Vorwort
Wir wollen angemessen über die Themen Tod und Sterben, insbesondere Mord und Selbstmord sprechen. Wir wollen euch zu einem tiefen Verständnis für diese bisher angsteinflößenden und schmerzhaften Themen verhelfen. Wir wollen gemeinsam mit euch Voraussetzungen und Hintergründe anschauen, hinter jene Schleier blicken, die ihr lange Zeit nicht durchschauen wolltet - und schließlich nicht mehr konntet. Doch hier und jetzt, an eurem Zeitenende und Zeitenanfang, öffnen sie sich von selbst.
Was geschieht auf den inneren Ebenen, bevor ein geistiges Wesen in einen Körper einfließen - geboren werden - und wieder herausfließen - sterben - kann? Wir wollen gemeinsam mit euch jene Zusammenhänge betrachten und erspüren, die durch die Schleier hindurch in eurem Leben wirkten. Wir werden uns der Sache mit offenem Herzen nähern und ihr werdet vieles erkennen, was ihr bisher nicht erkennen wolltet und konntet. Dennoch werden wir die Welten und Wesen, die Dimensionen und Geschehnisse, die hier ineinander greifen und miteinander tanzen, nur sehr vereinfacht darstellen können - jedoch klar genug, dass ihr versteht, wenn ihr verstehen wollt.
Übungen und Reflexionen
Was wir Übung nennen, ist in Wirklichkeit ein tiefgreifendes Transformations-Trainung. Wir haben die Übungen und Reflexionen hier im Text selbst versteckt. Die Aufgaben bestehen im hier Gesagten selbst und die Lösungen in euren eigenen Reflexionen zu den jeweiligen Themen, in euren Tränen, die laufen mögen, in euren Momenten der Erleichterung und des Verstehens, die jene Tore eurer Energiekörper weit öffnen und den frischen Geist der Neuen Erde hereinfließen lassen. Beachtet ggfs. die allgemeinen Vorbemerkungen zu den Übungen in den ersten Lektionen sowie die Lektion 1 selbst: „Das eigene Dunkel überwinden“.
(Anmerkung zur Schreibweise: Tod bezeichnet das Ereignis. TOD bezeichnet das Wesen, den Vater des Todes und Hüter des Körperlebens)
Der Tod und das Sterben
Ein Weg durch die Dimensionen
Der Geburt auf Erden geht ein langer Weg voraus, denn es ist kein Mensch, der im Körper wohnt, sondern ein machtvolles, weises und erhabenes Wesen des kosmischen Bewusstseins. Dieses spaltet einen Teil von sich ab, der zur Erde reist. Auf dem Weg begibt er sich in eine Seelengemeinschaft, um hier die Grundlagen der Erdanbindung zu erhalten, die dem Geistraum fremd sind, und um die menschlichen Erfahrungen der Zeitalter in sich aufzunehmen. Hier, im Überseelenraum, spaltet er sich erneut und sendet einen Teil seiner selbst, eine Seele, in den Körperraum.
Der Weg deines Geistes bis zur Inkarnation auf Erden ist lang. Er führt durch viele Dimensionen und Zeiträume, in denen du jeweils Teile deiner selbst zurücklässt, gewissermaßen stationierst. Einerseits spaltest und teilst du dich auf diesem Weg vielfach, andererseits bist du dadurch mit unendlich vielen Wesen verwoben und verbunden. Denn im geistigen Raum bedeutet TEILUNG nicht Trennung und Halbierung, sondern Verschmelzung und Ausdehnung.
Die Zeugung deines Körpers geschieht lange nach dem Beginn deiner Reise zur Erde. Sie zieht eine weitere empfindliche Teilung von den Seelen- und Geisträumen, eine Abspaltung, nach sich und führt dich in die massive Verdichtung des Körpers – in eine Verhärtung und Erstarrung. Diese Teilung entspricht in der Tat eher einer Trennung als einer Verschmelzung - eine äußerst schmerzhafte Erfahrung deines Geist-Seele-Wesens, die zum völligen Vergessen deiner wahren Herkunft führt. Diese Teilung ist der Tod deines wahren Lebens - für eine lange Zeit. Die Entfernung zwischen deinem zurückgebliebenen hohen Geist und jenem abgestiegenen niederen Geist, der zu einem Menschen wurde, ist nun sehr groß. Die Grenzen, Schleier und Membrane, die nun zwischen dir und DIR SELBST liegen, werden undurchdringlich - und die Jahrsiebte deines Menschenlebens lassen sie immer dichter werden (vgl. Lektion 14 Geistgeburt).
Bei der Geburt auf Erden verkörpert sich also nicht dein ganzes Geistwesen, sondern nur ein sehr kleiner Teil davon. Er schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch: Du selbst. Mit dieser Verteilung - der kleinste Teil geht zur Erde und der größte bleibt im Geistraum zurück - ist eine lückenlose Führung deines Lebens gewährleistet und nichts, ABSOLUT NICHTS kann schief gehen! ZUFALL ist das, was der Geist dir in den Weg wirft, wenn die Zeit dafür reif ist. Dann fällt es dir auf Erden zu - in die Hände, vor die Füße oder auf den Kopf.
Liebesakt, Zwischenlösung und Toröffnung
Den Tod des physischen Körpers können wir grundsätzlich als eine Notlösung betrachten, die allerdings viele tausend Male gewählt wird, solange der Geist keine andere Ausstiegsart findet. Der Tod ist vergleichbar mit dem Notausstieg aus einem fahrenden Zug, dessen Bremsen versagt haben. Er ist ein Retter in der Not, der dem tief abgestiegenen Geist zum Aufstieg verhilft – ein Tor-Öffner. Wann immer du dich zu weit entfernt hast, kam TOD und befreite dich mit seinem elektrischen Liebes-Strom-Schlag aus deinem magnetischen Körpergefängnis. Der Tod ist die Versicherung deines Ewigen Lebens. Er ist das Tor zur Rückkehr des ausgewanderten Geistes nach Beendigung seines Etappenziels auf Erden. Er war eine Notlösung, die deinem abgestiegenen Geist die Möglichkeit gab, wieder aufzusteigen, nachdem du dich soweit von seiner Heimat und Familie entfernt hast, dass die Verbindung reißen müsste oder sich nie mehr aktivieren könnte.
Der Körpertod ist die Umkehrfunktion der Körpergeburt. Der Einstieg in den Körper war lange Zeit ebenso kompliziert, aufwendig und schmerzhaft ist wie der Ausstieg. Doch nun wird beides leichter und freudvoll. Der Tod des Körpers war keineswegs das endgültige Ziel des Geistes. Es war durchaus nicht sein Ziel, nach dem Erdenweg in die Geisträume zurückzukehren. Der Tod war lange Zeit nur ein Zwischen-Ziel, eine gute Zwischenlösung, die es deinem Geist erlaubte, sein Langzeit-Projekt der Verkörperung auf Erden durchzuführen. Das letztendliche Ziel ist es, einen Körper auf Erden zu erschaffen, der weit und licht genug ist, dass alle zurückgelassenen Anteile der Geist- und Seelenräume nachkommen können. Das wahre Ziel ist die Verkörperung und Ausdehnung des Geistes auf Erden - die Vergeistigung des Planeten.
Wann immer also ein Mensch stirbt, geht ein kosmisches Wesen zurück in die Geisträume und macht sich anschließend wieder auf den Weg zur Erde. Das tut es so lange, bis es ihm gelungen ist, im Körper unsterblich zu sein. Denn nicht auf dem Rückweg in die Geisträume verschmilzt du mit allen von dir getrennten Wesensteilen, sondern hier auf der Erde. Und so gehst du eines Tages nicht mehr zurück zu ihnen, sondern ziehst sie zu dir. Eines Tages ziehst du alle Teile deiner selbst zu dir und kommst GANZ auf Erden an. An diesem Tag verschmelzen der niedere und der hohe Geist in deinem Körper - und du erwachst im Geiste. Der Geist erwacht in dir. An diesem Tag verschmelzen Geist und Körper und das 2. Kristall-Zeitalter beginnt.
Viele Entscheidungen
Bevor ihr euch aus der höheren Lebensform des Geistes in die niedere Lebensform des Körpers aufmacht, trefft ihr eine generelle Entscheidung für das Erdenleben sowie viele einzelne Entscheidungen zum Lebensweg. Eine der wichtigsten Entscheidungen, die gleich zu Beginn vorgeformt wird, ist die Frage nach dem Ausstieg aus dem Erdenleben, nach den Umständen und der Art des körperlichen Todes. Der Antwort auf diese Frage liegen alle Erfahrungen, spezifischen Kräfte, Eigenschaften und Wünsche zugrunde, die der Geist in anderen Körperleben und Dimensionen gesammelt hat. Das Ergebnis ist eine sehr feine, ausgleichende und ausgeglichene Abstimmung aller Einflüsse aller Dimensionen.
Und niemals geht es nur um die eigenen Belange, sondern um die aller beteiligten kosmischen Wesen und Menschen auf Erden. Der Tod des Einen geht Alle an. Denn wie bitter der Abschied und wie grausig die Todesart auch erscheinen mögen: Alles was auf Erden geschieht, sind Geschenke, die ihr einander macht. Es sind Jesus- und Judas-Dienste, die euch die Räume des Luzifer ebenso öffnen wie jene des Christus. Dies anzuerkennen, ist eure größte Herausforderung und schwerste Aufgabe. An ihr wirkt ihr viele Leben lang, Jahrtausende hindurch. Für diese Aufgabe geht ihr immer wieder zurück zur Erde - steigt immer wieder ab, um die Liebe des Todes, die Weisheit des Sterbens, zu erfahren.
Politischer Rat
Bei der Absicht und Freigabe zur Geburt auf Erden verkörpert sich nur ein sehr kleiner Teil des Geistwesens. Dieser schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch. Diese Verteilung garantiert eine lückenlose Führung des Menschen.
Ab dem Moment der Inkarnation sprechen wir vom abgestiegenen niederen Geist und vom zurückgebliebenen hohen Geist. Hoch und niedrig bezeichnet nicht gut und schlecht, sondern schnell und langsam - die Schwingungsfrequenzen eures jeweiligen Lebensatems und die Drehzahlen eurer Zellkerne betreffend. Der niedere Geist wird im Laufe der Kindheit zum quirlig-lebendigen Egogeist, der den Lebensatem und die Drehzahl auf Hochtouren bringt. Später, wenn er nicht loslassen will, obwohl die Zeit reif ist, wird er zum Quälgeist, der nun Lebensatem und Drehzahl abbremst und an den einzig möglichen Tiefpunkt bringt - genau dahin, wo TOD euch wieder abholen kann.
Vor dem Abstieg wurde verfügt, wer zu welchen Lebensthemen die letzte Entscheidungsgewalt hat. Alle wesentlichen Entscheidungen zu Erdenleben und Erdentod werden generell aus dem Geistraum heraus getroffen. Dies geschah einmalig vor der Inkarnation und geschieht laufend während des Körperlebens, das von Tag zu Tag upgedatet wird, wie ihr sagen würdet. Zwar fließt der Lebensfluss auch für den planenden Geist in immer wieder unvorhersehbare Richtungen - sonst wäret ihr eure eigenen Marionetten - doch er wird immer wieder korrigiert, geführt und geschützt, denn euren Ur-Plan, eure Ur-Absicht wollt ihr einhalten. Zwar herrscht der Freie Wille, doch dieser beschränkt sich beileibe nicht auf das Ego und seine enge Weltsicht. Es ist der gemeinsame freie Wille aller Wesensteile und Instanzen deiner multidimensionalen Persönlichkeit, ja es ist der kollektive Wille all deiner Zeiten und Zeitalter, all deiner Räume und Nebenräume.
Ähnlich einem politischen Rat bestehst du aus unterschiedlichen Gremien, die Stimmrechte zu unterschiedlichen Anteilen haben. Zwar hat dein großer Geist die größte Entscheidungsgewalt, dennoch kann der kleine Quälgeist ihm das Leben schwer machen, indem er ständig „NEIN“ sagt oder: „JA, ABER...“.
Doch niemals kann dein Ego allein, und sei es noch so krank und lebensmüde, den Tod des Körpers verursachen - nicht einmal, wenn die Seele und der Körper ihre Zustimmung geben. Eine solche ultimative Entscheidung ist Chefsache. Hier kann und wird der hohe Geist die letzte Entscheidung treffen. Und an dieser Stelle wiederum kann er dem niederen Geist das Leben schwer machen, einfach indem er ihn nicht sterben lässt. Doch allein dies gewährleistet, dass jeder Tod auf Erden, jede Todesart und jeder Todeszeitpunkt nicht Launen der Natur, Zufällen, Mordlust anderer oder unhaltbaren Selbstmordabsichten des Egos entspringt, sondern dem Willen und Bewusstsein deines kosmischen Geistes. Jeder Tod ist, wie jede Geburt auch, ein Akt der Liebe und der Weisheit. Und dies gilt in der Tat für alle Zeiten des Krieges und des Friedens, gleichgültig wann und wo du dich aufhältst.
Der Schutz des Lebens im Angesicht des Todes
Malen wir hier einige alltägliche Situationen, die dein Gefühl für deinen politischen Rat vertiefen mögen:
Lebensmüdigkeit: Nehmen wir an, du befindest dich in einem völlig desolaten Gemütszustand. Dein Ego will nicht mehr weitergehen, sich nicht mehr entscheiden. Es will weder den Körper noch die Seele ihrer Wege gehen lassen. Es will weder Kontrolle noch Ängste loslassen. Es will sich von niemandem helfen lassen. Die Wandlung des irdischen Lebens wird aussichtslos und du gerätst in eine Erstarrung, in eine graue Zone.
Der niedere Geist sagt: „Ich will nicht mehr weiterleben. Es hat alles keinen Sinn mehr. Ich will sterben.“ Die Seele quält sich einerseits unter dem depressiven Würgegriff des Egos und leidet unter dessen Gedankengiften. Andererseits muss sie als Botschafterin zwischen dem niederen und dem hohen Geist vermitteln. Sie gibt diese Information nach oben weiter und ist geneigt, ebenfalls zu gehen, um aus dieser körperlichen Folterkammer frei zu werden.
Zwar ist der hohe Geist am weitesten vom Kriegsschauplatz entfernt, doch ER ist es, der über Leben und Tod entscheidet, denn es ist SEIN Leben auf der Erde. Er hat es gewollt. Er entscheidet, ob es ihm noch wertvoll und aussichtsreich erscheint oder nicht. Er fühlt weniger als die beiden anderen, doch er sieht, weiß und will mehr als sie. Er riskiert mehr und hält mehr aus. Daher erhält das Ego keine Freigabe für das Durchschreiten des Tores, für den Tod. Stattdessen sendet er Impulse in sein irdisches Leben, neue Kraft und Hoffnung, eine plötzliche Wendung.
Nun kann das kleine Ego, bockig und starrsinnig wie es nun einmal ist, so viele Selbstmordversuche unternehmen, wie es will. Es kann sich in allen zwielichtigen Vierteln der Welt herumtreiben, um vielleicht zufällig von irgend jemandem um die Ecke gebracht zu werden. Es kann sich im Zoo ins Krokodilgehege stürzen oder sich vor die U-Bahn werfen. Es kann sich ein großes, schnelles Motorrad kaufen, wie Sabine dies in ihrer Phase getan hat und unbewusst hoffen (Anmerkung: freches Geplauder aus meinem Nähkästchen! Monsieur will nicht, dass ich dies lösche!), bei aller Freude wenigstens hier einen kleinen Hinausschlupf zu finden. ES WIRD NICHT GELINGEN. Im Gegenteil, mit jedem neuen Versuch, sich das Leben zu nehmen, wird die geistige Leibgarde verdoppelt und vervielfacht. Warum? Nun, weil bereits zuviel in diesen Körper investiert wurde, um ihn sterben zu lassen, weil er so wertvoll geworden ist, dass der Geist lieber einige Jahre wartet, drangsaliert und operiert - in der Hoffnung, dass der Mensch wach wird, denn dies kann der hohe Geist selbst nicht erreichen.
Lebensfreude: Ein anderer Mensch, vielleicht der Nachbar, ist bester Dinge in seinem Leben. Er steht in der Blüte seiner Jahre, schwimmt auf einer Glücks- und Erfolgswelle, verdient so gut wie nie zuvor. Er ist ein Liebling von jedermann und erst recht aller Frauen. Er genießt das Leben in vollen Zügen. Nichts läge ihm ferner als der Gedanke an seinen Tod. Und doch - plötzlich und unerwartet - findet sein Begräbnis statt. Was ist geschehen? Der höhere Geist hat seinen Atem zurückgezogen und ihn wieder zu sich geholt. Auch dafür gibt viele gute Gründe: Geschenk des Schmerzes und der Verwirrung an alle Hinterbliebenen, Herausforderungen an deren Gefühle, Gedanken und Entscheidungen. Irdische Gerechtigkeit ist in der Tat weit entfernt von kosmischer Ordnung und geistigem Gleichgewicht.
Begegnung mit dem Täter (1): Nehmen wir an, ein Mörder läuft umher - oder sollten wir eine Mörderin nehmen? Gleichgültig! Du begegnest diesem Menschen, diesem Judas, diesem Teufel, der nach eurer Wahrnehmung schon 17 Menschen auf dem Gewissen hat. Du begegnest ihm in einer für seine Taten typischen Situation und - überlebst. Er berührt dich nicht, er kann dich auf seiner Frequenz nicht erreichen. Aber du berührst ihn, nicht wissend wer es ist. Du sprichst freundlich mit ihm. Du ahnst nichts böses, fühlst allerdings einen tiefen Schmerz und eine große Verwirrung in seinem Lebensfeld. Du empfindest tiefes Mitgefühl mit ihm. Und du strahlst dein kristallines Herzlicht aus, wie du es immer tust, wenn du das Haus verlässt. Siehst du, ES KANN NICHT PASSIEREN, weil du in deinem liebenden Herzen geborgen bist.
Begegnung mit dem Täter (2): Nehmen wir an, du bist keineswegs in deinem liebenden Herzen geborgen und denkst überhaupt nicht daran, dein kristallines Herzlicht auszustrahlen, weil du dies ohnehin für einen ausgemachten Schwachsinn hältst. Stattdessen beschäftigst du dich seit Monaten mit dem hoffnungsvollen Gedanken, das Opfer irgendeines beliebigen Mörders zu werden. Das würde alle deine Probleme auf einmal lösen, deinen Hinterbliebenen hättest du endlich eins ausgewischt, sie sollen doch (endlich mal!) um dich weinen, der Schuldenberg wäre endlich erledigt – und der andere geht eben in den Knast – geschieht ihm recht...! Welch ein Szenario! Und tatsächlich begegnest du dem Ersehnten in einem düsteren Moment.
Doch er tut nichts, er bringt dich nicht um. Er haut maximal auf deine linke Wange und geht seiner Wege. Schlimmer noch: Er beginnt, mit dir zu reden, dich zu trösten und dir die trüben Gedanken auszutreiben - schlicht weil dein Geist dir keinen Tordurchgang gestattet hat, weil sein und dein Geist keine Verabredung miteinander haben. Nein, ihr Lieben, es gibt definitiv keine Ausnahmen und keine Ausreden.
Unwetter und Erdkatastrophen: Und natürlich verhält es sich im Feld der gewaltigen Erd- und Wetterkräfte ebenso. Wenn du im Körper bleiben sollst, können sich Erdspalten auftun, Vulkane können ausbrechen und Stürme das Land verwüsten – DU WIRST LEBEN. Es ist immer eine Frage der Resonanz zwischen dir und der Welt. Und über diese Resonanz entscheidet dein hoher Geist. Daraus entstand euer schönes Wort: „Das Glück ist mit die Doofen“ oder „Gesegnet sind die geistig Armen“. Tatsächlich ist es so, dass das Himmelreich so lange über euer Erdenleben wacht, bis ihr Zuhause wieder willkommen seid.
Edgar Cayce bezeichnet ihr als den Schlafenden Propheten, da er Anfang des letzten Jahrhunderts in der Lage war, in seiner Trance den Menschen zur Heilung von ihren Krankheiten zu raten. Er wollte eines Tages den Paternoster eines Verwaltungshochhauses in Chicago betreten, um hinab ins Erdgeschoss zu fahren. Im letzten Augenblick des Einsteigens zog er seinen Fuß zurück und ließ ihn weiterfahren. Die Aura des Todes war ihm entgegengeweht und hatte ihn gewarnt und ausgeschlossen. Jene fünf Personen im Fahrstuhl hatten die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten und ihrer Aurafelder, den Lebensatem, bereits abgelegt. Kurz darauf stürzte das Gefährt ab - ohne ihn.
Lichttod und Schattentod
In der Lektion 16 seid ihr den Wesen LICHTTOD und SCHATTENTOD begegnet. Dort wurde das Wesen TOD mit seinen beiden Aspekten der Dualität erläutert und euch in Erinnerung gebracht. Auch in unserer Kreuzigungsgruppe (zu finden unter: Seminarprotokolle, Januar 2006) ist von diesen beiden die Rede sowie in den Dokumentionen der KRISTALLMENSCH-Treffen, die in der nächsten Zeit im Netz erscheinen. Hier könnt ihr dieses Thema noch vertiefen.
Arten der Geburt
Geburt auf Erden ist Tod im Geiste. Tod auf Erden ist Geburt im Geiste. Nimm an, dass sich dein Leben auf Erden tausendfach wiederholt hat. Nicht wiederholt, im Sinne des ewig gleichen Weges, sondern wiederholt im Sinne der ewigen Wiedergeburt, des Todes, der Wiedergeburt, des Todes - der Wiederankunft und des Wiedergehens, des erneuten Kommens und Gehens, und Kommens und Gehens, einfach um deinen langen Weg fortzusetzen und eines Tages am Ziel anzukommen.
Stell dir vor, du hast 1000 Körper gehabt - nehmen wir die Zahl 1000, um eine gerade, glatte Zahl zu haben, vielleicht warst du 600 mal auf Erden, vielleicht 70.000 mal. Stell dir vor, du hast dir 1000 verschiedene Möglichkeiten des Einstiegs in deine Körper gewählt - 1000 verschiedene Formen der Geburt, 1000 verschiedene Zeitpunkte, Orte und Räume, 1000 verschiedene und Weg- und Lebenslängen, 1000 verschiedene Arten des Weges, 1000 verschiedene, Orte und Umfelder, Aufgaben und Umstände.
Und schließlich 1000 verschiedene Tode - 1000 Möglichkeiten des Ausstiegs aus dem Körperleben, der Rückkehr in die Heimat. 1000 Rückwege in dein ewiges unsterbliches Leben bist du gegangen. Machen wir uns ein Bild von nur wenigen Einstiegen ins irdische Leben und sehen wir, wie wenig sich Geburt und Tod wahrhaft voneinander unterscheiden.
1.
Ein Einstieg mag jene Geburt gewesen sein, die nach allen Regeln der irdisch-kultivierten Normalität verlief. Nach neun Monaten glücklicher Schwangerschaft, bei Wohlbefinden deiner Mutter und Vorfreude des Vaters auf dich, bist du als ein sehnlichst erwartetes und geliebtes Kind zur Welt gekommen. Nun, das klingt ein wenig langweilig. Schauen wir uns andere Fälle an.
2.
Ein anderes Mal warst du nicht willkommen. Deine fötale Entwicklung kämpfte sich durch Engpässe und Widerstände, durch Angst- und Ablehnungs-Energien. Dein Körper wuchs in einem Feld des Selbsthasses und der Schuld heran, die deine Mutter in sich trug. Sie ernährte dich mit Gefühls- und Gedankengiften und du nahmst all diese Kräfte in dir auf.
Alle Versuche deiner Seele, die Mutter von deiner Liebe kosten zu lassen, schlugen fehl. Und so bist du schließlich drei Monate vor der Zeit geboren, weil sie dich von sich abgespalten hatte - dich nicht mehr tragen wollte. Fremde Menschen haben mit der Hilfe von Maschinen und Instrumenten dein ungewolltes Leben erhalten und es in eine Welt der Gleichgültigkeit und Ohnmacht entlassen – in jene Welt, die du vor deinem Abstieg gewählt hast.
3.
Ein anderes Mal hast du selbst nicht herausgewollt aus der warmen Geburtshöhle. Du hast dich geweigert herauszuschlüpfen. Das Gefühl, dass du dir für dieses Leben zuviel vorgenommen hast, war immer stärker geworden. Du konntest dich nicht entscheiden - weder zurückzugehen noch vorwärts. So bist du nach Wochen fast im Fruchtwasser ertrunken, bevor du im harten Griff der Menschen mit einem alle Dimensionen durchschallenden NEIN deinen ersten Atemzug getan hast, mit einer schweren Gelbsucht das Neonlicht des Kreißsaals erblicktest – aufgedunsen und hässlich wie eine kranke Kröte. Und deine geliebten Eltern haben sich abgewandt, als sie dich zum ersten Mal erblickten, weil sie nicht glauben konnten, dass dieses reptilienhafte Wesen ihr ersehntes Kind sein sollte. Die Freude deiner Eltern über deine Ankunft wurde dein Schmerz und deine Abwehr, da du nicht ankommen wolltest. So hast du dein Erdenleben mit nur einem Bruchteil deiner wahren Kraft begonnen und geführt - viele Jahrzehnte abgelehnt, was dein größtes Geschenk war. Und auch dies war von Beginn an so gewollt.
4.
Ein anderes Mal wurdest du in aller Einfachheit und Gleichgültigkeit geboren, geradezu widerstandslos zur Welt gebracht - entbunden und ausgesetzt. In ein paar Laken eingehüllt, an den Straßenrand gelegt, weil dich niemand wollte - empfangen und verlassen. Von diesem Leben kehrtest du bereits nach wenigen Stunden zurück nach Hause. Und auch dies war genau der Weg, den du gewählt hast.
5.
Ein anderes Mal hast du dir die Geburtshöhle mit zwei Brüdern geteilt. Ihr seid gemeinsam abgestiegen, eingeflossen und herangewachsen, aneinander geschmiegt, habt jede Regung und Bewegung miteinander geteilt. Doch als ihr größer wurdet, habt ihr begonnen, um den Raum zu kämpfen, der euch im Leib der Mutter zur Verfügung stand.
Eines Tages stand es fest: Der Stärkere sollte bleiben und der Schwächere wieder gehen. Und so erdrückten zwei von euch den Dritten und dehnten sich weiter aus - in seinem Atem, den ihr ihm genommen habt, in seinen Raum hinein, den er freigegeben hat. Und dann bist du geschlüpft, als Erstes, und hast Ausschau gehalten nach dem Bruder, der eine Zeit lang nach dir kam - doch auch schon nicht mehr lebte. Und hier hast du dir zu allem Beginn deines Lebens ein tiefstes Bewusstsein von Verlust und Schuld, von Trennung und Tod, von Verlassenheit und Unvollständigkeit erschaffen, dunkle Kräfte, die du bis zu deinem eigenen irdischen Tod erhalten wolltest.
Seht ihr, Geburt ist nicht gleich Geburt. Jeder Einstieg in das Erdenleben ist ein einzigartiges Geschehen, das einen einzigartigen Lebensweg vorbereitet, einer einzigartigen Entscheidung eures Geistes folgend. Auf all euren fötalen Wegen bis zur Geburt erlebtet ihr euer anschließendes Leben bereits in der Kürze und Essenz. Lange vor der Geburt richtetet ihr dieses Leben ein und machtet Erfahrungen, die ihr nirgendwo sonst machen konntet. So reichte oftmals schon der fötale Weg für eine Erdenreise aus. Tausende von Erfahrungen machtet ihr, die eure Herzflammen immer höher lodern ließen und eure Lebenskristalle Facette um Facette schliffen.
Arten des Todes
Betrachten wir nun verschiedene Formen des Ausstiegs oder Ausgangs aus dem Körperleben - verschiedene Tore, die ihr schon vor dem Einstieg vorgeformt habt, um sie während des Erdenlebens zu konkretisieren, um ihre Schöpfung zu realisieren und ihren Erfahrungswert zu erfüllen.
Wir beginnen mit jenen Toren, die eurer irdischen Sicht, eurem Ego-gesteuerten Empfinden normal, angenehm, zumindest gerechtfertigt erscheinen mögen - eurem kultivierten, spirituellen und Gerechtigkeit fordernden Verstand willkommen. Es gab Leben, die ihr aus eigener Kraft beendet habt. Es gab Leben, in denen ihr dies nicht konntet oder wolltet und die Hilfe anderer brauchtet. Immer gab es Wesen, die euch halfen, die Tore zu öffnen, damit ihr sie durchschreiten konntet. Immer gab es Menschen, die euch den Tod gebracht haben - scheinbar, wie wir später sehen werden ....
1.
Betrachten wir ein Leben, das du durch Krankheit beenden wolltest, im Siechtum. Dein Geist war noch wach, der Körper schon zerfallen, voller Schmerzen, Elend und Krankheit - nichts mehr wert. Doch konntest du lange Zeit nicht sterben. Du hattest entsetzliche Angst vor dem Tod und klammertest dich an jedem Strohhalm fest, den der Ozean des Lebens an die Ufer deines gequälten Daseins spülte.
Deine Familie hielt dich fest, deine Kinder und Enkel. Die einen wollten dich aus Liebe nicht gehen lassen, die anderen hielten dich im Zorn, in ungesühnten Schmerzen und Forderungen fest. So unterstützten sie alle die Qualen deines Egos und des Körpers und verlängerten dein Martyrium - weil du es so wolltest. Denn wertlos war auch dieses nicht. Sogar in diesen grauen Räumen konnte sich der Kristall deines Geistes schleifen und seine Strahlkraft erhöhen. Doch irgendwann war die Zeit abgelaufen und dein Geist zog dich zu sich zurück. Es war der Augenblick, da dir der liebevolle Pfleger half, dieses schmerzhafte, hilflose Leben zu beenden. Er reichte dir den Kelch, den du leeren wolltest, und wurde dafür vor den Richter gezerrt. Hast du ihm jemals gedankt?
2.
Ein anderes Mal beendetest du dein Leben durch das Fallbeil. In diesem Lebens-Zeit-Raum hattest du deinerseits das Leben vieler anderer beendet, ausgelöscht und den irdischen Besitz dieser Menschen, die dich zweifellos zu sich gerufen hatten, an dich genommen. In der letzten Zeit hast du einige Monate in dunklen, nass-kalten Kerkern verbracht - gewählt nach allen Betrachtungen deiner inneren und äußeren Lebensbewegungen. Und schließlich hast du eines nasskalten Novembertages um 6 Uhr früh deinen Kopf hingehalten - 1894 in Paris.
Und als nach dem Fall des Messers der Kopf deines Körpers in den Staub vor die Füße der schreienden, stampfenden Menge rollte, die froh war, dich endlich los zu sein, hörtest du, wie ihr frenetisches Gebrüll plötzlich in sphärische Harmonien überging, in eine Symphonie der Liebe. Dann bist du aufgestanden, hast sie nicht ohne Häme angelacht, dem Henker freundlich zugenickt und bist gegangen - nicht ohne dich nach einigen Schritten noch einmal umzudrehen, ihnen zuzuwinken und zu sagen: „Bis bald - wir sehen uns.“
3.
Ein weiteres Lebensende, das Tor hinaus aus dem Körperraum, kreiertest du dir bereits im Mutterschoß. Du hast während der fötalen Phase einen tiefen und schmerzvollen Einblick in dein künftiges Leben erhalten und wurdest lange Zeit das Gefühl nicht los, dass du dir zuviel vorgenommen hast. Allein dieser Raum, in dem du dich hier neun Erdenmonate auf das Tor der Geburt vorbereiten wolltest, war alles andere als gemütlich - ja es schien von Beginn an weder Hoffnung noch Perspektive zu geben.
Die Geburtshöhle war, da du eine schmerzbeladene Mutter und ein dunkles Umfeld gewählt hattest, eng und hart, von beständigen kalten Schauern durchzogen. Du trafst schließlich im letzten Augenblick jene Entscheidung, die du schon seit Wochen vorbereitet hattest: Du stranguliertest dich am Tag der erwarteten Geburt mit der Nabelschnur und ließest den toten Körper hinausgleiten in die Welt. Du gingst durch das Tor zurück in den Geistraum, noch bevor du das Tor zum Erdenraum durchschritten hattest.
4.
Ein anderes Leben wolltest du im Alter von sieben Jahren beenden, da du jenen, mit denen du lebtest, alles gegeben hattest, was sie brauchten und annehmen wollten. Sieben Jahre hast du sie glücklich gemacht. Sie haben bedingungslos von dir empfangen und dir alles gegeben, was du brauchtest. Dann hat sich das Blatt gewendet. Nun wollten sie nichts mehr von dir annehmen, sondern dich stattdessen in ihre Regeln pressen. Der Moment kam, da du innerlich wusstest, dass auch deine Umkehr kommt, da deine Absicht und Mission erfüllt war. Der Lebensatem wurde enger und es gab hier nichts mehr zu tun - nicht mehr zu sein.
Nun konntest du sie nur noch einmal beschenken - durch deinen Fortgang. Nächtelang sandtest du deine Liebe in ihre Herzen, auf dass sie sich erweichen und öffnen mögen, denn es war ein Geschenk der Liebe, das sie bald in große Schmerzen stürzen würde.
Warst du wach, hast du nichts von alledem geahnt. Doch in deinen Träumen begegnete dir immerzu diese wunderschöne, weiß-verschleierte Frau, die lachend ihre Hände nach dir ausstreckte. Sie lockte dich mit ihrem lieblichen Antlitz und gab dir eine große Kraft. In deiner kindlichen Weisheit wusstest du, dass du es selber bist - dass du dir selber folgen wirst.
Also bist du an einem sonnigen Wintermorgen hinausgelaufen in das strahlende Licht und die glitzernde Kälte, immer den Sonnenstrahlen nach. In deinen inneren Bildern und Welten versunken, sorglos, verträumt - und innerlich ein wenig aufgeregt, als ahntest du, dass heute ein ganz besonderer Tag sei, dass du heute vielleicht einem Zauberer begegnen würdest.
Als der Abend hereinbrach und du müde wurdest, erinnertest du dich an dein irdisches Zuhause. Doch du warst weit fort und konntest den Rückweg nicht finden. Es wurde dunkel und du weintest ein wenig, erschrocken über deine Entdeckung. Doch da stand plötzlich wieder diese weiße Frau, lachend dir entgegen gebeugt, die Arme ausgestreckt, um dich zu empfangen. Dein Herz jauchzte vor Freude auf und schlug hoch - und du sprangst ihr entgegen.
Die Menschen fanden deinen kleinen erfrorenen Körper erst einige Tage später. Und die weiße Frau stand neben ihnen, als sie ihn aufhoben - strahlte ihre Liebes-Wärme in deren verzweifelte erfrorene Herzen. Aber was erzählen wir dir, daran erinnerst du dich schließlich selbst, nicht wahr?