Baum Wurzel
Die Vielfalt der Wurzel erschafft die Vielfalt der Krone

Dritter Block

Hier findet ihr folgende Überschriften und Themen:
(bitte abwärts scrollen)

Über die Väter und die Söhne
Flucht aus dem Drama oder:
Das Chaos in die Drehung bringen
Kindliches Empfinden, kindliche Sexualität und
über die femininen und maskulinen Kräfte
Wie lange dauert der Tod?

(noch nicht von Sabine endbearbeitet)

Über die Väter und die Söhne

Raum für die Söhne
Anton: Du sagtest etwas zum Thema des verstorbenen Vaters.

Sabine: Lebt Dein Vater noch?

Anton: Ein Glück, ja.

Sabine: Wieso ist das ein Glück, dass er lebt? Das ist Pech! Wenn die Väter gehen wird der Platz für die Söhne auf der Erde frei. Wenn die Mütter gehen, wird der Platz für die Töchter auf der Erde frei. Das ist also kein Glück, dass er noch lebt.

Nun, das war einer unserer schwarzen Scherze, sorry. Tatsächlich hat dieses Prinzip in der alten Zeit geherrscht, da einer nur in seine Macht kommen konnte, wenn der andere gegangen war - eine Frage der seelischen BIndungen im Aurafeld. Doch selbst nach dem Tod des entsprechenden Elternteils haben die meisten Söhne und Töchter keinen Gebrauch von ihrer "Thronfolge" gemacht - oder sich so sehr in die Rolle des Verstorbenen hineinbegeben, dass sie glatt als Partnerersatz für die Mutter oder den Vater fungierten. Nun, darüber sprechen wir vielleicht noch.

Immerhin muss heute niemand mehr über "die Leichen der Eltern" gehen, um selbst Eltern im vollen Umfang zu sein.

* *

Es geht um das Thema Männliche Sexualität
Sexualität ist nicht etwa eine Frage der Erwachsenen, sondern eine Frage der Kindheit. Die Sexualität fängt in der frühesten Kindheit an. Lange bevor ihr sprechen könnt, habt ihr euren Pillermann untersucht und herausgefunden, wie er steif wird. Im darauffolgenden Jahrsiebt beginnt ihr mit den Doktorspielchen, um herauszufinden, wie das bei eurer Nachbarin funktioniert.

Wenn ihr in dieser Zeit geblockt, gestoppt oder verurteilt werdet, weil eure Eltern selbst in einem sexuellen Drama, in einer sexuellen Verhärtung aufgewachsen sind - und das war in den letzten Jahrtausenden natürlich der Fall - dann ist eure eigene Kindheit bereits mit der ersten Erfahrung eurer selbst geblockt.

Sexualität ist nichts anderes als die Selbsterfahrung des göttlichen Geistes im physischen Körper - bei den Männern im Bereich der Sexualität und bei den Frauen im Bereich des Träumens, das noch über das Gehirn, über die Epiphyse geht.

Wir könnten darüber sprechen, was es in eurer Kindheit damit auf sich hatte, wie ihr in eure sexuellen Selbsterkenntnisse gekommen seid. Eine andere Möglichkeit ist, noch ein bisschen über eure Väter zu sprechen.


Väter und Söhne
Es gibt eine ganz klare geistige Reihenfolge: Großvater, Vater, Sohn, Enkel. Dann gibt es eine scheinbar sehr harte Matrix, die sagt, dass der Sohn erst dann voll aufblühen kann, wenn der Vater gestorben ist.

Schon seit Jahrtausenden ist es so, dass die Söhne immer den Beruf des Vaters erlernen mussten. Die Söhne hatten zwar völlig andere Vorstellungen darüber, was sie machen wollten, aber sie mussten in die Fußstapfen ihrer Väter treten. Das war bis zuletzt so. Heute hört es langsam auf so zu sein.

Es war nicht nur so, dass der Beruf des Vaters in den Sohn eingepflanzt werden musste, sondern auch die eigene unerlöste Kindheit hat der Vater auf den Sohn übertragen.

Das haben wir bei Joachim erlebt vor einigen Wochen. Da hatte ich das große Vergnügen, Joachims Vater aus seinem Leib heraus zu ziehen, nachdem dieser fünfzig Jahre lang in Joachim gehangen hat. Das war heftig. Sein Vater war gestorben - in einer sehr dramatischen Situation - als Joachim drei Jahre alt war. Er ist mit 29 Jahren an einem Gehirnschlag gestorben. Das ist keine Krankheit, sondern ein sauber fingierter Selbstmord, der aufgrund der Situation, in der sich der Mann damals befand, unausweichlich war.

Was hat der völlig verzweifelte Vater getan, der so nicht mehr weiter leben, aber eigentlich auch nicht sterben wollte? Er ist mit dem Tod aus seinem Körper heraus und komplett auf Joachim übergesprungen. Und einige Jahrzehnte später starb der Vater von Joachims frisch angetrauter Ehefrau - und auch er ist auf Joachim übergesprungen.

So hat Joachim einige Jahre lang mit diversen Männern in sich gelebt und hat zutiefst auf diese Art und Weise seine eigene Treue zu sich selbst nicht finden können, weil er durch die Treue des Vaters und durch die Treue des Schwiegervaters an die Familie gebunden war.

Das ist ein Vertrag den ihr miteinander gemacht habt. Lange bevor ihr geboren wurdet, habt ihr mit diesen Jungs ausgemacht: Wenn es soweit ist, nehme ich euch in mir auf.


Besetzungen
Das ist nichts Außergewöhnliches. Exorzismus, Teufelsaustreibung - das haben wir in allen Jahrtausenden gemacht. Es gab immer wieder Zeitalter, da wir den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben, und statt den einen rauszuholen noch drei andere rein geschlagen haben. Heute machen wir das etwas sensibler.

Es ist also überhaupt nichts Außergewöhnliches, mit Verwandtschaft besetzt zu sein. Das ist eine der Erbschaften, die wir auf uns genommen haben. Das ist einer der seelischen Liebesdienste, die sowohl demjenigen dienen, der im Trauma seines Todes hängen bleibt und nicht geht als auch für den, der besetzt wird. Jeder hat etwas davon, der Wirt und der Bewirtete.

Es gibt verschiedene Formen von Besetzungen: die astralen Besetzungen, die dämonischen Besetzungen, die Jahrestags-Besetzungen.

Es gibt die planetarischen Besetzungen und es gibt die reptoiden Besetzungen. Die reptoiden und planetarischen Besetzungen sind uralt und sehr heftig. Die astralen Besetzungen sind übergesprungene Seelenanteile im Moment des Todes.

Menschen, die erlöst sterben, lassen nichts zurück. Leute, die im Schock sterben, hinterlassen auch nichts - sie haben in dieser plötzlichen Situation nicht mehr die Möglichkeit dazu. Andere wiederum, die sich das Leben nehmen oder sich lange Zeit auf dem Sterbebett quälen, haben noch genügend Zeit, im Moment des Todes die Perspektive ihres eigenen Lebens so weit zu verlängern, dass sie sich auf ihren Sohn übertragen.

Oder wie in dem geschilderten Fall quälen sie sich so sehr mit dem Leben, mit dem Bleibenmüssen und der Verantwortung, die sie für ihre junge Familie haben, dass sie sich mal eben schnell ein tödliches Syndrom kreieren, das innerhalb einer Nacht wirkt. Das ist eine ganz normale Geschichte, das ist eine Form von Übernahme einer Erbschaft von eurem Vater auf euch.

Und jetzt ist die Zeit, da diese Besetzungen heraus kommen und ins Licht gehen können - und wo auch die Möglichkeiten, die sie euch als Hilfeleistung geboten haben, abgelaufen sind.

Seit 2001 seid ihr durch - mit eurem Studium, mit eurer Konstituierung, mit all diesen Aspekten, die ihr brauchtet, um die Menschheit bis in die Tiefen zu begreifen und in euch aufzunehmen - und dazu gehörten eure Väter und Mütter. Dazu gehörten auch abgetriebene Kinder, abgetriebene Geschwisterchen: Diese Seelen sind dann nämlich bereits da und wollen leben, selbst wenn die Eltern das nicht wollen.

Das klingt alles ziemlich gruselig. Und wenn ihr diese Wesen sehen könnt, sieht das auch ziemlich gruselig aus.

Die Figuren in diesen ganzen Horror-Sciencefiction-Geschichten, diese Orks und Urukhais im "Herrn der Ringe" zum Beispiel - das sind alles Wesen, die auch in den astralen Räumen gehaust haben. Die astralen Räume werden mit der Zeit immer weniger und immer dünner. Diese Wesen gehen jetzt langsam dort raus, weil ihre Zeit vorbei ist.

Aber all diese Zombie-Figuren und -Gestalten sind entlehnt aus diesen Besetzungsformen, die einfach nur sehr verzerrte Bilder der menschlichen Gestalt sind. Sie sind deshalb verzerrte Bilder von menschlicher Gestalt, weil sie immer aus einem Drama heraus entstanden sind.

Eine Besetzung entsteht nie aus einer Freude oder einer Glückseligkeit heraus, sondern sie entsteht nur aus dem Drama heraus, sich zwischen zwei Dingen entscheiden zu müssen und dann das Unweigerliche abzulehnen.

Dann gehen sie aus ihrer Lebensenergie heraus und besetzen einen anderen. Damit blockieren sie dessen Lebensenergien, doch sie bekommen dort nicht das, was sie brauchen. Und damit verelenden beide - der Besetzte und der Besetzer. Aber genau diese Form der Verelendung hat auch eine lange Zeit den Dienst der Verwurzelung an euch getan, bis zu dem Zeitpunkt, an dem es erfüllt war.


Die Erbschaften - Dämonen und Besetzungen
Erbschaften sind so genannte Erbkrankheiten, die aus Sicht der Schulmedizin angeblich genetisch bedingt sind. Gene sind leere Gefäße - die haben überhaupt nichts damit zu tun. Das sind Besetzungen, das sind Ähnlichkeiten. Es gibt die Jahrestags-Syndrome - das sind Besetzungen, die einmal im Jahr aktiv werden und das ganze Jahr über passiv bleiben.

Der Begriff Jahrestags-Syndrom ist auch in der Psychologie bekannt. Wann immer sich ein Unglückstag jährt, stürzt ihr - wenn aus diesem Unglückstag etwas auf euch übergegangen ist - von alleine in dieses Drama. Dann geht ihr aus der aufsteigenden Spirale heraus und das Jahrestags-Syndrom zieht euch zurück zum Beispiel auf den Januar 1982. Jahrelang stürzt ihr immer wieder zurück auf den Januar 1982, weil in diesem Jahr irgendetwas passiert ist, was eurem Leben einen so starken Stoß versetzt hat, dass ihr euch nicht davon erholen wollt. Das ist dramatisch.

Beim Trinker-Syndrom - der Begriff "Quartals-Säufer" stammt daher - kommt die astrale Besetzung meistens aus der Großvater-Ebene. Der Alkohol war über ganze Zeitalter der Trost am Abend, nachdem sie den ganzen Tag über in der Sonne, im Gestank, auf dem trockenen Feld geschuftet haben. Am Abend war die Belohnung dann oft der Alkohol.

Dieses Syndrom - oder diese Besetzung - funktioniert so, dass es ein Vierteljahr lang passiv ist. Dann hat der Besetzte kein Problem damit. Doch nach diesem Vierteljahr steigt der Dämon auf, reckt sich und sagt: Durst! Und dann trinkt dieser Mensch innerhalb einer Woche soviel, wie er sonst innerhalb eines halben Jahres ganz normal getrunken hätte.

Der trinkt sich schier besinnungslos, um diesen Dämon zu nähren, um sich selbst in einen Zustand des Friedens zu bringen, weil er diesen Dämon in sich spürt und ihn nicht anders loswerden kann, als durch besinnungsloses Ersäufen. Dann ist der Dämon satt und schläft. Und nach einem Vierteljahr kommt er wieder hoch. 

Das ist ein Syndrom, das über viele Generationen von Großvater zu Enkel, zu Enkel, zu Enkel, an die Männer weitergegeben wird, hauptsächlich an die Männer.

Auch das ist eine absteigende Situation. Das klingt witzig, aber es ist in der Tat hoch dramatisch. Daran sind ganze Familien zugrunde gegangen.

Mit dieser Dämonologie verhält es sich folgendermaßen: Grundsätzlich sind alle Energien, alle Gelüste, alle Süchte und alle Aspekte und Kräfte, die ihr in euch kennt (von Zuhause, von den Eltern, von den Großeltern) - alle diese Kräfte, die nicht zutiefst eurer göttlichen Energie, eurem göttlichen Fluss entspringen, dämonische Besetzungen. Auch jede Müdigkeit, die euch überzieht, wann immer ihr eine Entscheidung treffen sollt.

Flucht aus dem Drama - oder:

Das Chaos in die Drehung bringen

Flucht aus dem Drama
Es gibt bestimmte Besetzungen, die liegen wie ein Tuch über euch. Und wann immer ihr die Entscheidung treffen wollt, es euch jetzt einfach mal gut gehen zu lassen, wird dieses Tuch plötzlich lebendig und aktiv, es drückt euch runter und lässt euch ohne jede Perspektive. Jede Perspektive, die euch in euch Freude und neue Horizonte eröffnen könnte, wird auf diese Art heruntergedrückt. Das sind depressive Besetzungsformen, die ihr aus euren Familien übernommen habt.

Es gibt die depressive und die aggressive Flucht aus dem Drama.
Die depressive Flucht aus dem Drama ist Gewalt sich selbst gegenüber: krank werden, depressiv werden, selbst sterben - statt andere sterben zu lassen, selbst sterben; statt andere krank werden zu lassen, selbst krank werden; statt anderen Gewalt anzutun, sich selbst Gewalt antun. Das ist die depressive Flucht aus dem Drama. Und die aggressive Flucht ist Gewalt anderen gegenüber.

Das ist der einzige Unterschied zwischen Aggression und Depression. Daraus sind Zeitalter lange Besetzungen geworden, die ihr bis zum heutigen Tag von Vater zu Sohn, von Mutter zu Tochter weitergegeben habt.

* * *

Dieses orthogonale Kreuz im Gehirn erschafft Raum (Oben und Unten) und Zeit (Links und Rechts). Ihr bekommt auf der intellektuellen Ebene ein Gefühl von Raum und Zeit, ein Bewusstsein von Raum und Zeit - und ebenso auf der emotionalen Ebene. In dem Augenblick, wo ihr diese Sache um 45° Grad dreht, katapultiert ihr euch aus eurer Raum–Zeit heraus in einen Nebenlebensraum.

Ein Nebenlebensraum ist wie die Wartebank auf dem Fußballplatz. Dahin gehen alle die Kräfte, die vom Spielfeld gescheucht werden und erst später wieder zugelassen sind: die Schmerzen, die Erfahrungen, die Depression, die Dämonen, die Krankheiten, die eigenen Seelenanteile, die ihr in der nächsten Zeit nicht mehr braucht.

Im Gegensatz zum Fußballfeld, das größer ist als die Wartebank, ist es bei euch am Ende der Zeit so, dass das Fußballfeld sehr klein ist und die Wartebank riesig groß. Das größte Getummel findet am Ende der Zeit in euren Nebenlebensräumen statt.

Das sind eure Götter, eure alten Weisen, das sind eure Dämonen, eure Tode. Das sind all die zurückgelassenen Erinnerungen - sowohl aus dem Licht als auch aus dem Dunkel.

So betrachtet ist die Besetzung etwas durchaus Gesellschaftsfähiges.


Das Chaos in die Drehung bringen
Anton: Wo wir jetzt gerade aufräumen im Rahmen des Seminars, räumen wir mit unseren Dämonen und Besetzungen auch auf?

Sabine: Wir räumen nicht auf. Wir bringen das Chaos, das bereits existiert in eine größere Schwingung. Dieses erstarrte Chaos bringen wir in eine Drehung - und zwar in eine zentrifugale, nach außen schleudernd, und in eine zentripetale, nach innen schleudernd. Und daher müssen wir nicht mehr aufräumen.

Stell dir mal vor, du müsstest auf diesem Riesenschlachtfeld von Göttern und Dämonen, das alleine zu dir gehört, herausfinden, wer wer ist und wissen, wo du wen hin tust. Das kannst du vergessen.

Die nach außen drehende zentrifugale Kraft ist euer Ausatem in eurer Herzkristallkugel, und die nach innen drehende Kraft ist die zentripetale, euer Einatem. Und damit seid ihr am Ende dazu "verdammt", unterschiedslos alle Götter und Dämonen zu euch zu nehmen. Ihr könnt nicht mehr unterscheiden, das ist chancenlos.

Wir räumen nicht auf, wir drehen auf, wir schwingen hoch und bringen damit alle Kräfte des Dunkels und des Lichtes in eine gemeinschaftliche neue Form, in eine Kristallisierung. Wenn du jetzt aufräumen müsstest, hättest bis 2012 noch nicht einmal vorsortiert.

In jeder Dunkelheit und in jedem dunklen Wesen ist ein lichter Kern. Und in diesem Schleudervorgang der dunklen Energie wird der lichte Kern frei und überstrahlt die dunkle Hülle. Das, was vorher als Leben zehrende Energie in dir war, ist jetzt als Leben gebende und Leben unterstützende Kraft in dir.

Alles, was ihr auf euren dunklen Ebenen erlöst, schleudert ihr nicht weg - es gibt keinen Müllplatz für menschlichen, humanoiden Sondermüll irgendwo im Kosmos, sondern es gibt einfach nur das Ausschleudern, das Verbinden des festgesetzten Dunkels mit dem freien Fluss.

Dann kommt es in euch zurück und steht euch als eine neue Kraft zur Verfügung. Das ist ein geniales Prinzip, das ist Recycling pur - kosmisches Recycling.

Alles, was wir zum Ausdruck bringen, was wir verbalisieren, was wir erläutern und erklären können, können wir nur deshalb, weil sich das gesamte Bild, die gesamte Lebensebene geöffnet hat und alle Dämonen jetzt auf dem Tisch tanzen und rufen: Lass mich raus!


Die Dämonen wollen wieder ins Licht
Seit 2001, seit wir im Aufstieg sind, haben sie auch keine Lust mehr und möchten wieder raus ins Licht. Die sind zum Teil dreitausend Jahre alt, die sind zum Teil seit dreitausend Jahren in euren Körpern.

Das bedeutet jetzt: Sieben Jahre nach dem Aufstieg sind zwar noch sehr viele Dämonen auf der Erde, in der Kollektivaura der Menschheit, im Emotional- und im Angstkörper der Menschen - aber in dem Augenblick, wo ihr auf sie trefft, könnt ihr sie mit großer Leichtigkeit raus bringen.

Felix hat welche mitgebracht, weil er noch neu im Geschäft ist. Er hat uns einfach dieses   Anschauungsmaterial mitgebracht. Nicht, weil er zu blöd ist, sie zu erlösen, sondern weil ihr neunzehn Jungs und Männer euch verabredet habt für dieses Wochenende. Mit ihm haben sich auf diese Weise dreiundzwanzig Dämonen verabredet, die auch dabei sein wollten.

Es ist kein Zufall, dass er sich einen Tag vor dem Workshop entschieden hat teilzunehmen. Dann war er innerhalb kürzester Frist hier und hat gleich die Großmutter aus Argentinien mitgebracht hat. Jeder Einzelne von euch hat viele Familienmitglieder und viele Wesen mitgebracht.

Solche Dämonenaustreibungen, solche Besetzungserlösungen, die wir jetzt hier dieser Tage noch einmal machen, haben Susanne und ich früher öfter gemacht. Doch schon seit vier, fünf Jahren ist das Thema überhaupt nicht mehr aufgetreten.

Wenn ihr jetzt aber in die andere Szene geht, in die Vierte Welle, und eure eigenen Praxen aufmacht und die Leute zu euch kommen lasst, kann es durchaus sein, dass ihr mit dem Thema noch konfrontiert werdet.

Ihr bekommt diese Informationen als ein theoretisches Handwerkszeug an die Hand. Ihr seid nicht Betroffene, sondern ihr seid Wissende. Ihr wisst, wie mit dieser Situation umzugehen ist. Ihr wisst nun, wo sie herkommen, welchen Dienst sie leisten, was sie jetzt brauchen - und wie ihr sie entlassen könnt. Für euch ist das Thema im Grunde genommen erledigt.


Vater-Besetzung
Ich weiß nicht, wie du das damals empfunden hast, als dieser Vater aus dir heraus und in mich gestoßen ist. Für mich war das eine ziemlich heftige Situation. Wie war das für dich, Joachim? War das dämonisch oder fies?

Joachim: Nein, überhaupt nicht. Du hast den Schmerz getragen.

Sabine: Ja, aber nur weil er unerwartet in mich hinein gefahren ist und weil er seinen Schmerz auch erst in mir geöffnet hat.

Joachim: Es war eine Erleichterung. Die habe ich gespürt und die war anhaltend. Bis heute.

Sabine: Und danach konntest du dein Leben, das du viele Jahre ändern wolltest, innerhalb von zwei Wochen komplett umkrempeln. Alle Ebenen haben sich erneuert.

Ich darf das erzählen: Joachim will sich seit ungefähr zwanzig Jahren von seiner Frau trennen - und es ging nicht. Der Vater hat die Ehe mit seiner Frau, mit Joachims Mutter, gehalten. Er hat sich über einen Gehirnschlag davongestohlen und damit die Treue zu seiner Frau auf Joachim, den Sohn, übertragen - und der stand nun da als Ersatzvater und als Ersatzpartner für die Mutter.

Diese Forderung nach Treue hat nicht Joachim getragen und gewollt, die hat der Vater ihm übertragen. Bei seinem Schwiegervater war es genauso. Auch da ist der Mann aus der Ehe ausgebrochen durch Selbstmord - der eine durch Gehirnschlag, der andere durch Herzschlag.

Und da kam ein weiteres Wesen über Joachim, das gesagt hat: Du kannst deine Familie nicht verlassen, das geht nicht. Werde kreuzunglücklich, stirb, wenn es nicht anders geht, aber bleib treu.

In dem Moment, da die beiden raus waren, wurde Joachim frei - und es öffneten sich ihm alle Aspekte, die notwendig waren: die Wohnung kam sofort, neue Aufträge kamen, Bezahlung kam, sogar das Auseinanderfummeln mit der Ehefrau ist auf eine brillante Art gelaufen. Auch sie ist auf eine gewisse Art froh, dass sie Joachim endlich los ist.

Joachim: Nicht dass sie mich los ist, sondern dass sie selbst frei ist.

Sabine: Dass sie selbst frei ist, richtig. Wenn ihr euch wirklich selbst treu seid, wenn ihr diese euch besetzenden Energien los seid, wenn ihr über eure Schatten springt - eure Schatten sind die Dämonen und das Darüberspringen bedeutet, sie loszulassen, sie frei zu lassen - dann ist es, als wenn auf eurem Lebenspokertisch die Karten neu gemischt und neu ausgeteilt werden.

Dann habt ihr ein richtig gutes Blatt auf dem Tisch - einfach weil der ganze magnetisierte, fremdbestimmte Abstieg zu Ende ist und jetzt der elektrische Aufstieg kommt. Nun können all die Wesen an eurer Seite gehen - die lichten, die Führer, die Unterstützer - die bisher keinen Zugang zu euch hatten, weil ihr von Dämonen, von Besetzungen, von dunklen Helfern nur so umzingelt wart.

Damit erlösen wir heute endgültig das Thema Kindheit, Elternschaft, Großelternschaft - das Thema Familie.

Kindliches Empfinden, kindliche Sexualität und

über die femininen und maskulinen Kräfte

Bernd: Da es um Sexualität geht, ist etwas bei mir in Resonanz gegangen aus meiner Kindheit. Es fällt mir im Moment ein bisschen schwer, da anzufangen. Es geht eigentlich um drei Aspekte: Zum einen habe ich als Kind sehr lange in die Hose gemacht. Woran ich mich noch erinnere ist, dass ich einmal die Hose voll hatte - ich saß auf einem Stein und habe mich richtig gesuhlt darin. Es war ein wunderschönes Gefühl.

Das zweite: Meine Mutter hat mich - das müsste so im Alter von vier oder fünf Jahren gewesen sein - beim Onanieren erwischt. Ich lag ganz nackt auf einem Sofa in unserem Wohnzimmer - die Szene werde ich auch nie vergessen - und aus der Küche hat meine Mutter durch ein Glasfenster geschaut und mich gesehen. Ich hatte einen Schock. Es fuhr so richtig in mich rein. Sie hat es meinem Vater erzählt, und die Folge war, dass es Strafen gab.

Der dritte Aspekt, der noch hochkam: Ich habe sehr schnell geweint als Kind, auch lange Zeit später noch. Diese Aspekte gehen bei mir einfach in Resonanz. Mein Gefühl ist, dass etwas Unerlöstes dabei ist, das ich mitgeschleppt habe.

Sabine: Wie lange warst du Bettnässer?

Bernd: Das könnte bis zum Alter von vier oder fünf Jahren gewesen sein. Ich erinnere mich, dass ich in diesem Bottich gestanden habe und meine Mutter mit den Arsch versohlt hat. An die Schmerzen kann ich mich nicht mehr erinnern.

Sabine: Nein, die körperlichen Schmerzen sind ja auch nicht bedeutsam. Der Seelenschock ist bedeutsam. Was ist jetzt deine Frage dazu?

Bernd: Ich spüre, dass sich da etwas in mir abgelagert hat oder entstanden ist. Es kommt immer mal wieder hoch. Ich weiß aber nicht, was für mich die Auswirkung ist, was ich davon mitgenommen habe? Es verwirrt mich immer wieder.

Sabine: Mich würde es auch verwirren. Schau, du machst jetzt genau das, was Anton vorhin vorgeschlagen hat, nämlich das Chaos am Ende der Zeit sortieren zu wollen. Aber erstens hat dein Gehirn nichts mit deinem Sexus, das einfach nur fühlt, zu tun. Und zweitens kannst du am Ende der Zeit einen sexuellen Schmerz, eine sexuelle Imbalance, eine Körperfeindlichkeit, die geherrscht hat, nicht auf dich beziehen.

Es war zwar die Anfangszeit deiner diesmaligen Inkarnation, aber es ist auch das Ende der Zeit einer langen Familiengenerationslinie. Wenn du es auf dich beziehst, wirst du zu keinem Ergebnis kommen.

Die einzige Frage, die du dir stellen musst und die einzige Entscheidung die du treffen musst ist, ob du bereit bist, diese Erbschaft des sexuellen Traumas, der Körperfeindlichkeit und der Lustfeindlichkeit, die über deine Eltern, Großeltern und Urgroßeltern zu dir gekommen sind - ob du bereit bist, dieses Trauma anzunehmen und zu lösen. Wenn du bereit bist, das zu lösen, hast du nichts mehr, woran du studieren kannst. Aber du hast ein paar Jahre mehr Lust und Freude auf der Erde.


Erläuterung zu Bettnässen oder Hosennässen
Anatomisch ist es so, dass die Blase das Kind der beiden Nieren ist. Die linke Niere und die rechte Niere stehen für die Mutter und für den Vater - das männliche und das weibliche Prinzip, das basische und das saure Prinzip. Da laufen Harnleiter von jeder Niere in die Blase, die die vielen Gifte, die in der Niere sind, ausleiten.

Der Schmerz des Vaters ist in der einen Niere, der Schmerz der Mutter in der anderen - und sie leiten ihren ganzen Schmerz, ihren unausgedrückten Tränenfluss, über die Harnleiter in die Blase. Die Blase ist das Kind.

Wenn Kinder also lange bettnässen - es gibt Kinder, die mit 14 noch Bettnässer sind - dann nur deshalb, weil sie über ihre Seelen- und Geisteskraft den ungeweinten Schmerz ihrer Eltern aufnehmen und nachts, wenn sie keine Kontrolle mehr über ihren Körper haben, loslassen.

Du hast es allerdings auch dann gemacht, wenn du Kontrolle über deinen Körper hattest - du hast eine gewisse Frechheit besessen, die Kontrolle schon im Wachzustand loszulassen.


Feminine Energie im männlichen Körper
Das bedeutet wiederum, dass du eine grundsätzlich feminine Energie hast, denn Kontrolle ist eine maskuline Kraft. Die Lust der eigenen Körpererfahrung ist grundsätzlich eine feminine Energie - egal ob du im maskulinen oder im femininen Körper bist. Lust ist ein spiralförmiges Bewusstsein. Freude ist eine feminine Kraft.

Du hast dich damals so platziert, dass alle dich sehen konnten, und hast ihnen damit gezeigt: Ich habe zwar einen männlichen Körper, aber ich bin gekommen, um das feminine Bewusstsein über den männlichen Körper zu bringen.

Und Mädchen weinen gerne und viel - du auch. Du bist kein Mädchen, aber du bringst über das Weinen die verhärteten Krusten, den verhärteten Schmerz deiner Altvorderen ins Fließen.

Frage nicht, was das ist, sondern entscheide dich einfach nur, ob du erstens annehmen willst was war, zweitens loslassen willst was ist und dir drittens gleichgültig sein lassen willst, was sein wird. Das ist die einzige Chance.

Laboriert nicht mehr an euren Dramen herum. Es ist gut, dass du das jetzt herein gebracht hast. Wir laborieren jetzt ein bisschen, um das zu klären. Aber laboriert zu Hause nicht mehr selbst an den Dingen herum, sondern bringt all diese Fragen und Probleme, die ihr jetzt noch habt, hier in die Runde. Lasst sie uns klären und lasst sie heute Abend einfach los.

Es gibt noch genügend andere Dinge, mit denen ihr euch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen könnt.


Wutausbrüche - Mutter und Sohn
Felix: Ich habe noch etwas: Zwischen meinem vierten und achten Lebensjahr habe ich ziemlich viele Wutausbrüche gehabt, in heftigster Form. Ich bin dann komplett ausgeflippt. Meines Erachtens war es meine Mutter, die mich provoziert hat, indem sie mir nicht das gegeben hat, was ich gerne haben wollte. Dann hat sie dagegen angebetet im Namen Jesu, dass ich still zu sein habe. Das habe ich als sehr dominant und auch als fast kastrierend erfahren.

Sabine: Dass sie Jesus gegen dich ins Feld geführt hat?

Felix: Dass sie so dominant war und dass mein Wille unwichtig war, dass sie mich lieber in Wut hat ausbrechen lassen und einfach zugesehen hat, bis ich es dann aufgegeben habe. Und von Donnerstag auf Freitag, als ich hier angereist bin, hatte ich dann diesen komischen, ekligen Traum, dass meine Mutter mich gefickt hat.

Sabine: Interessant. Und was ist deine Frage?

Felix: Meine Frage betrifft diese Wutausbrüche - ich fühle da etwas Unerlöstes, weil das irgendwie nicht erlaubt war. Dann ist meine Frage auch, was dieser Traum sollte, ob es da noch eine Verbindung gibt, eine Dominanz, die mir nicht gut tut?

Sabine: Du meinst eine Dominanz von deiner Mutter dir gegenüber?

Felix: Ja.

Sabine: In deinem Alter von 28 Jahren ist die Dominanz zwar phantomtechnisch noch da, aber rein lebensorganisatorisch ist sie nicht mehr da. Dieser Traum bedeutet nicht, dass deine Mutter über dich hergefallen ist, sondern dein eigenes geistiges weibliches Selbst. Die Träume, die wir haben, die verschiedenen Personen, die wir in den Träumen erleben, sind immer verschiedene Masken unserer selbst.

Wenn sie dich, wie du sagst, gefickt hat, ist die Frage: Was bedeutet der Geschlechtsverkehr, die physische, körperliche Liebe für dich? In diesem Fall Demütigung und Unterwerfung, oder? Das ist die alte maskuline Kraft, die bei dieser Form der Verkörperung von Macht und Unterwerfung übrig blieb - der Geschlechtsakt als Unterwerfung des Willens. Wer unterwirft jetzt wen? Oder welcher Anteil in dir unterwirft welchen?

Felix: Demnach ja das Weibliche das Männliche. Ich erlebe das aber anders herum, bei anderen und jetzt bei mir - das Männliche unterwirft das Weibliche.

Sabine: Richtig. So herum. Das ist eure Familienchronik, die über deinen Vater kommt, über die Großmutter. Das maskuline Wesen in deiner Großmutter hat aufgrund der gesamten Umstände in ihrer Lebenszeit - während ihrer Kindheit, Jugend- und Erwachsenenzeit - das Feminine komplett unterworfen.

Also ist aus dieser Großmutter, die einst eine lebenslustige Frau war und sowohl die männliche als auch die weibliche Kraft in sich hatte, eine sehr harte alte Dame geworden, die ihren Hass und ihren Zorn den Männern gegenüber direkt auf ihren Sohn übertragen hat, der schließlich zu deinem Vater wurde.

Damit hat ihr Sohn gelernt, dass maskuline Energie Scheiße ist. Aber er war nun mal ein maskulines Wesen - und damit war eine Identifikationskrise in ihm vorformuliert. Diese Identifikationskrise hat dein Vater dann wiederum über seine vier Ehefrauen mit drei Söhnen und einem Zwillingssohnpaar auf eine perfekte Art und Weise manifestiert, dass er in seiner großen Kraft und in seinem verhärteten Willen, aus all den Wesen, die sich als Töchter bei ihm inkarnieren wollten, Söhne gemacht hat.

In der Galerie deiner vier Geschwister und dir befinden sich mindestens drei Wesen, die hochkarätig feminine Wesen sind und nur aufgrund einer Absprache mit diesem Vater männliche Körper gewählt haben, obwohl sie selbst weibliche gewählt hätten. Einer von denen bist du.

Atme das mal. Wir sprechen jetzt nicht mit dir, um dein Gehirn zu befriedigen. Lass das mal in dein Herz fließen und nutze diese Wahrnehmung und diese Erläuterung auch dahingehend, dass du den Groll, den du deiner Mutter gegenüber hast, löst. Dass du zumindest bereit bist, diesen Groll zu lösen. Denn dein Groll deiner Mutter gegenüber ist wiederum eine Projektion deines eigenen Grolls deinem Vater gegenüber, der ein männliches Wesen aus dir gemacht hat, obwohl du selbst ein weibliches bist.


Maskulin-feminine Identifikations-Krise
In diesen Wutausbrüchen, die du in der Zeit zwischen dem vierten und achten Lebensjahr hattest (das ist genau die Zeit vom ersten Jahrsiebt, indem die feminine Körperbildung stattfindet, auf das zweite Jahrsiebt, in dem die maskuline Körperbildung geschieht), hast du eine sehr deutliche Identifikationskrise gehabt, eine maskulin-feminine Identifikationskrise.

Natürlich hast du das als Kind nicht verstehen können. Aber deine Mutter hat dir das weibliche Wesen projiziert, das du zwar in dir gespürt, aber nicht gefunden hast. Das sind Schattengefechte, Schattenkämpfe, Projektionen, die keine andere Bedeutung haben, als weitere Wurzelkräfte, weitere Kräfte zur Erde zu bringen, weitere Tiefen von Drama zu erzeugen - die, wenn die Zeit reif ist, zu Erkenntnissen, zu Reifeaspekten, zu Einsichten, ja auch zur Erfüllung führten.

Du hast dich nicht nur, weil dein Vater dies auf eine drastische Art vorgeformt hat, als Mann inkarniert, sondern du hattest auch einen eigenen guten Grund, einen männlichen Körper zu wählen. Nach 2012 - in der neuen Sexualität, in der neuen Partnerschaft, in der neuen Energie - wird die maskuline und feminine Energie im Grunde genommen keine Rolle mehr spielen.

Von daher kannst du diese Energien, diese Situationen, diesen Traum und diese Erinnerung dahingehend annehmen, dass du deine weibliche Kraft und Energie in dir annimmst. Damit bringst du einen Frieden in deine Mutter-Sohn-Beziehung und gleichzeitig senkst du damit einen Erlösungssamen in das sehr verhärtete Herz deines lieben Herrn Vaters.

Was deine Großmutter in ihrem Leben zutiefst nicht mehr öffnen konnte, nämlich den weiblichen Pol, hat sie auf dich übertragen. Und den öffnest du aus deinem männlichen Sein heraus. Das ist leicht, in der heutigen Zeit machst du das mit links.

Das Drama befindet sich auf der Ebene deiner Eltern. Deine Großmutter ist der Überbringer der Fackel, du bist der Annehmer der Fackel. Indem du also das Licht deiner Großmutter annimmst, den Auftrag annimmst, den weiblichen Pol in deinem Leben wieder zu rehabilitieren - in der Familie und in der Gesellschaft - hast du den Wunsch deiner Großmutter erfüllt. Und dann wirst du auch selber in die Ausdehnung deiner geistigen Kraft kommen.


Männerhass der Mutter
Benny: Als ich sechs oder acht Jahre alt war, habe ich einen ähnlichen Traum gehabt. Mein Vater hatte im Dachstock einen Rückzugsort, dort hat er seine Bücher gelesen. Im Traum war meine Mutter dort in Strapse und am Arsch ist ihr ein Schwanz herausgewachsen, der hatte auch eine Eichel… -  Meine Frage ist, ob ich das auch bin?

Sabine: Nein. Die Frage, wer es ist, erübrigt sich, weil sie nicht beantwortbar ist. Aber wir kommen der Sache dadurch näher, dass wir wissen, dass dein Vater ein Priester war und, wenn auch nicht direkt dem Zölibat, so doch einer gewissen calvinistischen Körperfeindlichkeit und all den strammen männlichen Vorstellungen eines anständigen Kirchenmannes unterworfen war. In dieser Vorstellung war die Frau seit 900 nach Christi Geburt ein unterworfenes Wesen, eine Versuchung, ein Dämon, eine Vertreterin des Teufels.

Nun hat dein Vater aber geheiratet und mit dieser Frau Kinder gezeugt. Deine Mutter hat genau so oder so ähnlich wie Felix' Großmutter in einem enormen Männerhass gelebt. Deshalb hat sie nicht einen Mann geheiratet, sondern einen Priester.

Benny: Er ist oft fremdgegangen.

Sabine: Trotzdem war er nur ein Priester. In dem Augenblick, wo eine Körperlichkeit, ein körperliches Bedürfnis unerlöst ist und gleichzeitig Energien aus den Vorgenerationen unerlöst sind (von den Eltern deines Vaters, von den Großeltern, von den Eltern und Großeltern deiner Mutter), wenn das alles zu dir kommt und du als ein sehr sexuelles Wesen, als ein sehr lustvoller Geist zur Erde kommst und sagst: „Jetzt machen wir Party auf der Erde“, dann wirst du dir eine Familie aussuchen, in der die Thematik Sexualität in einer solchen Form chaotisiert und pervertiert ist, dass du darin selbst deine eigene Wurzel bilden kannst.

Das bist nicht du, das ist die Aufnahme eines pervertierten sexuellen Dämons über viele Zeitalter, über viele Stufen. Sexualität und Alkohol waren über viele Jahrtausende der einzige Trost, den die Menschen hatten, der aber auch sehr schnell pervertiert und zu einer Sucht wurde, und gleichzeitig zur Unterwerfung anderer diente.

Du hast den Schmerz der Nichterfülltheit deiner Mutter übernommen und den Schmerz deines Vaters nach Nichterfüllen-Können, nach Nichtgeben-Können - das Nichtempfangen-Können deiner Mutter und das Nichtgeben-Können deines Vaters. Der Schmerz dieser beiden war gewaltig groß, aber die bürgerlichen Konventionen waren größer.

Das sind eidgenössische Verhüllungen. Ich weiß nicht, inwieweit dein Stammbaum auch aus Italien kommt. Aber auch Italien ist ein Land, in dem zwar die Madre - die Mutter Maria - hoch gelobt wird, aber nur als ein Ersatz für eine enorme psychische, geistige und seelische Impotenz und Gefühlskälte, die jeder in sich selbst getragen hat und an der sehr viele gestorben sind - sowohl im Kampf, in Aggressionshandlungen als auch ganz still und heimlich an irgendwelchen Krebsgeschwüren.


Multiples Persönlichkeitssyndrom
Du hast es auf dich genommen, um es zu erlösen. Dadurch hat sich dann das entwickelt, was von den Ärzten heutzutage als multiples Persönlichkeitssyndrom oder Borderline Syndrom bezeichnet wird.

Das ist nichts anderes als das herabgestiegene Wesen, das gesagt hat: Ich helfe euch allen, und zwar allen zur gleichen Zeit - und dadurch in sieben Sümpfe gleichzeitig gestürzt ist. Jetzt kommst du aus diesen sieben Sümpfen heraus und merkst, dass du eine sehr, sehr große Kraft hast - eine feminine Kraft, eine Marienkraft - die sowohl weint um den Schmerz der anderen als auch die Härten und Krusten erlöst, und die auch in der Lage ist, die Perversionen der Liebe zu klären. Das hast du in dir.

Atme! Lass das jetzt los. Lass die Sache jetzt einfach los und nutze diese Nacht, nutzt alle diese Nacht, um diese Dinge, die wir heute Abend besprechen, endgültig in die Drehung, endgültig in die Erlösung zu bringen.

Es gibt einige unter euch, die sich eine äußerst dramatische Kindheit gesucht haben. Und es gibt andere, die eine relativ liberale Kindheit hatten, die sich einfach nur dadurch misshandelt fühlten, dass sie nicht in ihrem tiefsten Inneren verstanden wurden. Zu denen gehöre ich. Ich dachte immer, dass ich eine schlimme Kindheit hatte. Aber seit ich mit Leuten arbeite, weiß ich, was wirklich heftige Kindheiten sind.

Dennoch ist es so, dass jeder Einzelne von uns - und auf der geistigen Ebene sind wir absolut gleichwertig, gleichen Niveaus, gleicher Größenordnung - sich auf der Erde den Sumpf gesucht hat, den er brauchte, um seine große innere Kraft auch zum Ausdruck zu bringen. Ihr habt euch nicht gescheut, in wirklich heftige und hässliche Dramen einzutauchen.

Maria selbst steht, wie ihr ja aus der Kirche wisst, auf einer Mandorla, und um diese Mandorla herum sind Schlangen, Ungeziefer, Skorpione und giftiges Getier. Sie steht barfuß dort. Maria kann dort stehen, weil sie das Wesen ist, das dieses Getier am Ende erlöst. Dieses Getier steht für den niedersten Abgrund des Schmerzes, des Grauens, der Gewalt, der Perversion, der Verirrung des Geistes und des Sexus.

Kindliche Unschuld
Benny: Als ich vier oder fünf Jahre alt war, hat mich meine Schwester - die zwei Jahre älter ist - im wahrsten Sinne des Wortes eingeführt. Ich hatte als Fünfjähriger Sex mit ihr. Bis zu dieser Zeit war für mich die Welt noch einigermaßen heil. Erst als ich mit Pornos nach Hause gekommen bin und sie in mein Bücherregal gelegt habe, ist es losgegangen.

Sabine: Ja, als dein kindlicher Umgang mit der Sexualität und deine Unschuld plötzlich geächtet  und verdammt wurden und du dafür aus deinem heilen Leben herausgeschleudert wurdest.

Benny: Habe ich mit ihr schon eine Beziehung gehabt in einem anderen Leben?

Sabine: Selbstverständlich. Das habt ihr alle. Das ist im Augenblick auch nicht wichtig. Das ist nicht der Punkt, um den es geht. Aber immerhin habt ihr miteinander verabredet, dass du mit ihr schon einmal, bevor du aus dieser Unschuld herausgeprügelt wirst, eine Begegnung auf der äußeren Ebene mit einer weiblichen Person hast. Ob das deine Schwester gewesen ist oder jemand anderes, ist gleichgültig.

Aber zutiefst hast du in dieser Begegnung mit deiner Schwester mit deiner eigenen femininen geistigen Kraft noch einmal tiefen Kontakt gehabt.

Du bist vor etwa achtunddreißig Jahren aus dieser kindlichen Unschuld herausgegangen, hast viel erlebt, viel getan - und gehst jetzt wieder hinein, ohne Wenn und Aber. Du bist ja auch ohne Wenn und Aber rausgeprügelt worden. Also prügelst du dich ohne Wenn und Aber wieder hinein.

Du hast keine andere Chance, Benny. Du kannst die Dinge nicht klären, so lange du nicht wieder bei dir selbst bist. Du musst erst in den Frieden mit all dem kommen, du musst erst die Dinge von selbst sich richten, wandeln und neu strukturieren lassen.

Und erst in ein, zwei Jahre, wenn du dann zurückschaust, wirst du mit dieser Zeit, während der du raus geschleudert warst, sehr viel anfangen können. Dann wirst du an vielen Stellen ernten können, wo du einst gesät hast - dunkle Saat und später süße Früchte.

Aber bevor du diesen geistigen Wandel nicht zugelassen hast, bevor du nicht - sagen wir mal - drei Jahre kristallines Gras darüber hast wachsen lassen, wirst du nicht zur Ernte kommen.

* * *

Jetzt und Hier, am Ende der Zeit, besprechen wir diese Dinge, erläutern sie, erklären sie - aber die Konsequenz ist für euch alle gleich: Annahme dessen was war, Loslassen dessen was ist und Offenlassen dessen was sein wird.

Die Zeit eurer Ernte wird kommen. Ihr habt große Äcker gehabt, habt sehr viel gesät und ihr werdet das ernten - ab Anfang Februar 2009. Saint Germain gibt gerade ein genaues Datum durch: ab 9. Februar 2009, morgens um halb sieben, geht’s los. Das sind jetzt die Scherze zwischendurch.

Es ging jetzt einfach darum, euch klarzumachen, dass sich das, woran ihr 40 Jahre gelitten habt, heutzutage in kürzester Frist erlöst.

In den Psychotherapien und Psychoanalysen der 80er- und 90er-Jahre hat es fünf bis zehn Jahre gedauert, bis ihr mit einem Problem durch wart. Dafür benötigen wir heute ein Wochenende - einfach weil jetzt die Wandlungskraft da ist, die bisher nicht da war. Die Alten haben zu Recht zehn Jahre gebraucht. Und heute brauchen wir zu Recht nur ein Wochenende - einfach, weil sich die Zeitqualität verändert hat.


Denktechnisch keine Chance
Anton: Ich fand das sehr spannend, was du zu Felix gesagt hast über die Männlichkeit und die Weiblichkeit, dass das in der Zukunft gar nicht mehr so wichtig ist.

Sabine: Was bedeutet das für dich?

Anton: Dass ich ein bisschen mehr verstehe, was wahrscheinlich demnächst in der fünften Dimension abläuft.

Sabine: Hör auf zu hirnen, Anton.

Anton: Das wird schwierig bei einem Akademiker. Ich wollte nur mal was anstoßen.

Sabine: Du stößt hier nichts an. Du stößt höchstens auf. Stoße nichts an, Anton, die gesamte Thematik - sowohl die finanzielle, berufliche, wirtschaftliche, politische Situation als auch die persönliche, private, partnerschaftliche, sexuelle Situation - wandelt sich von selbst in euch. Dadurch, dass ihr eure Zentren öffnet und eure geistigen Ströme ins Fließen bringt. Und dadurch, dass ihr eure gesamte Lebensmatrix synchron schaltet mit der Lebensmatrix des Planeten Erde, der jetzt schon weiter ist als ihr - weil er sich bereits synchron geschaltet hat mit dem ihn umgebenden Kosmos, der wiederum in einer großen Synchronizität zur Galaxis ist.

Das geht jetzt weit über deinen Horizont hinaus. Denktechnisch hast du null Chancen. Herztechnisch hast du auch wenig Chancen. Du hast nur Chancen im Bereich deiner Öffnung - der Öffnung deines Sexus, deiner dunklen Energien und auch der Öffnung des Raumes in dir, der nicht weiß.


Der Raum des Nicht-Wissens
Der Raum des Nicht-Wissens, der Ahnungslosigkeit - das ist für Akademiker, für Intellektuelle das größte Problem überhaupt. Besonders schwer ist es für Lehrer zu sagen: Das weiß ich jetzt nicht.

Ich bin genauso auf eure Fragen und meine Antworten gespannt wie ihr. Ich kenne die Antworten genauso wenig wie ihr. Das ist das Wissen ohne Erfahrung, das ist die Weisheit ohne Wissen, das ist das Wissen ohne Lernen und das Wissen ohne Grenzen - das ist das frei fließende feminine innere Wissen, das geistige, das spiralförmige Bewusstsein.

Ein Teil deiner großen Dunkelheit besteht im Nicht-Wissen, im Nicht-Erkennen-Können, im Keine-Orientierung-Finden.

Felix hat mich vorhin gefragt, woher ich meine anatomischen Kenntnisse und das Wissen über all diese Dinge habe. Die Antwort ist: Ich habe eine Woche lang das Endokrine System studiert. Das hat gereicht, um seither fünf Jahre lang alle Antworten zu bekommen, die ich brauche. Ich habe mich vier Tage mit Quantenphysik und drei Tage mit Astrophysik befasst, habe ein bisschen hier und dort geschnuppert.

Also - nicht studieren, nicht wissen, nicht wissen müssen, die Orientierung mit großer Freude verlieren - das Ohnmächtigwerden des Bewusstseins. Die Ohnmacht des Körpers findet dann statt, wenn euer Denken ohnmächtig werden möchte, euer Gefühl ohnmächtig werden möchte - einfach weil euer Herz durchbrechen möchte. Aber euer Verstand sagt: Stopp, Kontrolle! Und dann passiert es, dass ihr plötzlich aus dem Verkehr gezogen werdet. Die Seele sagt: Es reicht  - und geht raus. Und dann kippt euer Körper weg.

Die Ohnmacht der Gedanken, die Ohnmacht des Wissens, ist eine Forderung an uns Intellektuelle, damit die große Weisheit herein fließen kann. Und bevor du diesen Gürtel der Ohnmacht des Wissens nicht durchschritten hast, so lange du immer noch Dieses und Jenes wissen willst, so lange du noch meinst anstoßen zu müssen, bist du noch nicht in der Lage, diese neuen fünfdimensionalen Formen der Sexualität, der Partnerschaft, der Geschlechtlichkeit auch nur anzunehmen oder umzusetzen.

Das Wissen kommt erst nach der Erfahrung, die Theorie erst nach der Praxis. Das war schon immer so, seit ihr von oben abgestiegen seid. Ihr habt euch immer erst hineingestürzt und habt Erfahrungen gemacht. Dann seid ihr zurückgekommen und habt gesagt: Aha, das habe ich gemacht und das ist passiert. Und daraus habt ihr dann die Theorie entwickelt.

Daher werdet ihr auch nicht erst wissen müssen, um danach machen zu können. Ihr werdet erst machen, um hinterher wissen zu können. Daher ist der besinnungslose Sex am Ende der Zeit unendlich viel effektiver als das besinnungslose Denken und Wissen.  (Gelächter)

Das war ernst gemeint. Ist doch eine ganz angenehme Botschaft, oder? Atme das, Anton. Atme das, nimm es einfach an. Und ich habe jetzt nicht nur zu dir gesprochen, sondern zu allen.

Wie lange dauert der Tod?

Ohnmacht und Koma
TN: Ich fand das mit den Ohnmachten so schön, weil ich auch öfter ohnmächtig werde. Ich habe es auch immer so empfunden und mir so erklärt, dass mein Denken und Fühlen mal eine Pause brauchen.

Sabine: Die Ohnmacht, das Koma und selbst der Tod sind Möglichkeiten, euer Ego zum Schweigen zu bringen, wenn die Seele und der Geist eine Verabredung im Körper haben. Der Tod ist dann eine etwas längerfristige Unterbrechung. Aber die Ohnmacht und das Koma sind sehr willkommene Unterbrechungen, um der Seele einen Raum im Körper zu geben, den sie viele Jahrhunderte nicht hatte, weil das Ego permanent kontrollierend auf sie eingeprügelt hat.


Wie lange dauert der Tod?
Felix: Wie lange dauert denn der Tod, bis man im nächsten Körper ist?

Sabine: Vom 30. Mai bis 1. Juni. Am 30. Mai stirbst du und am 1. Juni bist du wiedergeboren im Lichtpunkt - Thema: Der Tod und das Leben. (grins!)

Das sind völlig unterschiedliche Entscheidungen, die ihr jeweils vor eurer Inkarnation trefft. In den letzten Jahrhunderten seid ihr in einem gewissen Stakkato gekommen: 1912 geboren, 1934 gestorben; 1945 wiedergekommen, 1965 gestorben; 1973 wiedergekommen. Einfach deshalb, weil viele Dinge zu erledigen waren, weil ihr überall mitmischen wolltet, aber nicht alles auf einmal tun konntet.

Und dann gab es Zeitalter, da wart ihr 400, 500 oder 600 Jahre nicht auf der Erde, sondern habt euch woanders amüsiert. Das ist vollkommen von der Situation abhängig, die sowohl das Zeitalter bietet als auch eure eigene Lebensentscheidung.



Transkription: Stefan Kemnitzer, Margit Pagany, Elke Prskawetz
Textbearbeitung: Monika Schwörer
Korrektur: Traudel Arend, Sandra Porz