unversehens im Mittelpunkt des Mitgefühls wieder und begann - Kehrtwendung! - nun auf seine Art Macht über die anderen auszuüben. Du konntest sie nun in den quälenden Bann deiner abgebrochenen Worte schlagen - Rache ist süß! Wer würde es jetzt wagen, dich zu unterbrechen?
Man musste dir zuhören: gebannt, gespannt und meist gequält, und niemand durfte es wagen, dich zu unterbrechen. Das ist die unbewusste Ausnutzung der Schlaghemmung gegenüber Schwächeren. Wieder wurde aus dem Opfer ein kleiner Täter.
Reflexion: Noch heute sind Reste dieser damals positiven Blockade in deinem Sprachfluss vorhanden. Doch sie sind überflüssig geworden, hinderlich für dich selbst. Erlaube deinen aufsteigenden Gefühlen und Gedanken, sich durch dich auszudrücken. Erlaube den inneren Stimmen und Tönen, im Äußeren hörbar zu werden. Stehe zu deinen inneren Regungen, den Gedankenbildern und Empfindungen aus deinen maskulinen und femininen Hemisphären.
Gestehe dir Macht- und Kontrollwünsche gegenüber anderen ein und finde heraus, welche unerfüllten Bedürfnisse sie ersetzt haben. Mache dir Notizen. Lasse dir Zeit. Entscheide dich schließlich, diese Bedürfnisse zu verwirklichen.
In der Musik und im Gesang hast du bereits einen gangbaren Weg gefunden, fließende Gedanken- und Sprachkontrolle zu erwirken, innezuhalten, dich mitzuteilen und Verständnis im Außen für das deine zu finden. (Anmerkung für euch anderen: Nutzt den Atem, die Musik, den Gesang und auch das laute betonte Sprechen z.B. lyrischer oder spiritueller Texte. Nutzt das Lachen und das Weinen. Alle diese Mittel sind Heilung und Ausdruck selbst.)
Sprich wenig und fühle viel. 90 % aller täglich gesprochenen Worte sind Rechtfertigungen, Entschuldigungen, Wiederholungen – Ballast der Seele, Grenze des Geistes. Sprich wenig auch unter Menschen. Entscheide dich, wie in einer Trance zu leben, in der die wenigen Worte einfach fließen.
Nicht deine Fähigkeiten prägen dein Leben, sondern deine Entscheidungen.
Das Lungenfell ist der Aufspannrahmen der Lungen, die Hülle und Membran des Geistes. Die Lunge ist ein Wesen der grenzenlosen Freiheit und Fülle, ein Wesen des herabsteigenden Geistes, ein Wesen der kindlichen Sorglosigkeit und des Respekts allen Wesen gegenüber. Deine Lunge lebt eng eingepfercht zwischen den Polen Zwang und Freiheit. Das Fell, die Membran, ist einerseits männlich-zäh und andererseits weiblich-anschmiegsam. Sie ist dehnbar und flexibel. Es liegt im gesunden Körpergeist dehnbar und flexibel um den maskulin-feminenen Geist der Lunge, schützt ihn beharrlich und schmiegt sich an ihn. Hier wird der feminine Geist (der Mutter) von außen ein männliches Korsett gezwungen und davon eingeengt und überlagert. Die Kräfte geraten in einen Kampf um Lebensraum, der sich auf der Membran der Lunge, der irdischen Hülle des Geistes, abspielt.
Es ist ein Kampf zwischen dir und deiner Mutter um das weiblich-seelische Überleben, und ein Kampf der männlichen und weiblichen Kräfte gegen deinen sie einschränkenden Egogeist, da sie ihrerseits unter dem äußeren Druck in ein massives Ungleichgewicht geraten.
Reflexion: Führe Auseinandersetzungen im Umfeld deines Kommunikationsbereiches, das heißt: in der Szene, in der du verkehrst. Im Äußeren sage anderen liebevoll aber offen-siv deine Meinung und scheue dich nicht, dich dabei „aufzureiben“. Entscheide dich, schneller leichter und lockerer zu kommunizieren als bisher.
Im Inneren entscheide dich, deine eigenen Kommunikationsorgane zu schonen. Finde heraus, woran du dich selbst aufreibst, bzw. aufgerieben hast, und sei bereit, dich auf Auseinandersetzungen einzulassen. Vertrete im Spannungsfeld der Kommunikation mutig deine eigene Meinung, äußere seelische Themen, nimm sie ernst und wichtig und teile dich mit.
Das Gehirn hat die gleiche Bedeutung: Kommunikation, Transport und Logistik. Im Kopf herrscht die Regierung des irdischen Körpers, das Egobewusstsein mit seinem zerteilenden und zwingenden Denken im Gehirn, aber auch der Kosmos des Planeten, das Geistbewusstsein mit seinem ganzheitlichen, bedingungslosen Empfangs- und Sendekristall, der Zirbeldrüse.
Die Gehirnerschütterung ist eine Erschütterung dieses Doppelzentrums, insbesondere des egogesteuerten Denksystems, der von den Eltern übernommenen Denkmuster. Bist du durch nichts mehr zu erschüttern, fest und festgefahren in deinen Ansichten, kannst du auf diese Art doch noch erreicht werden. Wieder geht es nicht um dich selbst, sondern um deine Übernahme der elterlichen Blockaden. Doch lesen wir weiter, als wäre es deines: Eine Gehirnerschütterung fordert die Rücknahme der Kopfdominanz, die hier mindestens einen Schritt zu weit gegangen ist. Sie korrigiert gewaltsam einen mentalen Irrweg: Der Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, ist schmerzhaft gescheitert. Mit dem Schlag vor den Kopf entsteht ein kurzzeitiger Verlust der Verantwortung, Kontrolle und Macht, die ansonsten fester Bestandteil deines Denkens und Handelns sind.
Der Unfall, den du als 6-jähriges Kind hattest ist ein Resultat der dominierenden materiellen Orientierung der Eltern, die dein geist-orientiertes Wahrnehmen in Verwirrung versetzt und mit irdischen Chaosstrukturen überzogen haben. Die Ego-Orientierung der Eltern erschüttert deine Geistorientierung.
Die materielle Orientierung der Mutter resultiert aus der Unterdrückung ihrer weiblichen Empfindungskraft und der irdischen Not der Vorgeneration. Diese Kräfte haben ihre inneren Empfindungskräfte verschoben und verzerrt. Sie setzt Kontrolle und Manipulation (Durchsetzung des Gewollten) an erste Stelle und zwingt damit die fließenden, spielenden geistigen Gehirnwellen ihres Sohnes in ein starres Gerüst von Angst und Kontrolle.
Reflexion: Hier gilt das gleiche wie im Kapitel „Fenstersturz“: Betrachte die Sache einmal als Problem deiner Mutter (deiner Eltern) und lasse deine Gefühle aufsteigen. Dann betrachte sie als deine eigene Sache.
Gehe in der Stille noch einmal an den Ort und in die Zeit zurück, als der Unfall geschah und schaue aus dem Herzen heraus, welche Kräfte damals gewirkt haben. Erinnere dich nicht mit dem Kopf (er ist ja schließlich schon angeschlagen), sondern lasse dir in einer meditativen inneren Haltung von deinen geistigen Brüdern und Schwestern die bedeutsamen Punkte nennen oder zeigen.
Entlasse alte und übernommene Denkgewohnheiten, die in diese und später noch in andere Katastrophen geführt haben. Gönne deinem Kopf ausgiebige Ruhepausen. Überprüfe deinen bisher eingeschlagenen Weg grundsätzlich, lege Denkpausen ein und wende dich dem Fühlen zu.
Entscheide dich, über bestimmte Dinge hinwegzusehen, zu vergessen und zu vergeben. Lasse dein Denken, deine Verantwortung und Macht freiwillig los. Lasse sie in die geistigen Welten gleiten, um dich hier auf Erden auszuruhen.
Wir sind in den Stunden eurer Reisen, Erinnerungen und Tränen bei euch und werden gemeinsam mit euch, wenn ihr uns dies erlaubt, in dieser Zeit der Demütigung und Demut des Lebens euer kristallines Wesen ans Tageslicht bringen! Am tiefsten Grunde des Schmerzes ist das Tor zum Licht - und es ist offen, in der Tat. Wir sind mit euch – in Liebe.
Eine Zerrung in diesem Bereich zeigt an, dass eine geist-seelische Regung - ein Fühlen und Empfinden, eine Absicht und ein Sehnen - überzogen wurde. Eine anmutige Bewegung des Geistes wurde durch den Verstand und die Emotionen kontrolliert, erzwungen und verzerrt. Du bist entschieden zu weit gegangen und hast dein inneres Aushalte-, Geh-, Steh- und Sprungvermögen überdehnt. Wer seine geistigen Regungen ignoriert, kommt schnell an seinen körperlichen Grenzen an und riskiert den Bruch.
Bis jetzt klingt dies sehr theoretisch. Kommen wir also zur Praxis, zu deiner Praxis: Wenn du deiner eigenen, und nur deiner Wege gehst, sind deine Schritte und Sprünge automatisch weich und kraftvoll, geschmeidig und ausgeglichen. Gehst du jedoch die Wege anderer - und zwar vieler anderer, was du als erstgeborene liebevolle Tochter zweifellos tust - dann wird dein Weg vielfältig und verwirrend, von unterschiedlichsten Geistern gelenkt, in unterschiedlichstem Schrittmaß: stolpernd, bremsend, beschleunigend, torkelnd. Denn die einen wollen schneller gehen, die anderen langsamer. Die einen wollen nach links und die anderen nach rechts. Die einen wollen rückwärts und die anderen vorwärts. Einige wollen tanzen, andere (immer noch) marschieren. Wieder andere wollen rennen und einige keinen einzigen Schritt mehr tun. Nun, wir könnten diese Liste noch lange fortführen, doch du hast verstanden um was es hier geht, nicht wahr.
Reflexion: Die Lösung kann nur darin bestehen, dass du ganz und gar zu dir selbst zurückkommst. Dehne und weite dich geistig und seelisch, um den Körper zu entlasten. Der überspannte Bogen braucht Ent-Spannung.
Im Gegensatz zur körperlichen ist die seelische Dehnbarkeit groß und die geistige Ausdehnung ist unendlich. Beginne, diese zu erkunden und finde das Schrittmaß deines göttlichen Geistes auf Erden. Es existiert bereits.
5. Beispiel: Mann, ca. 60 Jahre alt
4 Jahre alt - Sturz aus dem Schlafzimmerfenster
Das Kind erlitt einen doppelten Oberschenkelbruch am rechten Bein. Dies hatte einen langen Krankenhaus-Aufenthalt zur Folge und die Trennung von den Eltern während dieser Zeit. Auch dieser Fall will ein wenig auseinandergenommen werden, denn er bietet euch weitere faszinierende Einblicke in die Raffinesse eurer Schöpferkraft.4 Jahre alt - Sturz aus dem Schlafzimmerfenster
1. Sturz / Unfall
Jedes Geschehnis auf Erden wird aus deinen geistigen Ebenen heraus sehr genau eingerichtet, ja eingefädelt. Alle Arten von Unfällen, Stürzen und sonstigen Schicksalsereignissen sind hinsichtlich der Zeit, des Raumes, der Umstände und Details auf Erden genauestens arrangiert – entsprechend deinem Lebensplan und deinen geistigen Entscheidungen, die von Tag zu Tag deine irdischen Wege öffnen oder verschließen, je nach Situation. Was auf Erden wie ein plötzlicher Schlag, Sturz oder Unfall aussieht, ist Konsequenz und Resultat einer seit langem in den unsichtbaren Räumen schwelenden Blockade. Es ist gleichzeitig die Offenbarung eines genialen Schöpferplanes, dessen Sinn in der Lesbarkeit liegt, in der Übersetzung der irdischen Ereignisse auf die geistige Absicht.Ein schicksalhaftes Ereignis ist nur möglich, wenn ein inneres Gleichgewicht so sehr aus den Fugen geraten ist, dass ein ernsthafter Hinweis und eine nachhaltige Korrektur der Erdenwege nötig wird. Unfälle sind aus dieser Sicht Zwangs-Belehrungen bei über lange Zeit ungelösten Problemen. Ein eingeschlagener Weg hat allzu lange die Seelenkraft und innere Entwicklung blockiert. Also wird er auf drastische Weise gestoppt.
Niemand anderes als du selbst, dein Geist-Selbst, entscheidet sich zu solchen Maßnahmen, kein Gott, kein Zufall, kein Schicksal nimmt Einfluss auf dein Erdenleben, nur du selbst. Daher gibt es auch niemanden, dem du die Verantwortung zuschieben könntest. Übernimm sie einfach selbst, das löst die Probleme am schnellsten und einfachsten.
Unfälle von Kindern
Kinder übernehmen die blockierten Kräfte der Eltern, im ersten Jahrsiebt vorwiegend die der Mutter, im zweiten Jahrsiebt vorwiegend die des Vaters. In diesem Fall handelt es sich also nicht um das Problem des Kindes, sondern um ein Problem der Eltern, insbesondere der Mutter.
2. Die Art des äußeren Unfalls zeigt die Art des inneren Problems
Wir können jedes einzelne Detail übersetzen und müssen es tun, wenn wir in die innere Tiefe blicken wollen. Natürlich war es nicht zufällig das Schlafzimmerfenster statt des Küchenfensters. Und natürlich musste es ein Fenster sein und nicht etwa ein Balkon, der eine andere Bedeutung hat und die Erkenntnis der inneren Bedeutung verwischt hätte. Schauen wir uns zunächst einmal die Entsprechungen der Umstände an.Schlafzimmer: Geist-Lunge, Seele-Herz, innere Kräfte, körperliche Entspannung und geistige Wachheit.
Obergeschoss: Geist-Lunge-Vater, Seele-Herz-Mutter, Seele als Botschafterin zwischen Geist und Körper, Kommunikation in der Entspannung.
Fenster: Auge und Weltsicht, Fokus, Perspektive und Aussicht, Seelenfenster und innere Sicht (die prophetische Sehergabe des Blinden), Geistfenster und innerer Empfang der geistigen Sicht.
Sturz: Der Höhepunkt ist überschritten, hoher Thron, sich zu sicher fühlen, sich in falscher Sicherheit wiegen.
15. August (Datum des Sturzes): Maria Himmelfahrt, feminine Ur-Kraft in der Verschmelzung mit der maskulinen.
In den ersten Jahren nach deiner Geburt als erstes Kind gab es eine erbitterte Rangelei zwischen deinen Eltern hinsichtlich der Erziehung. Deine Mutter war Anfang Zwanzig, selbst noch weich, kindlich und ohne feste Vorstellungen, gerade ihrer eigenen, nicht undramatischen Kindheit entwachsen. Dein Vater war Ende Dreißig, schon gefestigt in seinen Erfahrungen einer kalten Welt und Frustrationen. Er hatte die notwendigen psychologischen Druck-Mittel, ihr seine Vorstellung von Erziehung aufzuprägen. Deine Mutter gab stärker nach, als es nötig gewesen wäre. Sie gab sich auf und verleugnete ihre weibliche Kraft, die als das einzige lebendige weibliche Element die Familie in einem emotionalen und seelischen Gleichgewicht hätte halten können. Statt dessen unterstellte sie sich dem Diktat ihres Mannes - um des lieben Friedens willen. Doch es wurde kein Frieden daraus. Mit dieser Entscheidung stürzte sie selbst von ihrem seelisch-geistigen Thron und verlor ihre Fähigkeit zur femininen geistigen Wachheit und Entspannung, die sie in eure Erziehung legen wollte. Sie verlor ihren Fokus auf die eigene innere Sicht des Lebens. Sie verlor die Aussicht auf ein freudiges Familienleben, zu dem sie hätte beitragen können.
Ihre geistige Absicht war die Verankerung des weiblichen Elements in einer durch und durch verknöcherten männlichen Struktur. Ihre Perspektive lag in der Erlösung der degenerierten männlichen Dominanz durch die weibliche Marien-Kraft. Sie war eine Königin auf dem Thron der Verschmelzung der Gegensätze in den dunkelsten Stunden des Zeitalters, doch sie nutzte ihren Thron nicht. Sie verweigerte ihre weibliche Macht, nahm sie nicht in Anspruch – aus Bescheidenheit, Minderwert- oder Schuldgefühlen heraus, das ist gleichgültig. Sie erkannte nicht, dass sie damit ihre geistige Schutzfunktion euch Kindern gegenüber verriet. Somit wart ihr den Frustrationen und den Härten eures Vaters und der brüchigen männlichen Gesellschaft ausgeliefert. Dies musste Folgen haben. Einen Teil davon hast du getragen. Es war der Sturz deiner Mutter, den du auf dich genommen hast. Dein Sturz konnte ihr Herz mehr treffen und erschüttern, als ihr eigener Sturz es hätte tun können. Dieser Schlag zielte auf sie ab. Er sollte sie wachrütteln.
3. Die Zeit danach
Die Zeit im Zustand der körperlichen Lähmung ist eine Zäsur im Lebensfluss. Es ist eine Zeit der inneren Einkehr, der Erinnerung an die eigenen ursprünglichen Absichten, die Zeit einer tiefen Reflexion und Selbsterneuerung. Eine gewaltsame Unterbrechung hat die eingefahrenen Gleise von einer Sekunde auf die andere abgeschnitten. Auf dieser Strecke will der Körper-Seele-Geist keineswegs mehr weiterfahren. Schlaf und Ohnmacht, Schmerz und Koma rütteln das Ego wach und helfen ihm, sein Denken zu überdenken und sein Fühlen zu befühlen, um schließlich ein aufmerksamer und achtsamer Teil des eigenen Lebens zu werden, denn es ist nicht nur seines.Diese Zäsur galt sowohl deiner Mutter als auch dir.
Viele Wochen ohne Verbindung zu ihrem Kind haben sie in ihre eigene Kindheit und Verletzlichkeit zurückgeschleudert, in ihre eigenen Träume von einem schönen Leben, in ihre Enttäuschung und Hilflosigkeit - an den Punkt der inneren Verzweiflung, der gleichzeitig jener Punkt der Hoffnung und Wandlung ist. Diese Zeit hat ihr ihre Schwächen aber auch ihre Stärken gezeigt, die sie mit großer Sicherheit angenommen und umgesetzt hat, so gut sie es in der damaligen Gesellschaft konnte.
Für dich hatte diese Zäsur eine andere Bedeutung. Du hast erhebliche feminine und maskuline Geisteskräfte in deinen Körper hereingebracht. Beide wolltest du in ein neues, in ein lebendiges Gleichgewicht bringen. Die unausgedrückten Marien-Kräfte deiner Mutter warfen dich auf deine geistig-weiblichen Kräfte zurück, die du weitgehend unabhängig von ihr verkörpern wolltest. Mit dem Sturz hast du dich vier Jahre nach deiner Geburt für einige Zeit aus ihrer Aura gestohlen, um allein zu sein. Du wolltest sowohl deinen inneren Kommunikationen nachgehen als auch neue Formen irdisch-weiblicher Einpoligkeit studieren. Dafür tat sich ein neues Feld pervertierter weiblicher Energien durch rigide Ordensschwestern auf, die ihre abstruse Macht und psychische Gewalt gegenüber dir und deiner Mutter ausdrückten - Judasdienerinnen, die deiner Mutter ihre selbstgewählte Machtlosigkeit spiegelten, Frauen, die ihrerseits am Ende der Zeit einpolige weibliche Opfer einer pervertierten, einpoligen männlichen Gesellschaft waren. Doch auch Opfer werden zu Tätern, wenn sie auf Schwächere treffen. Dies gilt sowohl für deine Mutter, dir gegenüber, als auch für die Ordensschwestern, ihr gegenüber. So setzt sich das Karussell der Täter aus Opferschaft ewig fort, bis es bewusst und willentlich angehalten wird. Dies geschieht im Zeitenwandel durch euch Meister. Dafür seid ihr gekommen. Doch zunächst einmal hast du diese endzeitalterliche Einpoligkeit genauestens studiert.
4. Oberschenkel und Fortschritt
Wir können noch etwas tiefer schauen auf die längst vergangenen Dinge, die doch immer noch lebendig sind. Der Schmerz der Eltern ist der Schmerz dieser Generation. Wir beschrieben in Lektion 3 „Zeitenwende“ die dreifache Zeit. Um 1945 herrschten das Ur-Dunkel und das Ur-Licht in höchster geistiger Präsenz gleichwertig auf Erden. Sie setzten die Menschen gewaltig unter Druck, sich bei allem äußeren Dunkel für das Licht zu entscheiden, sich bei aller perverser Einpoligkeit des männlichen und des weiblichen Syndroms - das Patriarch-und-Hausfrau-Syndrom - für die Verschmelzung der Kräfte zu entscheiden.Der geforderte geistige Fortschritt drückt sich u.a. im Oberschenkel aus, dessen maskuliner Fischezeitalter-Knochen während der Übergangszeit durch die femininen Wassermann-Kräfte geschützt ist. Werden diese weiblichen Kräfte negiert, entfällt der Schutz und der spröde Knochen bricht. Hier vertrittst du deinen Vater. Zwar waren deine Knochen zu dieser Zeit weich und biegsam, doch deine Liebe zog seine geistige Sprödigkeit in deinen Körper und ließ sie brechen. Denn du bist gekommen, um ihre Lasten zu tragen und zu transformieren, vom Beginn deines Lebens an.
Der Oberschenkel repräsentiert die Kraft des Fortschritts und des Aufstiegs. Er wird vom größten Körpermuskel bewegt, das heißt mit größter irdisch-geistiger Kraft unterstützt. Er ist für das Vorwärtskommen, für das mutige Ausschreiten – aber auch für Ausschreitungen zuständig. Aufstieg und Fortschritt der Menschheit auf Erden war die Absicht deiner Mutter vor ihrer Inkarnation. Sie kam nicht für sich selbst, sondern für viele. Daher bestand damals diese geistige Forderung an sie. Alle begleitenden Kräfte waren bereit, diesen inneren Schritt auch gegen die äußere Ansicht ihres Mannes Hier und Jetzt (rechte Körperseite) zu tun. Ihre innere Fähigkeit des Gebens, des liebendenden Schutzes und der mütterlichen Führung sollten zum Ausdruck kommen. Den größten Teil dieser Kraft brachte sie nicht auf und überließ sich und den Lauf der Dinge stattdessen dem Ehemann, der die brüchige männliche Energie der Zeitalter in sich trug und auf ihr beharrte. Ihre Aufgabe beschränkte sich nun darauf, das Gröbste von euch fernzuhalten und einen immer größer werdenden Spagat zwischen Fische und Wassermann zu vollziehen, zwischen ihrer Elterngeneration, zu der ihr Ehemann in gewisser Weise auch gehörte, und euch Kindern.
Der Bruch zwischen ihrer geistigen Absicht und ihrer körperlichen Entscheidung setzte sich durch alle Dimensionen fort. So kam es zum Bruch zwischen ihrer Seele und ihrem Ego. Es kam zum Bruch zwischen ihr als Ehefrau und ihr als Mutter - ein Bruch zwischen dir und deinem Vater, den sie ebenfalls aufzufangen versuchte. Und schließlich kam es zum Bruch in deinem Körper, da du sie beide liebtest und für beide gekommen bist. Diese Bruch-Folge setzte sich in den nächsten Jahrzehnten in deiner Familie fort, in der Missachtung von Grenzen, in ungeeigneten Maßnahmen und Beziehungen, in Drangsal, Einsperrungen und Überforderungen. Und schließlich setzte sie sich in deiner neuen Familie und den nächsten Generationen fort. Das geschieht solange, bis du sie bewusst und willentlich erlöst.
5. Liebesdienst und Abstieg
Wenn du als Kind einen solchen Liebesdienst für die Eltern übernimmst, wird deren Ausgangsproblem zu deinem, denn die Ursachen ihrer Probleme wurden mit dem Sturz nicht erlöst. Du hast sie nur in deinen Körper und dein Leben übernommen. Hier liegt das Phänomen begründet, dass ihr später im eigenen Alter unbewusst so denkt, empfindet und handelt wie eure Eltern, einfach weil sie noch in euch sind. Es lebt und wirkt in dir weiter, also hast du es im Erwachsenenalter als dein eigenes Problem zu lösen. Wenn du es in dir selbst löst, löst es sich auch in ihnen. Dies ist eine geistige Kraft, eine kosmische Mechanik. Sie heißt Macht durch Demut und steht dem irdischen Pol Ohmacht durch Demütigung gegenüber.Die beharrliche Leugnung der weiblichen Kräfte deiner Mutter hatte zur Folge, dass du auch dieses Potenzial deutlich übernommen hast, was sich sowohl in deiner eigenen unerlösten weiblichen Persönlichkeit ausdrückt, als auch in deiner Partnersuche, die dich immer wieder zu sehr maskulin-dominierenden Frauen führt. Was du weder als Sohn noch als Mann gefunden hast, ist dennoch durch dich als Vater gekommen: In deinen Töchtern lebt jene weibliche Ur-Kraft, die eine tiefe Liebe zum maskulinen Pol besitzt und damit zur verschmolzenen Kraft des Neuen Zeitalters wird. Damit besitzen sie eine tiefe Erlösungskraft für deine Mutter, ihre Großmutter. Du bist nun die Brücke zwischen ihnen.
Dein Fenstersturz ist ein Zweiter Abstieg nach der Inkarnation. Er betrifft deine geistige Wandlungs-Funktion. Die alte Weltsicht der Eltern und der Menschheit schwingt unendlich viel tiefer als deine geistige Sicht. Du bist für sie gekommen. Ihnen wolltest du das Licht bringen. Mit dem ersten Abstieg, deiner Inkarnation, hattest du sie aber noch nicht erreicht, also musstest du dich noch einmal fallen lassen, um bei ihrem irdischen Selbst anzukommen und alle Festgefahrenheiten, Schmerzen und Brüche, alle Abhängigkeiten, Aggressionen und Gewalt, alle Verwirrung, Selbst-Verrat und Selbst-Verdammnis im eigenen Körper zu erfahren.
Dieses Resonanzpotenzial reift nun seit vielen Jahren in dir und macht dich eines Tages fähig, die Menschen der alten Zeit zutiefst zu verstehen und ihre Lasten in genau diesem Verstehen zu wandeln. Das erlösende Verstehen ist von großer geistiger Strahlkraft, in der Selbst-Liebe und Selbst-Ermächtigung, Respekt und Dankbarkeit, Achtung und Demut, Bescheidenheit und Macht vereint sind, in der Tat.
Reflexion: Damals waren es die Probleme deiner Mutter und deines Vaters. Lies diesen Text unter diesem Blickwinkel noch einmal und erspüre, welche Gefühle zu deiner Mutter und deinem Vater in dir aufsteigen. Mache dir Notizen und lasse die Erkenntnisse wirken. Lasse dir Zeit. Komme schließlich an den Punkt deines Bewusstseins, der ihnen zutiefst vergeben und sie segnen kann für ihr Leben, für ihre Kraft, für ihre verdunkelte Liebe, für ihr Leid.
Heute sind es deine Probleme. Lies den Text nun noch einmal bewusst unter diesem Blickwinkel. Jetzt bist du, was früher deine Mutter und dein Vater waren. Finde heraus, welche der damaligen Entscheidungen und Selbstverleumdungen, Unterordnungen und Überforderungen du nun dir selbst, schon seit Jahren auferlegst. Lasse dir auch hier viel Zeit und triff schließlich neue Entscheidungen zu jedem einzelnen Punkt.
Natürlich war es nicht nur ihr Unfall in deinem Körper, sondern auch deiner. Und er hat heute noch eine tiefe Bedeutung für dich. Rekonstruiere den Unfallhergang in Gedanken und im Geiste, das heißt: Erinnere dich sowohl wachbewusst und lasse dich auch in der Meditation von deinem Geist noch einmal an diese Stelle führen. Nimm wahr, was in dir geschieht.
Übertrage das Geschehene und deine Wahrnehmungen auf deine damalige Lebenssituation. Durchschaue das Unfallgeschehen als Einbruch in dein Leben und verhilf dieser unerlösten Kraftentfaltung im Sturz auf erlöste Weise zum Ausdruck: Tanze bewusst aus der Reihe, schlage über die gesellschaftlichen Stränge, gehe auf geraden Strecken im Zickzack und in Schlangenlinien. Tanze deinen Lebenstanz und bringe neue kreative Impulse in dein Leben.
Mache dich bereit, die Grenzen zwischen den getrennten Bereichen Geist und Körper, Männlichkeit und Weiblichkeit zu überwinden, in dir selbst. Entscheide dich, Frieden zu schließen - mit der Familie und allen beteiligten Wesen und Realitäten. Ermögliche den Austausch zwischen dir und der geistigen Welt, zwischen dir und der weiblichen Welt. Nimm den Raum ein, den du brauchst.
Sei bereit für einen intensiven grenzüberschreitenden geistigen Austausch, für neue Wege, neue Töne und neue Räume.
4 Jahre - Sprachstörung Stottern
Das Stottern spielt sich in der Körperebene Mund (Mündigkeit, Ausdruck), Hals (Verbindung und Kommunikation zwischen Himmel und Erde), Zunge (Sprachfluss, Waffe) ab.Die Wochen im Krankenhaus haben vieles in dir bewirkt und geöffnet. Die Kraft des inneren Meisters und des äußeren Kindes sind gemeinsam mit den Schock-, Schmerz- und Angstenergien gereift und haben in der Verschmelzung etwas Neues hervorgebracht: Eine neue Mündigkeit, eine tiefe innere Weisheit zwischen Himmel und Erde, die nun darauf drängte, ausgedrückt zu werden.
Die Zunge kann in vielfacher Hinsicht als geschmeidiges Werkzeug oder als Waffe eingesetzt werden. So hat sie natürlich auch wunderbare Möglichkeiten, den eigenen Sprachfluss zu blockieren und zu behindern, was aus dem Unbewussten aufsteigen möchte. Der eigene Sprachfluss wird gekappt, damit das Heraufdrängende nicht ausgesprochen werden muss. Du hast etwas zu sagen, du hast ihnen vieles mitzuteilen, kannst vieles richtig stellen. Du kannst ihnen wunderbare Geheimnisse und Geschichten aus anderen Welten erzählen - doch sie verbieten dir den Mund, sie wollen es nicht hören. Doch es drängt mit großer Macht in dir hoch und hinaus. Also richtet dein kleines Ego, das die drastischen Strafen für unerlaubtes Reden längst kennt, eine Stotterbarriere ein, um den grenzenlos flüsternden, singenden und sprechenden Geist kontrollieren zu können - um nicht frei heraus sagen zu müssen, was von selbst heraussprudeln und tanzen würde.
Du hattest einiges beizutragen, was von den Eltern keineswegs geduldet worden wäre. Du wolltest es ihnen unbedingt sagen! Die Gewissheit, zu schnell zu viel zu sagen, wenn es dir erlaubt wäre, setzte dich ebenso unter Druck wie die Angst, das Andrängende herauszulassen, obwohl es nicht erlaubt ist. Dies offenbart früh den Krieger in dir, der sich nicht allzu lange die Stirn bieten lässt, sondern bald und entschlossen handelt. Also musste eine unbewusste Sperre her und du richtetest das Schwert deiner Zunge gegen dich selbst.
Die Dominanz blockierter männlicher Familien-Energie blockierte dein intellektuell-männliches Sprachzentrum. Die Sprache der weiblichen Hemisphäre (z.B. Musik und Gesang) blieb weitgehend frei, litt allerdings durch den fehlenden männlichen Pol. Zwischen diesen beiden lag der Stotter- oder Stolperstein.
Gleichzeitig hast du im Stottern einen Weg gefunden, doch noch Beachtung zu finden. Dein Ego fand sich unversehens im Mittelpunkt des Mitgefühls wieder und begann - Kehrtwendung! - nun auf seine Art Macht über die anderen auszuüben. Du konntest sie nun in den quälenden Bann deiner abgebrochenen Worte schlagen - Rache ist süß! Wer würde es jetzt wagen, dich zu unterbrechen?
Man musste dir zuhören: gebannt, gespannt und meist gequält, und niemand durfte es wagen, dich zu unterbrechen. Das ist die unbewusste Ausnutzung der Schlaghemmung gegenüber Schwächeren. Wieder wurde aus dem Opfer ein kleiner Täter.
Reflexion: Noch heute sind Reste dieser damals positiven Blockade in deinem Sprachfluss vorhanden. Doch sie sind überflüssig geworden, hinderlich für dich selbst. Erlaube deinen aufsteigenden Gefühlen und Gedanken, sich durch dich auszudrücken. Erlaube den inneren Stimmen und Tönen, im Äußeren hörbar zu werden. Stehe zu deinen inneren Regungen, den Gedankenbildern und Empfindungen aus deinen maskulinen und femininen Hemisphären.
Gestehe dir Macht- und Kontrollwünsche gegenüber anderen ein und finde heraus, welche unerfüllten Bedürfnisse sie ersetzt haben. Mache dir Notizen. Lasse dir Zeit. Entscheide dich schließlich, diese Bedürfnisse zu verwirklichen.
In der Musik und im Gesang hast du bereits einen gangbaren Weg gefunden, fließende Gedanken- und Sprachkontrolle zu erwirken, innezuhalten, dich mitzuteilen und Verständnis im Außen für das deine zu finden. (Anmerkung für euch anderen: Nutzt den Atem, die Musik, den Gesang und auch das laute betonte Sprechen z.B. lyrischer oder spiritueller Texte. Nutzt das Lachen und das Weinen. Alle diese Mittel sind Heilung und Ausdruck selbst.)
Sprich wenig und fühle viel. 90 % aller täglich gesprochenen Worte sind Rechtfertigungen, Entschuldigungen, Wiederholungen – Ballast der Seele, Grenze des Geistes. Sprich wenig auch unter Menschen. Entscheide dich, wie in einer Trance zu leben, in der die wenigen Worte einfach fließen.
Nicht deine Fähigkeiten prägen dein Leben, sondern deine Entscheidungen.
5 Jahre alt - schwere Lungenfellentzündung
Dies ist eine Wiederholung des gleichen Kampfes mit anderen Waffen, vgl. Fenstersturz. Das Leben des Geistes und der Seele spielt sich im Brustraum ab (Organe: Herz-Seele und Lunge-Geist, Haus: Schlafraum und Obergeschoss).Das Lungenfell ist der Aufspannrahmen der Lungen, die Hülle und Membran des Geistes. Die Lunge ist ein Wesen der grenzenlosen Freiheit und Fülle, ein Wesen des herabsteigenden Geistes, ein Wesen der kindlichen Sorglosigkeit und des Respekts allen Wesen gegenüber. Deine Lunge lebt eng eingepfercht zwischen den Polen Zwang und Freiheit. Das Fell, die Membran, ist einerseits männlich-zäh und andererseits weiblich-anschmiegsam. Sie ist dehnbar und flexibel. Es liegt im gesunden Körpergeist dehnbar und flexibel um den maskulin-feminenen Geist der Lunge, schützt ihn beharrlich und schmiegt sich an ihn. Hier wird der feminine Geist (der Mutter) von außen ein männliches Korsett gezwungen und davon eingeengt und überlagert. Die Kräfte geraten in einen Kampf um Lebensraum, der sich auf der Membran der Lunge, der irdischen Hülle des Geistes, abspielt.
Es ist ein Kampf zwischen dir und deiner Mutter um das weiblich-seelische Überleben, und ein Kampf der männlichen und weiblichen Kräfte gegen deinen sie einschränkenden Egogeist, da sie ihrerseits unter dem äußeren Druck in ein massives Ungleichgewicht geraten.
Reflexion: Führe Auseinandersetzungen im Umfeld deines Kommunikationsbereiches, das heißt: in der Szene, in der du verkehrst. Im Äußeren sage anderen liebevoll aber offen-siv deine Meinung und scheue dich nicht, dich dabei „aufzureiben“. Entscheide dich, schneller leichter und lockerer zu kommunizieren als bisher.
Im Inneren entscheide dich, deine eigenen Kommunikationsorgane zu schonen. Finde heraus, woran du dich selbst aufreibst, bzw. aufgerieben hast, und sei bereit, dich auf Auseinandersetzungen einzulassen. Vertrete im Spannungsfeld der Kommunikation mutig deine eigene Meinung, äußere seelische Themen, nimm sie ernst und wichtig und teile dich mit.
6 Jahre alt - unter LKW geraten - Gehirnerschütterung
Ein LKW repräsentiert den Fortschritt mit Gütern, die Entwicklung des Geistes durch die Materie, aber auch die Festsetzung des Geistes in der Materie. Er steht für Transport, Logistik und Kommunikation, aber auch für die Dominanz der maskulinen Materie auf Kosten der femininen Materielosigkeit.Das Gehirn hat die gleiche Bedeutung: Kommunikation, Transport und Logistik. Im Kopf herrscht die Regierung des irdischen Körpers, das Egobewusstsein mit seinem zerteilenden und zwingenden Denken im Gehirn, aber auch der Kosmos des Planeten, das Geistbewusstsein mit seinem ganzheitlichen, bedingungslosen Empfangs- und Sendekristall, der Zirbeldrüse.
Die Gehirnerschütterung ist eine Erschütterung dieses Doppelzentrums, insbesondere des egogesteuerten Denksystems, der von den Eltern übernommenen Denkmuster. Bist du durch nichts mehr zu erschüttern, fest und festgefahren in deinen Ansichten, kannst du auf diese Art doch noch erreicht werden. Wieder geht es nicht um dich selbst, sondern um deine Übernahme der elterlichen Blockaden. Doch lesen wir weiter, als wäre es deines: Eine Gehirnerschütterung fordert die Rücknahme der Kopfdominanz, die hier mindestens einen Schritt zu weit gegangen ist. Sie korrigiert gewaltsam einen mentalen Irrweg: Der Versuch, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, ist schmerzhaft gescheitert. Mit dem Schlag vor den Kopf entsteht ein kurzzeitiger Verlust der Verantwortung, Kontrolle und Macht, die ansonsten fester Bestandteil deines Denkens und Handelns sind.
Der Unfall, den du als 6-jähriges Kind hattest ist ein Resultat der dominierenden materiellen Orientierung der Eltern, die dein geist-orientiertes Wahrnehmen in Verwirrung versetzt und mit irdischen Chaosstrukturen überzogen haben. Die Ego-Orientierung der Eltern erschüttert deine Geistorientierung.
Die materielle Orientierung der Mutter resultiert aus der Unterdrückung ihrer weiblichen Empfindungskraft und der irdischen Not der Vorgeneration. Diese Kräfte haben ihre inneren Empfindungskräfte verschoben und verzerrt. Sie setzt Kontrolle und Manipulation (Durchsetzung des Gewollten) an erste Stelle und zwingt damit die fließenden, spielenden geistigen Gehirnwellen ihres Sohnes in ein starres Gerüst von Angst und Kontrolle.
Reflexion: Hier gilt das gleiche wie im Kapitel „Fenstersturz“: Betrachte die Sache einmal als Problem deiner Mutter (deiner Eltern) und lasse deine Gefühle aufsteigen. Dann betrachte sie als deine eigene Sache.
Gehe in der Stille noch einmal an den Ort und in die Zeit zurück, als der Unfall geschah und schaue aus dem Herzen heraus, welche Kräfte damals gewirkt haben. Erinnere dich nicht mit dem Kopf (er ist ja schließlich schon angeschlagen), sondern lasse dir in einer meditativen inneren Haltung von deinen geistigen Brüdern und Schwestern die bedeutsamen Punkte nennen oder zeigen.
Entlasse alte und übernommene Denkgewohnheiten, die in diese und später noch in andere Katastrophen geführt haben. Gönne deinem Kopf ausgiebige Ruhepausen. Überprüfe deinen bisher eingeschlagenen Weg grundsätzlich, lege Denkpausen ein und wende dich dem Fühlen zu.
Entscheide dich, über bestimmte Dinge hinwegzusehen, zu vergessen und zu vergeben. Lasse dein Denken, deine Verantwortung und Macht freiwillig los. Lasse sie in die geistigen Welten gleiten, um dich hier auf Erden auszuruhen.
Möge dies,
ihr großen Abenteurer und Erfinder,
ihr Forscher, Ärzte und Probanden,
ihr Opfer, Täter und Schöpfer –
möge dies für heute genug sein!
Mögen sich die Schleier heben zwischen den Räumen eurer Körper, eurer Seelen und des Geistes.
ihr Forscher, Ärzte und Probanden,
ihr Opfer, Täter und Schöpfer –
möge dies für heute genug sein!
Mögen sich die Schleier heben zwischen den Räumen eurer Körper, eurer Seelen und des Geistes.
Wir sind in den Stunden eurer Reisen, Erinnerungen und Tränen bei euch und werden gemeinsam mit euch, wenn ihr uns dies erlaubt, in dieser Zeit der Demütigung und Demut des Lebens euer kristallines Wesen ans Tageslicht bringen! Am tiefsten Grunde des Schmerzes ist das Tor zum Licht - und es ist offen, in der Tat. Wir sind mit euch – in Liebe.
Ich Bin Saint Germain.
Ich Bin Sabine.
Ich Bin Sabine.
Texte: Sabine Wolf / Aktualisierung der Texte: Saint Germain / Korrektur der Texte: Monika Schwörer
www. Kristallmensch.net Sabine Wolf Wennigsen, am 6. Mai 2007
www. Kristallmensch.net Sabine Wolf Wennigsen, am 6. Mai 2007
