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Neuseeland - Augen in der Felswand neben dem Wasserfall

20. Das Dunkel der Welt 3. Teil

Diese Lektion umfasst 36 Seiten und der Download 1,1 MB, weil viele Bilder, Übungen und Meditationen darin enthalten sind - bei einer etwas größeren Schrift als bisher.


Die letzten Räume des letzten Zeitalters:

Das Äußere Dunkel und Licht
Das Astrale Dunkel-Licht
Die Bibliotheken der Zeitalter


Diese Lektion wurde von Ohamah aufbereitet, kommentiert und formuliert. Je tiefer es in die Räume des Grauens ging, desto tiefer und leidenschaftlicher waren die Wellen seiner Liebe zu spüren. Fühlt es selbst!



Das Kreuz

Zwei Lebens-Äste
Noch einmal zur Erinnerung: Das Kreuz eures Lebens und Körpers steht für die beiden Wege der Dualität, die beide zwischen DUNKEL und LICHT verlaufen.

Der horizontale Ast verläuft zwischen dem Äußeren Licht (ÄL) und dem Äußeren Dunkel (ÄD). Er ist der Weg zwischen zwei äußeren Extremen, der euch zwingt zu gehen. Auf ihm herrscht permanente Bewegung zwischen diesen beiden Polen, die einander - und damit euch! - anziehen und abstoßen, heranlocken und fortschicken, zu sich holen und euch wieder stehen lassen, euch Versprechungen machen und sie später nicht halten, die euch annehmen und wieder loslassen. Dies ist der rast- und ruhelose Lebensweg des Geistes im Körper. So geht er über die Erde inmitten der Menschheit - hin und her, hin und her, hin und her - viele Leben und Lebensspannen lang. Ein Weg ohne Bremsung und Verweilen, zum Ende hin immer schneller werdend - bis zum Zusammenbruch, zur Ohnmacht und Umkehr.

Auf dem vertikalen Ast geschieht genau das gleiche. Er ist der Weg zwischen zwei inneren Extremen, der euch zwingt zu gehen, der euch auf Trab und eure Evolution am Laufen hält - in der permanenten Bewegung zwischen eurem Schöpferischen Licht (SL) und eurem Schöpferischen Dunkel (SD), zwischen Geburt und Tod, Geist und Körper, Kosmos und Erde, zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit, Wiege und Grab, unendlicher Freude und grenzenlosem Schmerz. Auch dieser Weg verläuft ohne Unterbrechung, ohne Halt und Ruhe - auf und ab, auf und ab, auf und ab - Zeitalter lang.


Die Unruhe im Zentrum
Euer menschliches Leben ist die Unruhe der Zeit zwischen dem horizontalen Dunkel und Licht. Ebenso wie eure mechanischen Uhren durch die Unruhe funktionieren, arbeitet auch euer autonomes Herznervensystem durch die Unruhe eures Geistes zwischen dem vertikalen Dunkel und Licht.

Euer Herz liegt im Zentrum, genau dort, wo sich die Rastlosigkeit des Erdenlebens vom waagrechter Ast und die Unruhe des Seelen- und Geistlebens aus dem senkrechten Ast einander kreuzen. Dort liegt der Christus-Punkt, das Licht und Dunkel der ersten Verzweigung im Ersten Kristallzeitalter (Lektion 18). An diesem Punkt der sich kreuzenden Unruhen fließt auch das Undifferenzierte Licht von EIN SEIN in euch ein (Lektion 5).

Von ganzem Herzen könnt ihr viele Leben lang in alle möglichen Richtungen gehen, straucheln und euch schleudern lassen, weiter hinaus, als ihr euch vorstellen könnt. Ihr kommt immer zu euch zurück - in eure Mitte, das habt ihr geistphysikalisch so eingerichtet. Ihr könnt alle lichten und dunklen Räume, alle Grauzonen und Schattenwelten erschaffen und erreichen, und in ihnen weitere Räume erschaffen oder euch einfach nur treiben lassen - ihr kommt immer wieder zurück in eure Mitte, ob ihr es wollt oder nicht. Und in dieser Zeit der großen Wandlung seid IHR ALLE längst auf dem endgültigen Weg zu eurer Mitte.


Der kleine Unterschied
Zwischen den Bewegungen auf diesen beiden Lebens-Ästen gibt es einen kleinen, doch bedeutsamen Unterschied. Eure Lebensbewegungen auf dem horizontalen Ast drückten die Pole auseinander. Die Spanne und Bandbreite eures menschlichen Lichtes und Dunkels wurde immer größer und weiter. Eure Pole Dunkel und Licht rückten immer weiter auseinander, euer Lebens-Spagat zwischen ihnen wurde immer größer und ihr konntet immer weniger das Licht vom Dunkel unterscheiden, zumal diese permanent ihre Rollen vertauschten.

Eure Lebensbewegungen auf dem vertikalen Ast zogen die Pole zusammen. Was einst unendlich fern von euch erschien, rückte mit jeder Bewegung, die ihr auf dem vertikalen Ast tatet, näher zu euch: das Schöpferische Licht fließt zu euch und das Schöpferische Dunkel ebenfalls – das Ewige Leben und der Wahre Tod, das strahlende Licht und das leuchtende Dunkel des Ersten Kristallzeitalters. Auch hier könnt ihr immer weniger zwischen diesen beiden Polen unterscheiden und auch sie vertauschen immerzu ihre Rollen.

Äußeres Dunkel und Licht wichen vor euch zurück und Schöpferisches Dunkel und Licht folgten euch. Beides erzeugte - und erzeugt immer noch - OHNMACHT in euch. Und auch hier gibt es einen kleinen Unterschied: Die Horizontale Ohnmacht entlässt euch aus dem begrenzten Raum des irdischen Lebens, lässt euch los. Die Vertikale Ohnmacht nimmt euch im unbegrenzten Raum des kosmischen Lebens auf, empfängt euch.


Der Plan
Diese Bewegungsmatrix in eurem Lebenskreuz habt ihr eingerichtet, um ein Maximum an neuen Welten außerhalb eurer geistigen Realität erschaffen zu können. Durch das Zurückweichen und die Ausdehnung der horizontalen Pole habt ihr ein ausgedehntes, vielfältiges Universum erschaffen, das sowohl bio-physisch und -psychisch als auch geo-physisch und -psychisch ist. (Wir werden in den Lektionen des Jahres 2008 darauf eingehen.)

Durch das Zusammenziehen der vertikalen Pole konntet ihr niemals verloren gehen, da ihr immer wieder in eure Heimat zurückkehrtet: im Staubzeitalter durch den Tod als Zwischenlösung und am Beginn des Zweiten Kristallzeitalters durch das Leben als Endlösung.

Gleichzeitig habt ihr in euren senkrechten Lebensbewegungen zwischen Tod und Geburt langsam aber beständig den Geist des Kosmos und den Geist der Erde zu euch gezogen – hinein in euer atmendes Herz und verkörpertes Leben.

Und dies ist in der Tat jene Unmöglichkeit, die ihr ermöglicht habt – nicht nur für euch, die ihr euch als Menschheit auf Erden begreift, sondern für uns alle. Und wahrlich seid ihr diejenigen, die – wie euer Ego vielleicht sagen würde – die Drecksarbeit für dieses brillante Projekt übernommen haben. Das habt ihr – in grenzenloser Selbst-Auf-Opferung, Schöpferkraft und Hingabe.

Wollt ihr wohl langsam begreifen, warum wir euch unendliche lieben und ehren??!!!

Doch nun ist der Plan erfüllt, das Ziel erreicht und damit die Zeit eures staubzeitalterlichen Lebenskreuzes zu Ende. Die Zeit des Zurückweichens der äußeren Pole ist zu Ende - die Zeit der ausgedehnten Trennung und eingeschränkten Kommunikation. Nun kommen auch die äußeren Pole zu euch und es ist eure Wahl, ob ihr (weiterhin) mit ihnen diskutiert und kämpft oder ob ihr sie einfach in euer kristallines Herz atmet und in eine kraftvolle Drehung bringt. Doch dazu kommen wir später.




Äußeres Dunkel und Äußeres Licht (ÄDL)

Ihr habt es gemeinsam erschaffen
In Lektion 18 und 19 haben wir eure eigenen dunkel-lichten Räume der drei Zeitalter betrachtet: SDL, EDL und IDL. Wenden wir uns nun dem Feld der Anderen zu. Äußeres Dunkel und Licht herrscht unmittelbar um euch herum, in eurer Stadt und Nachbarschaft, in eurer Familie und Partnerschaft - und doch hat es zutiefst nichts mit euch zu tun. Wir können Äußeres Dunkel und Licht auch Die Welt nennen. Ihr habt die Welt miterschaffen und viele Leben lang war sie das Feld eurer Wege und Begegnungen, Entscheidungen und Erfahrungen - eurer Reife.

Jahrhunderte, Jahrtausende und ganze Zeitalter habt ihr an der Erschaffung der Welt mitgewirkt, sie mitgestaltet, in ihr gekämpft, protestiert und Einspruch erhoben, Unterschriften gesammelt, Widerstand und Kriege angezettelt. Ihr habt in der Welt gewählt, geschimpft, selbst das Heft in die Hand genommen ... und ... und ... und ...

Ihr habt die Welt miterschaffen, mitgestaltet, mitverfestigt und die Maschen immer enger gestrickt. Ihr habt im Laufe der Zeit alle Schlupflöcher der Seele mit den Sicherheitsbedürfnissen und Sicherheitssystemen des Egos verschlossen. Ihr habt alle privaten und intimen Sphären eurer Seelen geöffnet und bloßgelegt, vermarktet, beschrieben und verfilmt. Ihr habt die kristalline Einzigartigkeit eures Geistes in Musik, Bilder und Epen gelegt. Ihr habt alle inneren, vielfältigen Facetten eurer Seelen auf ein System der physischen Gleichheit gebracht und geschliffen, steuerbar gemacht und automatisiert.

Ihr habt jedem menschlichen Gedanken eine gute und eine böse Absicht zugeordnet, jedem Gefühl ein Richtig und ein Falsch. Jede Entscheidung und Handlung habt ihr dem Maßstab der Kontrolle, des Urteils und der Strafe unterworfen, einen gewaltigen Kontroll- und Vollstreckungs-Moloch erschaffen, der für viele Menschen ein Äußeres Licht ist und für viele andere Menschen ein Äußeres Dunkel. Doch längst ist eine unentwirrbare Verstrickung zwischen dem Äußeren und dem Astralen Dunkel-Licht gewachsen – und dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden!

Alles dies liegt hinter euch und verändert sich nun. ÄDL erfüllt keinen unmittelbaren Zweck mehr für euch. Es gibt euch nichts mehr, hilft euch nicht mehr weiter – und braucht euch nicht mehr.


Das Dunkel und das Licht der Anderen
Äußeres Dunkel und Äußeres Licht sind die Gesamtheit des Dunkel-Lichtes der Anderen. Es ist das persönliche Schöpferische, Energetische und Innere Dunkel und Licht eines jeden Menschen, der nicht DU ist – aller Menschen außer dir. ÄDL ist ihr mentales, emotionales und physisches Dunkel und Licht sowie ihr persönliches Astrales Dunkel-Licht. Jegliches persönliche Dunkel und Licht, das wir in den Lektionen 18 und 19 besprochen haben, besitzen auch die Anderen und hat mit dir NICHTS zu tun. Es ist das Dunkel und Licht ihrer Zeitalter, ihres Abstiegs, ihrer Quelle und ihres Ziels.

Die Anderen, das sind alle Menschen außer dir: deine Eltern und Geschwister, deine Großeltern, Kinder und Enkelkinder, deine Cousins und Cousinen, Neffen und Nichten, Onkel und Tanten, deine Patienten und Therapeuten, deine Kollegen, Chefs und Mitarbeiter, die Politiker, Ärzte und U-Bahn-Fahrer, Freunde, Nachbarn, Feinde und Nachrichtensprecher - alle Menschen, die derzeit mit dir auf Erden weilen.

Ihr persönliches Schöpferisches, Energetisches und Inneres Dunkel
ist dein Äußeres Dunkel.

Ihr Persönliches Schöpferisches, Energetisches und Inneres Licht
ist dein Äußeres Licht.

Zu deinem Äußeren Dunkel gehören sowohl deine geliebten Kinder, wenn sie sich in Problemphasen befinden, krank, aufsässig oder kriminell sind und du dir Sorgen um sie machst, als auch die von dir ungeliebten Politiker und Fernsehstars sowie die Mörder und Kriegstreiber in deiner Gesellschaft. Zu deinem Äußeren Dunkel gehören alle Menschen, die dich hassen, missachten, mobben und in Gefahr bringen, und solche, die du hasst, missachtest, mobbst und in Gefahr bringst. Zum ÄD gehören jene Menschen, die nach deinem Empfinden ständig Böses, Dummes, Schlechtes und Falsches tun - die krank sind oder dich in Sorge um sie festhalten.

Zu deinem Äußeren Licht gehören deine geliebten Kinder, wenn sie sich gerade nicht in Problemphasen befinden und du dir gerade keine Sorgen machen musst. Zum ÄL gehören deine geliebten Sport- und Gesangvereine, Biertisch- und Kartenspielabende, deine bevorzugten Internetseiten und deine Freunde, die (scheinbar) genauso ticken wie du. Zu deinem Äußeren Licht gehören alle Menschen, die dich lieben, achten und schützen und solche, die du liebst, achtest und schützt, jene Menschen, die nach deinem Empfinden nix Böses, Dummes, Schlechtes und Falsches tun – alle Menschen, die gesund sind und dich nicht in beständige Sorgen um sie stürzen.

In Lektion 6 sprachen wir über das Kreuz des Lebens, über Kommunikation und Lebensströme im Kreuz. Dein SDL, EDL und IDL liegt auf dem senkrechten Ast deines eigenen Lebenskreuzes. Das SDL, EDL und IDL jedes anderen Menschen liegt auf dem waagerechten Ast deines Kreuzes. Ihr Schöpferisches, Energetisches und Inneres Dunkel und Licht sind dein ÄDL. Du hast zunächst keine Anbindung daran, du erreichst sie nicht. Wir könnten auch sagen: „Dein ÄDL geht dich nichts an.“ Dein ÄDL ist sogar gefährlich, da es in dieser Zeitenwende nichts anderes tut, als dich aus deiner Mitte herauszuziehen, was wir sehen werden, wenn wir über euer Massenbewusstsein, insbesondere eure Schulmedizin sprechen (Lektionen 5, 6, 7, 15 und 22).

Du kannst die Anderen nicht erreichen. Dies gilt sowohl für die Menschen, die emotional und räumlich weit von dir entfernt sind, als auch für jene, die eng mit dir verbunden sind.

Betrachten wir das Beispiel Eltern-Kinder: Die Angst deines Kindes vor ..... (was auch immer) ist für dich Äußeres Dunkel. Du kannst es nicht davon befreien, es hat genau diese dunkle Energieform zu einer bestimmten Zeit und einem ganz bestimmten Zweck gewählt. Die Angst deines Kindes ist Ausdruck einer Kommunikation auf seiner vertikalen Lebensachse. Seine Seele spricht mit ihrem SDL, EDL und IDL. Sie haben ein gemeinsames Projekt und führen es durch. Und du hast genetisch, energetisch, seelisch und geistig keinen Zugang zum Dunkel-Licht deines Kindes, gleichgültig welchen Ausdruck es annimmt. Das gleiche gilt für die Marotten und Seitensprünge deiner Partner, für die Krankheiten deiner Freunde, für die Triebhaftigkeit und Getriebenheit eurer Täter, Politiker und Manager, Ärzte und Priester.

Was bei den Anderen auf dem vertikalen Lebens-Ast liegt, liegt bei dir auf dem horizontalen Ast - und umgekehrt. In der horizontalen Kommunikation hast du keinen Einfluss auf das Dunkel-Licht der Anderen, doch es hat Einfluss auf dich. Es zieht dich aus deiner Mitte, aus deiner Lebensachse, aus deinem vertikalen Strom zwischen Himmel und Erde. Und dies geschieht ständig in eurem Familien-Alltag, wenn ihr euch im Übermaß um die anderen kümmert, sie bevormundet und dirigiert, sie formen und erziehen wollt. Wann immer ihr dem Anderen sagt, was er tun und lassen soll und wie er es tun und lassen soll, zieht es euch aus eurer eigenen Mitte. Das Dunkel und Licht der Anderen zieht euch aus eurer Mitte. Ihr springt selbst aus eurer Mitte, weil ihr meint, eingreifen zu müssen. Ihr seid permanent außer euch – im wahren Wortsinn.

Doch wenn du ehrlich mit dir selbst bist, weißt du, dass deine Gründe für das Reglementieren Anderer oftmals keine anderen sind als die Beruhigung deiner eigenen Ängste und Ungeduld sowie die Befriedigung deiner eigenen Wünsche und Kontrollbedürfnisse, deiner eigenen Wut und Rachegelüste, für die du keine offene Verantwortung übernehmen willst. Du ahnst, dass dies eine Wiederholung von Mustern in deiner Generationenfolge ist oder genau das Gegenteil davon, eine Gegenprojektion. Du spürst, dass es gar nicht DU bist, der da handelt. In der Tat bist du es nicht, sondern es ist ein dämonisches Wesen, das dein Ego leitet - ein fremdes, oftmals geerbtes, Bewusstsein.

Außerhalb deiner Mitte kannst du weder erkennen, was gerade beim Anderen abläuft, noch dieses annehmen oder loslassen. Du kannst auch nicht erkennen, was er dir gerade über dich selbst erzählt, erkennst dein Spiegelbild, das du in ihm sehen könntest, nicht. Du kannst die Forderung und Förderung dieser Begegnung nicht erfassen und sie nicht erfüllen. Außerhalb deiner Mitte bist du weder weise noch liebevoll, weder mitfühlend noch dankbar, weder stark noch machtvoll. Außerhalb deiner Mitte besitzt du keine Ausstrahlung, die dem Anderen helfen könnte, in seine Mitte zurückzukehren.

In solchen Momenten, da ihr aus eurer Lebensachse herausgezogen seid, altern eure Körper rapide und ziehen fremde Bewusstseinsformen an. Euer Hormonsystem ist hochaktiv und überschüttet den Organismus mit Hormonen und Säuren - einfach nur weil eure liebende Seele und der hohe Geist nicht zuhause sind, weil ihr sie aus dem Transformationsstrom ihrer Lebensachse herausgeschleudert habt. Nun habt ihr ganze Zeitalter in dieser Form des Nicht-zuhause-Seins verbracht, ganze Lebensspannen auf der horizontalen Achse gelebt und euch ausschließlich um die Anderen gekümmert oder sie verfolgt und bekämpft. Und dies war völlig in Ordnung.


Übung 1
Bis heute hast du das Prinzip der Horizontalen Kommunikation so vertieft und ausgefeilt, dass du Eins mit der Welt geworden bist. Nun ist die Zeit reif, in deine Lebensachse und Vertikale Kommunikation zurückzukehren. Die Rückkehr in deine Mitte und Achse schließt die äußere Welt keineswegs aus. Du kannst getrost gehen und die Anderen scheinbar allein lassen. Sie alle kehren gerade zurück in ihre Mitte. Du würdest also nur stören, wenn ihr bei ihnen bleiben würdet.

Wähle zwei Personen - eine geliebte und eine gehasste. Studiere dich und jede der beiden nacheinander.

1. Studiere dein eigenes Fühlen und Handeln ihnen gegenüber, nimm deine eigenen Projektionen auf diese Person wahr und das, was sie dir spiegeln. Notiere deine Beobachtungen und Empfindungen einige Tage oder Wochen lang und nimm Veränderungen in deiner Wahrnehmung und der äußeren Situation wahr. Notiere sie.

2. Nimm das Wesen dieser Person aus ganzem Herzen an. Erlaube deinem Körper-Bewusstsein, bald keinen Unterschied mehr zwischen der geliebten und der verhassten Person zu fühlen - und lasse sie beide im Außen los. Notiere diese Entwicklung – in Worten, Bildern, Gedichten und Musik.


Keine horizontale Kommunikation
Alles, was du ihnen sagst, erreicht sie nicht. Sie haben ihr eigenes Schöpferisches Dunkel-Licht, ihr eigenes Energetisches und Inneres Dunkel-Licht, ihre eigenen Muster und Strukturen, ihre eigene Wahrnehmung und Orientierung. Sie haben ihre eigene Herkunft und Inkarnationsabsicht, ihren eigenen Lebensweg – völlig anders als deine.

Du kannst - deiner eigenen Evolution folgend, in deinem Licht-Dunkel-Strom atmend - nicht wissen, was beim Anderen ansteht und strömt. Du kannst es nicht wissen. Du musst sehr offen und ehrlich mit dir selbst sein, um dies zu akzeptieren und sie alle so sein zu lassen wie sie sind.

Zwar liebst du die Anderen, möchtest ihnen in ihren verzwickten Situationen Ratschläge geben, glaubst zu wissen, was ihnen fehlt, „weil du es selbst schon durchgemacht hast ...“, wie du glaubst. Du siehst, dass bei den Anderen etwas schiefläuft, dass sie mit dem Blick zum Himmel auf eine Schlucht zulaufen, dass sie im Begriff sind, aus einer positiven, lichten Lebenssituation herauszustürzen in eine negative, dunkle. Sie tun etwas, worin du Gefahr witterst, und sagst: „Hey, macht das lieber nicht!“ Doch weißt du wirklich, um was es bei ihnen geht? Nein, du weißt es wirklich nicht!

Du weißt nicht, was in deren Schöpferischem Dunkel und Licht beabsichtigt ist, was in ihrem Energetischen Dunkel und Licht vorgeformt ist. Du weißt nicht, was in ihrem Inneren Dunkel und Licht dringendst Ausdruck sucht. Du weißt nicht, warum sie was wohin treibt. Das kannst du gar nicht wissen, denn es ist eine Grundlage eures gemeinsamen Schöpfungsmysteriums, dass ihr es gar nicht wissen könnt. Erinnert euch an unsere Neue Schöpfungsgeschichte: Seit ihr ein eigenes Herz in eurer Brust habt, seid ihr GANZ EINS in euch selbst und GANZ GETRENNT von den Anderen. Das hat sich bis heute nicht geändert, sondern vertieft. Und nur dadurch konntet ihr eine gewaltige Vielfalt in eurer Welt erschaffen, weil jeder von euch Schöpfern zutiefst sein eigenes kosmisches Süppchen auf Erden kochte und niemandem das Rezept verraten konnte. So ist eure Welt die Summe der Welten aller anderen auch.

Natürlich kannst du es wagen, dich ungefragt einzumischen und Ratschläge zu geben, du kannst von den Anderen fordern, sich so zu verhalten, wie DU es für richtig hältst - dies ist das Drama der Erziehung eurer Kinder. Doch damit wirst du ihnen weder helfen, sie fördern oder einfach nur kennen lernen - noch dich selbst. Du kannst auf Bitten des Anderen deine Meinung kundtun, du kannst ihm sagen, was er tun und lassen sollte, wenn er oder sie dich danach fragt. Dennoch kannst du nicht wissen, ob dies der Wahrheit des Anderen entspricht.


Die Meister der Drogen
Ohamah spricht:
Wählen wir ein klassisches Beispiel eures Äußeren Dunkels und eurer Horizontalen Kommunikation, nämlich eure drogensüchtigen Kinder, und gern sprechen wir in ihrem Jargon. Warum bekiffen sich eure Kinder massenhaft in dieser Zeit? Weil sie herabgestiegene geistige Meister sind, die euch auf ihre Weise zeigen, wie bekifft ihr selber seid, und euch helfen, dies zu wandeln. Das klingt hart - und es ist hart. Doch das Prinzip ist einfach und die Bedeutung ist von kristalliner Schönheit: Drogen führen zu bewusstseinsverändernden Zuständen. Sie helfen euch, aus eurem schmerzlich abgebremsten, starren, linearen, engstirnigen, ängstlichen und kontrollsüchtigen Lebenskoma heraus zu kommen - für ein paar Stunden. Sie eröffnen euch Horizonte, weiten und dehnen eure Wahrnehmung aus, lassen euch fühlen, wer ihr wirklich seid. Wunderbare Bilder und Sphären umgeben euch, überirdische Musik durchfließt eure Zellen, Wesen des Lichtes und der Dunkelheit begegnen euch und ihr könnt Glückseligkeit fühlen.

Die Thanatologen haben in den 70er Jahre über Drogenexperimente die Grenzen zum Tod geöffnet und den Beginn der Kommunikation mit diesem Wesen ermöglicht. Sie sind die Pioniere der lebendigen Begegnung mit dem Tod, die Pioniere eurer Sterbebegleitung, die ihr heute mit großer Freude und Liebe ausübt.

Das ist es, was ihr alle sucht (mit langem u) und gleichzeitig fürchtet, denn ihr ahnt, dass euch dies aus eurem alten Leben herausziehen würde. Nun, es würde euch einfach nur in eure Mitte zurück ziehen, in die Achse eures Lebensstromes. Doch ihr könnt es nicht kontrollieren, also flüchtet ihr lieber davor und sucht woanders nach eurem Glück. Eure Sucht (mit kurzem u) hat nur ein anderes Gesicht als ihre Sucht. Es sind Arbeits- und Sexsucht, Mager- und Esssucht, Sport- und Vergnügungssucht, Verjüngungs-, Schmink- und Kleidersucht, Einkaufs- und Gewinnsucht, Medikamenten- und Vorsorgesucht, Alkohol-, Zigaretten- und Süßwarensucht, Besitz- und Versicherungssucht, Vergleichs- und Gerechtigkeitssucht.

Und natürlich habt ihr für alle diese Suchtformen legale Industrien, Behörden und Sittenkodexe aufgebaut, die euch bedienen, befriedigen und bekiffen - für einige Stunden, wie die Drogen der Anderen, mit ähnlichen Nebenwirkungen, gesundheitlichen Einschränkungen oder Dauerschäden wie die Drogen. Jede innere Suche, die auf dem vertikalen Lebens-Ast erfolgreich findet, wird zu einer Sucht, wenn sie nach außen gerichtet wird, auf den horizontalen Ast des Lebens. Diese fehlgeleitete Suche nach EUCH SELBST wurde zu einer Sucht nach dem Leben und einer Flucht vor dem Tod. Dies hat euer Leben und Sterben sehr eng gemacht, euren Atem sehr kurz und euer Herz sehr hart.

Und nun kommen eure Indigo- und Sternenkinder. Über sie und ihre Bedeutung für euch sprachen wir in Lektion 3. Eure Kinder sind die Meister des Lebens und die Meister des Findens nach der langen der Suche. Sie haben in sich, was ihr noch im Äußeren Licht der Welt sucht.

Ihre inneren Horizonte sind sehr weit, eure äußeren Horizonte fügen ihnen Schmerzen zu und machen sie ohnmächtig. Sie sind sich dessen ebenso wenig bewusst wie ihr, also können sie sich nicht gegen eure einengenden alten Erziehungsmuster wehren und tun das Einzige, was ihnen bleibt: Sie flüchten auf unerlöste Weise in ihr Inneres und provozieren damit den Kampf zwischen ihnen und euch. Ihre innere Weite ist ein geistiges Bewusstsein, eine göttliche Intelligenz, das eine klare Absicht hat und sich nicht von euch stoppen lässt. Es ist ihr Schöpferisches Dunkel und Licht, das sie vorantreibt und Drogen nehmen lässt – nicht um ihretwillen, sondern um euretwillen.

Sie kehren mit Hilfe der Drogen in jene Achse ihrer selbst zurück, aus der ihr sie mit eurer Erziehung herausgezogen habt. Wir können die Drogen als ihren multidimensionalen Schutz in einer linearen Welt betrachten, als Hilfe, zu sich selbst zurück zu kehren, wann immer die Anderen sie aus ihrer Achse herausgezogen haben.

Aus der Sicht des Geistes betrachtet, haben Meisterseelen Körper gebildet, die eine tiefe Resonanz mit eurer Suche nach dem Sinn des Lebens haben, mit eurer Sucht nach Bestätigung und mit allen Formen eurer legalen Alltagsdrogen. Ihre Körper nehmen die Schwingung all eurer Irrwege und Verlorenheit, aller Suche und Sucht in sich auf. Darunter leiden sie und darin wirken sie.

Ihr eigenes Körpergefühl ist massiv an eure Körper gebunden. Sie empfinden sich in einer Weise Eins mit euren Körpern, wir ihr dies erst in einigen Jahren empfinden könnt, wenn ihr die Reste eurer inneren Trennung von euch abgestreift habt. Eure drogensüchtigen Kinder sind als geistige Heiler und Wandler eures Leides gekommen. Ihre Körper sind homöopathische Instrumente, die das Suchtsyndrom der Welt zu sich ziehen. Sie sind, aus den Reichen der Meister kommend, hingebungsvolle Diener an euer menschliches Leben.

Während ihrer bekifften Phasen ist ihr eigener Wandlungsstrom hochaktiv und führt eine lebendige Doppel-Kommunikation: eine vertikale zwischen ihrem Schöpferischen Dunkel und Licht und eine horizontale zwischen ihrem Äußeren Dunkel und Licht. Und natürlich ist ihr Herz im Zentrum der Transformator aller Substanzen, Energien und Dimensionen. Nun, das ist genau der Augenblick, in dem die größte Macht und Hingabe von ihnen zu euch fließt. Und es ist genau der Moment, den ihr als den widerwärtigsten empfindet. Es ist die Widerwärtigkeit eurer Zeitalter, die sie euch im Außen spiegeln, während sie sie im Inneren erlösen. Die äußere Erscheinung hat im Inneren eine umgekehrte Bedeutung: Was für euch als Abgrund und Finsternis erscheint, ist höchste Hingabe, Kraft und kristallines Licht. Sie führen ins Licht, was ihr in eurer Dunkelheit gefangen haltet – und geben dafür ihr Körperleben hin, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Macht euch keine Sorgen um sie. Verflucht sie nicht, sondern ehrt, liebt und akzeptiert sie so wie sie sind. Damit nehmt ihr ihnen in der Tat viele Lasten ab, die eure sind, die aber sie für euch noch tragen würden. Bringt sie selbst ins Licht durch eure liebenden Herzen.

Es gibt in dieser Zeitenwende, da eure engen Horizonte sich weiten, viele Helfer, viele geistige Meister, die nach ihrer Inkarnation als Jugendliche in die Drogenszene gehen. Du als Mutter oder Vater, Schwester oder Bruder leidest deshalb und meinst, einschreiten zu müssen, ihm oder ihr helfen zu müssen. Du kannst es, aber nicht mit den bisherigen Mitteln. Diese Mittel und Muster gehen davon aus, dass Drogengebrauch schlecht sei, gesundheitsschädlich und kriminell. Daher verbieten, vermeiden, sanktionieren sie den Drogengebrauch und ersticken damit jeglichen freien Fluss der Stoffe, Energien, Geistsubstanzen und Lichtintelligenzen. Die bisherigen Mittel wollen schützen, heilen und bewahren und erreichen genau das Gegenteil. Verbieten, Vermeiden und Sanktionieren sind ebenso wie Schützen, Heilen und Bewahren, horizontale Kräfte, die die freie Wirkung und Erfahrung von Drogen blockieren, damit den Wiederholungszwang hervorrufen, den Gebrauch verstärken - und Missbrauch daraus machen. Zwei gegensätzliche Kräfte erzeugen ein und dasselbe Ergebnis, das die Jugendlichen bannt und festsetzt.

So sitzt euer Kind in seinem Körper fest. Die Energien, Wirkstoffe, Substanzen und Intelligenzen fließen nur vom Becken zum Schädel und zurück. Der Wirkstoff der Drogen wird erst gemeinsam mit der Wirkung der äußeren Einflüsse schädlich und tödlich: Nichts kann abfließen und sich wandeln, der Körper erhält keine planetarische und kosmische Nahrung. Horizontale Beratung, Sorge und Druck sowie die horizontale Ausrichtung des Betroffenen verschließt die Tore zum Himmel und zur Erde. Dann sind chemische Substanzen und emotional-mentale Energien die einzigen Einflüsse für den Körper und sie werden zu Gift. Dies gilt sowohl für das Thema Drogen als auch für sämtliche Syndrome eurer modernen Gesellschaft: insbesondere für das Borderline-Syndrom, multiple Persönlichkeitsstörung und die manische Depression.

Dunkel und Licht tauschen ihre Rollen. Lichte Meister steigen ab und übernehmen Rollen in der Finsternis. Dunkle Meister steigen auf und nehmen Rollen im Lichte an. Du kannst nicht wissen, wofür dieses Wesen, das du mein Kind nennst, überhaupt gekommen ist und welche Bedeutung das Äußere Dunkel hat, das es verbreitet. Du kennst weder sein Schöpferisches Licht, in dem der Sinn und die Weisheit aller Drogen liegen, noch sein Schöpferisches Dunkel.

Nicht Drogen töten, sondern Gedanken. Bewahre den anderen nicht vor Drogen, sondern vor deinen Gedanken. Die jahrelange permanente Sorge um das Kind ist ein sehr sicheres, dichtes, graues Gefängnis, in dem es ebenso zugrunde gehen kann wie in den Händen eines Mörders.

Wenn der junge Mensch mit seinen Entscheidungen frei zwischen seinem eigenen Schöpferischen Licht und Dunkel fließen kann, wird er nicht leiden, sondern alle äußeren Einflüsse aus den horizontalen Welten transformieren können - sowohl das Gift der Drogen als auch das Gift eures dreidimensionalen Elends, denn dafür ist er schließlich gekommen. Wird er jedoch von der Gesellschaft ständig gemaßregelt und korrigiert, aus seiner Lebensachse herausgezogen, von sich selbst abgelenkt, getrennt und abgeschnitten, dann wird er im horizontalen Raum treiben. Dann wird er triebhaft und orientierungslos sein, verloren und unbezähmbar, da er sein eigenes Schöpferisches, Energetisches und Inneres Dunkel und Licht verlassen hat. Dann irrt er durch das Labyrinth des Dunkels und Lichtes der Anderen, durch die Spiegelkabinette und Schattenzonen des Massenbewusstseins. Doch dort wird er nichts finden, was ihm weiterhilft – ebenso wenig wie ihr.


Übung 2
Wenn du dich bei diesem Thema angesprochen fühlst, gleichgültig ob du ein „Drögele“ bist, ein Familienmitglied oder einfach nur an Arbeits- oder Versicherungssucht leidest, kannst du die Meditationen unter „Kristalliner Himbeergeist“ und die Texte unter dem Link „Geistiges Reisen“ nutzen. Sie helfen dir, ohne Wenn und Aber in deine eigene Lebensachse zurückzukehren. Mache dir Notizen über Veränderungen hinsichtlich deiner inneren Wahrnehmung und deiner äußeren Umgebung.



Die Vertikale Kommunikation bringt’s
Ihr seid mit den Anderen gekommen - und für sie. Ihr seid gekommen, um ihnen zu helfen. Eure Hilfe besteht darin, ihnen bei der Rückkehr zu sich selbst zu helfen. Die wichtigste Herausforderung an die Menschen ist die Rückkehr zu sich selbst, die Aktivierung ihres vertikalen Lebens-Astes und das Zulassen der Einflüsse planetarischer und kosmischer Energien in ihren Körper. Ihr könnt ihnen helfen, dies zu erkennen und zu tun. Doch ihr könnt es nur, wenn ihr zuvor in eurer eigenen Mitte angekommen - und dort stabil - seid. Wahre Helfer der Anderen seid ihr nur, wenn ihr im freien Fließen eures vertikalen Stromes bleibt und die Anderen im freien Fließen ihres vertikalen Stromes lasst - oder sie immer wieder hineinführt, wenn sie selbst heraus brechen. Wahre Helfer akzeptieren das Dunkel anderer zutiefst - und wissen, dass es sich darin wandelt.

Wenn ihr mit Menschen zu tun habt, die das Dunkel in unerlöster Form leben – und es ist gleichgültig, ob dies kranke Kinder oder Kindesmörder sind – seid ihr gefordert, in eurer Achse zu bleiben, das Dunkel des Anderen zu akzeptieren, anzunehmen und bewusst und willentlich mit ihm zu fühlen. Das könnt ihr nur in dem Maße, in dem ihr euer eigenes Dunkel akzeptiert, in dem ihr Mitgefühl und Dankbarkeit für euch selbst entwickelt habt. Die Anderen, die Menschen des Äußeren Dunkels und Lichtes, sind die härtesten Prüfsteine auf eurem eigenen Weg ins Licht.

Geht davon aus, dass überall im Äußeren Dunkel und Licht Weisheit und Liebe herrschen. Zugang habt ihr allerdings erst dazu, wenn ihr euren eigenen Weisheitsstrom durch tiefe Selbst-Liebe und Selbst-Akzeptanz geöffnet habt. Das Äußere Dunkel, eure besorgniserregenden und verhassten Mitmenschen, sind für euch ebenso unerreichbar wie das Äußere Licht, eure geliebten Mitmenschen und verständnisvollen Freunde. Die einzige Möglichkeit, das horizontale Äußere Dunkel und Licht der Mitmenschen zu erreichen, bietet euch eure eigene vertikale Lebensachse.


Übung 3
Du kannst die Rückkehr in deine eigene Mitte und die Ausdehnung der Lebensachse ins Schöpferische Dunkel und Licht mit Hilfe der Zwölf Chakren-Meditation und des Herz-Kristall-Atem vollziehen.




Drei Lebensgrundsätze

Es gibt in eurer Dualität zwei Grundsätze. Der erste lautet: „Ich Bin von dieser Welt. Ich kann geben und empfangen.“ Der zweite lautet: „Ich Bin nicht von dieser Welt. Ich kann nichts geben und empfangen.“ Der Grundsatz der Einheit lautet: „Ich Bin nicht von dieser Welt, habe sie jedoch erschaffen. Ich gebe und empfange, ohne zu tun, denn Ich Bin Eins mit dieser Welt.“

1.
„Ich Bin von dieser Welt.
Ich kann geben und empfangen.“
Es ist ein wesentliches Merkmal eures Abstiegs, dass ihr ihn als geist-seelische Gemeinschaft machtet. Allein auf eurem Inkarnationsweg bis zur Geburt habt ihr euch mit vielen Dimensionen des Geistes und der Seele verbunden, bevor ihr Mensch wurdet (vgl. Lektion 17). Was im Geist- und Seelenraum verschmolzen ist, kann auch im Körperraum nicht getrennt werden, selbst wenn die Trennung eure Schöpfungsmatrix war.

So seid ihr in allen Lebensspannen nie ohne die Anderen weitergekommen - und die Anderen nicht ohne euch. In unergründlicher Verwandtschaft und Verstrickung, in Erbschaften und Eiden, in Kriegserklärungen und auf Friedensfesten habt ihr euch Zeitalter lang rückhaltlos aneinander gebunden, habt ganze Zivilisationen gemeinsam erbaut und untergehen lassen, habt viele Formen der Magie, des Todes und der Heilung gemeinsam entwickelt und wieder vergessen. Jede Begegnung mit dem Äußeren Dunkel und Licht hat euer physisches Leben, und so auch euer Inneres Dunkel und Licht, vorangetrieben oder blockiert, bereichert oder verarmt, beglückt oder zerstört, geheilt oder gekränkt – und in jedem Fall dem Kristall eures Geistes weitere Facetten hinzugefügt.

Nun, am Ende der Alten Zeit könnt ihr keinen eigenen Schritt mehr machen, ohne mindestens drei Personen vor den Kopf zu stoßen, zwei weitere nachzuziehen, fünf in Verwirrung zu stürzen und sieben andere zu überzeugen, dass ihr nun den Verstand verliert. Jede innere Regung aus eurer Mitte löst äußere Erschütterung, Unmut und Kleinkriege aus - und gibt Anwälten und Ärzten, Gutachtern und Gerichten neue Arbeit. Ihr seid eng miteinander verbunden, daran hat sich nichts geändert und daran wird sich auch nichts ändern. Das Äußere Dunkel und Licht entlässt euch nicht aus seinen Herzen und Händen, Armen und Fängen.


2.
„Ich Bin nicht von dieser Welt.
Ich kann nichts geben und empfangen.“
Zwischen dem Ende der alten und dem Beginn der neuen Zeit liegt die Zeitenwende. In dieser Zwischenzeit wird der zweite Grundsatz der Dualität bedeutsam.

Die Zeichnung zeigt in den Ästen des Kreuzes den kurzen Satz: ICH BIN DIE WELT. Im Zentrum sitzt das Herz - und genau da findet die Wandlung der Energien und Richtungen statt. Bevor ihr eure Mitgliedschaft in der horizontalen Welt mit eurer Mitgliedschaft in der vertikalen Welt verschmelzen könnt, ist es notwendig, einen vollkommenen Ausstieg zu vollziehen. Es ist notwendig, eine Zeitlang das Mitglied von KEINER WELT zu sein, um SICH SELBST zu sammeln, zu klären, zu balancieren und zu finden. Das entspricht der Nacht im Felsengrab nach der Kreuzigung und vor der Auferstehung.

Bevor ihr diesen Ausstieg aus dem Abstieg und den Einstieg in den Aufstieg vollzieht, werdet ihr den Umstieg beschließen. Ihr werdet euch der großen Geschenke bewusst, die euch die alte horizontale Welt gegeben hat, die Anderen. Ihr werdet annehmen, was euch das Äußere Dunkel und Licht der Welt schenkte. Ihr werdet loslassen, was ihr der Welt noch schenken wolltet. Tiefes ANNEHMEN verändert euren eigenen Organismus auf eine drastische Weise (vgl. Lektion 5 Der Lichtkörper-Prozess). Von Herzen LOSLASSEN verändert euren Organismus ein zweites Mal auf drastische Weise (vgl. Lektion 21 Der Kristallkörper-Prozess).

Äußeres Licht und Äußeres Dunkel haben immerzu ihre Rollen getauscht: Was als Liebe begann, wurde zu Hass und schließlich wieder zu Liebe. Geburt führte zu Tod und dieser zur Geburt, Licht wechselte sich ständig mit Dunkelheit ab. In der Reihe eurer Partnerschaften und Familien könnt ihr das Kippen von Liebe und Freude in Angst und Kontrolle bestens studieren. Was um alles in der Welt bleibt da am Ende übrig? Was bleibt bestehen? Was ist zutiefst wahr und unzerstörbar? Was lebt weiter, wenn ihr ALLES loslasst?

Nun, was sonst wenn nicht IHR SELBST?

Äußeres Dunkel und Licht haben dir in ihrem verwirrenden Tanz DICH SELBST geschenkt: den Rückzug zu dir selbst, das Einssein mit Allen in dir selbst, tiefes Verständnis und liebende Akzeptanz für die Anderen, bedingungsloses Mitgefühl und Dankbarkeit, Klarheit und Unterscheidungsfähigkeit, Gelassenheit und Urteilslosigkeit, innere Stärke, Selbst-Liebe und Unabhängigkeit. Die Welt hat dir die Grundlagen deines Christus-Seins geschenkt, deines Kristall-Bewusstseins, mit dem du deinen Kristall-Körper bauen kannst. Doch nicht sie entlässt dich, sondern du musst sie verlassen - ganz und gar - wenn auch nur für eine kurze Zeit.



3.
„Ich Bin nicht von dieser Welt, habe sie jedoch erschaffen.
Ich gebe und empfange, ohne zu tun, denn
Ich Bin Eins mit dieser Welt.“

Für die Anderen da zu sein ist ein Drahtseilakt, der nur gelingt, wenn du in deinem vertikalen Lebensstrom stabil bist und von dort aus in die Welt schaust. Du nimmst ihnen ihre Lasten ab, ohne dich selbst zu beladen. Du wirkst auf sie ein, ohne in ihr Leben einzugreifen. Du hilfst ihnen, Entscheidungen zu treffen, ohne ihren Willen zu beeinflussen. Du stehst über ihnen, ohne dich über sie zu erheben.

Du hast in deiner erhöhten Position einfach nur einen besseren Überblick und siehst nicht nur die Dinge, die sich direkt vor deiner physischen Nase abspielen, sondern auch die Vorgeschichten und Hintergründe. Dein Blick ist weit und weich, deine Wahrnehmung klar und scharf. Deine Stimme ist leise und wird doch klar vernommen. Deine Worte sind rar und erwecken die Geschichten ihrer Zeitalter. Du tust NICHTS und bewirkst ALLES.

Nun, über das Wesen des Christus - oder des Kristallmenschen - sprechen wir in den Lektionen 21 und 22. Vorher wollen wir uns noch ein wenig mit euren dunklen Energien und den Schattenkräften befassen – und die hier vergrabenen Schätze heben.



Dunkle Energien und Kräfte
an drei verschiedenen Orten

Dunkle Energien und Kräfte liegen, wie wir in Lektion 7 besprachen, in jeder Zelle und jedem Organ eures Körpers: im geistigen Kern, in der energetischen Aura und in der physischen Materie. Sie sind 50 % des Grundpotenzials eures Körpers, Lebens und eurer Entwicklung. Sie wollen sich, wenn die Zeit für sie reif ist, bewegen, sich ausdrücken und sich wandeln. Sie streben auf euch zu, sie steigen auf und zeigen sich - und wollen empfangen werden.

Dunkle Energien und Kräfte durchziehen eure horizontale Welt. Das Äußere Dunkel, von dem ihr euch beständig angegriffen und herausgefordert fühlt, ist voller dunkler Energien und Kräfte. Auch das Äußere Licht, von dem ihr euch bestätigt und beschützt fühlt, ist voller bindender Energien und Kräfte. Auch sie streben auf euch zu, kehren zu euch zurück und wollen empfangen werden.

Dunkle Energien und Kräfte liegen ebenso in euren astralen und ätherischen Räumen – sowohl in den Räumen eurer Erinnerung, die ihr früher als Karma bezeichnet habt, als auch in den Räumen eurer Absichten. Von dort aus werden sie euch zugesandt, zugeworfen und in die Hände gespielt.

Dunkle Energien und Kräfte sind geist-energetische Werkzeuge, Mittel, Substanzen und Gifte, die ihr für euren Lebensplan gewählt und deponiert habt. Der Einsatz von dunklen Kräften hat bisher dem Abstieg, euren Erfahrungen und eurer Reife gedient. Nun, in der Zeitenwende, dient er nach dem homöopathischen Prinzip eurer Erlösung aus dem erstickenden Astralen Dunkel-Licht. Eure geistigen Helfer aus den lichten und dunklen Räumen - wir könnten auch sagen: eure Geschwister aus eurem Ersten Kristallzeitalter und Kalkzeitalter - werfen und schicken euch dunkle Energien und Kräfte zu, damit ihr sie in die Horizontale bringen könnt, in eure physische Welt.

Dunkle Energien und Kräfte sind ein Teil eures seelischen Erbes und eurer geistigen Fähigkeiten, eine Intelligenz, die ihr heilend, ausgleichend und regenerierend einsetzen könnt – einfach indem ihr das Dunkel der Äußeren Welt in eurem Innersten empfangt und es dort mit dem äußeren Dunkel der Welt tanzen lasst, das ihr ebenso bereitwillig empfangt wie das Dunkel eurer Organe und Fließströme und jenes der astralen und ätherischen Dimensionen.

Dunkle Energien und Kräfte eurer Organe wollen akzeptiert und geatmet werden, angenommen und aktiviert.

Dunkle Energien und Kräfte der Welt wollen akzeptiert und geliebt werden, angenommen und geatmet.

Dunkle Energien und Kräfte der astralen Räume wollen akzeptiert und empfangen werden, beherrscht und erlöst.

Dunkle Energien und Kräfte der ätherischen Räume wollen im vertikalen Strom eurer Herzen empfangen und in die horizontale Welt hinausgesandt werden, aktiv und willentlich.

Alle diese dunklen Energien und Kräfte wollen und gelangen in die horizontale Welt, sie brechen sich ohnehin Bahn, da sie ein Teil der Welt sind. Doch es ist ein himmelweiter Unterschied, ob sie zuvor durch dein kristallisierendes Herz geströmt sind und machtvoll als klare, charismatische Kräfte und leuchtendes Dunkel frei in Erscheinung treten oder als gequetschte, unterdrückte und schließlich doch über Druckventile herausgeschossene graue Kräfte, die inzwischen so vergoren sind, dass euer kontrollierender Kopf und euer ängstlicher Bauch sie nicht mehr halten konnten.


Übung 4
Notiere, was dir bei diesem Thema einfällt, dein eigenes Leben betreffend. Notiere, was in dir aufsteigt und vielleicht sogar von außen auf dich zukommt. Nimm deine dunklen Energien und Kräfte wahr, und die äußeren auch. Notiere sie und forme sie in Sätze, die das Dunkel respektieren und ehren. Frage diese Energien und Kräfte, welche lichten Kräfte in ihnen stecken und schreibe sie auf. Sei bereit, diese lichten Kerne der dunklen Kräfte zuzulassen und sie sich öffnen zu lassen. Nimm wahr, wo sich dein Verstand und deine Emotionen dem entgegenstemmen. Lasse dies zu.

Lasse dir auch für dieses Thema mehrere Tage Zeit. Beschließe diese Tage mit einer abendlichen „Meditation zum geteilten Land“ (unter Kristalliner Himbeergeist).




Gesundes und krankes Dunkel
Der Übergang zu astralem Dunkel-Licht

Lange Zeit nicht ausgedrückte dunkle Kräfte wurden grau. Aus Kräften wurden Schatten. Aus leuchtendem Dunkel wurden Grauschleier. Nicht genutztes Schöpferisches Dunkel und Licht wurde zu Astralem Dunkel-Licht - ebenso nicht genutztes Energetisches Dunkel und Licht, nicht genutztes Inneres Dunkel und Licht und nicht genutztes Äußeres Dunkel und Licht. Das Hauptmerkmal des astralen Raumes ist Bewegungslosigkeit, die volle Bremsung ohne jegliche Konsequenz und Umkehr, die kontur- und standpunktlose Starre. Und es ist völlig gleichgültig, ob Schöpferisches Licht, Inneres Dunkel oder eines der anderen Wesen in eine bewegungslose Starre geraten ist. Das Ergebnis ist immer das gleiche: GRAUEN. Im astralen Raum sind LICHT und DUNKEL so sehr miteinander verschmolzen, dass sie nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind - in Form, Ausdrucks- und Wirkungsweise identisch.


Diese Teilung des EINEN SEINS in DUNKEL und LICHT, dieser Abstieg der Pole und ihre Wiedervereinigung in astraler Erstarrung – sowie alle auf diesem Weg entstandenen Lebenszusammenhänge sind Teil eures Spiels, Teil eures Traums, Teil eurer Schöpfung. Solange ihr sie nicht von Herzen begreift, akzeptiert und mit ihnen fühlt, seid ihr in ihnen verfangen und könnt diese gewaltigen dualen Energien weder annehmen noch loslassen. Doch das muss geschehen, wenn ihr frei werden wollt – und bereit für die nächste Stufe der Evolution.

Diese Lebenszusammenhänge sind inzwischen zu einer alten Lebensmatrix geworden, zu einer alten Wahrheit, die seit einigen Jahren keine Bedeutung mehr hat. Viele von euch geben ihr allerdings noch Bedeutung, halten sie fest und fixieren sie in ihrem Glaubensmuster, dunkle Kräfte seien schlecht.

Grundsätzlich waren alle negativen Gefühle und Kräfte, alle negativen Ausdrucksformen und Gedanken, alle Grausamkeiten und Lust an der Qual der Anderen gesunde Kräfte, solange sie ein gewollter und notwendiger Teil eures Spiels waren, solange ihr Zeitgeist herrschte, das bedeutet: solange selbst die Sterne, Planeten, kosmischen Elemente und ihre Einflüsse an eurem grausamen Spiel beteiligt waren. Negative und dunkle Kräfte sind gut, solange ihre Zeit ist und sie frei fließen dürfen und müssen. Und es gibt zwei Zeitspannen in eurer Evolution, an denen sie konzentriert frei fließen (müssen): an ihrem Anfang, da sie entstehen, und an ihrem Ende, da sie sich wandeln.

Wut, Hass, Zorn und Aggression sind dunkle Grundkräfte mit lichtem Kern - zweipoliges Dunkel, und damit gesund, da es im Ausdruck selbst zu Licht wird. Freier Ausdruck oder Ausbruch sprengt mit der Zeit die dunklen Schalen vom lichten Kern ab und offenbaren diesen. Keine Macht kann eine magnetische Atmosphäre so klären und erfrischen wie ein heftiges Gewitter. Es zerschlägt die alte Schwüle und verwandelt sie in eine neue Frische, indem es eine gewaltige elektrische Ladung in das graue magnetische Feld eurer verfestigten Energien schlägt, sie aufwirbelt und hemmungslos umher schleudert - ohne Vorwarnung und Zögern. Die Dosis der Donnerschläge und Blitze steht immer in einer exakten Resonanz zu allen Beteiligten. Das ist eines eurer kosmischen Gesetze, die euer Spiel am Laufen halten, die euch nützen und schützen.

Euer äußeres Gewitter ist ein Ausdruck eurer geistigen Begleiter, Führer und Hüter. Euer inneres Gewitter ist ein Ausdruck eures eigenen Schöpferischen Lichtes und Dunkels. Es ist gesund, wenn es weder selten noch oft ausbricht - eben dann, wenn es notwendig ist. Diese inneren Kräften wollen sich ausdrücken, denn auch sie haben eine tiefe Resonanz zu den äußeren Beteiligten. Wenn ihr diese geistigen Kräfte unterdrückt und kontrolliert, bleibt die innere und äußere schwüle Energie erhalten, wird immer dichter, enger, fester – und schließlich zu einer klebrigen, ranzigen und übel riechenden Materie, zu einem inneren Malariasumpf. Diese Sümpfe habt ihr in den letzten Jahrtausenden in euren Familien erschaffen, in ihrem Geist, ihrem Energiefeld und ihren Körpern - aus Liebe.

Irgendwann drückt sich jedes Gewitter aus und eine ungemütliche Situation ergibt sich ohnehin. Das gehört zum gelebten Leben. Die Frage ist nur, wie sieht die Situation aus und welchen Preis bezahlt ihr für sie? Entweder es donnert und blitzt frei heraus, mit großem Gepolter, wenig Flurschaden und anschließender Klärung. Oder ihr unterdrückt euer Gewitter lange Zeit, bis es in einem unkontrollierten Moment explodiert, da ihr es nicht mehr halten könnt und das Überdruckventil eures Körperbewusstseins platzt. Dies mag zwar weniger laut sein, ist aber mit großen inneren und äußeren Flurschäden verbunden, die es in der Zwischenzeit schon angerichtet hat – und es erfolgt keine Klärung, sondern Schuldzuweisung und Verurteilung.

Auch gesundes Licht könnt ihr ohne Weiteres schnell zu Grauen machen. Wie? Ganz einfach: Ihr sagt etwas, das jetzt notwendig und hilfreich ist, etwas, das euch selbst und allen Beteiligten gut tut – NICHT. Ihr sagt es nicht, weil ihr euch nicht traut, weil ihr euch nicht würdig fühlt, weil ihr Angst vor Ablehnung habt, weil ihr den Anderen nicht verletzen wollt, weil ..., weil ..., weil... Es gibt ein Universum voller Gründe, warum ihr schweigt, wenn ihr sprechen und lieben solltet, warum ihr schweigt, wenn ihr schimpfen und wüten solltet.

Mut ist Licht und Wut ist Dunkel. Beide stehen euch zur Verfügung, damit ihr sie gebrauchen könnt. Ihr aber haltet sie fest: die Wut aus Gründen der Moral und den Mut aus Gründen der Angst. Im geistigen Raum sieht das so aus: Ihr haltet die Wut in eurer linken Hand fest und den Mut in eurer rechten Hand. Ihr umklammert sie fest, da sie heftig zappeln und frei werden wollen. Damit habt ihr die Hände nicht frei für das, was auf euch zukommt – weder für die Liebe noch für den Kampf. Und da ihr euch auf das Festhalten konzentriert, sind auch eure Seele (Intuition) und euer Geist (Intelligenz) nicht mehr frei. Euch wachsen Scheuklappen und ein Brett vor dem Kopf. Mut und Wut beginnen mit der Zeit, an euren Händen festzukleben und zurück in euer Inneres zu wabern, um von dort aus erneut den Ausdruck zu versuchen - als Zyste, Furunkel oder Eiterbeule vielleicht...? Ihr könnt sie weder einkerkern noch abschütteln. Ihr könnt nichts anderes damit tun, als sie ganz anzunehmen, ganz auszudrücken und ganz loszulassen. Halbe Entscheidungen akzeptieren sie nicht.

Drückt also euer wütendes, doch mutloses Ego sich um seinen Beitrag am Spiel, dann verstaut euer Geist diese beiden ungebrauchten Werkzeuge WUT und MUT im Schuld-Sühne-Keller eures Unterbewusstsein, bis sie eines Tages als körperliche Symptome oder unkontrollierter emotionaler Ausbruch wieder auftauchen. Beides wäre vollkommen in Ordnung – Hauptsache, ES kommt heraus! Drückt euer liebendes, doch mutloses Ego sich vielleicht um seinen Beitrag am Spiel, dann verstaut euer Geist diese beiden ungebrauchten Werkzeuge MUT und LIEBE in den Angst-Aggression-Katakomben eures Unterbewusstseins, bis sie eines Tages .....


Die Katakomben der Zeitalter
So hat euer liebendes, wütendes und mutloses Ego Jahrtausende lang Keller, Verliese, Zellen und Kerker gebaut, Gänge, Tunnel und Schächte gegraben – immer tiefer in die Erde hinein, immer verzweigter. Hier konnten eure Schöpferischen und Energetischen Licht-Dunkelkräfte, eure Inneren und Äußeren Licht-Dunkel-Energien eindicken, gären, stumpf und zäh werden, zu einer undefinierbaren Masse einheitlichen Grauens – zum Bodensatz des Lebenswassers in euren Kelchen.

Licht war nicht mehr hell, Dunkel war nicht mehr finster. Beides wurde zu Zwielicht und Schatten, zu totem Leben oder lebendigem Tod. In diesem Feld seid ihr viele Male gestorben und wieder geboren worden – wart viele Male sehr einsam und hilflos, abhängig und beeinflussbar.

So wurden eure zweipoligen, wandlungsfähigen Negativkräfte krank. Sie wurden aus dem freien Lebensfluss herausgedrängt und erhielten keinen Zugang mehr zum Transformationsstrom. Sie drückten sich in den unteren Bewusstseinsräumen und den horizontalen Lebensebenen herum, lungerten wie Tagelöhner und Banditen am Rande der Dämmerung, waberten in die Grauzonen der Anderen, der Familie, Freunde und Feinde, verschmolzen unbeobachtet mit deren eingezwängten Emotionen und hinterhältigen Gedanken – und wurden so zu kollektivem Grauen, in dem schließlich Freund nicht mehr von Feind zu unterscheiden war, Liebe nicht mehr von Angst und Engel nicht mehr von Dämon, Leben nicht mehr von Tod.

So wurden eure gesunden dunklen Kräfte mit der Zeit zu astralen Energien. Ihr versuchtet, sie in euren Verliesen gefangen zu halten, doch sie kehrten in verschiedensten Formen immer wieder zu euch zurück – in Träumen, Krankheiten und äußeren Begegnungen, in Geschichten, Büchern und Filmen, in Visionen, Gruppen und vermeintlichen Gurus, in technischen Unglücken und elementaren Katastrophen. Sie kehren als graue und schwarzmagische Energien zu euch zurück. Es sind nur Energien, dennoch sind sie hochwirksam, solange ihr sie nicht in den senkrechten Wandlungsstrom eures atmenden Herzens gebracht habt.


Heilung?
Wir hören immer wieder die Frage, was ihr tun könnt. Mit „tun“ meint ihr wahrscheinlich „heilen“ oder „erlösen“, nicht wahr? Ihr mutigen und aktiven Heiler und Erlöser blickt unternehmungslustig in die Runde, um das Dunkel und das Grauen draußen in der Welt am Schopf zu packen? Nun, es tut uns leid, aber da draußen gibt es gar nichts zu heilen und zu erlösen. Das Dunkel und das Grauen der Welt existiert in gewisser Weise nicht einmal.

Schauen wir uns zunächst euer persönliches und kollektives Astrales Dunkel-Licht (ADL und ALL) an und nehmen wahr, dass ihr durch Zeitalter gegangen seid, die für euer heutiges Körper-Bewusstsein ebenso unnennbar finster und schmerzhaft waren wie das reine Licht unnennbar hell und schmerzhaft für es ist. Ihr bewegt euch in dieser Zeit zwischen zwei Superlativen: Euer Leben schwingt zwischen dem ungeteilten Licht-Dunkel des Kosmos: EIN SEIN - ES - und dem ungeteilten Licht-Dunkel der Welt: ASTRALES DUNKEL-LICHT - ALL.

ALL-ES
ist draußen in der Welt und in euren Herzen.
Doch erreichen könnt ihr es nur in euren Herzen.




Das Astrale Dunkel-Licht

Massenbewusstsein
Aus dem Inneren und Äußeren Dunkel und Licht hat sich in der Bremsung der Lebensflüsse, im Stoppen des freien Ausdrucks das sogenannte Massenbewusstsein gebildet. Dies ist allerdings nicht die Bewusstseins-Summe aller Menschen, sondern es ist ein kollektives Fühlen und Denken, in das fremde Bewusstseinsformen eingezogen sind. Das Massenbewusstsein ist ein astrales oder dämonisches Kollektivwesen, das aus euren Bedürfnissen, Regeln und Sicherheitsformen entstanden ist, diese verdichtet und zu Zwang gemacht hat und damit schließlich die Massen der Menschen beherrscht und lenkt. Es setzt sich aus Tausenden verdunkelter Erfahrungen und Intelligenzen zusammen, die ihr im Laufe der Zeit innerhalb eurer Gesellschaftsformen gemacht und erschaffen habt.

Da alle eure gesellschaftlichen Einrichtungen in den letzten Zeitaltern auf Etablierung, Machtfestigung und Kontrolle über Menschen, Waren und Wissen ausgelegt waren, konnte sich eine Vielfalt klerikaler, behördlicher und politischer Dämonen entwickeln. Wenn auch die Menschen - die ehemaligen Machthaber - starben, so konnten jedoch ihre Absichten, die mit dämonischen Bewusstseinsformen durchsetzt und zu einem Teil der Gesellschaft geworden waren, nicht sterben. Sie konnten nicht ihren Platz verlassen, da sie an ihn gebunden waren. So beherrschen und dienen sie euch – ebenso wie die großen göttlichen Bewusstseinswelten im Licht – bis ihr sie nicht mehr braucht. Diesem Thema werden wir uns in Lektion 22 noch ein wenig tiefergehend widmen


Astrales Dunkel-Licht ist gewissermaßen ein Doppelraum, in dem die beiden Pole ein und dieselbe Wirkung haben. Es ist ein unwirklicher, illusionärer Neben-Lebensraum, der jene Energieformen, aus denen er erschaffen wurde, beherbergt und festhält. Es ist ein wichtiger Raum, in dem ihr euch viele Leben lang aufgehalten habt, ein Raum der Geschöpfe und Opfer, des Wartens und Nicht-Seins, der Handlungsunfähigkeit und Perspektivlosigkeit. Es ist eine Raum-Zeit-Schleife, in der das Leben tot ist und der Tod lebendig.

Er wird auch Unterwelt oder Hölle genannt. Ihr suchtet ihn immer wieder auf: in jeglicher Form von Koma und Ohnmacht, von Lebens- und Todesverweigerung, auf allen Stationen eures Weges, da ihr zu müde wart, einen weiteren Schritt zu gehen – oder auch nur eine Entscheidung zu treffen.

Das Astrale Dunkel ist der Teilraum der negativen menschlichen Gefühle und Gedanken, wie Angst und Schmerz, Aggression und Unterwerfung, Hass und Bosheit, Verwirrung und Desorientierung, die durch Nicht-Sein, Nicht-Handeln und Nicht-Fließen zu einer undurchdringlichen Schattenwelt wurden.

Das Astrale Licht ist der Teilraum der positiven menschlichen Gefühle und Gedanken, wie Liebe und Harmonie, Treue und Hoffnung, Freude und Hingabe, die allesamt ins Gegenteil umschlugen, wenn die Bedingungen, die an sie geknüpft sind, nicht erfüllt wurden. So entstand ein undurchdringliches Zwielicht.

Im Astralen Raum sind Dunkel und Licht nicht voneinander zu unterscheiden, ebenso wenig wie emotionale und mentale Energien von körperlichen. Alles ist einander so ähnlich geworden, dass es sich beständig verändert und wandelt, ineinander fließt und auseinander hervorgeht. In unserer Neuen Schöpfungsgeschichte findet ihr ebenso wie in Lektion 16 („In die Reiche des Grauens gehen“ und „In der Halle der Dunklen Throne“, dort insbesondere die Begegnung mit dem Vater des Schattentodes) Beschreibungen dieser Räume und Hinweise für eure heutigen schöpferischen Entscheidungen.

Eure festgehaltenen Erfahrungen geronnen zum Grauen eurer Zeitalter, das in den Kernen eurer Zellen, Gefühle und Gedanken sitzt und sich nicht zeigt. Dennoch ist es aktiv. Innerhalb dieser licht-dunklen Zonen geschieht eine permanente Wandlung - jedoch keine erlösende, sondern eine verschleiernde Wandlung der Form und Erscheinung. Sie dient nicht der Klärung und Erhöhung des Lebens, sondern der Verwirrung und Erniedrigung. Sie lenkt jede Regung eures Fühlens und Denkens, solange ihr außerhalb eures Herzens fühlt und denkt.

Zwielicht und Schattendunkel sind ohne Gestalt und Konturen, ohne Kern und innere Flamme, ohne Austausch und Kommunikation. Sie sind außerordentlich geschmeidig und anpassungsfähig, veränderlich und schnell - wie frei fließendes Wasser. Ihre Absicht liegt allerdings nicht im freien Fluss, sondern in der Aufrechterhaltung der Blockade. Zwischen EIN SEIN im Licht (ES) und dem EIN SEIN in der Finsternis (ALL) herrscht eine faszinierende Gleichheit bei völliger Gegensätzlichkeit. Und es ist unsere Freude, hier mit den Polen zu jonglieren und sie euch in Einfachheit und Klarheit nahe zu bringen - und nicht nur das: Lieben sollt ihr euch selbst und ehren eure Schöpfung! Dann hätten wir erreicht, was uns am Herzen liegt!

Zwielicht und Schattendunkel stellen das Feld des Schattentodes dar, ein mächtiges moderndes und mordendes Wesen, das kein Herz besitzt, keinen Licht- und Hoffnungsschimmer, keinen Funken der wahren Wandlung und Erlösung in sich trägt. Verwechselt dabei allerdings nicht das FELD mit dem HÜTER, vergesst nicht, was wir in Lektion 16 sagten:

„Wir zeigen euch, dass die Hüter völlig anderer Natur sind als das Gehütete: Der Vater des Grauens ist völlig anderer Natur als das Grauen auf Erden. Der Vater des Todes ist völlig anderer Natur als der Tod auf Erden. Der Vater des Einen Lichtes ist völlig anderer Natur als das L