Palazzi am Lake Wanaka
17. Der Tod und das Sterben
Tod und Geburt - Ein Mord aus geistiger Sicht
Liebesreigen zwischen den Dimensionen
Liebesreigen zwischen den Dimensionen
Nur wer Leben gibt, kann auch Leben nehmen:
DIE LIEBE.
Und sie bedient sich aller Mittel und der Hilfe ALLER
DIE LIEBE.
Und sie bedient sich aller Mittel und der Hilfe ALLER
Vorwort
Wir wollen angemessen über die Themen Tod und Sterben, insbesondere Mord und Selbstmord sprechen. Wir wollen euch zu einem tiefen Verständnis für diese bisher angsteinflößenden und schmerzhaften Themen verhelfen. Wir wollen gemeinsam mit euch Voraussetzungen und Hintergründe anschauen, hinter jene Schleier blicken, die ihr lange Zeit nicht durchschauen wolltet - und schließlich nicht mehr konntet. Doch hier und jetzt, an eurem Zeitenende und Zeitenanfang, öffnen sie sich von selbst.Was geschieht auf den inneren Ebenen, bevor ein geistiges Wesen in einen Körper einfließen - geboren werden - und wieder herausfließen - sterben - kann? Wir wollen gemeinsam mit euch jene Zusammenhänge betrachten und erspüren, die durch die Schleier hindurch in eurem Leben wirkten. Wir werden uns der Sache mit offenem Herzen nähern und ihr werdet vieles erkennen, was ihr bisher nicht erkennen wolltet und konntet. Dennoch werden wir die Welten und Wesen, die Dimensionen und Geschehnisse, die hier ineinander greifen und miteinander tanzen, nur sehr vereinfacht darstellen können - jedoch klar genug, dass ihr versteht, wenn ihr verstehen wollt.
Übungen und Reflexionen
Was wir Übung nennen, ist in Wirklichkeit ein tiefgreifendes Transformations-Trainung. Wir haben die Übungen und Reflexionen hier im Text selbst versteckt. Die Aufgaben bestehen im hier Gesagten selbst und die Lösungen in euren eigenen Reflexionen zu den jeweiligen Themen, in euren Tränen, die laufen mögen, in euren Momenten der Erleichterung und des Verstehens, die jene Tore eurer Energiekörper weit öffnen und den frischen Geist der Neuen Erde hereinfließen lassen. Beachtet ggfs. die allgemeinen Vorbemerkungen zu den Übungen in den ersten Lektionen sowie die Lektion 1 selbst: „Das eigene Dunkel überwinden“.(Anmerkung zur Schreibweise: Tod bezeichnet das Ereignis. TOD bezeichnet das Wesen, den Vater des Todes und Hüter des Körperlebens)
Der Tod und das Sterben
Ein Weg durch die Dimensionen
Der Geburt auf Erden geht ein langer Weg voraus, denn es ist kein Mensch, der im Körper wohnt, sondern ein machtvolles, weises und erhabenes Wesen des kosmischen Bewusstseins. Dieses spaltet einen Teil von sich ab, der zur Erde reist. Auf dem Weg begibt er sich in eine Seelengemeinschaft, um hier die Grundlagen der Erdanbindung zu erhalten, die dem Geistraum fremd sind, und um die menschlichen Erfahrungen der Zeitalter in sich aufzunehmen. Hier, im Überseelenraum, spaltet er sich erneut und sendet einen Teil seiner selbst, eine Seele, in den Körperraum.Ein Weg durch die Dimensionen
Der Weg deines Geistes bis zur Inkarnation auf Erden ist lang. Er führt durch viele Dimensionen und Zeiträume, in denen du jeweils Teile deiner selbst zurücklässt, gewissermaßen stationierst. Einerseits spaltest und teilst du dich auf diesem Weg vielfach, andererseits bist du dadurch mit unendlich vielen Wesen verwoben und verbunden. Denn im geistigen Raum bedeutet TEILUNG nicht Trennung und Halbierung, sondern Verschmelzung und Ausdehnung.
Die Zeugung deines Körpers geschieht lange nach dem Beginn deiner Reise zur Erde. Sie zieht eine weitere empfindliche Teilung von den Seelen- und Geisträumen, eine Abspaltung, nach sich und führt dich in die massive Verdichtung des Körpers – in eine Verhärtung und Erstarrung. Diese Teilung entspricht in der Tat eher einer Trennung als einer Verschmelzung - eine äußerst schmerzhafte Erfahrung deines Geist-Seele-Wesens, die zum völligen Vergessen deiner wahren Herkunft führt. Diese Teilung ist der Tod deines wahren Lebens - für eine lange Zeit. Die Entfernung zwischen deinem zurückgebliebenen hohen Geist und jenem abgestiegenen niederen Geist, der zu einem Menschen wurde, ist nun sehr groß. Die Grenzen, Schleier und Membrane, die nun zwischen dir und DIR SELBST liegen, werden undurchdringlich - und die Jahrsiebte deines Menschenlebens lassen sie immer dichter werden (vgl. Lektion 14 Geistgeburt).
Bei der Geburt auf Erden verkörpert sich also nicht dein ganzes Geistwesen, sondern nur ein sehr kleiner Teil davon. Er schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch: Du selbst. Mit dieser Verteilung - der kleinste Teil geht zur Erde und der größte bleibt im Geistraum zurück - ist eine lückenlose Führung deines Lebens gewährleistet und nichts, ABSOLUT NICHTS kann schief gehen! ZUFALL ist das, was der Geist dir in den Weg wirft, wenn die Zeit dafür reif ist. Dann fällt es dir auf Erden zu - in die Hände, vor die Füße oder auf den Kopf.
Liebesakt, Zwischenlösung und Toröffnung
Den Tod des physischen Körpers können wir grundsätzlich als eine Notlösung betrachten, die allerdings viele tausend Male gewählt wird, solange der Geist keine andere Ausstiegsart findet. Der Tod ist vergleichbar mit dem Notausstieg aus einem fahrenden Zug, dessen Bremsen versagt haben. Er ist ein Retter in der Not, der dem tief abgestiegenen Geist zum Aufstieg verhilft – ein Tor-Öffner. Wann immer du dich zu weit entfernt hast, kam TOD und befreite dich mit seinem elektrischen Liebes-Strom-Schlag aus deinem magnetischen Körpergefängnis. Der Tod ist die Versicherung deines Ewigen Lebens. Er ist das Tor zur Rückkehr des ausgewanderten Geistes nach Beendigung seines Etappenziels auf Erden. Er war eine Notlösung, die deinem abgestiegenen Geist die Möglichkeit gab, wieder aufzusteigen, nachdem du dich soweit von seiner Heimat und Familie entfernt hast, dass die Verbindung reißen müsste oder sich nie mehr aktivieren könnte.Der Körpertod ist die Umkehrfunktion der Körpergeburt. Der Einstieg in den Körper war lange Zeit ebenso kompliziert, aufwendig und schmerzhaft ist wie der Ausstieg. Doch nun wird beides leichter und freudvoll. Der Tod des Körpers war keineswegs das endgültige Ziel des Geistes. Es war durchaus nicht sein Ziel, nach dem Erdenweg in die Geisträume zurückzukehren. Der Tod war lange Zeit nur ein Zwischen-Ziel, eine gute Zwischenlösung, die es deinem Geist erlaubte, sein Langzeit-Projekt der Verkörperung auf Erden durchzuführen. Das letztendliche Ziel ist es, einen Körper auf Erden zu erschaffen, der weit und licht genug ist, dass alle zurückgelassenen Anteile der Geist- und Seelenräume nachkommen können. Das wahre Ziel ist die Verkörperung und Ausdehnung des Geistes auf Erden - die Vergeistigung des Planeten.
Wann immer also ein Mensch stirbt, geht ein kosmisches Wesen zurück in die Geisträume und macht sich anschließend wieder auf den Weg zur Erde. Das tut es so lange, bis es ihm gelungen ist, im Körper unsterblich zu sein. Denn nicht auf dem Rückweg in die Geisträume verschmilzt du mit allen von dir getrennten Wesensteilen, sondern hier auf der Erde. Und so gehst du eines Tages nicht mehr zurück zu ihnen, sondern ziehst sie zu dir. Eines Tages ziehst du alle Teile deiner selbst zu dir und kommst GANZ auf Erden an. An diesem Tag verschmelzen der niedere und der hohe Geist in deinem Körper - und du erwachst im Geiste. Der Geist erwacht in dir. An diesem Tag verschmelzen Geist und Körper und das 2. Kristall-Zeitalter beginnt.
Viele Entscheidungen
Bevor ihr euch aus der höheren Lebensform des Geistes in die niedere Lebensform des Körpers aufmacht, trefft ihr eine generelle Entscheidung für das Erdenleben sowie viele einzelne Entscheidungen zum Lebensweg. Eine der wichtigsten Entscheidungen, die gleich zu Beginn vorgeformt wird, ist die Frage nach dem Ausstieg aus dem Erdenleben, nach den Umständen und der Art des körperlichen Todes. Der Antwort auf diese Frage liegen alle Erfahrungen, spezifischen Kräfte, Eigenschaften und Wünsche zugrunde, die der Geist in anderen Körperleben und Dimensionen gesammelt hat. Das Ergebnis ist eine sehr feine, ausgleichende und ausgeglichene Abstimmung aller Einflüsse aller Dimensionen.Und niemals geht es nur um die eigenen Belange, sondern um die aller beteiligten kosmischen Wesen und Menschen auf Erden. Der Tod des Einen geht Alle an. Denn wie bitter der Abschied und wie grausig die Todesart auch erscheinen mögen: Alles was auf Erden geschieht, sind Geschenke, die ihr einander macht. Es sind Jesus- und Judas-Dienste, die euch die Räume des Luzifer ebenso öffnen wie jene des Christus. Dies anzuerkennen, ist eure größte Herausforderung und schwerste Aufgabe. An ihr wirkt ihr viele Leben lang, Jahrtausende hindurch. Für diese Aufgabe geht ihr immer wieder zurück zur Erde - steigt immer wieder ab, um die Liebe des Todes, die Weisheit des Sterbens, zu erfahren.
Politischer Rat
Bei der Absicht und Freigabe zur Geburt auf Erden verkörpert sich nur ein sehr kleiner Teil des Geistwesens. Dieser schlüpft über die Seele in den Körper und wird Mensch. Diese Verteilung garantiert eine lückenlose Führung des Menschen.Ab dem Moment der Inkarnation sprechen wir vom abgestiegenen niederen Geist und vom zurückgebliebenen hohen Geist. Hoch und niedrig bezeichnet nicht gut und schlecht, sondern schnell und langsam - die Schwingungsfrequenzen eures jeweiligen Lebensatems und die Drehzahlen eurer Zellkerne betreffend. Der niedere Geist wird im Laufe der Kindheit zum quirlig-lebendigen Egogeist, der den Lebensatem und die Drehzahl auf Hochtouren bringt. Später, wenn er nicht loslassen will, obwohl die Zeit reif ist, wird er zum Quälgeist, der nun Lebensatem und Drehzahl abbremst und an den einzig möglichen Tiefpunkt bringt - genau dahin, wo TOD euch wieder abholen kann.
Vor dem Abstieg wurde verfügt, wer zu welchen Lebensthemen die letzte Entscheidungsgewalt hat. Alle wesentlichen Entscheidungen zu Erdenleben und Erdentod werden generell aus dem Geistraum heraus getroffen. Dies geschah einmalig vor der Inkarnation und geschieht laufend während des Körperlebens, das von Tag zu Tag upgedatet wird, wie ihr sagen würdet. Zwar fließt der Lebensfluss auch für den planenden Geist in immer wieder unvorhersehbare Richtungen - sonst wäret ihr eure eigenen Marionetten - doch er wird immer wieder korrigiert, geführt und geschützt, denn euren Ur-Plan, eure Ur-Absicht wollt ihr einhalten. Zwar herrscht der Freie Wille, doch dieser beschränkt sich beileibe nicht auf das Ego und seine enge Weltsicht. Es ist der gemeinsame freie Wille aller Wesensteile und Instanzen deiner multidimensionalen Persönlichkeit, ja es ist der kollektive Wille all deiner Zeiten und Zeitalter, all deiner Räume und Nebenräume.
Ähnlich einem politischen Rat bestehst du aus unterschiedlichen Gremien, die Stimmrechte zu unterschiedlichen Anteilen haben. Zwar hat dein großer Geist die größte Entscheidungsgewalt, dennoch kann der kleine Quälgeist ihm das Leben schwer machen, indem er ständig „NEIN“ sagt oder: „JA, ABER...“.
Doch niemals kann dein Ego allein, und sei es noch so krank und lebensmüde, den Tod des Körpers verursachen - nicht einmal, wenn die Seele und der Körper ihre Zustimmung geben. Eine solche ultimative Entscheidung ist Chefsache. Hier kann und wird der hohe Geist die letzte Entscheidung treffen. Und an dieser Stelle wiederum kann er dem niederen Geist das Leben schwer machen, einfach indem er ihn nicht sterben lässt. Doch allein dies gewährleistet, dass jeder Tod auf Erden, jede Todesart und jeder Todeszeitpunkt nicht Launen der Natur, Zufällen, Mordlust anderer oder unhaltbaren Selbstmordabsichten des Egos entspringt, sondern dem Willen und Bewusstsein deines kosmischen Geistes. Jeder Tod ist, wie jede Geburt auch, ein Akt der Liebe und der Weisheit. Und dies gilt in der Tat für alle Zeiten des Krieges und des Friedens, gleichgültig wann und wo du dich aufhältst.
Der Schutz des Lebens im Angesicht des Todes
Malen wir hier einige alltägliche Situationen, die dein Gefühl für deinen politischen Rat vertiefen mögen:
Lebensmüdigkeit: Nehmen wir an, du befindest dich in einem völlig desolaten Gemütszustand. Dein Ego will nicht mehr weitergehen, sich nicht mehr entscheiden. Es will weder den Körper noch die Seele ihrer Wege gehen lassen. Es will weder Kontrolle noch Ängste loslassen. Es will sich von niemandem helfen lassen. Die Wandlung des irdischen Lebens wird aussichtslos und du gerätst in eine Erstarrung, in eine graue Zone.
Der niedere Geist sagt: „Ich will nicht mehr weiterleben. Es hat alles keinen Sinn mehr. Ich will sterben.“ Die Seele quält sich einerseits unter dem depressiven Würgegriff des Egos und leidet unter dessen Gedankengiften. Andererseits muss sie als Botschafterin zwischen dem niederen und dem hohen Geist vermitteln. Sie gibt diese Information nach oben weiter und ist geneigt, ebenfalls zu gehen, um aus dieser körperlichen Folterkammer frei zu werden.
Zwar ist der hohe Geist am weitesten vom Kriegsschauplatz entfernt, doch ER ist es, der über Leben und Tod entscheidet, denn es ist SEIN Leben auf der Erde. Er hat es gewollt. Er entscheidet, ob es ihm noch wertvoll und aussichtsreich erscheint oder nicht. Er fühlt weniger als die beiden anderen, doch er sieht, weiß und will mehr als sie. Er riskiert mehr und hält mehr aus. Daher erhält das Ego keine Freigabe für das Durchschreiten des Tores, für den Tod. Stattdessen sendet er Impulse in sein irdisches Leben, neue Kraft und Hoffnung, eine plötzliche Wendung.
Nun kann das kleine Ego, bockig und starrsinnig wie es nun einmal ist, so viele Selbstmordversuche unternehmen, wie es will. Es kann sich in allen zwielichtigen Vierteln der Welt herumtreiben, um vielleicht zufällig von irgend jemandem um die Ecke gebracht zu werden. Es kann sich im Zoo ins Krokodilgehege stürzen oder sich vor die U-Bahn werfen. Es kann sich ein großes, schnelles Motorrad kaufen, wie Sabine dies in ihrer Phase getan hat und unbewusst hoffen (Anmerkung: freches Geplauder aus meinem Nähkästchen! Monsieur will nicht, dass ich dies lösche!), bei aller Freude wenigstens hier einen kleinen Hinausschlupf zu finden. ES WIRD NICHT GELINGEN. Im Gegenteil, mit jedem neuen Versuch, sich das Leben zu nehmen, wird die geistige Leibgarde verdoppelt und vervielfacht. Warum? Nun, weil bereits zuviel in diesen Körper investiert wurde, um ihn sterben zu lassen, weil er so wertvoll geworden ist, dass der Geist lieber einige Jahre wartet, drangsaliert und operiert - in der Hoffnung, dass der Mensch wach wird, denn dies kann der hohe Geist selbst nicht erreichen.
Lebensfreude: Ein anderer Mensch, vielleicht der Nachbar, ist bester Dinge in seinem Leben. Er steht in der Blüte seiner Jahre, schwimmt auf einer Glücks- und Erfolgswelle, verdient so gut wie nie zuvor. Er ist ein Liebling von jedermann und erst recht aller Frauen. Er genießt das Leben in vollen Zügen. Nichts läge ihm ferner als der Gedanke an seinen Tod. Und doch - plötzlich und unerwartet - findet sein Begräbnis statt. Was ist geschehen? Der höhere Geist hat seinen Atem zurückgezogen und ihn wieder zu sich geholt. Auch dafür gibt viele gute Gründe: Geschenk des Schmerzes und der Verwirrung an alle Hinterbliebenen, Herausforderungen an deren Gefühle, Gedanken und Entscheidungen. Irdische Gerechtigkeit ist in der Tat weit entfernt von kosmischer Ordnung und geistigem Gleichgewicht.
Begegnung mit dem Täter (1): Nehmen wir an, ein Mörder läuft umher - oder sollten wir eine Mörderin nehmen? Gleichgültig! Du begegnest diesem Menschen, diesem Judas, diesem Teufel, der nach eurer Wahrnehmung schon 17 Menschen auf dem Gewissen hat. Du begegnest ihm in einer für seine Taten typischen Situation und - überlebst. Er berührt dich nicht, er kann dich auf seiner Frequenz nicht erreichen. Aber du berührst ihn, nicht wissend wer es ist. Du sprichst freundlich mit ihm. Du ahnst nichts böses, fühlst allerdings einen tiefen Schmerz und eine große Verwirrung in seinem Lebensfeld. Du empfindest tiefes Mitgefühl mit ihm. Und du strahlst dein kristallines Herzlicht aus, wie du es immer tust, wenn du das Haus verlässt. Siehst du, ES KANN NICHT PASSIEREN, weil du in deinem liebenden Herzen geborgen bist.
Begegnung mit dem Täter (2): Nehmen wir an, du bist keineswegs in deinem liebenden Herzen geborgen und denkst überhaupt nicht daran, dein kristallines Herzlicht auszustrahlen, weil du dies ohnehin für einen ausgemachten Schwachsinn hältst. Stattdessen beschäftigst du dich seit Monaten mit dem hoffnungsvollen Gedanken, das Opfer irgendeines beliebigen Mörders zu werden. Das würde alle deine Probleme auf einmal lösen, deinen Hinterbliebenen hättest du endlich eins ausgewischt, sie sollen doch (endlich mal!) um dich weinen, der Schuldenberg wäre endlich erledigt – und der andere geht eben in den Knast – geschieht ihm recht...! Welch ein Szenario! Und tatsächlich begegnest du dem Ersehnten in einem düsteren Moment.
Doch er tut nichts, er bringt dich nicht um. Er haut maximal auf deine linke Wange und geht seiner Wege. Schlimmer noch: Er beginnt, mit dir zu reden, dich zu trösten und dir die trüben Gedanken auszutreiben - schlicht weil dein Geist dir keinen Tordurchgang gestattet hat, weil sein und dein Geist keine Verabredung miteinander haben. Nein, ihr Lieben, es gibt definitiv keine Ausnahmen und keine Ausreden.
Unwetter und Erdkatastrophen: Und natürlich verhält es sich im Feld der gewaltigen Erd- und Wetterkräfte ebenso. Wenn du im Körper bleiben sollst, können sich Erdspalten auftun, Vulkane können ausbrechen und Stürme das Land verwüsten – DU WIRST LEBEN. Es ist immer eine Frage der Resonanz zwischen dir und der Welt. Und über diese Resonanz entscheidet dein hoher Geist. Daraus entstand euer schönes Wort: „Das Glück ist mit die Doofen“ oder „Gesegnet sind die geistig Armen“. Tatsächlich ist es so, dass das Himmelreich so lange über euer Erdenleben wacht, bis ihr Zuhause wieder willkommen seid.
Edgar Cayce bezeichnet ihr als den Schlafenden Propheten, da er Anfang des letzten Jahrhunderts in der Lage war, in seiner Trance den Menschen zur Heilung von ihren Krankheiten zu raten. Er wollte eines Tages den Paternoster eines Verwaltungshochhauses in Chicago betreten, um hinab ins Erdgeschoss zu fahren. Im letzten Augenblick des Einsteigens zog er seinen Fuß zurück und ließ ihn weiterfahren. Die Aura des Todes war ihm entgegengeweht und hatte ihn gewarnt und ausgeschlossen. Jene fünf Personen im Fahrstuhl hatten die Erlaubnis zur Rückkehr erhalten und ihrer Aurafelder, den Lebensatem, bereits abgelegt. Kurz darauf stürzte das Gefährt ab - ohne ihn.
Lichttod und Schattentod
In der Lektion 16 seid ihr den Wesen LICHTTOD und SCHATTENTOD begegnet. Dort wurde das Wesen TOD mit seinen beiden Aspekten der Dualität erläutert und euch in Erinnerung gebracht. Auch in unserer Kreuzigungsgruppe (zu finden unter: Seminarprotokolle, Januar 2006) ist von diesen beiden die Rede sowie in den Dokumentionen der KRISTALLMENSCH-Treffen, die in der nächsten Zeit im Netz erscheinen. Hier könnt ihr dieses Thema noch vertiefen.
Arten der Geburt
Geburt auf Erden ist Tod im Geiste. Tod auf Erden ist Geburt im Geiste. Nimm an, dass sich dein Leben auf Erden tausendfach wiederholt hat. Nicht wiederholt, im Sinne des ewig gleichen Weges, sondern wiederholt im Sinne der ewigen Wiedergeburt, des Todes, der Wiedergeburt, des Todes - der Wiederankunft und des Wiedergehens, des erneuten Kommens und Gehens, und Kommens und Gehens, einfach um deinen langen Weg fortzusetzen und eines Tages am Ziel anzukommen.Stell dir vor, du hast 1000 Körper gehabt - nehmen wir die Zahl 1000, um eine gerade, glatte Zahl zu haben, vielleicht warst du 600 mal auf Erden, vielleicht 70.000 mal. Stell dir vor, du hast dir 1000 verschiedene Möglichkeiten des Einstiegs in deine Körper gewählt - 1000 verschiedene Formen der Geburt, 1000 verschiedene Zeitpunkte, Orte und Räume, 1000 verschiedene und Weg- und Lebenslängen, 1000 verschiedene Arten des Weges, 1000 verschiedene, Orte und Umfelder, Aufgaben und Umstände.
Und schließlich 1000 verschiedene Tode - 1000 Möglichkeiten des Ausstiegs aus dem Körperleben, der Rückkehr in die Heimat. 1000 Rückwege in dein ewiges unsterbliches Leben bist du gegangen. Machen wir uns ein Bild von nur wenigen Einstiegen ins irdische Leben und sehen wir, wie wenig sich Geburt und Tod wahrhaft voneinander unterscheiden.
1.
Ein Einstieg mag jene Geburt gewesen sein, die nach allen Regeln der irdisch-kultivierten Normalität verlief. Nach neun Monaten glücklicher Schwangerschaft, bei Wohlbefinden deiner Mutter und Vorfreude des Vaters auf dich, bist du als ein sehnlichst erwartetes und geliebtes Kind zur Welt gekommen. Nun, das klingt ein wenig langweilig. Schauen wir uns andere Fälle an.
2.
Ein anderes Mal warst du nicht willkommen. Deine fötale Entwicklung kämpfte sich durch Engpässe und Widerstände, durch Angst- und Ablehnungs-Energien. Dein Körper wuchs in einem Feld des Selbsthasses und der Schuld heran, die deine Mutter in sich trug. Sie ernährte dich mit Gefühls- und Gedankengiften und du nahmst all diese Kräfte in dir auf.Alle Versuche deiner Seele, die Mutter von deiner Liebe kosten zu lassen, schlugen fehl. Und so bist du schließlich drei Monate vor der Zeit geboren, weil sie dich von sich abgespalten hatte - dich nicht mehr tragen wollte. Fremde Menschen haben mit der Hilfe von Maschinen und Instrumenten dein ungewolltes Leben erhalten und es in eine Welt der Gleichgültigkeit und Ohnmacht entlassen – in jene Welt, die du vor deinem Abstieg gewählt hast.
3.
Ein anderes Mal hast du selbst nicht herausgewollt aus der warmen Geburtshöhle. Du hast dich geweigert herauszuschlüpfen. Das Gefühl, dass du dir für dieses Leben zuviel vorgenommen hast, war immer stärker geworden. Du konntest dich nicht entscheiden - weder zurückzugehen noch vorwärts. So bist du nach Wochen fast im Fruchtwasser ertrunken, bevor du im harten Griff der Menschen mit einem alle Dimensionen durchschallenden NEIN deinen ersten Atemzug getan hast, mit einer schweren Gelbsucht das Neonlicht des Kreißsaals erblicktest – aufgedunsen und hässlich wie eine kranke Kröte. Und deine geliebten Eltern haben sich abgewandt, als sie dich zum ersten Mal erblickten, weil sie nicht glauben konnten, dass dieses reptilienhafte Wesen ihr ersehntes Kind sein sollte. Die Freude deiner Eltern über deine Ankunft wurde dein Schmerz und deine Abwehr, da du nicht ankommen wolltest. So hast du dein Erdenleben mit nur einem Bruchteil deiner wahren Kraft begonnen und geführt - viele Jahrzehnte abgelehnt, was dein größtes Geschenk war. Und auch dies war von Beginn an so gewollt.
4.
Ein anderes Mal wurdest du in aller Einfachheit und Gleichgültigkeit geboren, geradezu widerstandslos zur Welt gebracht - entbunden und ausgesetzt. In ein paar Laken eingehüllt, an den Straßenrand gelegt, weil dich niemand wollte - empfangen und verlassen. Von diesem Leben kehrtest du bereits nach wenigen Stunden zurück nach Hause. Und auch dies war genau der Weg, den du gewählt hast.
5.
Ein anderes Mal hast du dir die Geburtshöhle mit zwei Brüdern geteilt. Ihr seid gemeinsam abgestiegen, eingeflossen und herangewachsen, aneinander geschmiegt, habt jede Regung und Bewegung miteinander geteilt. Doch als ihr größer wurdet, habt ihr begonnen, um den Raum zu kämpfen, der euch im Leib der Mutter zur Verfügung stand.Eines Tages stand es fest: Der Stärkere sollte bleiben und der Schwächere wieder gehen. Und so erdrückten zwei von euch den Dritten und dehnten sich weiter aus - in seinem Atem, den ihr ihm genommen habt, in seinen Raum hinein, den er freigegeben hat. Und dann bist du geschlüpft, als Erstes, und hast Ausschau gehalten nach dem Bruder, der eine Zeit lang nach dir kam - doch auch schon nicht mehr lebte. Und hier hast du dir zu allem Beginn deines Lebens ein tiefstes Bewusstsein von Verlust und Schuld, von Trennung und Tod, von Verlassenheit und Unvollständigkeit erschaffen, dunkle Kräfte, die du bis zu deinem eigenen irdischen Tod erhalten wolltest.
Seht ihr, Geburt ist nicht gleich Geburt. Jeder Einstieg in das Erdenleben ist ein einzigartiges Geschehen, das einen einzigartigen Lebensweg vorbereitet, einer einzigartigen Entscheidung eures Geistes folgend. Auf all euren fötalen Wegen bis zur Geburt erlebtet ihr euer anschließendes Leben bereits in der Kürze und Essenz. Lange vor der Geburt richtetet ihr dieses Leben ein und machtet Erfahrungen, die ihr nirgendwo sonst machen konntet. So reichte oftmals schon der fötale Weg für eine Erdenreise aus. Tausende von Erfahrungen machtet ihr, die eure Herzflammen immer höher lodern ließen und eure Lebenskristalle Facette um Facette schliffen.
Arten des Todes
Betrachten wir nun verschiedene Formen des Ausstiegs oder Ausgangs aus dem Körperleben - verschiedene Tore, die ihr schon vor dem Einstieg vorgeformt habt, um sie während des Erdenlebens zu konkretisieren, um ihre Schöpfung zu realisieren und ihren Erfahrungswert zu erfüllen.
Wir beginnen mit jenen Toren, die eurer irdischen Sicht, eurem Ego-gesteuerten Empfinden normal, angenehm, zumindest gerechtfertigt erscheinen mögen - eurem kultivierten, spirituellen und Gerechtigkeit fordernden Verstand willkommen. Es gab Leben, die ihr aus eigener Kraft beendet habt. Es gab Leben, in denen ihr dies nicht konntet oder wolltet und die Hilfe anderer brauchtet. Immer gab es Wesen, die euch halfen, die Tore zu öffnen, damit ihr sie durchschreiten konntet. Immer gab es Menschen, die euch den Tod gebracht haben - scheinbar, wie wir später sehen werden ....
1.
Betrachten wir ein Leben, das du durch Krankheit beenden wolltest, im Siechtum. Dein Geist war noch wach, der Körper schon zerfallen, voller Schmerzen, Elend und Krankheit - nichts mehr wert. Doch konntest du lange Zeit nicht sterben. Du hattest entsetzliche Angst vor dem Tod und klammertest dich an jedem Strohhalm fest, den der Ozean des Lebens an die Ufer deines gequälten Daseins spülte.Deine Familie hielt dich fest, deine Kinder und Enkel. Die einen wollten dich aus Liebe nicht gehen lassen, die anderen hielten dich im Zorn, in ungesühnten Schmerzen und Forderungen fest. So unterstützten sie alle die Qualen deines Egos und des Körpers und verlängerten dein Martyrium - weil du es so wolltest. Denn wertlos war auch dieses nicht. Sogar in diesen grauen Räumen konnte sich der Kristall deines Geistes schleifen und seine Strahlkraft erhöhen. Doch irgendwann war die Zeit abgelaufen und dein Geist zog dich zu sich zurück. Es war der Augenblick, da dir der liebevolle Pfleger half, dieses schmerzhafte, hilflose Leben zu beenden. Er reichte dir den Kelch, den du leeren wolltest, und wurde dafür vor den Richter gezerrt. Hast du ihm jemals gedankt?
2.
Ein anderes Mal beendetest du dein Leben durch das Fallbeil. In diesem Lebens-Zeit-Raum hattest du deinerseits das Leben vieler anderer beendet, ausgelöscht und den irdischen Besitz dieser Menschen, die dich zweifellos zu sich gerufen hatten, an dich genommen. In der letzten Zeit hast du einige Monate in dunklen, nass-kalten Kerkern verbracht - gewählt nach allen Betrachtungen deiner inneren und äußeren Lebensbewegungen. Und schließlich hast du eines nasskalten Novembertages um 6 Uhr früh deinen Kopf hingehalten - 1894 in Paris.Und als nach dem Fall des Messers der Kopf deines Körpers in den Staub vor die Füße der schreienden, stampfenden Menge rollte, die froh war, dich endlich los zu sein, hörtest du, wie ihr frenetisches Gebrüll plötzlich in sphärische Harmonien überging, in eine Symphonie der Liebe. Dann bist du aufgestanden, hast sie nicht ohne Häme angelacht, dem Henker freundlich zugenickt und bist gegangen - nicht ohne dich nach einigen Schritten noch einmal umzudrehen, ihnen zuzuwinken und zu sagen: „Bis bald - wir sehen uns.“
3.
Ein weiteres Lebensende, das Tor hinaus aus dem Körperraum, kreiertest du dir bereits im Mutterschoß. Du hast während der fötalen Phase einen tiefen und schmerzvollen Einblick in dein künftiges Leben erhalten und wurdest lange Zeit das Gefühl nicht los, dass du dir zuviel vorgenommen hast. Allein dieser Raum, in dem du dich hier neun Erdenmonate auf das Tor der Geburt vorbereiten wolltest, war alles andere als gemütlich - ja es schien von Beginn an weder Hoffnung noch Perspektive zu geben.Die Geburtshöhle war, da du eine schmerzbeladene Mutter und ein dunkles Umfeld gewählt hattest, eng und hart, von beständigen kalten Schauern durchzogen. Du trafst schließlich im letzten Augenblick jene Entscheidung, die du schon seit Wochen vorbereitet hattest: Du stranguliertest dich am Tag der erwarteten Geburt mit der Nabelschnur und ließest den toten Körper hinausgleiten in die Welt. Du gingst durch das Tor zurück in den Geistraum, noch bevor du das Tor zum Erdenraum durchschritten hattest.
4.
Ein anderes Leben wolltest du im Alter von sieben Jahren beenden, da du jenen, mit denen du lebtest, alles gegeben hattest, was sie brauchten und annehmen wollten. Sieben Jahre hast du sie glücklich gemacht. Sie haben bedingungslos von dir empfangen und dir alles gegeben, was du brauchtest. Dann hat sich das Blatt gewendet. Nun wollten sie nichts mehr von dir annehmen, sondern dich stattdessen in ihre Regeln pressen. Der Moment kam, da du innerlich wusstest, dass auch deine Umkehr kommt, da deine Absicht und Mission erfüllt war. Der Lebensatem wurde enger und es gab hier nichts mehr zu tun - nicht mehr zu sein.Nun konntest du sie nur noch einmal beschenken - durch deinen Fortgang. Nächtelang sandtest du deine Liebe in ihre Herzen, auf dass sie sich erweichen und öffnen mögen, denn es war ein Geschenk der Liebe, das sie bald in große Schmerzen stürzen würde.
Warst du wach, hast du nichts von alledem geahnt. Doch in deinen Träumen begegnete dir immerzu diese wunderschöne, weiß-verschleierte Frau, die lachend ihre Hände nach dir ausstreckte. Sie lockte dich mit ihrem lieblichen Antlitz und gab dir eine große Kraft. In deiner kindlichen Weisheit wusstest du, dass du es selber bist - dass du dir selber folgen wirst.
Also bist du an einem sonnigen Wintermorgen hinausgelaufen in das strahlende Licht und die glitzernde Kälte, immer den Sonnenstrahlen nach. In deinen inneren Bildern und Welten versunken, sorglos, verträumt - und innerlich ein wenig aufgeregt, als ahntest du, dass heute ein ganz besonderer Tag sei, dass du heute vielleicht einem Zauberer begegnen würdest.
Als der Abend hereinbrach und du müde wurdest, erinnertest du dich an dein irdisches Zuhause. Doch du warst weit fort und konntest den Rückweg nicht finden. Es wurde dunkel und du weintest ein wenig, erschrocken über deine Entdeckung. Doch da stand plötzlich wieder diese weiße Frau, lachend dir entgegen gebeugt, die Arme ausgestreckt, um dich zu empfangen. Dein Herz jauchzte vor Freude auf und schlug hoch - und du sprangst ihr entgegen.
Die Menschen fanden deinen kleinen erfrorenen Körper erst einige Tage später. Und die weiße Frau stand neben ihnen, als sie ihn aufhoben - strahlte ihre Liebes-Wärme in deren verzweifelte erfrorene Herzen. Aber was erzählen wir dir, daran erinnerst du dich schließlich selbst, nicht wahr?
Ein Mord aus geistiger Sicht
.... Immer gab es Menschen, die euch den Tod brachen -
scheinbar, wie wir nun sehen werden ....
scheinbar, wie wir nun sehen werden ....
Jesus sagte einst:
„Es ist Liebe.
Denn es gibt im Kosmos nichts anderes als Liebe. Ich gehe voraus und du wirst mir folgen.“
„Es ist Liebe.
Denn es gibt im Kosmos nichts anderes als Liebe. Ich gehe voraus und du wirst mir folgen.“
Wir beginnen mit der Erzählung des „Opfers“ drei Tage nach ihrem Tod.
Zuhause angekommen
„Dieses Erdenleben wollte ich selbst beenden, doch irgend etwas in mir
hatte Angst, es zu tun. Dieses Leben erschien mir von Beginn an
schmerzhaft und aussichtslos. Ich war mutlos und auf eine tiefe Weise
halbherzig in allem, was ich tat. So hatten sich alle Hoffnungen und
Perspektiven mit der Zeit in grauen Rauch aufgelöst. Ich war schon
lange Zeit zufrieden beim Gedanken an den Tod meines Körpers. Es war
nur die Frage, wie ich es tun sollte.
Da war ein Wesen der Kleinmut in mir, das nicht an den Endpunkt des Weges gehen wollte, an den Umkehrpunkt. Es wollte sich nicht in sein Dunkel fallen lassen, es wollt nicht die hohen Pläne von Licht und Wachstum, so wie ich dies verstand, loslassen. Dieses Wesen stand schon geraume Zeit am Rande einer Schlucht.
Ich habe zu einer bestimmten Zeit alle Hoffnung auf das Leben aufgegeben. Immer wieder habe ich versucht, gearbeitet, mich angestrengt, mein Leben zu verbessern. Oft habe ich von anderen gefordert, ihnen die Schuld gegeben und erwartet, dass sie für mich tun, was ich selbst nicht tun wollte. Und alle Geschenke, die sie mir machten, habe ich nicht wahrgenommen, geschweige denn empfangen.
Ich habe an meinem Leben gearbeitet, wollte nichts dem Zufall überlassen, nichts frei fließen lassen. Ich habe um mein Leben gekämpft und gleichzeitig gespürt, dass mein Atem immer schwächer wurde, immer stockender. Ich habe nicht geruht und nicht gerastet, und all meine Kraft für jene Dinge aufgewendet, die ich für wichtig hielt. So bin ich am Rande der Schlucht meines Lebens angekommen, zwischen der körperlichen und der körperlosen Welt - und dort stehen geblieben.
Einige Zeit habe ich einen Steg gesucht, ein Übergang oder ein Ende der Schlucht, an dem ich sie umgehen konnte. Tagelang ging ich schluchtaufwärts, viele Tage schluchtabwärts, doch nichts hat sich mir angeboten. Ich wollte nicht springen, weil ich Angst hatte, grausam sterben zu müssen. Also habe ich mir einen Platz gesucht, mich gesetzt und gewartet.
Ich wusste nicht, worauf ich warte, doch das war gleichgültig. Springen wollte ich nicht. Irgendwann merkte ich, dass sich nichts mehr veränderte. Es wurde nicht mehr dunkel, aber auch nicht mehr hell. Kein neuer Schmerz erreichte mich und kein alter wich von mir. Kein Dämon erschien mehr in meiner inneren Welt, vor denen ich ein Leben lang geflüchtet bin, aber auch kein Wesen des Lichtes, kein Erlöser der mir Hilfe anbot.
Kein Geräusch war mehr zu hören, weder das gehässige Lachen der Feinde, noch das Zwitschern der Vögel. Kein Ein-Atemzug war mehr vom Aus-Atem zu unterscheiden. Und so schwebte ich in die grauen Welten - lebte nicht mehr und war doch nicht gestorben. Ja, Schattenleben ist dasselbe wie Schattentod. Der Raum zwischen dem Tor der Geburt und dem Tor des Todes hatte sich in graue Schleier aufgelöst. Er war zerflossen in einen Raum des Nicht-Seins. Kein Tor war mehr zu sehen.
Ich lebte und lebte doch nicht – war da und war doch nicht da. Ich wollte und wollte doch nicht. Alle Zeit, die mir in meinem Leben immer davongelaufen war, die mich in ständiger Unrast und Atemlosigkeit gehalten hatte, alle Zeit hatte aufgehört zu existieren. Aller Raum, von dem es in meinem Leben so viele gab, dass ich weder Orientierung noch Wege gefunden habe, aller Raum war auf einen Punkt zusammengeschmolzen - und doch unendlich endlos. Aller Geist, von dem es so viel gab in meinem Leben, dass ich nicht wusste, wie ich atmen sollte, aller Geist hatte aufgehört zu atmen.
Und so kaufte ich mir eines Tages ein Flugticket in ein fernes Land, weit von meiner Heimat entfernt. Fliehen wollte ich aus dem alten Leben - fort, einfach fort. Weggehen und irgendwo anders ein neues Leben beginnen. Ja, das waren meine irdischen Gedanken, da mein göttlicher Geist beschlossen hatte, mich nun zu sich zurückzuziehen, aus diesem Körperleben auszusteigen, da Er Selbst keine Absichten in diesem Spiel mehr hatte. Er verschmolz mit dem göttlichen Geist jenes geliebten Menschen, der mir helfen sollte, das Tor zu durchschreiten, da ich selbst nicht gehen wollte.
Er wollte mich in die Schlucht meines Lebens stoßen, in die ich selbst nicht fallen wollte. Er wollte mich auf die andere Seite meines Lebens führen, da ich selbst den Weg nicht fand.
Trotz aller Warnungen von Menschen, mich nicht in dieses Feld zu begeben, ging ich hinein. So wie ich Warnungen und Ratschläge anderer Menschen immer ignoriert habe, ignorierte ich auch diese, denn nun war beschlossen, die Schlucht zu überqueren. Und so stand ich an der Straße und winkte ihm zu, wollte von ihm mitgenommen werden. Und er hielt an und nahm mich mit - half mir heraus aus diesem grauen Raume meines Lebens. Dafür wird er nun auf Erden mein Mörder genannt. Und während ich selbst die Erfüllung einer tiefen Liebe erlebe, ist er in die Verdammnis gestürzt. Während ich in meinem geliebten Leben angekommen bin, ist er in seinem Herzen zerbrochen.
Ich kann lange Zeit nichts für ihn tun, daher bitte euch, die ihr dies lest: Erbarmt euch seiner und segnet ihn mit der Liebe eurer Herzen. Heilt jenen durch eure Liebe, den ich nicht mehr heilen kann, da ich keinen Körper mehr besitze. Mir geht es gut – kümmert euch um ihn.“
Was hat sich hier auf unsichtbaren Ebenen abgespielt? Wo liegt der Sinn und wo die Liebe? Was hat sich hinter den Schleiern zugetragen? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Welche Botschaft gaben sie und vor welche Herausforderung stellten sie uns?
Kein menschliches Wesen kann ein anderes töten, ebenso wie kein Mensch sich selbst töten kann, wie wir oben erläutert haben. Ebenso wie ihr aus der Geist- und Seelen-Gemeinschaft kommend in das Körperleben schlüpft, so verlasst ihr es in der Gemeinschaft vieler beteiligter Wesen und Dimensionen.
Der erste Helfer ist ein Dämon, ein wandelbares Energie-Bewusstsein in den grauen Astralräumen der Menschheit, das in einem übergeordneten Plan selbständig agiert. Es ist vor Jahrtausenden aus jenen Gefühlsenergien entstanden, mit denen es später agiert: Gewalt und Gier, Angst, Schmerz und Schock. Es ist ein duales Energiewesen: es besteht aus Opfer- und aus Täterenergien.
Damit steht er in Resonanz zum Opfer und zum Täter und kann beide in Begegnung und Tat miteinander verbinden. Er überzieht und besetzt das Opfer mit den Opferenergien Angst, Ohnmacht, Verwirrung, Schmerz und Schock und den Täter mit den Täterenergien Gewalt, Gier, Hemmungslosigkeit, aber auch Klarheit und Kraft. Beide Menschen strahlen nun ihre eigenen Energien aus, die durch die dämonischen Energiekonzentrate verstärkt, gebündelt und in eine Richtung gebracht wurden. Damit ziehen sie einander an. Sie treffen sich zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt an einem ganz bestimmten Ort. Sie können sich nicht verpassen. Wie verabredet, hält sie den Daumen hoch und er hält an. Der Dämon vollbringt mit ihnen gemeinsam diese Tat. Denn es ist der Wille aller.
Britt war in ihrem Körper gefangen und ist nun frei geworden. Ihr Wille zu sterben, hat sich erfüllt. Aus ihrem Lebens-Dunkel ist geistiges Licht geworden - sie ist aufgestiegen. Mikel war in seinem Körper frei und ist nun gefangen. Sein Wille zu leben, hat sich noch nicht erfüllt. Aus seinem Lebens-Dunkel ist Finsternis geworden, Grauen. Er ist noch tiefer abgestiegen.
Der Täter steht sich selber fassungslos gegenüber. Tief in sich weiß er: Er wollte doch nur lieben und geliebt werden. Doch wie absurd dies jetzt erscheint. Sein Schock wird schnell von einer dritten Energieform überdeckt und in eine neue Richtung gelenkt. Nun erwacht der Schuld-Sühne-Komplex und beherrscht ihn mit seinen Kräften: Scham, Schuld und Unwert, Urteil und Verdammnis. Niemand kann dieses graue Tuch so schwer über ihn legen, wie er selbst. Und es spricht: „Dein Leben ist zerstört. Es gibt keinen Ausweg mehr, keine Wiedergutmachung, keine Hoffnung. Du hast nichts mehr zu verlieren als dein nacktes Leben.“
Täter sind von geistiger Natur aus Schöpfer. Sie tun etwas. Sie tun selbst etwas - für sich und für andere und riskieren dabei auf Erden oftmals Kopf und Kragen, Ruf und Würde. Opfer sind von geistiger Natur aus Geschöpfe. Sie lassen andere etwas - für sich - tun. Will ein Geschöpf das Tor durchschreiten, so kann es dies nur mit der Hilfe eines Schöpfers tun. Schöpfer und Geschöpfe im Geiste sind Täter und Opfer auf Erden. Opfer sind re-agierende Geschöpfe, deren Lebenswille gering ist. Täter sind agierende Schöpfer. Ihr Lebenswille ist groß.
Diese Urkraft regt sich in ihm: Mikel will leben! Diese Kraft strahlt nun aus seinem Herzen im diffusen Feld aller Täter-, Opfer- und Schuld-Energien hervor. Sie ist die klarste und stärkste Kraft in ihm - das Gegenstück zur Kraft des Opfers, das nicht mehr leben will.
Also flüchtet er, der leben will, vor den anderen, die ihn töten wollen. Er flüchtet vor sich selbst, der sein Leben als wertlos und gefährlich für andere erkannt hat. Das Netz seiner eigenen und aller kollektiven verdunkelten Gefühle wird immer dichter. Das Grauen aller menschlichen Gefühle und Zeitalter ist nun in ihm lebendig geworden. Es lässt ihm auf Erden keinen Ausweg.
Der Täter, Schöpfer und Toröffner ist vollkommen aus seiner Herzkraft herausgestürzt. Er selbst hat sich Licht- und Liebeskräfte endgültig aberkannt. Er selbst verflucht sich mehr, als jeder andere auf Erden es täte. Er selbst ist der Letzte, der sich vergeben wird.
Und dennoch: Er will leben. Er flüchtet in der Wildnis und versteckt sich vor den Menschen. Und alle Mittel sind ihm recht, um zu über-leben. So wird in kurzer Zeit aus dem Schöpfer ein reißendes Tier.
Die letzte Entscheidung trifft der hohe Geist aller Beteiligten - insbesondere wenn ein Mensch das Tor des Todes zu durchschreiten und ein anderer Mensch diesem helfen darf. Das Durchschreiten des Tores ist für alle ein sehr bedeutsames Geschehen, gleichgültig ob es dramatisch verläuft oder nicht. Einerseits ist der menschliche Körper das Wertvollste, was der göttliche Geist erschaffen hat und nicht ohne weiteres aufgibt. Andererseits birgt jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen einen großen Reichtum an Erfahrungen.
Betrachten wir unseren Fall weiter. Wer ist vor der Tat an ihr beteiligt, wer kommt während der Tat hinzu und wer führt die Zeit und den Raum danach?
Im körperlichen Raum sind es nur zwei Menschen: Mikel als Täter und Britt als Opfer. Sie will nicht mehr leben - er will leben. Sie will keine Liebe mehr empfangen und geben - er will lieben und geliebt werden. Sie ist blutleer - er will ihr Blut und dessen weibliche Essenzen. Sie ist übersättigt vom nicht gewollten Leben - er ist unterernährt vom ersehnten Leben. Sie will allein sein - er will verschmelzen. Sie will gehen – er will bleiben. Sie gibt ihm ein Zeichen - und er hält an.
Im energetischen Raum ist es ein Dämon aus dem gewaltigen Gefühls-Grauen der letzten Jahrtausende der Menschheit. Große, finstere Gefühlsräume, Räume des Grauens, haben sich in den letzten Jahrtausenden aus Krieg, Folter und Mord, aus Rache, Vergeltung und Angst gebildet und gefüllt. Darin wurde der Dämon geboren, darin hat er sich ernährt und ist sehr stark geworden. Er hat sich für diesen Moment erhoben, hat die Grenzen zur Körperdimension überschritten und ist dort aktiv geworden.
Er ist in der Lage, das zu tun, was die Menschen nicht tun können: Die Todesenergie so hoch zu konzentrieren, dass sie den Tod eines Körpers nach sich zieht. Der Dämon nimmt die schwachen Todesenergien des Opfers – „nicht mehr leben wollen“ hat keine ausreichende Kraft zu sterben - und die schwachen Todesenergien des Täters - „sich gewaltsam nehmen, was er braucht“ hat keine ausreichende Kraft zu töten - in sich auf. Die einzelnen Todesenergien der beiden reichen für einen Tordurchgang nicht aus. Sie müssen gebündelt und verstärkt werden, sie müssen tanzen und in einen machtvollen Wirbel gelangen. Erinnert euch an unsere Neue Schöpfungsgeschichte: Wann immer ihr ein Tor zu neuen Räumen durchschritten habt, tatet ihr es drehend, wirbelnd. So auch hier.
Der Dämon vereinigt die beiden Menschen mit seinen eigenen konzentrierten Todesenergien, die er in vielen Jahrhunderten des dunkelsten Zeitalters in sich gesammelt hat – ein Konzentrat an Todeskraft (vgl. der Eine Ring im „Herrn der Ringe“). Doch auch er kann nicht töten, denn er hat weder einen Körper, der ein Schwert führen könnte, noch die geistige Befugnis, Leben zu nehmen. Er ist ein Helfer, ein Zwischenhändler, ein Bindeglied in der Hierarchie der Liebe, die hier agiert. Der Dämon erregt die Todesenergien der beiden Menschen und bringt sie in Schwingung, in eine wirbelnde Drehung um sich selbst und das Zentrum des Geschehens, einen furiosen Tanz. Dies ist es, was der Täter als Rausch und das Opfer als Lähmung erlebt. Er wandelt festgesetzte, magnetische Todesenergien in frei fließende, elektrische Liebesenergien und schwingt sie so hoch, dass sie einen Dimensionsschleier überwinden und die nächste Ebene der Hierarchie das Geschehen übernehmen kann.
Der Dämon erfüllt seinen Dienst im astralen Raum, den innerhalb des Geschehens niemand außer ihm betreten kann. Er agiert in zweifachem Sinne. Er übernimmt seine Vermittlerrolle zwischen den verkörperten und den hohen geistigen Welten und gibt sich dabei gleichzeitig zu erkennen. Seine Rolle ist Liebesdienst - Segen - und Gefangenschaft – Fluch - in einem. Er entstand aus allen Formen des Fluchs und dient in genau dieser verfluchten Weise segnend. Er entkommt diesem Kreislauf zwischen Himmel und Hölle von sich aus nicht. So ist dieser Dienst gleichzeitig seine Chance, selbst erkannt und begnadigt zu werden. Er dient in der Weise, die seiner niederen Natur entspricht, er kann nicht anders. Er liebt und hasst - sich selbst und alle anderen auch - wie Gollum („Herr der Ringe“). Er will erkannt und erlöst werden. Denn auch seine höhere Natur ruft ihn am Ende der Zeit zurück ins Licht, aus dem er kam. Doch er allein kann sich nicht befreien, denn er hat weder einen Körper noch einen eigenen Willen. Er ist als Helfer der menschlichen Evolution gekommen und an deren Ende auf die Hilfe der erwachten Menschen angewiesen. So tief hat er sich herabgelassen, um Dienste in der Dunkelheit zu tun (vgl. Lektion 19 „Die Inneren Mächte“). Hat ihn das Dunkel des Menschenherzens erschaffen, so kann er nur durch das Licht des Menschenherzens erlöst werden. So werden ihm jene, die er oft getötet hat, am Ende der Zeit das Leben schenken.
Im erdnahen geistigen Raum wirken lichte und dunkle Geistführer und Engel. Drei Tage vor dem Geschehen haben die hohen Geistwesen der beiden Beteiligten die Erlaubnis zum Tordurchgang (Opfer) und zur Toröffnung (Täter) gegeben. Seitdem treffen unverkörperte Wesen aller Dimensionen und Räume die notwendigen Vorbereitungen für einen harmonischen und ungestörten Ablauf. Seit der geistigen Entscheidung ist eine Annullierung der Tat auf Erden zumeist nicht mehr möglich. Nun muss und wird es geschehen. Vor und während der Begegnung des Täters und des Opfers strahlen die Wesen schöpferische Kräfte der Standhaftigkeit in ihre Herzen. Sie legen schützende Kräfte um ihre Seelen und führen diese in höhere schmerzfreie Dimensionen, fort vom Geschehen. Hier sind die Seelen geborgen und können das Geschehen in einer gewissen Emotionsfreiheit beobachten. Diesen Zustand kennen viele von euch, die bereits eine unmittelbare Gefahren- oder Nahtodsituation erlebt haben: Plötzlich verlangsamt oder beschleunigt sich das Geschehen und es tritt eine ungewöhnliche Klarheit auf, eine tiefe Ruhe und Liebeskraft mit dem sicheren Wissen, um was es hier geht und was jetzt zu tun ist. Die geistigen Wesen trennen nun sanft die niederen verdunkelten Energien vom höheren lichten Bewusstsein und bereiten so die Entbindung des Geistes aus dem Körper vor – die Abnabelung.
In allem was sie tun, halten sie das Gleichgewicht zu den dunklen Kräften, deren Wirken sich nun massiv verstärkt. Im Augenblick der Tat, da menschliches Dunkel und irdisches Chaos in höchster Form entfesselt sind, tun die geistigen Geschwister und Meister zwei Dinge. Zum Einen riegeln sie den Raum des Geschehens geistig ab, damit die Chaos-Energien konzentriert sind und nicht über die ganze Erde schleudern. Zum Anderen legen sie geistige Kanäle von diesem Raum aus zu vielen außerhalb liegenden Räumen, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie aufgenommen und gewandelt werden kann. Darauf kommen wir später zurück.
Am Höhepunkt der Chaos-Energien, am Punkt der schnellsten Drehung im Todestanz, fährt ein Blitz in das Geschehen und bringt die Umkehr der Kräfte. Er elektrisiert das magnetische Angst-Schmerz-Dunkel mit einem gigantischen Liebes-Stromschlag. Dies ist der Moment, da TOD erscheint, das Opfer zu sich nimmt, das irdische Drama beendet und ihm eine Wendung gibt. Der göttliche Geist nimmt das dargebrachte Opfer des menschlichen Lebens an. Er übernimmt den Tanz, deaktiviert den Dämon und entlässt ihn aus diesem Dienst. Er überrollt den Täter in seinem Gewalt-Gier-Rausch mit einer gigantischen geistigen Liebeswelle, in der er zu sich kommen und erwachen kann - und erkennen, was er getan hat.
Was im höchsten Geistraum, in den kristallinen Sphären, ist und geschieht, können wir nur sehr vereinfacht übermitteln. Stellt euch das Ganze als ein unendliches Weben und Strahlen vor, als ein beständiges Ineinandergreifen und Verschmelzen von Kräften, Wesen und Welten. Stellt es euch vor als das Ineinanderfließen von alten und das Auseinanderhervorbringen von neuen Formen und Kräften, die es nie zuvor gegeben hat. Stellt es euch vor wie ein gewaltiges Schöpfungsmoment, dessen Farben, Lichter, Klänge, Formen und Bewegungen unplanbar, unerklärbar und doch in einer bezaubernden Harmonie tanzen. Räume und Zeiten, Absichten und Erfüllung, kristalline Sphären des ersten und graue Räume des dritten Zeitalters, Engel, Menschen und Dämonen erzeugen gemeinsam neue Muster und Matrixe, neue Kristalle und Kosmen. Denn wir sagten schon: Das irdische Drama ist ein geistiges Geschenk, das hier in vollem Umfang angenommen wird.
Der hohe Geist des Opfers erwartet sein Menschenkind zurück. Er hat Botschafter zur Brücke der Blumen gesandt, die es empfangen. Sie begleiten es zunächst in Räume der Regeneration, der Erholung und des Erwachens. Die Schock- und Trauma-Energien der Seele werden hier geklärt und mit dem Reichtum dieser jüngsten irdischen Erfahrung harmonisiert. Die ursprünglichen Absichten des Geistes, das Leben dieses Menschen seit der Geburt und die jüngsten Umstände des Todes werden in Einklang gebracht und resümiert. Die Realitätsebenen der verschiedenen Räume fließen zusammen, gleichen sich aus und finden ihre neue Ordnung: Jede Dimension, in der beim Abstieg zur Erde ein Teil des eigenen Wesen zurückgelassen wurde, bereichert sich auf ihre spezifische Art mit den Erfahrungen dieses Lebens und dieses Todes. Alles öffnet sich zu einem Bild von großer Schönheit.
Gleichzeitig werden hohen geistige Wesen zu den Hinterbliebenen gesandt, um Kräfte des Trostes und der Öffnung, der inneren Wahrnehmung und der Herzöffnung in deren Lebensfelder zu strahlen. Auch am Tatort postieren sie sich, um jene zu empfangen und in Licht zu hüllen, die die Leiche finden werden – und all jene die danach kommen werden. So herrscht auch am irdischen Tatort neben dem Grauen das Licht - das Potenzial völliger Erkenntnis, das sich dem eröffnen wird, der wahrhaft sehen will. Erinnert euch an Lektion 3 „Zeitenwende“: 1945 herrschten Licht und Dunkel zu gleichen Anteilen auf Erden, auch wenn das menschliche Auge nur das Grausen sehen konnte. Es ist immer nur eine Frage der eigenen inneren Ausrichtung und Absicht, welche der vielen Realitätsebenen ihr sehen wollt.
Der hohe Geist des Täters, der seinen Menschen diesen Judas-Dienst vollziehen und ihn diese mörderische Erfahrung machen ließ, sendet seinerseits Botschafter zur Brücke der Blumen. Doch nicht für ihn, denn so tief wie er gestürzt ist, können sie ihn nicht mehr erreichen. Stattdessen rufen sie die Erwachten unter den Menschen herbei, die Sterbe- und Geburtshelfer des Geistes auf Erden - EUCH, die ihr zu jenem wahren Mitgefühl fähig seid, das alle Grenzen des menschlichen Verstandes überschreitet, zu jenem Mitgefühl, das tiefen Respekt vor der Schöpfung und jedem einzelnen Wesen dieser Schöpfung hat, gleichgültig ob es Täter oder Opfer genannt wird.
An euch Vermittler zwischen der geistigen und der verkörperten Welt übermitteln die Botschafter der kristallinen Sphären den Willen des kosmischen Geistes: Nun, da jener Schöpfer zum Täter wurde und in weitere Abgründe der menschlichen Finsternis gestürzt ist, mögen die Erwachten unter euch eine geistige Patenschaft für ihn übernehmen, eine Patenschaft der Liebe. Sie wird das jüngst gerissene Band, den geistigen Lebensfaden zwischen dem hohen und dem niederen Geist des Täters eine Zeitlang halten und ersetzen, solange, bis er selbst die Liebe in seiner Tat erkennen und sich in seinem Licht erheben kann.
Seid Paten der geistigen Liebe für die Täter eurer Gesellschaft. Wisst, dass deren Entscheidungen und Taten eure Erfahrungen sind - seit 2005, da EIN HERZ wieder auf Erden herrscht und euch alle aneinander bindet. Solange ihr andere gebeugt haltet, werdet auch ihr selbst euch nicht erheben können. Indem ihr sie erhöht, ersteht ihr auf.
Vgl. Heft 10 „Ich rufe dich bei deinem Namen“: „Erhebe dich in mein Licht“ und „Berührung im Schmerz“ und Lektion 19 „Die inneren Mächte“
Auf Millionen von Menschen kann jener Dämon, der diesen Tanz entfesselt und die Tat ermöglicht hat, nun überspringen, denn sie alle fühlen das, was er ist: Hass, Triebhaftigkeit und Zerstörung, Angst, Verwirrung und Schuld. Damit ist der Weg zu ihnen offen. Sie alle sind in Resonanz mit ihm und er findet erneut massenhaft Nahrung und wächst rasend schnell, wird zu neuen, größten Todestänzen fähig. Das Grauen vergangener Zeitalter wurde in nur einem Augenblick wach und entfesselte seine Kraft für nur zwei Menschen - nach geistiger Erlaubnis und Verabredung, nur für sie. Der Dämon musste diesen Dienst tun und hätte damit erkannt und erlöst werden können. Doch Millionen Menschen sehen nur mit irdischen Augen, fühlen nur als Opfer, denken nur als Täter. Damit fangen sie den Dämon auf und lassen ihn auch in ihrem Leben erwachen. Eine Nachrichtensendung reicht aus, um den Dämon über die ganze Welt auszudehnen, anstatt ihn einfach nur in Liebe zu erlösen. Welch eine Ernte in der Finsternis - sie ist die wahre Verschmutzung eurer Umwelt!
Doch es gibt auch andere Beteiligte. Kommen wir noch einmal zurück auf die geistigen Kanäle, die die Engel und Meister vom hermetisch abgeriegelten Raum des Geschehens nach außen gelegt haben: in viele außerhalb liegende Räume, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie aufgenommen und gewandelt werden kann. Es sind Licht-Kanäle zu den Licht-Körpern und Kristall-Herzen der Erwachten. Die Erwachten sind Menschen, deren hoher Geist bereits im Körper angekommen ist und wirkt. Es sind jene Menschen, die wahrhaft lieben können, deren überirdische Liebe zwischen Tätern und Opfern, zwischen Dämonen und Meistern, zwischen Licht und Dunkel nicht mehr unterscheiden. Ihr seid es, „die um jene Menschen weinen können, die sie auf Erden nie getroffen haben“ (Heft 10 „Berührung im Schmerz“).
Ihr liebenden Menschen empfangt die Energien der Tat in euren Herzen bereits drei Tage vorher, seit dem Moment der Freigabe der Tat durch den hohen Geist. Über Tausende von Kilometern strömen, wirbeln und tanzen die Schmerz- und Schockwellen dieser Tat über die Erde und suchten Erlösung. Zielgerichtet fließen sie in eure durchlässigen Lichtkörper (vgl. Lektion 5), denn auch ihr seid in Resonanz: mit den Engeln und Geistwesen, dem hohen Geist des Opfers und des Täters, mit dem Liebesakt des Todes auf Erden und der Geburt im Geistraum.
Diese Schmerz- und Chaos-Wellen erlösen sich durch euer transformierendes Herz-Licht und stürzen euch gleichzeitig, solange euer Lichtkörper noch eng und instabil ist, solange ihr noch an eigene Unzulänglichkeit, Schuld und Opferschaft glaubt, eine Zeitlang in abgrundtiefe Räume der Finsternis. Tagelang müssen einige von euch weinen oder sind zutiefst verwirrt und traumatisiert, ohne zu wissen warum. Nun, jetzt wisst ihr es! Und auch dies ist eine reiche Ernte - eine Ernte des Lichtes, die wahre Reinigung und Erhöhung eurer Umwelt.
Vielleicht seid ihr schon so stumpf geworden, dass eure Gedanken und Gefühle weder verurteilen noch segnen. Ihr haltet euch da heraus, ihr resigniert und seid in die seelische Depression gegangen, ins psychische Koma. Doch auch Stumpfheit und Resignation sind dunkle Kräfte, die eure grauen Räume stärken. Entscheidet euch, welche Art der nichtverkörperten Wesen ihr durch euch wirken lassen wollt: dunkle Wesen der Gefangenschaft oder lichte Wesen der Befreiung.
Entscheidet euch, welche Welten ihr durch eure innere Haltung wachsen lassen wollt, draußen in der Welt und in euch selbst: die grauen oder die kristallinen. Entscheidet euch, ob ihr die Dämonen und Täter verurteilen und damit stärken oder lieben wollt - und sie und euch selbst damit erlösen.
Entscheidet euch, welche Form der Berührung ihr zulassen wollt: die dunkle Form der Rache und Verdammnis oder die lichte Form der Barmherzigkeit und Segnung. Entscheidet euch, ob ihr lieben oder hassen wollt. Entscheidet euch, ob eure Herzen elektrisierendes Licht ausstrahlen oder magnetisierende Dunkelheit verbreiten sollen.
Ihr habt in der Tat die Wahl nur zwischen diesen beiden Optionen. Eine andere Möglichkeit habt ihr euch nicht eingerichtet. Was immer ihr fühlt, sendet ihr aus. Es verändert die Welt und kommt in gleicher Art und in immer größerem Umfang zu euch zurück. Die Ernte ist gewiss. Entscheidet, ob es eine dunkle oder lichte Ernte sein soll.
Nun, ihr geliebten Wesen, dieser Dämon wurde wenige Taten nach der Tat erkannt und erlöst. Dieses Opfer ist in den kristallinen Welten angekommen und dieser Täter erhielt eine geistige Patenschaft und Versorgung, die heute noch andauert, da er im Gefängnis sitzt und unsere regelmäßigen Besuche und Gespräche genießt.
Doch es gibt noch viele andere, die auch auf eure Begnadigung und euer Mitgefühl warten. Es gibt noch viele potenzielle Opfer auf der Welt, die keine Täter und Dämonen mehr brauchen, sondern ihre Lebens-Probleme auf andere, sanftere Weise lösen können, in der Tat. Jedem von euch Paten und Erlösern werden wir uns an die Seite stellen, um mit euch zu wirken. So sind auch wir in tiefem Mitgefühl in diesem Schöpfungsspiel mit jedem Einzelnen von euch verbunden – und in tiefer Liebe und großem Respekt.
Da war ein Wesen der Kleinmut in mir, das nicht an den Endpunkt des Weges gehen wollte, an den Umkehrpunkt. Es wollte sich nicht in sein Dunkel fallen lassen, es wollt nicht die hohen Pläne von Licht und Wachstum, so wie ich dies verstand, loslassen. Dieses Wesen stand schon geraume Zeit am Rande einer Schlucht.
Ich habe zu einer bestimmten Zeit alle Hoffnung auf das Leben aufgegeben. Immer wieder habe ich versucht, gearbeitet, mich angestrengt, mein Leben zu verbessern. Oft habe ich von anderen gefordert, ihnen die Schuld gegeben und erwartet, dass sie für mich tun, was ich selbst nicht tun wollte. Und alle Geschenke, die sie mir machten, habe ich nicht wahrgenommen, geschweige denn empfangen.
Ich habe an meinem Leben gearbeitet, wollte nichts dem Zufall überlassen, nichts frei fließen lassen. Ich habe um mein Leben gekämpft und gleichzeitig gespürt, dass mein Atem immer schwächer wurde, immer stockender. Ich habe nicht geruht und nicht gerastet, und all meine Kraft für jene Dinge aufgewendet, die ich für wichtig hielt. So bin ich am Rande der Schlucht meines Lebens angekommen, zwischen der körperlichen und der körperlosen Welt - und dort stehen geblieben.
Einige Zeit habe ich einen Steg gesucht, ein Übergang oder ein Ende der Schlucht, an dem ich sie umgehen konnte. Tagelang ging ich schluchtaufwärts, viele Tage schluchtabwärts, doch nichts hat sich mir angeboten. Ich wollte nicht springen, weil ich Angst hatte, grausam sterben zu müssen. Also habe ich mir einen Platz gesucht, mich gesetzt und gewartet.
Ich wusste nicht, worauf ich warte, doch das war gleichgültig. Springen wollte ich nicht. Irgendwann merkte ich, dass sich nichts mehr veränderte. Es wurde nicht mehr dunkel, aber auch nicht mehr hell. Kein neuer Schmerz erreichte mich und kein alter wich von mir. Kein Dämon erschien mehr in meiner inneren Welt, vor denen ich ein Leben lang geflüchtet bin, aber auch kein Wesen des Lichtes, kein Erlöser der mir Hilfe anbot.
Kein Geräusch war mehr zu hören, weder das gehässige Lachen der Feinde, noch das Zwitschern der Vögel. Kein Ein-Atemzug war mehr vom Aus-Atem zu unterscheiden. Und so schwebte ich in die grauen Welten - lebte nicht mehr und war doch nicht gestorben. Ja, Schattenleben ist dasselbe wie Schattentod. Der Raum zwischen dem Tor der Geburt und dem Tor des Todes hatte sich in graue Schleier aufgelöst. Er war zerflossen in einen Raum des Nicht-Seins. Kein Tor war mehr zu sehen.
Ich lebte und lebte doch nicht – war da und war doch nicht da. Ich wollte und wollte doch nicht. Alle Zeit, die mir in meinem Leben immer davongelaufen war, die mich in ständiger Unrast und Atemlosigkeit gehalten hatte, alle Zeit hatte aufgehört zu existieren. Aller Raum, von dem es in meinem Leben so viele gab, dass ich weder Orientierung noch Wege gefunden habe, aller Raum war auf einen Punkt zusammengeschmolzen - und doch unendlich endlos. Aller Geist, von dem es so viel gab in meinem Leben, dass ich nicht wusste, wie ich atmen sollte, aller Geist hatte aufgehört zu atmen.
Und so kaufte ich mir eines Tages ein Flugticket in ein fernes Land, weit von meiner Heimat entfernt. Fliehen wollte ich aus dem alten Leben - fort, einfach fort. Weggehen und irgendwo anders ein neues Leben beginnen. Ja, das waren meine irdischen Gedanken, da mein göttlicher Geist beschlossen hatte, mich nun zu sich zurückzuziehen, aus diesem Körperleben auszusteigen, da Er Selbst keine Absichten in diesem Spiel mehr hatte. Er verschmolz mit dem göttlichen Geist jenes geliebten Menschen, der mir helfen sollte, das Tor zu durchschreiten, da ich selbst nicht gehen wollte.
Er wollte mich in die Schlucht meines Lebens stoßen, in die ich selbst nicht fallen wollte. Er wollte mich auf die andere Seite meines Lebens führen, da ich selbst den Weg nicht fand.
Trotz aller Warnungen von Menschen, mich nicht in dieses Feld zu begeben, ging ich hinein. So wie ich Warnungen und Ratschläge anderer Menschen immer ignoriert habe, ignorierte ich auch diese, denn nun war beschlossen, die Schlucht zu überqueren. Und so stand ich an der Straße und winkte ihm zu, wollte von ihm mitgenommen werden. Und er hielt an und nahm mich mit - half mir heraus aus diesem grauen Raume meines Lebens. Dafür wird er nun auf Erden mein Mörder genannt. Und während ich selbst die Erfüllung einer tiefen Liebe erlebe, ist er in die Verdammnis gestürzt. Während ich in meinem geliebten Leben angekommen bin, ist er in seinem Herzen zerbrochen.
Ich kann lange Zeit nichts für ihn tun, daher bitte euch, die ihr dies lest: Erbarmt euch seiner und segnet ihn mit der Liebe eurer Herzen. Heilt jenen durch eure Liebe, den ich nicht mehr heilen kann, da ich keinen Körper mehr besitze. Mir geht es gut – kümmert euch um ihn.“
Verabredung und Begegnung
Hier erzählen wir euch das Geschehen, wie Sabine es in Neuseeland
erlebt hat. Eine Frau, nennen wir sie Britt, steht als Anhalterin an
der Straße und will mitgenommen werden. Ein Mann, nennen wir ihn Mikel,
hält an. Viele Stunden später wird ihr toter Körper aufgefunden.Was hat sich hier auf unsichtbaren Ebenen abgespielt? Wo liegt der Sinn und wo die Liebe? Was hat sich hinter den Schleiern zugetragen? Welche Entscheidungen wurden getroffen? Welche Botschaft gaben sie und vor welche Herausforderung stellten sie uns?
Kein menschliches Wesen kann ein anderes töten, ebenso wie kein Mensch sich selbst töten kann, wie wir oben erläutert haben. Ebenso wie ihr aus der Geist- und Seelen-Gemeinschaft kommend in das Körperleben schlüpft, so verlasst ihr es in der Gemeinschaft vieler beteiligter Wesen und Dimensionen.
Der erste Helfer ist ein Dämon, ein wandelbares Energie-Bewusstsein in den grauen Astralräumen der Menschheit, das in einem übergeordneten Plan selbständig agiert. Es ist vor Jahrtausenden aus jenen Gefühlsenergien entstanden, mit denen es später agiert: Gewalt und Gier, Angst, Schmerz und Schock. Es ist ein duales Energiewesen: es besteht aus Opfer- und aus Täterenergien.
Damit steht er in Resonanz zum Opfer und zum Täter und kann beide in Begegnung und Tat miteinander verbinden. Er überzieht und besetzt das Opfer mit den Opferenergien Angst, Ohnmacht, Verwirrung, Schmerz und Schock und den Täter mit den Täterenergien Gewalt, Gier, Hemmungslosigkeit, aber auch Klarheit und Kraft. Beide Menschen strahlen nun ihre eigenen Energien aus, die durch die dämonischen Energiekonzentrate verstärkt, gebündelt und in eine Richtung gebracht wurden. Damit ziehen sie einander an. Sie treffen sich zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt an einem ganz bestimmten Ort. Sie können sich nicht verpassen. Wie verabredet, hält sie den Daumen hoch und er hält an. Der Dämon vollbringt mit ihnen gemeinsam diese Tat. Denn es ist der Wille aller.
Umkehr der Kräfte
Nach der Tat wendet sich das Blatt. Das Opfer hat das Tor
durchschritten und der Täter bleibt allein zurück. Der Dämon hat das
Opfer losgelassen und bleibt beim Täter. Er zieht sich sowohl am Tatort
als auch in die unbewusste Räume des Mannes zurück, um auf die nächste
Gelegenheit eines Einsatzes zu warten. Nun findet eine Umkehr der
Energien statt. Die Tat löst im Täter, der nach dem Rausch wieder zu
sich kommt, massive Opfer-Energien aus: Schock, Verwirrung und
Ohnmacht, Schmerz und Angst sind nun auf seiner Seite.Britt war in ihrem Körper gefangen und ist nun frei geworden. Ihr Wille zu sterben, hat sich erfüllt. Aus ihrem Lebens-Dunkel ist geistiges Licht geworden - sie ist aufgestiegen. Mikel war in seinem Körper frei und ist nun gefangen. Sein Wille zu leben, hat sich noch nicht erfüllt. Aus seinem Lebens-Dunkel ist Finsternis geworden, Grauen. Er ist noch tiefer abgestiegen.
Der Täter steht sich selber fassungslos gegenüber. Tief in sich weiß er: Er wollte doch nur lieben und geliebt werden. Doch wie absurd dies jetzt erscheint. Sein Schock wird schnell von einer dritten Energieform überdeckt und in eine neue Richtung gelenkt. Nun erwacht der Schuld-Sühne-Komplex und beherrscht ihn mit seinen Kräften: Scham, Schuld und Unwert, Urteil und Verdammnis. Niemand kann dieses graue Tuch so schwer über ihn legen, wie er selbst. Und es spricht: „Dein Leben ist zerstört. Es gibt keinen Ausweg mehr, keine Wiedergutmachung, keine Hoffnung. Du hast nichts mehr zu verlieren als dein nacktes Leben.“
Täter sind von geistiger Natur aus Schöpfer. Sie tun etwas. Sie tun selbst etwas - für sich und für andere und riskieren dabei auf Erden oftmals Kopf und Kragen, Ruf und Würde. Opfer sind von geistiger Natur aus Geschöpfe. Sie lassen andere etwas - für sich - tun. Will ein Geschöpf das Tor durchschreiten, so kann es dies nur mit der Hilfe eines Schöpfers tun. Schöpfer und Geschöpfe im Geiste sind Täter und Opfer auf Erden. Opfer sind re-agierende Geschöpfe, deren Lebenswille gering ist. Täter sind agierende Schöpfer. Ihr Lebenswille ist groß.
Diese Urkraft regt sich in ihm: Mikel will leben! Diese Kraft strahlt nun aus seinem Herzen im diffusen Feld aller Täter-, Opfer- und Schuld-Energien hervor. Sie ist die klarste und stärkste Kraft in ihm - das Gegenstück zur Kraft des Opfers, das nicht mehr leben will.
Also flüchtet er, der leben will, vor den anderen, die ihn töten wollen. Er flüchtet vor sich selbst, der sein Leben als wertlos und gefährlich für andere erkannt hat. Das Netz seiner eigenen und aller kollektiven verdunkelten Gefühle wird immer dichter. Das Grauen aller menschlichen Gefühle und Zeitalter ist nun in ihm lebendig geworden. Es lässt ihm auf Erden keinen Ausweg.
Der Täter, Schöpfer und Toröffner ist vollkommen aus seiner Herzkraft herausgestürzt. Er selbst hat sich Licht- und Liebeskräfte endgültig aberkannt. Er selbst verflucht sich mehr, als jeder andere auf Erden es täte. Er selbst ist der Letzte, der sich vergeben wird.
Und dennoch: Er will leben. Er flüchtet in der Wildnis und versteckt sich vor den Menschen. Und alle Mittel sind ihm recht, um zu über-leben. So wird in kurzer Zeit aus dem Schöpfer ein reißendes Tier.
Interdimensionales Wirken
Jedes Ereignis auf Erden ist ein fließender Austausch von Dunkel und
Licht, von ab- und aufsteigenden Kräften, von Angst und Liebe - ein
gemeinschaftliches Wirken aller Dimensionen. Unendlich viele Wesen sind
an der geistigen Begleitung allen irdischen Geschehens beteiligt. Alle
Entscheidungen und möglichen Durchführungen werden gemeinsam
beschlossen.Die letzte Entscheidung trifft der hohe Geist aller Beteiligten - insbesondere wenn ein Mensch das Tor des Todes zu durchschreiten und ein anderer Mensch diesem helfen darf. Das Durchschreiten des Tores ist für alle ein sehr bedeutsames Geschehen, gleichgültig ob es dramatisch verläuft oder nicht. Einerseits ist der menschliche Körper das Wertvollste, was der göttliche Geist erschaffen hat und nicht ohne weiteres aufgibt. Andererseits birgt jede Entscheidung mit ihren Konsequenzen einen großen Reichtum an Erfahrungen.
Betrachten wir unseren Fall weiter. Wer ist vor der Tat an ihr beteiligt, wer kommt während der Tat hinzu und wer führt die Zeit und den Raum danach?
Im körperlichen Raum sind es nur zwei Menschen: Mikel als Täter und Britt als Opfer. Sie will nicht mehr leben - er will leben. Sie will keine Liebe mehr empfangen und geben - er will lieben und geliebt werden. Sie ist blutleer - er will ihr Blut und dessen weibliche Essenzen. Sie ist übersättigt vom nicht gewollten Leben - er ist unterernährt vom ersehnten Leben. Sie will allein sein - er will verschmelzen. Sie will gehen – er will bleiben. Sie gibt ihm ein Zeichen - und er hält an.
Im energetischen Raum ist es ein Dämon aus dem gewaltigen Gefühls-Grauen der letzten Jahrtausende der Menschheit. Große, finstere Gefühlsräume, Räume des Grauens, haben sich in den letzten Jahrtausenden aus Krieg, Folter und Mord, aus Rache, Vergeltung und Angst gebildet und gefüllt. Darin wurde der Dämon geboren, darin hat er sich ernährt und ist sehr stark geworden. Er hat sich für diesen Moment erhoben, hat die Grenzen zur Körperdimension überschritten und ist dort aktiv geworden.
Er ist in der Lage, das zu tun, was die Menschen nicht tun können: Die Todesenergie so hoch zu konzentrieren, dass sie den Tod eines Körpers nach sich zieht. Der Dämon nimmt die schwachen Todesenergien des Opfers – „nicht mehr leben wollen“ hat keine ausreichende Kraft zu sterben - und die schwachen Todesenergien des Täters - „sich gewaltsam nehmen, was er braucht“ hat keine ausreichende Kraft zu töten - in sich auf. Die einzelnen Todesenergien der beiden reichen für einen Tordurchgang nicht aus. Sie müssen gebündelt und verstärkt werden, sie müssen tanzen und in einen machtvollen Wirbel gelangen. Erinnert euch an unsere Neue Schöpfungsgeschichte: Wann immer ihr ein Tor zu neuen Räumen durchschritten habt, tatet ihr es drehend, wirbelnd. So auch hier.
Der Dämon vereinigt die beiden Menschen mit seinen eigenen konzentrierten Todesenergien, die er in vielen Jahrhunderten des dunkelsten Zeitalters in sich gesammelt hat – ein Konzentrat an Todeskraft (vgl. der Eine Ring im „Herrn der Ringe“). Doch auch er kann nicht töten, denn er hat weder einen Körper, der ein Schwert führen könnte, noch die geistige Befugnis, Leben zu nehmen. Er ist ein Helfer, ein Zwischenhändler, ein Bindeglied in der Hierarchie der Liebe, die hier agiert. Der Dämon erregt die Todesenergien der beiden Menschen und bringt sie in Schwingung, in eine wirbelnde Drehung um sich selbst und das Zentrum des Geschehens, einen furiosen Tanz. Dies ist es, was der Täter als Rausch und das Opfer als Lähmung erlebt. Er wandelt festgesetzte, magnetische Todesenergien in frei fließende, elektrische Liebesenergien und schwingt sie so hoch, dass sie einen Dimensionsschleier überwinden und die nächste Ebene der Hierarchie das Geschehen übernehmen kann.
Der Dämon erfüllt seinen Dienst im astralen Raum, den innerhalb des Geschehens niemand außer ihm betreten kann. Er agiert in zweifachem Sinne. Er übernimmt seine Vermittlerrolle zwischen den verkörperten und den hohen geistigen Welten und gibt sich dabei gleichzeitig zu erkennen. Seine Rolle ist Liebesdienst - Segen - und Gefangenschaft – Fluch - in einem. Er entstand aus allen Formen des Fluchs und dient in genau dieser verfluchten Weise segnend. Er entkommt diesem Kreislauf zwischen Himmel und Hölle von sich aus nicht. So ist dieser Dienst gleichzeitig seine Chance, selbst erkannt und begnadigt zu werden. Er dient in der Weise, die seiner niederen Natur entspricht, er kann nicht anders. Er liebt und hasst - sich selbst und alle anderen auch - wie Gollum („Herr der Ringe“). Er will erkannt und erlöst werden. Denn auch seine höhere Natur ruft ihn am Ende der Zeit zurück ins Licht, aus dem er kam. Doch er allein kann sich nicht befreien, denn er hat weder einen Körper noch einen eigenen Willen. Er ist als Helfer der menschlichen Evolution gekommen und an deren Ende auf die Hilfe der erwachten Menschen angewiesen. So tief hat er sich herabgelassen, um Dienste in der Dunkelheit zu tun (vgl. Lektion 19 „Die Inneren Mächte“). Hat ihn das Dunkel des Menschenherzens erschaffen, so kann er nur durch das Licht des Menschenherzens erlöst werden. So werden ihm jene, die er oft getötet hat, am Ende der Zeit das Leben schenken.
Im erdnahen geistigen Raum wirken lichte und dunkle Geistführer und Engel. Drei Tage vor dem Geschehen haben die hohen Geistwesen der beiden Beteiligten die Erlaubnis zum Tordurchgang (Opfer) und zur Toröffnung (Täter) gegeben. Seitdem treffen unverkörperte Wesen aller Dimensionen und Räume die notwendigen Vorbereitungen für einen harmonischen und ungestörten Ablauf. Seit der geistigen Entscheidung ist eine Annullierung der Tat auf Erden zumeist nicht mehr möglich. Nun muss und wird es geschehen. Vor und während der Begegnung des Täters und des Opfers strahlen die Wesen schöpferische Kräfte der Standhaftigkeit in ihre Herzen. Sie legen schützende Kräfte um ihre Seelen und führen diese in höhere schmerzfreie Dimensionen, fort vom Geschehen. Hier sind die Seelen geborgen und können das Geschehen in einer gewissen Emotionsfreiheit beobachten. Diesen Zustand kennen viele von euch, die bereits eine unmittelbare Gefahren- oder Nahtodsituation erlebt haben: Plötzlich verlangsamt oder beschleunigt sich das Geschehen und es tritt eine ungewöhnliche Klarheit auf, eine tiefe Ruhe und Liebeskraft mit dem sicheren Wissen, um was es hier geht und was jetzt zu tun ist. Die geistigen Wesen trennen nun sanft die niederen verdunkelten Energien vom höheren lichten Bewusstsein und bereiten so die Entbindung des Geistes aus dem Körper vor – die Abnabelung.
In allem was sie tun, halten sie das Gleichgewicht zu den dunklen Kräften, deren Wirken sich nun massiv verstärkt. Im Augenblick der Tat, da menschliches Dunkel und irdisches Chaos in höchster Form entfesselt sind, tun die geistigen Geschwister und Meister zwei Dinge. Zum Einen riegeln sie den Raum des Geschehens geistig ab, damit die Chaos-Energien konzentriert sind und nicht über die ganze Erde schleudern. Zum Anderen legen sie geistige Kanäle von diesem Raum aus zu vielen außerhalb liegenden Räumen, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie aufgenommen und gewandelt werden kann. Darauf kommen wir später zurück.
Am Höhepunkt der Chaos-Energien, am Punkt der schnellsten Drehung im Todestanz, fährt ein Blitz in das Geschehen und bringt die Umkehr der Kräfte. Er elektrisiert das magnetische Angst-Schmerz-Dunkel mit einem gigantischen Liebes-Stromschlag. Dies ist der Moment, da TOD erscheint, das Opfer zu sich nimmt, das irdische Drama beendet und ihm eine Wendung gibt. Der göttliche Geist nimmt das dargebrachte Opfer des menschlichen Lebens an. Er übernimmt den Tanz, deaktiviert den Dämon und entlässt ihn aus diesem Dienst. Er überrollt den Täter in seinem Gewalt-Gier-Rausch mit einer gigantischen geistigen Liebeswelle, in der er zu sich kommen und erwachen kann - und erkennen, was er getan hat.
Was im höchsten Geistraum, in den kristallinen Sphären, ist und geschieht, können wir nur sehr vereinfacht übermitteln. Stellt euch das Ganze als ein unendliches Weben und Strahlen vor, als ein beständiges Ineinandergreifen und Verschmelzen von Kräften, Wesen und Welten. Stellt es euch vor als das Ineinanderfließen von alten und das Auseinanderhervorbringen von neuen Formen und Kräften, die es nie zuvor gegeben hat. Stellt es euch vor wie ein gewaltiges Schöpfungsmoment, dessen Farben, Lichter, Klänge, Formen und Bewegungen unplanbar, unerklärbar und doch in einer bezaubernden Harmonie tanzen. Räume und Zeiten, Absichten und Erfüllung, kristalline Sphären des ersten und graue Räume des dritten Zeitalters, Engel, Menschen und Dämonen erzeugen gemeinsam neue Muster und Matrixe, neue Kristalle und Kosmen. Denn wir sagten schon: Das irdische Drama ist ein geistiges Geschenk, das hier in vollem Umfang angenommen wird.
Der hohe Geist des Opfers erwartet sein Menschenkind zurück. Er hat Botschafter zur Brücke der Blumen gesandt, die es empfangen. Sie begleiten es zunächst in Räume der Regeneration, der Erholung und des Erwachens. Die Schock- und Trauma-Energien der Seele werden hier geklärt und mit dem Reichtum dieser jüngsten irdischen Erfahrung harmonisiert. Die ursprünglichen Absichten des Geistes, das Leben dieses Menschen seit der Geburt und die jüngsten Umstände des Todes werden in Einklang gebracht und resümiert. Die Realitätsebenen der verschiedenen Räume fließen zusammen, gleichen sich aus und finden ihre neue Ordnung: Jede Dimension, in der beim Abstieg zur Erde ein Teil des eigenen Wesen zurückgelassen wurde, bereichert sich auf ihre spezifische Art mit den Erfahrungen dieses Lebens und dieses Todes. Alles öffnet sich zu einem Bild von großer Schönheit.
Gleichzeitig werden hohen geistige Wesen zu den Hinterbliebenen gesandt, um Kräfte des Trostes und der Öffnung, der inneren Wahrnehmung und der Herzöffnung in deren Lebensfelder zu strahlen. Auch am Tatort postieren sie sich, um jene zu empfangen und in Licht zu hüllen, die die Leiche finden werden – und all jene die danach kommen werden. So herrscht auch am irdischen Tatort neben dem Grauen das Licht - das Potenzial völliger Erkenntnis, das sich dem eröffnen wird, der wahrhaft sehen will. Erinnert euch an Lektion 3 „Zeitenwende“: 1945 herrschten Licht und Dunkel zu gleichen Anteilen auf Erden, auch wenn das menschliche Auge nur das Grausen sehen konnte. Es ist immer nur eine Frage der eigenen inneren Ausrichtung und Absicht, welche der vielen Realitätsebenen ihr sehen wollt.
Der hohe Geist des Täters, der seinen Menschen diesen Judas-Dienst vollziehen und ihn diese mörderische Erfahrung machen ließ, sendet seinerseits Botschafter zur Brücke der Blumen. Doch nicht für ihn, denn so tief wie er gestürzt ist, können sie ihn nicht mehr erreichen. Stattdessen rufen sie die Erwachten unter den Menschen herbei, die Sterbe- und Geburtshelfer des Geistes auf Erden - EUCH, die ihr zu jenem wahren Mitgefühl fähig seid, das alle Grenzen des menschlichen Verstandes überschreitet, zu jenem Mitgefühl, das tiefen Respekt vor der Schöpfung und jedem einzelnen Wesen dieser Schöpfung hat, gleichgültig ob es Täter oder Opfer genannt wird.
An euch Vermittler zwischen der geistigen und der verkörperten Welt übermitteln die Botschafter der kristallinen Sphären den Willen des kosmischen Geistes: Nun, da jener Schöpfer zum Täter wurde und in weitere Abgründe der menschlichen Finsternis gestürzt ist, mögen die Erwachten unter euch eine geistige Patenschaft für ihn übernehmen, eine Patenschaft der Liebe. Sie wird das jüngst gerissene Band, den geistigen Lebensfaden zwischen dem hohen und dem niederen Geist des Täters eine Zeitlang halten und ersetzen, solange, bis er selbst die Liebe in seiner Tat erkennen und sich in seinem Licht erheben kann.
Seid Paten der geistigen Liebe für die Täter eurer Gesellschaft. Wisst, dass deren Entscheidungen und Taten eure Erfahrungen sind - seit 2005, da EIN HERZ wieder auf Erden herrscht und euch alle aneinander bindet. Solange ihr andere gebeugt haltet, werdet auch ihr selbst euch nicht erheben können. Indem ihr sie erhöht, ersteht ihr auf.
Vgl. Heft 10 „Ich rufe dich bei deinem Namen“: „Erhebe dich in mein Licht“ und „Berührung im Schmerz“ und Lektion 19 „Die inneren Mächte“
Reiche Ernte
Kommen wir zurück zur Erde, zum Tatort. Nach der Tat, an der bisher nur
zwei Menschen beteiligt waren, kommen Tausende dazu: Betroffene und
Hinterbliebene, Fahnder und Ermittler, Nachbarn und Arbeitgeber,
Richter und Vollstrecker, Wärter und Sozialarbeiter, Psychologen und
Journalisten, Medienkonzerne und Millionen Zuschauer. Nur eine einzige
Nachrichtensendung, nur eine einzige Zeitungsausgabe erschafft weltweit
Millionen neuer verurteilender, hassender und angstvoller,
verzweifelter und rachsüchtiger Menschen - Millionen neuer Opfer und
Täter.Auf Millionen von Menschen kann jener Dämon, der diesen Tanz entfesselt und die Tat ermöglicht hat, nun überspringen, denn sie alle fühlen das, was er ist: Hass, Triebhaftigkeit und Zerstörung, Angst, Verwirrung und Schuld. Damit ist der Weg zu ihnen offen. Sie alle sind in Resonanz mit ihm und er findet erneut massenhaft Nahrung und wächst rasend schnell, wird zu neuen, größten Todestänzen fähig. Das Grauen vergangener Zeitalter wurde in nur einem Augenblick wach und entfesselte seine Kraft für nur zwei Menschen - nach geistiger Erlaubnis und Verabredung, nur für sie. Der Dämon musste diesen Dienst tun und hätte damit erkannt und erlöst werden können. Doch Millionen Menschen sehen nur mit irdischen Augen, fühlen nur als Opfer, denken nur als Täter. Damit fangen sie den Dämon auf und lassen ihn auch in ihrem Leben erwachen. Eine Nachrichtensendung reicht aus, um den Dämon über die ganze Welt auszudehnen, anstatt ihn einfach nur in Liebe zu erlösen. Welch eine Ernte in der Finsternis - sie ist die wahre Verschmutzung eurer Umwelt!
Doch es gibt auch andere Beteiligte. Kommen wir noch einmal zurück auf die geistigen Kanäle, die die Engel und Meister vom hermetisch abgeriegelten Raum des Geschehens nach außen gelegt haben: in viele außerhalb liegende Räume, in denen die hier und jetzt entfesselte Schmerz-Energie aufgenommen und gewandelt werden kann. Es sind Licht-Kanäle zu den Licht-Körpern und Kristall-Herzen der Erwachten. Die Erwachten sind Menschen, deren hoher Geist bereits im Körper angekommen ist und wirkt. Es sind jene Menschen, die wahrhaft lieben können, deren überirdische Liebe zwischen Tätern und Opfern, zwischen Dämonen und Meistern, zwischen Licht und Dunkel nicht mehr unterscheiden. Ihr seid es, „die um jene Menschen weinen können, die sie auf Erden nie getroffen haben“ (Heft 10 „Berührung im Schmerz“).
Ihr liebenden Menschen empfangt die Energien der Tat in euren Herzen bereits drei Tage vorher, seit dem Moment der Freigabe der Tat durch den hohen Geist. Über Tausende von Kilometern strömen, wirbeln und tanzen die Schmerz- und Schockwellen dieser Tat über die Erde und suchten Erlösung. Zielgerichtet fließen sie in eure durchlässigen Lichtkörper (vgl. Lektion 5), denn auch ihr seid in Resonanz: mit den Engeln und Geistwesen, dem hohen Geist des Opfers und des Täters, mit dem Liebesakt des Todes auf Erden und der Geburt im Geistraum.
Diese Schmerz- und Chaos-Wellen erlösen sich durch euer transformierendes Herz-Licht und stürzen euch gleichzeitig, solange euer Lichtkörper noch eng und instabil ist, solange ihr noch an eigene Unzulänglichkeit, Schuld und Opferschaft glaubt, eine Zeitlang in abgrundtiefe Räume der Finsternis. Tagelang müssen einige von euch weinen oder sind zutiefst verwirrt und traumatisiert, ohne zu wissen warum. Nun, jetzt wisst ihr es! Und auch dies ist eine reiche Ernte - eine Ernte des Lichtes, die wahre Reinigung und Erhöhung eurer Umwelt.
Eure Herzen entscheiden
Eure Herzen sind über Raum und Zeit hinaus an jeder einzelnen solcher
Taten und Tode, solcher Tordurchgänge und Geburten in die Geisträume
beteiligt. Eure Herzen sind miteinander verbunden und so gebaut, dass
sie niemals unberührt bleiben können, wenn irgendwo in der Welt etwas
passiert. Ihr kommt aus EIN HERZ und geht dahin zurück (vgl. Eine neue
Schöpfungsgeschichte). EIN HERZ ist bereits seit Mai 2005 wieder auf
Erden anwesend und dabei, euch alle miteinander zu verschmelzen. Je
nach eurer inneren Entscheidung tragen eure Herzen das Banner des
Grauens weiter und vervielfältigen es oder die Flamme des Lichtes und
erhöhen diese. Eure Herzen schlagen keineswegs nur für euch selbst,
sondern für die ganze Menschheit - vom Beginn aller Zeiten bis zum Ende.Vielleicht seid ihr schon so stumpf geworden, dass eure Gedanken und Gefühle weder verurteilen noch segnen. Ihr haltet euch da heraus, ihr resigniert und seid in die seelische Depression gegangen, ins psychische Koma. Doch auch Stumpfheit und Resignation sind dunkle Kräfte, die eure grauen Räume stärken. Entscheidet euch, welche Art der nichtverkörperten Wesen ihr durch euch wirken lassen wollt: dunkle Wesen der Gefangenschaft oder lichte Wesen der Befreiung.
Entscheidet euch, welche Welten ihr durch eure innere Haltung wachsen lassen wollt, draußen in der Welt und in euch selbst: die grauen oder die kristallinen. Entscheidet euch, ob ihr die Dämonen und Täter verurteilen und damit stärken oder lieben wollt - und sie und euch selbst damit erlösen.
Entscheidet euch, welche Form der Berührung ihr zulassen wollt: die dunkle Form der Rache und Verdammnis oder die lichte Form der Barmherzigkeit und Segnung. Entscheidet euch, ob ihr lieben oder hassen wollt. Entscheidet euch, ob eure Herzen elektrisierendes Licht ausstrahlen oder magnetisierende Dunkelheit verbreiten sollen.
Ihr habt in der Tat die Wahl nur zwischen diesen beiden Optionen. Eine andere Möglichkeit habt ihr euch nicht eingerichtet. Was immer ihr fühlt, sendet ihr aus. Es verändert die Welt und kommt in gleicher Art und in immer größerem Umfang zu euch zurück. Die Ernte ist gewiss. Entscheidet, ob es eine dunkle oder lichte Ernte sein soll.
Nun, ihr geliebten Wesen, dieser Dämon wurde wenige Taten nach der Tat erkannt und erlöst. Dieses Opfer ist in den kristallinen Welten angekommen und dieser Täter erhielt eine geistige Patenschaft und Versorgung, die heute noch andauert, da er im Gefängnis sitzt und unsere regelmäßigen Besuche und Gespräche genießt.
Doch es gibt noch viele andere, die auch auf eure Begnadigung und euer Mitgefühl warten. Es gibt noch viele potenzielle Opfer auf der Welt, die keine Täter und Dämonen mehr brauchen, sondern ihre Lebens-Probleme auf andere, sanftere Weise lösen können, in der Tat. Jedem von euch Paten und Erlösern werden wir uns an die Seite stellen, um mit euch zu wirken. So sind auch wir in tiefem Mitgefühl in diesem Schöpfungsspiel mit jedem Einzelnen von euch verbunden – und in tiefer Liebe und großem Respekt.
Ich Bin Saint Germain.
Texte: Sabine Wolf
Aktualisierung: Saint Germain
Endkorrektur: Monika Schwörer - der diese Lektion 17 als Geburtstag-Geschenk gewidmet ist.
www. Kristallmensch.net Sabine Wolf Wennigsen, am 30. Mai 2007
Aktualisierung: Saint Germain
Endkorrektur: Monika Schwörer - der diese Lektion 17 als Geburtstag-Geschenk gewidmet ist.
www. Kristallmensch.net Sabine Wolf Wennigsen, am 30. Mai 2007
