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Der kleine Messias

Strömte das Schöpferische Licht einst aus dem Kosmos, so strömt es nun aus der Mitte.
Der Körper des Kristallmenschen ist ein Atmendes Werkzeug der Wandlung auf Erden.

Ein kleiner Schöpfungs-Slapstick:
Der kleine Messias steigt herab zur Erde. Sein Geist und seine Seele kommen aus dem Kosmos und seinen Körper hat er aus dem Herzen und den Elementen des Planeten geformt. Mit seiner Ankunft ist der senkrechte Ast seines Lebenskreuzes entstanden, wenn auch dieser noch zart und licht ist.
Kaum hat Gott ihn nach seinem Angesicht erschaffen, will er nun selbst der Schöpfer seiner Welten sein – und um sich vollkommen darauf konzentrieren zu können, wendet er sich von seiner kosmisch-planetarischen Heimat ab. Er ist jetzt hier und erschafft den waagerechten Ast des Lebenskreuzes - und die Welt nach seinem Willen und seinem Angesicht!
Nun ist es in der Welt allerdings so, dass alles, was er erschafft und nach draußen sendet, eines Tages zu ihm zurückkehrt und wieder angenommen werden will - wie ein Sohn, der viele Jahre fort war, und nach Hause kommt. Doch der kleine Messias ist so mit seiner Schöpfung beschäftigt, dass er nicht gestört werden will. Also weist er zurück, was ihn aufhält, und nimmt nur das an, was ihn unterstützt. So glaubt er zumindest - und merkt lange Zeit nicht, dass das freie Fließen seiner Schöpfung nun zur Hälfte blockiert ist. Inzwischen hat er sich im Feuereifer ganz vom Geist des Kosmos und der Erde abgeschnitten - und kann daher nur noch sehr wenig sehen und verstehen.
Oje! Mit der Zeit drängt so viel Schöpfung von außen auf ihn ein, dass er müde wird. Sein Lebenskreuz ist fest und starr geworden – und er ist so müde, dass er nicht mehr unterscheiden kann, was ihm gut tut und was nicht, dass er nicht mehr sehen kann, was da draußen geschieht. Längst verhält sich die lichte Schöpfung, die ihm bisher noch genützt hat, genauso aufsässig wie die dunkle. Beide Schöpfungshälften prallen in seinem Lebensfeld aufeinander, explodieren, bedrücken, umwickeln und pieksen ihn - und sammeln sich in grauen Haufen an. Das geistige Licht seiner Heimat drängt von oben und unten an seine Tore, um ihm zu helfen - doch diese sind verschlossen. Zu sehr ist der kleine Messias mit seinem Drama links und rechts beschäftigt, als nach oben und unten zu schauen. Verzweifelt, und mit zugekniffenen Augen, hält er die Hände vor seine heiligen Schöpfungszentren, Spirit im Kopf und Sexus im Bauch - und begreift nicht, wie es so weit kommen konnte. Hoffnungslos scheint er von Himmel und Erde abgeschnitten zu sein - und schmort nun in seiner alltäglichen kleinen Hölle.
Doch eines Tages – endlich – obwohl schon lange keine Perspektive mehr in Sicht war, geschieht es: Der kleine Messias hat einen Traum oder eine Begegnung, sieht einen Film - oder entdeckt das Kristallmensch.net. An diesem Tag beginnt er, senkrecht zu atmen: in genau die Richtungen, aus denen er selber einst gekommen war. Und siehe da: der senkrechte Ast seines Lebenskreuzes lichtet sich - und alles Grauen, Leid und Drama beginnt nun, durcheinander zu brausen - wie Blätter im Herbststurm - bevor sie im wirbelnden Strom in den Reichen des kosmischen und planetarischen Geistes verschwinden!
Verschwinden? Oh nein, verschwinden tut gar nichts! Der kleine Messias erkennt nun wieder, was zu tun ist, und nimmt die Schöpung wieder selbst in die Hand! Schon mit dem nächsten Einatemzug kommt das gewandelte Grauen als kristallines Licht aus den höheren Welten zu ihm zurück - und fließt mit seinem übernächsten Ausatemstrom in die graue Schöpfung hinein, die von Atemzug zu Atemzug immer lichter und schöner wird - ebenso wie der waagerechte Ast seines Lebenskreuzes.
Puhh, endlich! - Monate später kann der kleine Messias wieder durchatmen. Der Druck des letzten Zeitalters ist fort - ebenso wie das Kreuz, an das sein Leben gebunden und seine Seele genagelt war. Nun hat er freie Bahn für seine neue Schöpfung. Doch diesmal geht er es gelassener an als letztes Mal. Seht nur: Ganz cool lehnt er dort an der Wand, lümmelt sich an der Straßenecke, schaut den Menschen nach, wie sie zum Bahnhof hasten, um ihren Zug nicht zu verpassen - und tut nichts! Tage- und wochenlang sieht man ihn dort herumhängen, wo „anständige Menschen“ rennen und arbeiten. Doch täuscht euch nicht, denn .....
..... tatsächlich tut er einiges mehr als sie alle zusammen, denn inzwischen ist ein großer Messias aus ihm geworden - auch wenn seine zerschlissene Jeans einen anderen Eindruck vermittelt. Tatsächlich tut er unermesslich viel: Er liebt diese armen, blinden und gehetzten Kreaturen, fühlt mit ihnen und strahlt sein hohes kristallines Licht unermüdlich in ihre Herzen, damit auch sie bald gemeinsam mit ihm cool im Cafe lümmeln können.

Nun ist der kleine Messias kein Tuender mehr, der sich an seiner Schöpfung abmüht und krumm arbeitet, sondern ein Seiender, der die Schöpfung erhobenen Hauptes genießt - und sie allein damit durchlichtet und kristallisiert. Und natürlich wäre es albern und unnötig, sich wie der große Messias auf den Bahnhofsvorplatz zu stellen und die Arme und Hände zum Segen zu erheben. Licht fließt in Strömen aus dem geistigen Herzen des großen Messias, wenn der kleine Messias dies will - und auch wenn seine menschlichen Hände in den physischen Hosentaschen stecken!!!
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