Vor tausend Jahren
Dreitausend Jahre eurer Zeitlinie nach Ägypten führte eine weitere Spur von Asgard zur Erdoberfläche, diesmal in den Süden von Britannien. Nun war der Geist Asgards darauf ausgerichtet, seine feminine Kraft zu verkörpern und deren positive Macht auf Erden zu verwurzeln. Diese Ära brachte große Seherinnen und Priesterinnen, Druidinnen und Heilerinnen hervor - Frauen, deren Klarheit, Wirkkraft und Charisma von keiner anderen Ära übertroffen wurde. Zwischen ihren weiblichen Körperseelen und maskulinen Zwillingsseelen herrschte große Harmonie. An ihrer Seite lebten Männer, deren innere und äußere Größe den Frauen in nichts nachstand, da auch ihre männlichen Körperseelen und femininen Zwillingsseelen verschmolzen waren.
Diese heidnischen Priesterinnen und Druiden lernten und lehrten die Sprachen der Tiere, Pflanzen und Elemente. Sie verstanden es, den Körper und das Leben des Menschen mit den Naturwelten in Einklang zu bringen. In ihnen atmeten die Weisheit der atlantisch-lemurianischen Mysterien, das feminine Wissen um die Seele des Planeten, die Elemente der Erde und der Aufstieg des Lebens.
Der Apfel und die Rückkehr des Paradieses
Avalon, die legendäre Insel der Apfelbäume, wurde wenige Jahrhunderte nach der Kreuzigung Jesu im Geiste der Großen Mutter erschaffen. Hier hatte die weibliche Göttin einen letzten Ort für ihr Wirken, solange der kriegerische maskuline Zeitgeist dies noch zuließ. Und es sollten nur wenige Jahrhunderte sein.
Der Apfel (lat.: malum) ist eine durch und durch feminine Frucht, die das Wesen der Liebe, der Sanftheit und der Zärtlichkeit in sich trägt und die Menschen damit nährt. Und genau diese weiblichen Kräfte sind das Ziel eurer Entwicklung: Sanftmut, Zärtlichkeit und Mitgefühl. Damit diese geistigen Früchte in euch reifen konnten, mussten die maskulinen Wurzeln eurer Lebensbäume zunächst einmal tief ins Dunkel der Erde dringen. Und dafür hatten sie nach dem Verschwinden von Avalon noch einmal tausend grausame Jahre Zeit.
Und natürlich ist es kein Zufall, dass ausgerechnet der Apfel das große biblische Symbol eurer Vertreibung aus dem Paradies ist - das Symbol eurer Trennung von Weisheit und Erkenntnis. Zwar steht der Apfel nicht primär für maskuline Weisheit und Erkenntnis, sondern für Liebe und Mitgefühl. Doch erst die innere Erweckung dieser großen weiblichen Kräfte macht die Weisheit des Augenblicks lebendig und die Erkenntnis aller Ursachen möglich.
Ein Pol dient dem anderen. In diesem Sinne führt der Apfelbaum euch zur grundlegenden Erkenntnis eurer eigenen Natur: Die weibliche Seele ist nur durch ihre männliche Zwillingsseele vollkommen und die männliche Seele nur durch ihre weibliche Zwillingsseele. Das bedeutet, der Mann ist vollkommen, wenn er seine eigenen weiblichen Seelenkräfte integriert hat, und die Frau ist es mit der Annahme ihrer eigenen männlichen Seelenkräfte.
Vollkommenheit ist in diesem Sinne das Bewusstsein, sowohl männlich als auch weiblich zu sein. Die Fähigkeit, sich sowohl zu verwurzeln als auch zu erblühen, sowohl mit beiden Füßen auf der Erde zu stehen als auch zu fliegen, sowohl ab- als auch aufzusteigen, sowohl nach außen zu horchen als auch seiner inneren Stimme zu folgen, sowohl stark wie ein Fels in der Brandung zu sein als auch frei wie das Boot auf den Wellen des Ozeans. Vollkommenheit heißt, sowohl Krieger als auch Heilerin zu sein, sowohl Kriegerin als auch Heiler - sowohl Hure als auch Heiland. Und so ist es auch kein Zufall, dass euch ausgerechnet die einst verfluchte Gefährtin Jesu, die verschriene Hure Jerusalems, die Rückkehr ins Paradies ermöglichen wird. Jesus hatte Maria Magdalena mit dem Heiligen Gral nach Europa gesandt. Sie brachte sein Vermächtnis in das von Krieg und Grausamkeit zerrissene Britannien und übergab es den heidnischen Priesterinnen. So wurde sie zur geistigen Mutter der weiblichen Nachkommen Jesu in Avalon. Und bevor sie die Erde verließ, gebar sie die männlichen Nachkommen Jesu, die Templer. Sie sollten das geheime Wissen an die Schwelle der neuen Ära tragen - die 2012 beginnen würde.
Doch nicht der Heilige Kelch ist das Vermächtnis Jesu, sondern dessen Inhalt: seine unerschütterliche Liebe, die das dämonische Grauen der menschlichen Emotionen und den blinden Hass der Peiniger zu einer smaragdgrünen Geistsubstanz verwandelt hatte - zum heilenden Wasser des Lebens.
So wusste die Liebe Jesu, wie viele Tränen sein geliebter Bruder Judas für den Dienst des Verrats geweint hatte. Mochten die Menschen noch zweitausend Jahre lang darüber Gericht halten, mochten sie in der äußeren Welt den Einen immer wieder heiligen und den Anderen verfluchen, so waren Jesusblut und Judastränen in den inneren Welten doch längst zu einer heilenden Essenz verschmolzen, die bis zum Ende der Zeit bewahrt wurde. Sie würde das Wasser des Lebens und der Absolution sein, wenn der Mensch seine eigene Jesus- und Judas-Seele erkennt und beide von ganzem Herzen annimmt.
Die Seele und die Zwillingsseele
Auch Jesus ließ seinen Lebensfaden an höchster Stelle reißen, um das kristalline Erbe bis an die Schwelle der Neuen Zeit zu tragen und euch zu überreichen. Hierbei half Judas ihm - und euch. Mögen ihm Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit aus euren Herzen entgegenfließen. Möge er sie annehmen, wenn er selbst sich aus der tiefen Finsternis der Selbst-Verdammnis wieder erhebt.
Lasst uns, bevor wir euch auf die letzte große Reise dieses Buches und eures alten Lebens führen, das Phänomen der Seele und der Zwillingsseele ein wenig erläutern. Wir sprechen hier namentlich über Jesus und Maria Magdalena, doch es geht um euch: um dich und deinen Partner, um dich und deine Zwillingsseele. Zutiefst geht es in dieser Zeitenwende nicht um eure äußeren Partnerschaften, sondern um die inneren.
Das maskuline Wesen steigt ab und baut die Wurzel
Das erste Prinzip eurer dualen Schöpfung ist die gegenseitige Hüterschaft der Pole: Jeder ist für den anderen da, jeder passt auf den anderen auf, jeder sorgt für den anderen - jeder schenkt dem anderen alles, was dieser braucht, um sich zu entwickeln und zu erheben. Aber auch: Jeder ist auf Gedeih und Verderb an den anderen gebunden. Alles was ein Pol dem anderen antut, fügt er sich selbst zu.
Dunkel kann ohne die Hilfe des Lichtes nicht dunkel und Licht kann ohne Hilfe der Dunkelheit nicht licht sein. Der Mann kann ohne das weibliche Wesen nicht Mann sein und die Frau ohne das männliche Wesen nicht Frau.
Dies habt ihr in eurem Kalkzeitalter1) durch die Verschmelzung eurer maskulinen und femininen Natur so eingerichtet. Eine jede eurer persönlichen und kollektiven Hochkulturen entstand und reifte durch die Zwillingsseelen eurer individuellen Körperseelen. Ein jeder von euch war ganz - durch das innere Gegenteil von dem, was ihr außen wart, durch die zweite Hälfte eurer selbst, durch das geistige Doppel eurer menschlichen Natur. Das Eine konnte niemals ohne das Andere existieren, weder wachsen und reifen noch sich vollenden.
Dies ist die Matrix eures gemeinschaftlichen Abstiegs von Beginn an, das Erbe eures Ersten Kristallzeitalters - und eure Erkenntnis am Ende langer Wege der Trennung und der Suche.
Avalon atmete im femininen heidnischen Geist, weil hier das Erbe des Christus in einer reineren Form bewahrt wurde als an jedem anderen Ort, der von den Menschen das christliche Siegel erhielt.
Das Erbe Christi kennzeichnet eure Hüterschaft der Pole: Maria sah und fühlte ihn zur Erde kommen. Sie empfing ihn, als er kommen wollte, begleitete ihn, als er ihre Gesellschaft brauchte, ließ ihn los, als er gehen wollte und entließ ihn aus der Welt, als er sterben wollte. Darin wuchs ihre menschliche Liebe, die festhält, zu einer göttlichen Liebe, die loslässt. Isis, die große Mutter Ägyptens, führte die Einweihungen Jesu in den Pyramiden und half ihm, die Mysterien des Lebens in sich aufzunehmen. Mit ihrer Hilfe aktivierte er den femininen Zwilling seiner männlichen Seele.
Maria Magdalena, die dritte Frau in seinem Leben, half ihm, jene innere Kraft aufzubringen, die notwendig war, um die äußere Marter von Geißelung und Kreuzigung zu ertragen. Hier wirkte die heilige Macht der weiblichen Sexualität, die allein in der Lage ist, äußerste Folterqualen zu überleben. Denn der Tod am Kreuz sollte nicht eintreten, weil die Menschen dies bestimmten, sondern weil - und wenn - er es beschloss.
So halfen diese Frauen Jesus, ein vollendeter Mann zu werden - ein künftiger Bruder der Menschheit. Doch die Menschheit war zu jener Zeit noch nicht reif für diese Einsicht. Die christlichen Priester pochten noch auf die Verderbtheit der Frau und die Herrlichkeit des Mannes. Noch war das Zeitalter der Öffnung nicht gekommen. Also entfachten sie den Kampf um Jesus, den Christus, und Maria Magdalena, die Heidin. Ein Pol wurde geheiligt und der andere verflucht. Dieser letzte große Krieg der religiösen und weltlichen Mächte richtete sich gegen die Menschheit selbst: In jedem Menschen wurde das maskuline Wesen heilig gesprochen und die feminine Natur verteufelt. So wurde jeder Mensch in sich selbst gebannt und die persönlichen Schuld- und Unwertgefühle Aller sorgten von selbst für die Machterhaltung Weniger.
So hattet ihr die Ur-Matrix eures eigenen Lebens mit Krieg überzogen. Ihr wart dem Tiefpunkt eures Lebens schon so nahe, dass auch in euren Machtzentren keine Macht mehr herrschte. So bewegten sich eure Handlungen nur noch auf der horizontalen Bandbreite zwischen der Verzweiflung der Herrscher und Täter und der Resignation der Unterworfenen und Opfer.
Michael und Merlin
Nach dem Tode Jesu kehrte sich die Hüterschaft auf der inneren Ebene um. Nun half das maskuline Wesen dem femininen, eine vollendete Frau zu werden. „Im Zentrum der Insel erhob sich der Hügel des Wächters, auf dem ein alter Turm stand. Dieser war einem alten Gott namens Michael geweiht, den die Christen der damaligen Zeit Angelo nennen.“ (aus: Die Herrin von Avalon, M. Zimmer-Bradley)
Nun war es das blaue Flammenschwert des Erzengels Michael, das der weiblichen Gottheit auf Erden diente und sie schützte. Seine Lanze gab dem ewig aufsteigenden femininen Pol die Kraft der irdischen Verwurzelung. Und es war der goldene Stab des Merlin, der die Weisheit der heidnischen Priesterinnen hütete und verteidigte. Seine goldene Sichel verbarg und förderte das geheime Wissen der Frauen ebenso wie die goldene Mondsichel es tat, wenn ein Mondzyklus endete oder begann.
Nun waren es maskuline Schutzpatrone, Priester und Druiden, die den Frauen halfen, sich zu vervollkommnen und wahre Schwestern und Mütter der Menschheit zu werden. Während die Christen in der äußeren Welt die Frauen unterdrückten und die Heiden bekämpften, schützten in dieser verborgenen Welt der Christus die Heidinnen und die Heidinnen den Christus. Hier führten die Göttinnen die Männer auf Erden, und die Götter standen den Frauen zur Seite. So konnten die Seele und die Zwillingsseele erwachen und der Mensch seine ur-eigene Liebeskraft und Erfüllung erlangen.
Der goldene Kelch und der Kristallmensch
Es war nur ein einfacher Olivenholzkelch - doch sein Inhalt und Geist hatten ihn durch die Zeitalter zu schillernden Kelchen kunstvollster Art gemacht, die an vielen geheimnisvollen Orten gesucht wurden und scheinbar auftauchten. Nach außen gerichtete Hab- und Machtgier machten den einfachen Holzkelch zum goldenen Gralskelch, der jene Suchenden das Leben kostete, die glaubten, im Namen Gottes zu handeln, wenn sie das Blut anderer dafür vergossen.
Der wahre Heilige Gral blieb zweitausend Jahre lang unauffindbar, um hier und jetzt, am Tor zur Neuen Erde, wieder aufzutauchen - vieltausendfach. Heilung, Jugend und Reichtum fließen nun aus den heiligen Kelchen jener Menschen, die die getrennten Pole des männlichen und weiblichen Wesens wieder in sich vereinigt haben - aus den Herzen der Kristallmenschen.
Wahrlich, ihr seid durch viele Mysterien und Einweihungen gegangen, durch viele Geburten, Tode und Auferstehungen. Daher werden dieser Tage die Lanze der inneren Aufrichtigkeit - eure atmende Wirbelsäule, und das Schwert der inneren Wahrheit - eure ans Herz gebundenen Arme und Hände, lebendig. Ebenso wie der Stab der Selbstermächtigung - eure zwischen Himmel und Erde pulsierende DNS, und die goldene Sichel der Heilung - euer heilendes Mitgefühl.
Euer letztes zu öffnendes Tor ist das des femininen Avalon. Damit werdet ihr eure großen Insignien wieder zu euch nehmen. Vor zweitausend Jahren war das Herz Jesu der Gralskelch, der das Wasser des Lebens über die dürstende Menschheit ausgoss. Heute ist es euer Herz, das das gleiche tut - in unermesslich viel größerem Ausmaß.
In eurem erwachenden Christusbewusstsein verschenkt ihr Kristallmenschen das Wasser des Lebens aus dem heiligen Kelch eures eigenen Herzens und das Brot des Lebens vom goldenen Teller eurer eigenen Hände an die Menschheit.
Der Heilige Gral ist das kristalline Herz des Menschen, der die Pole Licht und Dunkelheit ebenso in sich vereinigt hat wie das Jesus-Blut und die Judas-Tränen. Darin hat er eine neue kristalline Essenz erschaffen: das Herz des Kristallmenschen, der seine solare Zwillingsseele in sich aufgenommen und damit die Grenzen des alten Lebens überwunden hat.
Wir wollen euch nicht länger auf die Folter spannen. Ihr könnt an dieser Stelle die Reise nach Avalon beginnen und dazu nach Seite 163 springen. Die Grundlagen dafür sind nun gelegt.
Ihr könnt damit aber auch noch warten und zuvor noch etwas tiefer einsteigen. Auf den nächsten 19 Seiten sprechen wir über die weise Absicht und Natur der Unterwerfung eurer weiblichen Zwillingsseele. Begreift dies und nehmt es an.
Dann habt ihr wahrlich die besten Grundlagen für eine tief greifende und hoch wirksame Reise nach Avalon erarbeitet.
Der Abstieg des weiblichen Wesens
Der Judasdienst der Unterwerfung
Die weibliche Natur betrifft keineswegs nur Frauen. Wenn wir nun etwas eingehender von der Unterwerfung des weiblichen Pols sprechen, meinen wir nicht etwa die Unterwerfung der Frauen durch die Männer - so etwas existiert nicht, sondern die Erniedrigung der weiblichen Zwillingsseele. Damit ihr dies begreifen und das Tor zu eurem persönlichen Avalon wirksam öffnen könnt, werden wir an dieser Stelle noch einmal etwas ausholen und einen kleinen Ausflug in dieses Kapitel eurer Geschichte machen, das ihr heute als negativ, falsch, ungerecht oder gar niederträchtig empfinden mögt. Doch ihr werdet sehen, dass es sowohl unvermeidlich als auch lohnend war.
Dies sei jetzt schon gesagt: Der tiefste Schmerz dieser weiblichen Unterwerfung ist auf der Seite der Männer. In dieser Zeitenwende mehr denn je tritt er als Resignation, Degeneration, hohes Aggressionspotenzial und früher Verfall der männlichen Körper auf. Mögt ihr Frauen, die ihr unter der Gewalt von Männern leidet, dies vielleicht als eine Genugtuung empfinden, als eine gerechte Strafe, so ist dies ist doch nur ein Irrtum, eine Verblendung, ein Selbstbetrug. Denn die Unterwerfung des weiblichen und die Degeneration des männlichen Pols habt ihr als Gemeinschaft beschlossen und seid daher auch als Gemeinschaft dafür verantwortlich. Übernehmt, jeder für sich selbst, eure Verantwortung. Wartet nicht auf die anderen.
Verantwortung übernehmen bedeutet: Ihr habt die evolutionäre Notwendigkeit eurer alten Entscheidungen zu verstehen und zu akzeptieren. Ihr habt euch von ganzem Herzen einverstanden zu erklären - mit dem, was ihr einst selbst beschlossen habt, mit allem was war, was ist und was sein wird. Ihr habt zu begreifen, dass nichts in eurem Leben ohne eure geistigen Absichten, euer stillschweigendes Dulden und euer inneres Einverständnis hätte geschehen können. Alles, was euch je von außen begegnet ist, hattet ihr zuvor in eurem Innersten beschlossen und erlaubt. Jede heutige innere Regung, die dies in Abrede stellt, jede Schuld und Verantwortung, die ihr auf andere Menschen oder Umstände projiziert, ist geistiger Selbstbetrug, der euch unnötig schwächt und weiterhin gefangen hält.
Beendet das Dramaspiel, kürzt euren Weg nach 2012 ab - vereinfacht ihn. Sagt von ganzem Herzen Ja! Vergebt anderen und euch selbst. Segnet den Augenblick, der hier und jetzt herrscht, von Tag zu Tag aufs Neue. Euer Leben ist voller heiliger Augenblicke in dieser Zeit. Nehmt dies wahr und tragt dem Rechnung. Dadurch öffnen sich eure Felder, eure Körper werden von geistigem Licht durchflutet und ihr werdet frei von den Fesseln der Macht und der Ohnmacht, die eng aneinander gebunden tief in euch liegen. Lasst uns die Dinge in diesem akzeptierenden Geiste betrachten.
Wir greifen auf unsere
Neue Schöpfungsgeschichte zurück, wo wir das maskuline Wesen ER und das feminine SIE nennen. Tun wir es auch hier. Das feminine Ur-Wesen ist von Anbeginn geist-elektrischer Natur - ein ewig lichter und durchlichtender aufsteigender Pol. SIE war niemals in der Lage abzusteigen und Materie zu bilden, und daher hätte es auch nie die Möglichkeit und Notwendigkeit gegeben, irgendetwas zu durchlichten. Das maskuline Ur-Wesen dagegen ist von Beginn an geist-magnetischer Natur - ein ewig dunkler und verdichtender absteigender Pol. ER wäre nach dem Abstieg niemals in der Lage gewesen, wieder aufzusteigen. ER hätte nach der ultimativen Verdichtung der Schöpfung nie wieder das Licht gesehen.
SIE hätte den absteigenden Weg eurer Evolution nicht machen können.
SIE hätte kein Ziel erreicht, wäre an keinem Umkehrpunkt angekommen und hätte niemals im Vollbesitz von Erfahrung, Kreativität und Kraft wieder aufsteigen können. SIE hätte weder Liebe, Mitgefühl und Sanftheit noch Intuition, Raffinesse und Kreativität als ihre spezifischen geistigen Lichtkräfte zur Erde bringen können, sondern würde heute noch als reines, liebevolles Sein im Kosmos schweben - und schmoren.
Daher war SIE während des gesamten Abstiegs auf die Hilfe von ER angewiesen - auf die beständige Führung durch das maskuline Wesen, auf das Mitgenommen-Werden auf jeder weiteren Wegstrecke. Und weil SIE und ER nun einmal von Anfang an Bruder und Schwester waren, die einander liebten und gemeinsam reisen wollten, half ER, galant wie ER nun einmal ist, SIE bis an den Tiefstpunkt - wohl wissend, dass dort SIE die Führung übernehmen würde. Denn dann würde es ja wieder aufwärts gehen.
Drei Stufen der Erniedrigung
Skizzieren wir hier die drei Stufen der Unterwerfung des weiblichen Pols, oder auch der Zwillingsseele, damit ihr euch der positiven Bedeutung dieser Entscheidung - und der Heilung eurer Körper und Umgangsformen nähern könnt. Bei den Frauen unterwarf die männliche Zwillingsseele die weibliche Körperseele und bei den Männern unterwarf die männliche Körperseele die weibliche Zwillingsseele.
1. Stufe - Feminine Geisteskraft
Die Erniedrigung des femininen Geistes betraf die solare Weiblichkeit - die weibliche Sonnenkraft und die weibliche Erdenseele. Sie waren von je her für Wachstum, Reifung, Wandlung und Erfüllung zuständig. Kein Leben, kein Körper und kein Element konnte sich ohne sie bewegen und fortpflanzen. Nichts konnte ohne den femininen Geist mehr zur Vollkommenheit gedeihen. Alles würde lange vor der Reife absterben oder sein Dasein im Halbschatten fristen.
Die solare Weiblichkeit verschwand zu dem Anteil, der den Absichten eurer eigenen Entwicklung entsprach. Mit eurer Entwicklung spaltete und verdichtete sich auch eure maskulin-feminine Sonne in eurem Lebensraum. Sie verblasste und zog die lemurianischen Paradiesgärten mit sich fort. Das prächtige, üppige und vielfältige Wachstum zog sich von der Erdoberfläche zurück - ebenso Millionen großer Naturhüter und Abermillionen Elementarwesen, die ihre vollkommene maskulin-feminine Natur nicht mehr aufrechterhalten konnten, weil die Erdensonne zu einer vorwiegend maskulinen Lebensquelle geworden war. Die aufsteigenden regenerierenden Kräfte beschränkten sich fortan auf ein notwendiges Minimum.
So verschwanden die großen Feen, Devas und Elfen von der Erde: männliche und weibliche Priester der Tiere, Pflanzen und Elemente, Boten der geistigen Nahrung, der Traumbilder und Hoffnung für die Menschen, Schutzpatrone der Liebe und des Mitgefühls. Damit verblasste auch die kosmische Nahrung für die irdische Natur und viele Pflanzen wurden giftig, viele Tiere bissig und viele Männer und Frauen zu erbitterten Gegnern. Die Zeit hatte sich verlangsamt, der Raum verdunkelt und das Leben hatte den Gürtel enger geschnallt. Kein Wesen konnte sich dieser Situation entziehen.
2. Stufe: Feminine Seelenkraft
Ein Zeitalter später folgte die Unterwerfung der femininen Seelenkraft. Dies war der Ausschluss einer Balance, die bisher noch existiert hatte. Lange noch war die weibliche Seele in der Lage gewesen, die Wunden des Abstiegs zu heilen, nachdem sie geschlagen worden waren. In dieser zweiten Stufe der Verdichtung war es das Ziel, Wunden nicht mehr sofort zu heilen, sondern eine Weile bluten zu lassen. Das Ziel war, die völlige Heilung vorerst ganz auszuschließen - denn dies würde den frühzeitigen Aufstieg und Ausstieg aus dem Spiel bedeuten.
Es lag in eurer evolutionären Erkenntnis, dass verheilte Wunden, erlöste Ungleichgewichte und geklärte Desorientierung euch nicht sehr weit führen würden. Also war es euer aller Beschluss, diese als positive Kräfte eurer Reise anzunehmen und ihnen - und euch - viel Zeit und Raum für weitere mögliche Entwicklungen zu geben. Das war der Beginn eurer Dramen - der lang anhaltenden Schmerzen und Kriege, deren Ursachen längst vergessen, deren Urheber längst verstorben und deren Erfüllung längst unmöglich geworden waren. Das war der Beginn eines vielschichtigen grauen Netzes, aus dem ihr euch befreien wolltet, wenn die Zeit reif sei.
So wurde das weibliche Wissen um die heilende Wirkung der Pflanzen und Gifte als „heidnische Hexerei“ verbannt. Die seelischen Verbindungen zu den Tieren und Naturwesen pervertierten und die Mysterien der geist-energetischen Heilung verschwanden aus eurer Erinnerung, sanken ins Unterbewusstsein und erschufen dort den Nebenlebensraum der lunaren Künste, der schwarzen und weißen Magie - während die Segen bringenden Elementar-Zeremonien zu „Teufelswerk“ erklärt wurden. Wahrlich, beste Voraussetzungen für einen steilen Abstieg!
3. Stufe: Feminine Körperkraft
Mit diesem Rückzug der weiblichen Geist-Seele zogen sich der vertikale Geiststrom und die spiralförmig wirbelnde Seelennahrung aus eurem Leben zurück. Nun konntet ihr euch vollkommen auf die horizontale Ebene und die eine Hälfte des Ganzen konzentrieren. Von der Anbindung an Kosmos und Planet abgeschnitten zu sein war gleichbedeutend mit der Trennung von einer Hälfte eurer Lebens- und Körpersysteme. Ihr könnt euch ausmalen, wie wenig euer Organismus funktioniert, wenn nur eine Hälfte aktiv ist.
Doch eine Hälfte allein kann nicht aktiv sein, weil sie nur durch den Austausch mit der anderen Hälfte funktioniert. So blieb schließlich eine notdürftig belebte körperliche Hülle von euch übrig, die wir durchaus als dämonisches Wesen bezeichnen können - ein grauer Mantel, der sich von Leben zu Leben um die innere Leere eures Geistes und der Seele schmiegen würde. Doch auch damit wart ihr, und das ist es, was wir zutiefst bewundern, noch lebens- und entwicklungsfähig.
Bei jeder Geburt bestücktet ihr eure Körper mit einem Vorrat an maskuliner Kraft und Härte sowie femininer Flexibilität und Weichheit. Diese konntet ihr während eures horizontal ausgerichteten Lebens verbrauchen. Begrenzte Energiezufuhr gewährten euch Essen und Trinken, Schlaf und Bewegung sowie Ermutigung und Energieraub von anderen. Und genau dies sollte euer Lebensinhalt werden.
Eure weibliche Energie und Flexibilität zog sich von Tag zu Tag mehr zurück, während der maskuline Pol immer mehr Einsatz von euch forderte und dabei immer mächtiger wurde. So wurden eure Körper zu starken und festen, aber auch unbeweglichen und steifen Rüstungen, zu kranken und kraftvollen Wesen, deren Organe und Funktionssysteme inzwischen am äußersten Tiefpunkt angekommen waren. Da ihr alles in euren Zellspeichern sammeltet und immer wieder mit ins neue Leben brachtet, waren eure Körper von Geburt an voller Krankheit, Gebrechen und Miasmen. Die Lebenskräfte verblassten und die Todeskräfte nahmen überhand. Und selbst wenn ihr gesund wart, so war dies doch nur eine vorübergehende Phase des Nichtleidens zwischen unzählbar vielen Stunden - und Studien - des Leidens. Vollkommen gesund wurdet ihr niemals. Und natürlich war dies auf dem absteigenden Weg auch so geplant. Denn dort, wo es schmerzte, lagen eure Entdeckungen und euer Reichtum - eure Wahrheit.
Auch aus eurer Intuition und Intelligenz waren jegliche Wärme und Sanftheit verschwunden. Harte, kalte Gedanken und angstvolle, überhitzte Emotionen waren übrig geblieben. Wie, um alles in der Welt, solltet ihr mit diesem Ergebnis eurer Schöpfung fähig sein, Liebe, Mitgefühl und Dankbarkeit zu entwickeln? Nun, in der Fortsetzung dieser linearen und horizontalen Entwicklung wäre dies gewiss unmöglich.
Das bedeutsame Ziel dieser dritten Stufe der Erniedrigung war eure ständige Begegnung mit Vater TOD, die immerwährende Verknüpfung eures eigenen Atems mit dem Atem der Hüter eurer Finsternis. Am Ende des Weges solltet ihr zur ultimativen Begegnung mit dem Wesen TOD bereit und fähig sein. Nachdem ihr diesen Teil eures Wesens vor 96000 Jahren von euch selber abgespalten hattet, wolltet ihr am Tief- und Umkehrpunkt auch mit ihm wieder eins werden.1) 3)
Niemand konnte und durfte dem Bruder TOD entrinnen, jeder musste diesem Wesen selbst begegnen und den Schritt zu ihm selbst vollziehen - zuerst in tiefer Verzweiflung und dann in ebenso tiefer Liebe. Niemand konnte verloren gehen, denn TOD war von Beginn an der oberste Hüter eures Körperlebens und Aufstiegs.
Die Parabel des Lebens
Betrachten wir das Kapitel eurer Erniedrigung aus einem anderen, einem rationalen Blickwinkel: als Parabel des Lebens. Stellt euch euren evolutionären Weg als eine Parabel vor. Euer Weg begann oben am linken Ast der Parabel.
Vor 288000 Jahren habt ihr EIN SEIN verlassen und seid in eurem ersten Lebenstanz durch die Feuerwand getreten - hinaus in ein völlig neues, leeres Universum. Hier wolltet ihr Antworten auf eure Fragen finden, und dafür musstet ihr zunächst einmal Wege suchen. Ihr wusstet absolut nichts, weder wer ihr seid noch wie ihr dies herausfinden könntet. Klar war nur, dass es abwärts gehen musste, weil euch verheißen war, dass die existenziellen Antworten auf all eure Fragen tief unten in der Finsternis liegen - im Raum des NICHTS.
Da damals kein Abwärts möglich war, weil es noch keine linearen Wege gab, sondern nur freies wirbelndes Fließen, schicktet ihr ER voran und versuchtet es mit der Spaltung und Verdichtung eurer Natur - und siehe da, es klappte! Genau das führte euch abwärts, wenn auch in gewaltigen und gemächlichen Kurven, Tänzen und Wirbeln durch Raumzeitalter hindurch.
Das maskuline Wesen trug die Natur der Verdichtung in sich, also führte es - und zog das feminine Wesen mit sich abwärts. Auf diesem Weg habt ihr einige höchst bedeutsame Lebenstänze vollzogen, die euch immer wieder sowohl spalteten als auch verschmolzen. Jeder Tanz veränderte euer Sein ein Stück mehr und machte euch zu dem, was ihr hier und jetzt seid. Dies erzählen wir euch ausführlich in unserer
Neuen Schöpfungsgeschichte1).
Der erste Tanz führte euch in den reinen Geistraum des Ersten Kristallzeitalters und machte euch zu reinen einpoligen Geistwesen - zu ER und SIE. Hier war jeder von euch in sich selbst vollkommen, ohne auch nur eine Ahnung von sich selbst und dem anderen zu haben, und dennoch - oder deshalb - wart ihr EIN HERZ und EINE SEELE. Alles fühlte sich herrlich an. Hier entstand euer geistiges Viertes Auge, das wir weiter vorn erwähnten.
Der zweite Tanz führte euch 96000 Jahre später in den reinen Energieraum des Kalkzeitalters und machte euch zu bipolaren Energiewesen. Jeder von euch hatte die Hälfte des Anderen in sich, ohne zu wissen, wer ihr selbst und der Andere wart. Doch das war gleichgültig, denn alles in euch fühlte sich gut und sehr prickelnd an. In dieser Raum-Zeit entstand euer seelisches Drittes Auge.
Nach weiteren 96000 Jahren brachte der dritte Tanz euer Sein schließlich in den Körperraum des Staubzeitalters - aus unserer Sicht unterhalb der Grasnarbe, wie ihr auf der Zeichnung sehen könnt. Im Reich der vielpoligen Körperwesen, der Männer und Frauen, trenntet und vereinigtet ihr euch so oft von- und miteinander, dass ihr am Ende der Zeit nicht mehr wusstet, ob ihr Männchen oder Weibchen seid. Und oft fühlte sich alles in euch schrecklich an. In diesem Zeitalter öffneten sich eure physischen Augen, um das zu sehen, was in eurer unmittelbarer Nähe lag - und doch konntet ihr nichts mehr erkennen.
Ganz unten angekommen ist euer Körperwesen je zur Hälfte von weiblicher und männlicher Natur durchdrungen - gleichgültig ob ihr Männer oder Frauen seid. Sämtliche physischen, vitalenergetischen und mental-emotionalen Körpersysteme sind männlich-weiblich. Eure Orientierung und Wahrnehmung und selbst eure Entscheidungen und Handlungen sind zu gleichen Teilen maskulin und feminin - im Guten wie im Bösen.
Doch trotz dieser gleichmäßigen Verteilung von ER und SIE auf jeden Bereich eures Körpers und Lebens herrscht am Ziel der absteigenden Reise, am Umkehrpunkt, eine gewaltige männliche Dominanz - und Ohnmacht. Weil ER immerzu führen musste, hat ER im Laufe der Zeitalter die Verantwortung und den Schutz für jegliches Leben auf sich genommen, aber auch alle Macht und Herrschaft zu sich gezogen.
So dominiert in der Zeitenwende in jedem einzelnen von euch der maskuline Pol - gleichgültig, ob ihr Männer oder Frauen seid. Daher seid ihr heute zutiefst erschöpft und ausgelaugt, orientierungslos und verfeindet, degeneriert und krank - sowohl untereinander als auch in euch selbst. Die Absichten eurer Reise habt ihr längst vergessen und das Ziel kennt ihr nicht mehr. Und das Schlimmste: Ihr habt immer noch nicht erfahren, wer ihr seid - und längst vergessen, wer ihr wart, was ihr wissen und erleben wolltet. Daher seid ihr auch nicht in der Lage, euren Weg in den Aufstieg zu bringen und eure Mission der Selbsterkenntnis zu erfüllen.
Also reißt ihr euch zusammen, arbeitet noch härter an euch und denkt euch den Kopf wund. Doch eine weitere Aufrechterhaltung der maskulinen Dominanz wirkt tödlich. Dafür findet ihr überall in eurer Gesellschaft Beispiele. Der Zeitgeist fordert ultimativ die Freilassung der femininen Kraft aus euren maskulinen Kerkern. Doch wie sollt ihr das bewerkstelligen? Ihr seid ganz unten angekommen und liegt am Boden. Niemand weiß mehr weiter. Das maskuline Wesen ist am Ende seiner Kraft - und das feminine noch nicht am Anfang ihrer Macht. Doch das macht nichts, denn in der Zeitenwende übernimmt der Zeitgeist die Führung.
ZEITGEIST ist die Gesamtheit eurer kosmischen Geist-Seele und planetarischen Existenzformen - alles, was ihr jemals wart, seid und sein werdet. Zeitgeist ist euer hohes und tiefes Selbst, euer lichtes Über- und finsteres Unterbewusstsein, eure evolutionäre Absicht und euer Massenbewusstsein - aber auch eure geistige Familie, der kosmische Wille und die galaktischen Strömungen und Aktivitäten. Zeitgeist seid ihr selbst. Und dieses gesamte und vereinigte Wesen eurer selbst kennt die Absichten und Ziele sehr genau und weiß, was zu tun ist. Also zieht das allmächtige EIN SEIN euch mit sich. Eure kosmische Heimat, die Quelle, aus der ihr hervorgegangen seid, führt euch durch den Widerstand am Umkehrpunkt hindurch in den Aufstieg. Ihr braucht es einfach nur zuzulassen.
Während dieser inneren Lebensreise, da euer äußeres Sein am Boden liegt, erwacht eure feminine Macht und übernimmt die Führung. Auf dem aufsteigenden Weg erfüllen sich die drei spaltenden Tänze des Abstiegs durch drei vereinigende Tänze des Aufstiegs. So geht zunächst euer Körper-Bewusstsein in die Drehung, dann eure Zwillingsseele und schließlich euer hohes Geistselbst.
Fluch und Segen
Die maskuline Führung auf dem absteigenden Weg war sowohl Segen als auch Fluch: ER vollzog den Judasdienst der Erniedrigung, um den SIE gebeten hatte. Und natürlich war auch das feminine Geführtsein Segen und Fluch, doch auf dem absteigenden Weg war beides notwendig und erfolgreich. Und selbstverständlich können wir den „Judasdienst der Erniedrigung“ auch als „Jesusdienst der Verwurzelung“ bezeichnen, ohne den SIE keinen Fuß an die Erde gebracht hätte.
Nun ist dieser Weg allerdings seit über zwanzig Jahren zu Ende - und alle weiblichen Wesen sollten planmäßig verwurzelt sein. Doch immer noch unterwerfen sich viele weibliche (!) Männer und Frauen den maskulinen (!) Frauen und Männern und vertiefen damit emotionale Dramen. Sie identifizieren und verwurzeln sich über ihre maskulinen Väter und Mütter, Partner und Kinder - und kommen nicht auf die eigenen Füße.
Die Unterwerfung der femininen Natur ist euer alter Vertrag, der seit 2001 außer Kraft ist und seitdem keine geistige Förderung mehr genießt und keine Wirkung mehr hat. Es gibt weder Recht noch Unrecht, weder Schuld noch Sühne. Nehmt dieses kollektive Opfer eurer absteigenden Gemeinschaft an - dieses Opfer, das ihr euch selbst abverlangt und geschenkt habt, das alle gewollt und unter dem alle gelitten haben, von dem schließlich aber auch alle profitieren. Ein Fluch der zum Segen wird, wenn ihr ihn annehmt.
Das fehlende Element im Leben des Mannes
Kommen wir hier noch einmal auf die beiden Formen der maskulinen Gewalt zurück, die dann entstehen, wenn die feminine innere Stimme ungehört bleibt und die inneren Reisen unterdrückt werden, wenn der innere Reichtum vergraben und versiegelt bleibt: die aktive aggressive - nach außen gerichtete Gewalt, und die passive depressive - nach innen gerichtete Gewalt.
Weil das weibliche Element fehlte, konnten Männer zu charismatischen Kriegern werden. Weil das weibliche Element fehlte, konnten sie zu Tyrannen und Gewalttätern werden.
Das fehlende weibliche Element hat nicht nur Frauen erniedrigt, sondern auch - und viel mehr noch - Männer. Und weil sie Schöpfer und Macher, Krieger, Techniker und Händler sind, suchten und fanden sie lange Zeit Bestätigung, Ermutigung und Selbstwert in der Welt der Macht und Materie, der Titel, des Reichtums und Ansehens. In ihrer äußeren Manneskraft gründeten, verteidigten und ernährten sie Familien und Clans und blieben als Führer, Männer und Väter innerlich doch unerfüllt.
Immer hat der männliche Körper in seiner Natur des Abstiegs und der Verdichtung größere Qualen gelitten als der weibliche Leib, der in ständiger Resonanz mit den aufsteigenden, ausgleichenden und heilenden Kräften stand.
Aus diesem Grunde ertrugen Frauen zumeist mehr Schmerz und Leid als Männer, blieben länger gesund, wurden älter als Männer und konnten im inneren Fließen mehrere Dinge gleichzeitig tun, während Männer sich auf eine Sache zu konzentrieren hatten.
Am Beginn der Neuen Zeit sucht euer maskulines Wesen nach Nahrung, Liebe und Bestätigung - nach der femininen Kraft, die ihm so sehr fehlt, nach dem weiblichen Wesen, das ihn heilen, durchlichten und erheben könnte. Mit ihr könnte er sich erheben und der Welt auch seine Liebe, Nahrung und Bestätigung geben.
Die maskuline Körperseele sucht verzweifelt nach ihrer femininen Zwillingsseele und die feminine Körperseele nach ihrer maskulinen Zwillingsseele. So sucht der Mann nach der Frau und die Frau nach dem Mann. Doch viele suchen im Außen, in der horizontalen Welt, auf eine unerlöste und aussichtslose Weise und verstricken sich erneut in grauen Netzen.
Die aktive maskuline Gewalt versucht, sich das weibliche Element von außen einzuverleiben und ist bereit, dafür andere Wesen zu unterwerfen und zu töten. Dies zeigt Suche und Sucht nach dem gel(i)ebten Leben. Die passive maskuline Gewalt erzwingt das weibliche Element im eigenen Inneren und ist bereit, dafür sich selbst zu unterwerfen und zu töten. Dies ist Suche und Flucht aus dem ungel(i)ebten Leben. Dies betrifft sowohl Männer als auch Frauen, denn aktive Gewalt und passive Resignation sind ganz natürliche Symptome am Ziel eures absteigenden Weges.
Die Umkehr liegt in eurem Innersten. Was in der äußeren horizontalen Welt noch nicht existiert - das feminine Element - findet ihr in eurer inneren vertikalen Welt. Dort könnt ihr euren femininen Geist, die weibliche Seele und die weiblichen Systeme eures Körpers finden und zurück in euer gel(i)ebtes Leben holen!
Entlasst nun also, ihr geliebten verbitterten Frauen und weiblichen Egos, Emanzipationszwang, Opferhaltung und Forderung nach Gerechtigkeit aus eurem Leben! Das sind nur graue Schleier, die eure eigene feminin-maskuline Macht verbergen - astrale Energien des Selbstverrats. Schaut mit weichem Blick auf die Männer der Welt. Schaut mitfühlend, und erfüllt schon dadurch das Versprechen des Anbeginns. Seid bereit, das maskuline Wesen aus den Tiefen emporzuheben - in euch selbst und in der Welt. Ihr könnt es, denn es liegt in eurer Natur. Trefft die Entscheidung, euren verschmolzenen feminin-maskulinen Geist zu erwecken. Er wird euch auch aus dem zwanghaften Frau-Sein erlösen, das im Wachbewusstsein eine warmherzige, gebende Heilerin sein will - und im Unbewusstsein eine kalte, fordernde Kriegerin ist.
Entlasst, ihr geliebten resignierenden Männer und männlichen Egos, die Schuldgefühle gegenüber den Frauen und der Welt, die Suche nach der idealen Frau und die Sucht nach der Erfüllung durch Sexualität. Das sind Bedürfnisse des unerlösten Egos, das eure höhere maskulin-feminine Natur nicht kennt. Schaut mit weichem Blick auf die Frauen der Welt und lasst sie los.
Erlaubt stattdessen eurer eigenen weiblichen Zwillingsseele, ihre aufsteigende Natur zu entfesseln, euer Leben zu führen und eure festgefahrene innere Schöpfung zu durchlichten. Trefft die Entscheidung, euren verschmolzenen maskulin-femininen Geist zu erwecken. Er wird euch aus eurem zwanghaften Mann-Sein erlösen, das im Wachbewusstsein ein charismatischer Krieger und Führer sein will - und im Unbewusstsein ein schwacher, bedürftiger Narr ist.
Der Aufstieg des weiblichen Wesens
Der Jesusdienst der Erhebung
Seit 1987, dem Beginn der Zeitenwende, haben sich viele geistige Tore auf Erden geöffnet - und jede Öffnung brachte bedeutsame Veränderungen in eure Lebensfelder. Am 21. Juni 2008, zur Sommersonnenwende im ersten Jahr der letzten Fünf vor dem 21. Dezember 2012, öffnete sich das Avalon-Tor - oder PHI-Tor. Die Zahl Fünf (griech: PHI) trägt die feminine Kraft des Schleierdurchgangs in sich. Dieses kosmische Zeitfenster fordert und fördert SIE - die weibliche Körperseele der Frau und die weibliche Zwillingsseele des Mannes.
Dem langen Judasdienst der Erniedrigung folgt nun der Jesusdienst der Erhebung - der Aufstieg des weiblichen Wesens in euren männlichen und weiblichen Körpern. Dies betrifft nicht nur männliche Täter und Tyrannen, Priester und Professoren, Banker und Bosse, sondern auch alle co-abhängigen weiblichen Opfer und scheinbar ohnmächtigen Frauen. Das Rad eures Schicksals hat eine halbe Drehung hinter sich - und nun folgt die andere Hälfte.
Nun führt das weibliche Wesen. Aus Niedergang, Schmerz und Tod formt SIE Aufstieg, Freude und Leben. Die Schöpfung der dritten Dimension führt SIE in das Leben der fünften Dimension. Aus Asche schlägt SIE Feuer, „... und König wird, der die Krone verlor“ (Arwen in Herr der Ringe). Dieses PHI- oder Avalon-Tor lässt die einst unterworfene feminine Macht zurück zur Erde fließen - und in euch auferstehen.
Die Rückkehr der inneren Macht
Mit der Öffnung des Avalon-Tores kehren alle einst geopferten Energien und Kräfte, alle verschwundenen Welten und Wesen, zurück zur Erde. Aus der Erdaura fließen sie in euer Körperfeld und von dort aus in euer Zellgefüge. Und natürlich bringt dies einiges an Umstellung und Verwirrung mit sich, denn längst habt ihr euch an eure einpolige maskuline Lebensart gewöhnt und euch damit abgefunden.
Euer eigenes aus dem Dunkel auf- und aus dem Licht absteigendes Erbe erscheint euch fremd. Ihr wehrt euch dagegen, weil es sich wie Unrecht und Verlust anfühlt, weil es das Loslassen eurer alten Gewohnheiten und Schutzzonen, eurer Lebensnischen und Schützengräben fordert. Doch dort, wo eure Wahrheit herrscht, tut es in der Übergangszeit nun einmal weh. Dort, wo sich Entspannung in euch breit macht, tobt eine Weile stechender Schmerz. Dort, wo sich freies Fließen in euch erhebt, begehrt gewaltiger Widerstand auf.
Doch es lohnt sich! Schauen wir, was zu euch zurückkehrt: Eure maskulin-feminine Lebenskraft kehrt zu euch zurück, eure kindliche Lebensfreude, bedingungslose Liebeskraft und grenzenlose Kreativität - eure vollkommene Gesundheit. Euer inneres Wissen und eure unverschleierte Sicht kehren zurück - die Erinnerung an euren Weg durch Raumzeitalter hindurch. Eure seelischen und geistigen Familien kehren zurück. Tatsächlich kommen sie euch nach, denn ihr seid vorangegangen.
Eure Medialität, die Fähigkeit, hinter die Schleier zu blicken und mit verborgenen und unverkörperten Reichen zu kommunizieren, kehrt zurück. Die engen Horizonte eures Bewusstseins weiten sich, die dichten Schleier eurer Wahrnehmung öffnen sich und die emotional-mentalen Fesseln eurer Gemeinschaften lösen sich. Und damit meinen wir nicht nur die Fesseln zwischen euch und der Gemeinschaft der Menschen, sondern auch die Fäden, Netze, Maschen, Schlaufen und Knoten zwischen euch und den Reichen der Tiere und der Pflanzen, der Dämonen und der Engel.
Der uralte Schmerz der Trennung, der sich durch alle Atemzüge eures Menschseins zieht - der alte Priesterstolz, der euch von den Menschen und den Naturreichen abgespalten hat, die innere Leere, die auch in den höchsten Augenblicken der Erfüllung unerfüllt blieb, die ewige Rastlosigkeit, die euch weiterpeitschte, wann immer ihr ein Ziel erreicht hattet - alles dies verlässt euer Leben und erfüllt sich.
Die geistige Welt - Heimat und Lebensfäden
Wir sind eure geistigen Familien - eure kosmischen Quellen - und wir haben viele Namen: Metatron, Michael und Merlin, Isis, Maria und Morgaine sind einige davon. Unser unverkörpertes Wesen reist während der Zeitenwende in die Welt eurer Verkörperung und verschmilzt mit euch, wenn ihr dies zulasst. Dabei übertragen wir die einst geopferten Lichtfrequenzen wieder auf euch und verknüpfen diese geistigen Energiemuster mit euren atmenden Herzfrequenzen. So bilden wir eure neue Lebensmatrix: neue Bewusstseinsfrequenzen und Wahrnehmungsfähigkeiten, neue Absichten und Handlungsmuster - sowohl in euren Körpern als auch auf Erden und im Kosmos.
Wir sind vollkommene feminin-maskuline Wesen, die während eures Abstiegs in die Welten der Krieger und Kriege das Vermächtnis der Heilerinnen und des Heilseins gehütet und bewahrt haben. Diese bringen wir euch nun, da die Zeit reif ist - da ihr reif seid - zu euch zurück.
Viele von euch sind Lichtboten und Flammen des Erzengels Michael, wirbelnde Strahlen des Metatron, Heiler und Heilerinnen, Nachfahren der Isis, Söhne und Töchter der Mutter Maria. Ihr alle seid nun gefördert und gefordert, das einst verlorene weibliche Licht in eurem Herzen wieder anzufachen, eurem femininen Pol wieder Leben einzuhauchen.
Viele von euch sind Botschafter des Merlin und hohe Priester und Priesterinnen der Morgaine. Denn ebenso wie ihr Asgard und Ägypten erlebt, verschlossen und vergessen habt, um sie nun wieder zu öffnen, wart ihr vor tausend Jahren auch in Avalon - habt es erlebt, verschlossen und vergessen. Damals habt ihr die Entscheidung zum letzten großen Abstieg des weiblichen Wesens getroffen - und es sollte bis an die Grenzen des Untergangs gehen und darüber hinaus.
Die Nebel von Avalon wurden zu den letzten Dimensionsschleiern eurer absteigenden Evolution. Euer femininer solarer Geist verblasste, eure weibliche lunare Seele zog sich hinter die Schleier zurück und euer maskulines Körpersein blieb auf der Strecke. Es degenerierte, es marschierte und stolperte dem Ende entgegen -dem Ziel, der Umkehr und der Auferstehung.
Diese letzte große Verhüllung hat die dritte Stufe der Erniedrigung des weiblichen Pols vollendet und euer feminines Herzlicht endgültig verdunkelt. Gemeinsam mit den Nebeln der Zeit verschwanden die Reste eurer Herzkraft in den Zwischenreichen und bewahrten dort tausend Jahre lang euer Erbe aus dem Ersten Kristallzeitalter - das Vermächtnis Christi.
Avalon und die Naturwelten
Das Avalon-Tor führt euch von der Erde der dritten Dimension zur Erde der fünften Dimension. Dieses PHI-Tor ist identisch mit eurem Herzlicht, das ebenfalls ein Tor ist. Durch dieses Tor werdet ihr die Naturwelten aus dem Exil zurückholen. Diese hatten euch auf eurem Weg zum Tiefpunkt der Evolution gedient, indem sie sich von der Erde zurückzogen. Mit diesem Opfer habt ihr ihnen und euch selbst einen großen Teil des Lebens genommen.
Sie verweilten in Zwischenreichen, jenseits der Schleier eurer Raumzeit. Nun brauchen sie für ihre Rückkehr ein neues Tor. Das alte Avalon-Tor können sie nicht mehr nutzen, denn das geistige Leben auf Erden hat sich seit damals verändert. So können selbst die mächtigen Naturwesen nicht allein in die heutige Welt zurückfinden. Halfen sie euch damals, so helft nun ihr ihnen. Habt ihr sie einst in die Verbannung geschickt, so befreit ihr sie heute und helft ihnen, zurück in euer Leben zu gelangen, zurück in eure Welt - und dort neue Paradiesgärten zu erschaffen.
Das fünfte Tor
Die Frage, welches Tor sie heute brauchen, ist einfach zu beantworten: Ihr Weg in eure Welt führt durch das Tor eurer Herzen. Öffnet dieses Tor zunächst für euch selbst. Durchschreitet das Avalon-Tor und nehmt die feminine Macht wieder in euch auf.
Lasst in der kommenden Zeit das verlorene Wissen um die Erde und den Kosmos zurück in eure Lebensfelder fließen. Dies geschieht von selbst, wenn ihr es wollt und zulasst. So werdet ihr in vollem Umfang kommunikations- und handlungsfähig. Beginnt diese Reisen bei den kleinen Blumenelfen und schwingt euch in die endlosen Reiche der Galaxien auf.
Das feminine Wesen steigt auf und baut die Krone
In Avalon ruht das Versprechen eures absteigenden Weges: Es wird das weibliche Wesen sein - Priesterin, Königin, Heilerin und Liebende - das am Ende der Zeit die herunter gekommenen Krieger und Tyrannen trösten, heilen und erheben würde - die eigenen Brüder, Väter und Söhne im Geiste wie auf Erden.
Doch diese weiblichen Wesen sind nicht zwangsläufig Frauen. Viele Männer tragen eine überwältigende Liebeskraft und feminine Macht in sich. Diese wirken unmittelbar heilend, sobald sie nur anerkannt und geöffnet wurden. So sprechen wir hier nicht von Männern und Frauen, sondern von Priesterinnen, Königinnen, Heilerinnen und Liebenden in männlichen und weiblichen Körpern.
Erkennt nun: Im äußeren horizontalen Leben habt ihr die alten Reiche verloren, doch im inneren vertikalen Sein seid ihr deren Hüter und Bewahrer. Werdet euch dessen bewusst! Dann können sie sich wieder in euch öffnen. Erlaubt nun auch eurem inneren Avalon, die Nebel zu lichten und in eurem Herzen zu erscheinen.
Wir haben es in den ersten Kapiteln dieses Buches mit euch geübt und ihr habt die ersten Erfahrungen gemacht. Geht nun weiter, macht neue und weiterführende Erfahrungen. Die Kodierungen der Unendlichkeit und das spiralförmige Bewusstsein ermöglichen euch das Fühlen der neuen Realität, das Öffnen der Ätherreiche, das Integrieren der eigenen geistigen Heimat in euer heutiges Körperleben - und die erneute Kommunikation mit Atlantis und Asgard, Ägypten und Avalon nach Jahrtausenden des Schweigens.