Das Wort
Heilerin bezeichnet
keineswegs
die Heilerin oder den Heiler anderer Menschen, sondern den
weiblichen Archetypus der
Mutter: der Nährerin und der
Heilerin der Wunden. Er steht dem
männlichen Archetypus des Kriegers und des Vaters: des Zeugenden und des
Schlagers der Wunden
gegenüber. Ich werde öfter mal als
Heilerin bezeichnet. Ich bin es in der Tat,
jedoch nur die Heilerin meines eigenen Lebens.
Krieger
und
Heilerin ist jeder von uns selbst, solange sich unser Leben in einer
Dualität
befindet, die auf Krieg und Frieden, auf Verwundung und Heilung
ausgerichtet ist, was bisher der Fall war. Daher verliert es immer
wieder die Balance zwischen den beiden Polen - und muss sie
immer wieder finden. Dieses jeweilige Wiederfinden ist die Rückkehr in die
eigene Mitte - in die Balance
zwischen den Polen Licht und Dunkelheit. Das ist Heilung. DIe Heilerin
/ der Heiler ist jene/r, die/der zu sich selbst zurückkehrt.
Die Natur
der Dualität hat sich verändert. Alles Licht und alle Dunkelheit fließen nun gemeinsam in einem Raum. Das bedeutet: Alles, was bisher unmöglich war, ist nun möglich. Alle
Berufe und gegenseitigen Abhängigkeiten in der Gesellschaft verändern sich,
alle alten Strukturen lösen sich auf und neue entstehen. Und dabei ist für
jeden gesorgt.
Der Glaube,
dass ein Mensch -
heute noch! - Heiler für einen anderen sein kann, ist eine Illusion,
denn wahrhaft heil - heilig - werden, könnt ihr nur dadurch, dass ihr euch
selbst heilt - und heiligt, nur dadurch, dass ihr zu euch selbst zurückkehrt
und euch selbst findet, und die Provokationen der Krankheiten ebenso annehmt,
atmet und entlasst, wie die Provokationen und Gefahren eures Alltags - in euren
Familien, Berufen, in der Politik und Wirtschaft, in den täglichen
niederschmetternden Nachrichten, die immer noch mit
großer Freude die Welt und eure innersten Gemächer bombardieren. Alles dies war
lange Realität - und ist inzwischen Illusion. Ihr könnt in beiden Welten leben,
in der kranken, gefährlichen und dramatischen oder in der gesunden, friedvollen
und freudigen. Einzig die Frage, worauf ihr eure Aufmerksamkeit lenkt,
erschafft eure Realität. Ihr habt die freie Wahl.
Entscheidet
ihr euch für die bedingungslose Rückkehr in euer eigenes Herz, dann
wird ein geist-elektrisches Feld in eurem Körper, und um ihn herum,
entstehen, das alle Krankheit und alle Todesenergien herausspült.
Solange ihr
außer euch bleibt, wird sich das astral-magnetische
Körperfeld nicht öffnen und alles festhalten, was ihr seit Zeitaltern
in euch aufgenommen und gesammelt habt.
Solange ihr
fremde Hilfe für eure Gesundheit in Anspruch nehmt, werdet ihr immer wieder
krank werden. Zwar werden die Ungleichgewichte eurer Körper und Seele jeweils
zu einem Teil geheilt, wieder in die Mitte gebracht. Doch die Ursachen dieser
Ungleichgewichte, die in eurer inneren Haltung zum Leben liegen, in euren
Absichten und Entscheidungen, bleiben dabei unberührt. Niemand anders als ihr
selbst kann sie heilen. Je mehr Ärzte, Therapeuten und Heiler auf euer Leben
Einfluss haben, desto mehr Ungleichgewichte entstehen in euch.
Solange ihr
nur das Licht liebt und respektiert, nicht aber die Dunkelheit, wird sich euer
Gleichgewicht immer wieder in den Räumen eurer eigenen abgelehnten Dunkelheit
verlieren - und der Körper krank sein.
Erst wenn
ihr in der Lage seid, ohne Ärzte, Therapeuten und Heiler gesund zu werden, dann
seid ihr wahrhaftig und endgültig gesund. Bis dahin nutzt ihre Hilfe. Doch tut
es in einer angemessen Weise, die euch zu euch selbst zurückführt, anstatt euch
von euch fortzulocken.
Ich,
Sabine, habe immer geknurrt, wenn mich jemand Heilerin genannt hat, es machte
mir Unbehagen, doch mir war lange nicht klar warum. Nun aber! Würde ich
versuchen, euch zu heilen, dann würde genau das, was ich in mir selbst
vollzogen und erreicht habe, für euch unmöglich werden. Ich würde euch von mir
abhängig machen, ob ich das wollte oder nicht, und würde euch unbewusst daran
hindern, zu euch selbst zurück zu kehren, wenn ich euch das Gefühl gäbe, das
auch durch Zwischenerfolge bestätigt werden würde, dass ich euch heile. Doch
das kann ich nicht. Wir haben unsere Schöpfung und unseren Aufstieg von
Beginn an so eingerichtet, dass jeder Einzelne die Kriege und Wunden der
Welt in sich selbst heilt. Nur
dadurch ist die volle Selbstermächtigung jedes Einzelnen möglich.
Mag
sein,
dass ich in anderen Zeiten die Macht über andere gewählt und mit
Vergnügen
ausgelebt habe. Heute habe ich jedenfalls kein Interesse mehr daran. In
diesem
Leben habe ich meine Aufmerksamkeit zunächst einmal darauf gerichtet,
selbst heil zu werden - und bin daher seit 20 Jahren bei keinem Arzt
mehr gewesen - und schließlich euch alle Hintergründe
des Lebens zu erläutern, die ich für mich erkannt und ausgetestet habe,
euch
alle Werkzeuge, Mittel und Unterstützung für eure Selbstheilung und
Selbstermächtigung
zur Verfügung zu stellen, die ich erhalten habe. Mir ist es wichtig,
euch immer wieder zu
ermutigen, weiterzugehen auf dem Weg zu euch selbst, weiterzuatmen,
weiterzulieben, weiterzuweinen und weiterzulachen. Ich kann und will
nichts anderes tun, als euch immer wieder zu bestätigen, dass ihr auf
dem
richtigen Weg seid, viel Zeit für alle eure
Entwicklungen habt, selbst in der Zeitenwende. Und auch dies ist ein Mysterium
unseres Menschseins: immer genau zur rechten Zeit an rechten Ort zu sein, wenn sich
das große Tor eures Geistes öffnen will. Allein das sollte -
wenn ihr mir schon
alles glaubt - eine tiefe Entspannung und einen tiefen Frieden in eure Herzen und
Körper in euren Alltag senken.
Aber
bitte,
ihr lieben Ärzte, Therapeuten und Heiler: Schließt jetzt um
Himmelswillen nicht
eure Praxen und sucht euch neue Jobs. Im Gegenteil, noch wird eure
Kunst
gebraucht, viele Jahre noch - und mehr denn je sogar in dieser Zeit.
Doch tut
euren Dienst in diesem Sinne zunehmend als Liebesdienst zur
Selbstfindung. Wendet mehr geistige Mittel und weniger physische an.
Experimentiert selbst und
ermutigt eure Patienten immer wieder, Vertrauen in ihre
Selbstheilkräfte zu
entwickeln. Entlasst sie zeitig, anstatt sie lange festzuhalten. Viele
hilfsbedürftige Menschen warten darauf, dass die lang besetzten Stühle
der
Dauerpatienten in euren Warteräumen frei für sie werden.
2.8.2009
Sabine